1788 Einträge gefunden in der Kategorie Geschichte
- 1722: Zar Peter der Große führt die „Tabelle der Dienstgrade“ (Rangordnung) ein.
- 1723: Johann Sebastian Bach wird Thomaskantor in Leipzig.
- 1727: Tod von König Georg I. von Großbritannien; ihm folgt Georg II. nach.
- 1733: Beginn des Spanischen Erbfolgekriegs? (nein) – Beginn des Polnischen Thronfolgekriegs.
- 1740: Beginn des Österreichischen Erbfolgekriegs durch den Anspruch Preußens auf Schlesien.
- 1745: Schlacht von Fontenoy im Rahmen des Österreichischen Erbfolgekriegs.
- 1756: Beginn des Siebenjährigen Krieges.
- 1763: Vertrag von Paris beendet den Siebenjährigen Krieg (u. a. in Nordamerika).
- 1771: Moskauer „Pestaufstand“ während der Pestepidemie in Russland.
- Im Jahr 1723 wurde Johann Sebastian Bach zum Thomaskantor in Leipzig berufen. Damit übernahm er eine zentrale musikalische Aufgabe an der Thomasschule und prägte das geistliche Musikleben der Stadt über Jahrzehnte maßgeblich. In dieser Zeit entstanden zahlreiche wichtige Werke für den Leipziger Kirchenalltag, unter anderem regelmäßige Kompositionen für die Gottesdienste im Rahmen des Kirchenjahres.
- Mit dem Ausbruch des Österreichischen Erbfolgekriegs im Jahr 1740 gerieten viele europäische Mächte in einen groß angelegten Konflikt um die Herrschaft in den habsburgischen Erblanden. Der Krieg führte zu tiefgreifenden politischen Verschiebungen, prägte Bündnissysteme über Jahre und beeinflusste auch die militärische Entwicklung in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Besonders in Mitteleuropa wurden die Folgen durch wechselnde Fronten und Besetzungen spürbar.
- Der Frieden von Paris (1763) beendete im Jahr 1763 den Siebenjährigen Krieg und gilt als wichtige Zäsur in der Weltgeschichte der Kolonial- und Machtpolitik. Der Vertrag veränderte Besitz- und Einflussverhältnisse zwischen europäischen Großmächten erheblich, wirkte sich stark auf die Zukunft der Kolonien aus und hatte damit langfristige Auswirkungen auf die politische Lage in Europa sowie in Nordamerika. Dadurch entstanden neue Ausgangsbedingungen für spätere Konflikte.
- 1722 – Peter der Große führt die „Tabelle der Ränge“ ein
- 1725 – Zar Peter I. stirbt; Katharina I. wird Zarin
- 1733 – Beginn des Polnischen Erbfolgekriegs
- 1739 – Beginn des „War of Jenkins’ Ear“ zwischen Großbritannien und Spanien
- 1740 – Ausbruch des Österreichischen Erbfolgekriegs
- 1743 – Schlacht von Dettingen
- 1745 – Beginn des Jakobitenaufstands in Schottland (Landung von Charles Edward Stuart)
- 1746 – Schlacht bei Culloden beendet den Jakobitenaufstand
- 1747 – Tod von Nader Schah in Persien
- 1722–1723: Der russische Perserfeldzug unter Zar Peter I. zielte darauf ab, Einfluss im Kaspischen Raum zu gewinnen. Russische Truppen eroberten dabei strategische Gebiete und kontrollierten zeitweise Teile des heutigen Südkaukasus. Der Feldzug hatte langfristige Auswirkungen auf das Kräfteverhältnis zwischen Russland, dem Osmanischen Reich und Persien.
- 1733–1736: Der Polnische Erbfolgekrieg entstand aus der Auseinandersetzung um die Nachfolge in der Republik Polen-Litauen und weitete sich schnell in ein europäisches Konfliktgeschehen aus. Mehrere Großmächte unterstützten unterschiedliche Kandidaten, wodurch sich Bündnissysteme und Machtinteressen gegenseitig überlagerten. Der Krieg prägte die politische Lage in Mitteleuropa und beeinflusste die Wahl des polnischen Königs.
- 1745: In der Schlacht bei Hohenfriedberg trafen im Zuge des Österreichischen Erbfolgekriegs preußische und österreichische Truppen bei Hohenfriedberg zusammen. Die Schlacht gilt als einer der entscheidenden frühen Erfolge Preußens in diesem Konflikt und wurde maßgeblich durch die taktische Führung der preußischen Truppen geprägt. Das Ergebnis stärkte den Ruf der preußischen Armee und wirkte sich auf die weiteren Verhandlungen und Feldzugsplanungen aus.
- 1722: Peter der Große startet seine Persienfeldzüge (Russisch-Persischer Krieg 1722–1723).
- 1723: Vertrag von Sankt Petersburg zwischen Russland und dem Safawidenreich.
- 1724: Vertrag von Konstantinopel zwischen Russland und dem Osmanischen Reich.
- 1725: Tod Peters des Großen; Katharina I. wird Kaiserin von Russland.
- 1733: Beginn des Erbfolgekriegs um den polnischen Thron (Krieg um die Polnische Thronfolge).
- 1739: Vertrag von Belgrad beendet den österreichisch-russisch-osmanischen Konflikt (1737–1739).
- 1740: Beginn des Österreichischen Erbfolgekriegs nach dem Tod Kaiser Karls VI.
- 1741: Preußens erste größere Schlachtserfolge im Österreichischen Erbfolgekrieg (Schlacht bei Mollwitz).
- 1747: Ermordung Nadir Schahs; Beginn des Zerfalls seines Reiches.
1725 schlossen mehrere europäische Mächte den Wiener Vertrag (1725), der die Kräfteverhältnisse nach den Konflikten um die polnische Thronfolge weiter ordnete. Im Mittelpunkt stand das diplomatische Neuarrangement zwischen großen Mächten, um Bündnisse zu stabilisieren und künftige Kriege wahrscheinlicher Koalitionen vorzubereiten. Der Vertrag gilt als wichtiger Schritt hin zu der späteren politischen Neuformierung Europas.
Von 1733 bis 1738 prägte der Polnische Erbfolgekrieg die europäische Politik. Auslöser war der Streit um die Nachfolge auf dem polnischen Thron, wobei mehrere Großmächte ihre Interessen durch Einflussnahme und militärische Unterstützung durchzusetzen versuchten. Der Krieg führte nicht nur zu massiven Verschiebungen in Polen, sondern verstärkte auch die Rivalitäten zwischen den wichtigsten europäischen Mächten.
Ab 1740 eskalierte der Österreichische Erbfolgekrieg und war bis 1748 ein zentrales Ereignis der europäischen Geschichte. Hintergrund war der Anspruch auf die habsburgischen Erblande nach dem Tod Kaiser Karls VI., wodurch zahlreiche Staaten auf den Plan traten, um Gebiete und Machtpositionen zu gewinnen. Der Konflikt veränderte Bündnisse und Herrschaftsverhältnisse nachhaltig und gilt als wichtiger Vorgeschmack auf weitere Auseinandersetzungen im 18. Jahrhundert.
- 1722 - Peter der Große führt die „Rangtabelle“ (Table of Ranks) ein.
- 1722 - Peter der Große erlässt eine neue Regelung zur Thronfolge (kein fester Erbe mehr, sondern Bestimmung durch den Herrscher).
- 1722 - Russland beginnt den Persienfeldzug im Kaspischen Raum (persischer Feldzug 1722–1723).
- 1722 - Russische Truppen nehmen im Zuge des Feldzugs die Stadt Derbent ein.
- 1722 - Der chinesische Kaiser Kangxi stirbt (Ende seiner Regierungszeit).
- 1722 - Yongzheng wird Kaiser von China und beginnt seine Herrschaft.
- 1722 - Tod von Johann Kuhnau, bedeutender deutscher Komponist und Organist.
- 1722 - In Schweden werden nach dem Ende des Großen Nordischen Krieges weiter Reformen und Neuordnungen in Verwaltung und Militär umgesetzt.
- 1722 - An vielen europäischen Höfen werden verstärkt aufgeklärte Verwaltungs- und Justizreformen vorangetrieben (u. a. Reformen in mehreren Territorien des Alten Reiches).
Am 5. Februar 1722 erließ Zar Peter der Große eine neue Thronfolgeordnung. Damit wurde die bis dahin stärker erbliche Thronübertragung zugunsten eines Systems ersetzt, in dem der jeweils regierende Zar den Nachfolger festlegen konnte. Ziel war es, die innenpolitische Stabilität nach einem Herrscherwechsel zu verbessern und Machtkämpfe innerhalb der Elite zu vermeiden.
Nur wenige Wochen später, am 24. Januar 1722, führte Peter der Große die Tabelle der Dienstgrade ein. Diese Regelung ordnete den Staatsdienst systematisch in Rangstufen (militärisch und zivil) und stärkte die Idee, dass Laufbahnen vor allem über Leistung und Dienstzeit bestimmt werden sollten. Praktisch bedeutete das einen wichtigen Umbau der Verwaltung und der Elitenstruktur im Russischen Reich.
Im Verlauf von 1722 begann der Persienfeldzug des russischen Zarenreichs. Anlass waren politische Umbrüche in Persien sowie der Wunsch nach Einfluss und Handelsvorteilen am Kaspischen Meer und in Richtung des Nahen Ostens. Der Feldzug führte zu einer Phase intensiver militärischer und diplomatischer Auseinandersetzungen und prägte die russisch-persischen Beziehungen in den Folgejahren nachhaltig.