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1721
  • 1721: Frieden von Nystad beendet den Großen Nordischen Krieg zwischen Schweden und Russland.
  • 1722: Beginn des Persischen Feldzugs Peters I. gegen das Safawidenreich.
  • 1724: Peters I. Edikt über die Thronfolge („Testament“ bzw. Regelung zur Bestimmung des Nachfolgers).
  • 1725: Tod Peters des Großen; Katharina I. besteigt den russischen Thron.
  • 1733: Beginn des Polnischen Erbfolgekriegs.
  • 1740: Beginn des Österreichischen Erbfolgekriegs.
  • 1756: Beginn des Siebenjährigen Kriegs.
  • 1763: Frieden von Paris beendet den Siebenjährigen Krieg in großen Teilen der beteiligten Kolonialmächte.
  • 1770: Boston Massacre (Massaker von Boston) während der frühen Spannungen zwischen Großbritannien und den Kolonisten.

Am Vertrag von Nystad (1721) wurde der Große Nordische Krieg zwischen Russland und Schweden formal beendet. Für Russland bedeutete das Abkommen einen entscheidenden Machtgewinn: Unter anderem wurden Gebiete im Baltikum und an der Ostsee an Russland abgetreten. Damit festigte sich Peters des Großen Aufstieg zu einer Großmacht, während Schweden seinen Einfluss in Nordeuropa deutlich verlor.

Im Jahr 1756 beim Ausbruch des Siebenjährigen Krieges eskalierten europäische Rivalitäten und koloniale Interessenkonflikte zu einem Konflikt, der weit über den Kontinent hinausging. Auslöser waren unter anderem Auseinandersetzungen um Machtstellungen in Europa (u. a. in Schlesien) und um Handels- sowie Einflussgebiete in Übersee. Der Krieg prägte zudem die wechselnden Bündnisse: Preußen stand gegen mehrere Gegner, während Großbritannien gegen Frankreich auch in den Kolonien um Vorherrschaft kämpfte.

Mit der Ersten Teilung Polens (1772) griffen die Nachbarmächte Russland, Preußen und Österreich in die territoriale Selbstständigkeit der Polnisch-Litauischen Adelsrepublik (Rzeczpospolita) ein. In einem schrittweisen Vorgehen wurden Gebiete zwischen den Mächten aufgeteilt, nachdem das Land innenpolitisch stark geschwächt war. Die Teilung markierte den Beginn einer Entwicklung, die schließlich zum weiteren Zerfall der staatlichen Einheit und zur Schwächung seiner Souveränität führte.

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1722
  • 1722 – Beginn des Persienfeldzugs Peters des Großen (1722–1723)
  • 1733 – Beginn des Polnischen Erbfolgekriegs (1733–1738)
  • 1739 – Beginn des Krieges um Jenkins’ Ohr (War of Jenkins’ Ear) (1739–1748)
  • 1740 – Beginn des Österreichischen Erbfolgekriegs (1740–1748)
  • 1748 – Frieden von Aachen (Vertrag von Aix-la-Chapelle) beendet den Österreichischen Erbfolgekrieg
  • 1756 – Beginn des Siebenjährigen Krieges (1756–1763)
  • 1763 – Frieden von Paris beendet den Siebenjährigen Krieg
  • 1770 – Bostoner Massaker (5. März 1770)
  • 1773 – Boston Tea Party (16. Dezember 1773)
  • Vertrag von Aix-la-Chapelle (1748): Der Frieden von Aix-la-Chapelle beendete den Österreichischen Erbfolgekrieg (1740–1748). Er gilt besonders deshalb als richtungsweisend, weil Maria Theresia zwar nicht alle Forderungen durchsetzen konnte, die zentralen Machtverschiebungen jedoch endgültig festgeschrieben wurden: Preußen behielt Schlesien, womit sich Preußens Aufstieg in Mitteleuropa weiter verfestigte. Zugleich brachte der Vertrag einen formalen Abschluss der militärischen Auseinandersetzungen, doch die Spannungen zwischen den Großmächten blieben erhalten und lieferten späteren Konflikten den politischen Nährboden.
  • Beginn des Siebenjährigen Krieges (1756): Mit dem Siebenjährigen Krieg (1756–1763) eskalierte ein bereits zuvor aufgestautes Konkurrenzverhältnis zwischen den europäischen Großmächten. Zunächst prägte der Konflikt vor allem die Auseinandersetzung um Einfluss und Besitz in Europa, insbesondere zwischen Preußen und seinen Gegnern. Im Verlauf weitete sich der Krieg jedoch stark aus und wurde zu einem globalen Geschehen: Auch in Nordamerika, der Karibik und in kolonialen Auseinandersetzungen kämpften die Mächte gegeneinander. Der Krieg gilt als Wendepunkt für die Bedeutung von Staatsfinanzen, Militärorganisation und kolonialer Machtpolitik.
  • Erste Teilung Polens (1772): In der Ersten Teilung Polens teilten Russland, Preußen und Österreich Teile des polnisch-litauischen Staats untereinander auf. Ausgelöst wurde dieser Schritt unter anderem durch innere Schwächen des Commonwealth sowie durch den politischen und militärischen Druck der Nachbarmächte, die Einflusszonen schaffen wollten. Die Teilung war nicht nur ein territorialer Einschnitt, sondern auch ein entscheidender Beschleuniger des Niedergangs des polnisch-litauischen Staates und der Vorgeschichte der weiteren Teilungen in den folgenden Jahren.
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1722
  • 1722 – Peter der Große beginnt seine Persienfeldzüge (Russlands Kaspiskampagne)
  • 1724 – Gründung der St.-Petersburg-Akademie der Wissenschaften
  • 1725 – Tod Peters des Großen; Katharina I. wird Herrscherin
  • 1733 – Beginn des Polnischen Erbfolgekriegs
  • 1740 – Beginn des Österreichischen Erbfolgekriegs (Preußische Invasion Schlesiens)
  • 1756 – Beginn des Siebenjährigen Kriegs
  • 1763 – Vertrag von Paris (Ende des Siebenjährigen Kriegs in Nordamerika)
  • 1772 – Erste Teilung Polens durch Russland, Preußen und Österreich
  • 1773 – Boston Tea Party
  • Pragmatische Sanktion (1723) prägte die Erbfolge in den habsburgischen Ländern und legte fest, dass Maria Theresia trotz der bisherigen Salischen Erbfolge regieren konnte. Das Dokument wurde zwar in verschiedenen Schritten vorbereitet und abgesichert, führte aber langfristig zu erheblichen politischen Spannungen in Europa. Im Kern ging es darum, die Nachfolgefrage zu klären und den Zusammenhalt der habsburgischen Erblande auch im Falle des Herrschaftsübergangs zu sichern.
  • Russisch-Osmanischer Krieg (1735–1739) war ein Konflikt zwischen dem Russischen Reich und dem Osmanischen Reich, der mit Fragen um Einflusszonen und Gebiete im Schwarzmeerraum zusammenhing. Der Krieg brachte zahlreiche militärische Auseinandersetzungen und wechselnde Frontverläufe, bis schließlich der Frieden von Belgrad 1739 zustande kam. Für Russland bedeutete das zwar keine vollständige Durchsetzung aller Ziele, aber es wurde ein weiterer Schritt in der Stabilisierung und Ausweitung russischer Machtpositionen im südlichen Umfeld eingeleitet.
  • Amerikanischer Unabhängigkeitskrieg (1775–1783) begann nach 1773 mit den eskalierenden Konflikten in den britischen Kolonien in Nordamerika und wurde schließlich zum entscheidenden Wendepunkt für die Entstehung der Vereinigten Staaten. Die Auseinandersetzung war nicht nur militärisch, sondern auch politisch und ideologisch geprägt: Forderungen nach mehr Selbstbestimmung, Konflikte über Abgaben und die Legitimation von Herrschaft mündeten in einen offenen Bruch. Nach dem Kriegseintritt Frankreichs und weiterer Staaten gewann der Konflikt zudem eine stark internationale Dimension und veränderte das europäische Machtgefüge nachhaltig.
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1722
  • 1722: Peter der Große führt die „Tabelle der Rangordnungen“ in Russland ein.
  • 1724: Gründung der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften in Sankt Petersburg durch Peter den Großen.
  • 1725: Tod Peter des Großen; Katharina I. wird zur Zarin ausgerufen.
  • 1727: Tod von Isaac Newton.
  • 1728: Uraufführung von „The Beggar’s Opera“ (Die Bettleroper) in London.
  • 1732: Gründung der britischen Kolonie Georgia in Nordamerika.
  • 1733: Beginn des Polnischen Erbfolgekriegs.
  • 1737: Gründung der Universität Göttingen.
  • 1739: Frieden von Belgrad zwischen dem Russischen Reich und dem Osmanischen Reich.
  • 1722 begann unter Zar Peter I. der Russisch-Persische Krieg (1722–1723). Ziel war es, im Zuge der Machtpolitik im Kaspischen Raum Einfluss zu gewinnen und Handelswege sowie Gebiete am Kaspischen Meer zu sichern. Besonders prägend war die militärische und logistische Herausforderung der Feldzüge in der Region sowie die schnelle Veränderung der politischen Lage in Persien.

  • 1733 brach der Polnische Thronfolgekrieg aus, nachdem es in Polen-Litauen um die Nachfolge auf den Königsthron ging. Der Konflikt wurde rasch zu einem gesamteuropäischen Machtspiel: Mehrere Großmächte unterstützten unterschiedliche Kandidaten, wodurch sich der Krieg auch auf angrenzende Gebiete ausweitete. Die Auseinandersetzungen prägten danach die politische Neuordnung im Ostseeraum und beeinflussten die diplomatischen Beziehungen über Jahre.

  • 1739 endete der Konflikt zwischen dem Russischen Reich und dem Osmanischen Reich mit dem Frieden von Belgrad. Nach wechselhaften Schlachten und erheblichen militärischen Kosten wurde in Belgrad ein Abkommen geschlossen, das die weitere Expansion des einen bzw. die Rückgewinnung von Einflussbereichen durch den anderen begrenzte. Für die beteiligten Mächte hatte der Frieden spürbare Folgen für die Grenzziehungen und die künftige Strategie in Südosteuropa.

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1722
  • 1722: Ludwig XV. wird in Reims zum König von Frankreich gekrönt.
  • 1722: Zar Peter der Große beginnt die persische Feldzüge gegen das Safawidenreich (1722–1723).
  • 1733: Der Österreichische Erbfolgekonflikt der Gegenwart wird durch den Beginn des Polnischen Erbfolgekriegs ausgelöst.
  • 1739: Beginn des Kriegs um Jenkins’ Ohr zwischen Großbritannien und Spanien.
  • 1740: Beginn des Österreichischen Erbfolgekriegs nach dem Tod Kaiser Karls VI.
  • 1742: Schlacht bei Chotusitz (heute Chotusice) im Rahmen des Österreichischen Erbfolgekriegs.
  • 1745: Beginn des Jakobitenaufstands in Schottland (Rückkehr der Stuart-Anhänger).
  • 1746: Schlacht bei Culloden – Niederlage der Jakobiten und Ende des Aufstands.
  • 1747: Schlacht am Kap Finisterre zwischen britischen und französisch-spanischen Flotten.

Kaspischer Feldzug (ab 1722) war eine von Zar Peter I. (dem Großen) befohlene militärische Expedition des Russischen Reiches in Richtung Kaspisches Meer. Hintergrund waren Machtverschiebungen in Persien nach inneren Wirren, in deren Folge das Regionalkräftespiel neu geordnet wurde. Ziel Russlands war unter anderem, Einfluss an der Kaspiküste zu gewinnen, Handelswege zu sichern und die eigenen strategischen Positionen im Süden auszubauen. Der Feldzug führte zu russischen Eroberungen in der kaspischen Region, die jedoch später durch weitere diplomatische und militärische Entwicklungen wieder neu verhandelt wurden.

Österreichischer Erbfolgekrieg begann 1740 und prägte weite Teile Europas bis in die späten 1740er Jahre. Auslöser war der Streit um die Nachfolge auf dem österreichischen Kaiserthron nach dem Tod Kaiser Karls VI. Verschiedene europäische Mächte versuchten, ihre Interessen im Rahmen des Konflikts durchzusetzen, während Maria Theresia ihre Herrschaft behaupten musste. Der Krieg ging über klassische Frontverläufe hinaus und zeigte typische Elemente dieser Zeit: Bündnispolitik, wechselnde Koalitionen und auch großräumige Feldzüge in Mitteleuropa. Besonders bedeutend war, dass der Konflikt das Machtgleichgewicht nachhaltig beeinflusste und die Grundlage für spätere politische Konstellationen legte.

Schlacht von Culloden (1746) war der entscheidende militärische Endpunkt des Jakobitenaufstands in Schottland. Die Jakobiten wollten die Herrschaft des Hauses Stuart in Großbritannien wiederherstellen und setzten dabei auf die Unterstützung durch Anhänger der Stuarts. Nach mehreren militärischen Ereignissen kam es bei Culloden zu einer Auseinandersetzung, die für die aufständische Seite katastrophal endete. Die Niederlage führte zu einer raschen Unterdrückung des Aufstands und hatte weitreichende Folgen für Schottlands Gesellschaft und Politik: Die schottische Kultur und die politische Autonomie der Clans wurden in der Folge stark eingeschränkt, und die Integration in den britischen Staat wurde deutlich forciert.

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