1788 Einträge gefunden in der Kategorie Geschichte
- 1727: Georg II. wird König von Großbritannien.
- 1733: Beginn des Spanischen Erbfolgekriegs bzw. (tatsächlich) des Polnischen Erbfolgekriegs (War of the Polish Succession) mit der Wahl von August III.
- 1739: Ausbruch des „War of Jenkins’ Ear“ (Krieg zwischen Großbritannien und Spanien).
- 1740: Beginn des Österreichischen Erbfolgekriegs.
- 1745: Landung von „Bonnie Prince Charlie“ und Beginn des Jakobitenaufstands in Schottland.
- 1746: Schlacht von Culloden (Niederlage der Jakobiten).
- 1748: Vertrag von Aachen (Aix-la-Chapelle) beendet den Österreichischen Erbfolgekrieg.
- 1751: Erscheinen des ersten Bandes der „Encyclopédie“ (Diderot und d’Alembert).
- 1752: Großbritannien übernimmt den Gregorianischen Kalender.
1727 bestieg Peter II. im Alter von nur zwölf Jahren den russischen Zarenthron. Seine Regierungszeit stand stark unter dem Einfluss mächtiger Höflinge und Familienverbände, da der junge Herrscher zunächst kaum selbstständig regieren konnte. Dadurch gewann der Adels- und Beraterapparat am Hof deutlich an Bedeutung. Für die weitere Entwicklung des russischen Machtgefüges war dies ein entscheidender Abschnitt: Während nach außen Stabilität demonstriert wurde, verschärften sich intern Rivalitäten um Einfluss und staatliche Entscheidungen.
1740 begann mit dem Tod Kaiser Karls VI. der Österreichische Erbfolgekrieg (1740–1748). Der Konflikt entzündete sich daran, dass die Habsburgische Herrschaft nach Karls Tod um die Nachfolge und die Durchsetzung seiner Erbansprüche rang. Mehrere europäische Mächte nutzten die Gelegenheit, um eigene Interessen durchzusetzen, was den Krieg rasch zu einer groß angelegten Auseinandersetzung machte. Besonders folgenreich waren die Verschiebungen von Bündnissen und Machtverhältnissen in Mitteleuropa, die sich bis in die spätere Diplomatie und in die Neuordnung der Kräfte nach dem Krieg auswirkten.
1751 erschienen die ersten Bände der Encyclopédie (Enzyklopädie) in Paris, ein zentrales Projekt der Aufklärung unter Beteiligung unter anderem von Denis Diderot. Die Publikation zielte darauf ab, Wissen systematisch zu sammeln, zu ordnen und für ein breiteres Publikum zugänglich zu machen. Damit wurden nicht nur wissenschaftliche und technische Erkenntnisse vermittelt, sondern auch Debatten über Bildung, Gesellschaft und Vernunft befeuert. Die Enzyklopädie prägte den intellektuellen Diskurs im 18. Jahrhundert nachhaltig und gilt heute als bedeutendes kulturelles Symbol der Aufklärung.
- 1727 — Tod von König George I. von Großbritannien; George II. folgt auf den Thron.
- 1727 — Krönung von George II. in London.
- 1727 — Generalwahl in Großbritannien (nach dem Regierungswechsel zu George II.).
- 1727 — Tod von Zarin Katharina I. in Russland.
- 1727 — Peter II. wird Kaiser von Russland und beginnt seine Herrschaft.
- 1727 — Tod von Isaac Newton.
- 1727 — Uraufführung von Johann Sebastian Bachs „Matthäuspassion“ in Leipzig.
- 1727 — Veröffentlichung von Stephen Hales „Vegetable Staticks“.
- 1727 — Vertrag von Kyakhta zwischen dem Russischen Reich und dem Qing-Reich (Regelung von Handel und Grenze).
Am 19. Januar 1727 starb der russische Zar Peter II. im Alter von nur 14 Jahren. Sein Tod bedeutete das rasche Ende der Herrschaft der „Naryschkin“-Linie und löste eine Phase politischer Umbrüche aus, in der vor allem die einflussreichen Hofparteien um die nächste Machtkonstellation in Russland rangen.
Am 31. März 1727 starb der englische Naturwissenschaftler Isaac Newton. Newton gilt als eine der prägenden Gestalten der Wissenschaftsgeschichte: Seine Arbeiten zur Mechanik und insbesondere zur Gravitation hatten das Weltbild der frühen Neuzeit nachhaltig verändert. Mit seinem Tod verliert die europäische Wissenschaft eine zentrale Leitfigur, während seine Ideen zugleich weiter systematisch rezipiert und ausgebaut wurden.
Am 11. Juni 1727 starb in Großbritannien König Georg I., und nur kurze Zeit später folgte ihm sein Sohn als Georg II. auf den Thron. Der Regierungswechsel markierte einen weiteren Abschnitt der britischen Monarchie im Zeichen des parlamentarischen Regierungssystems und fiel in eine Zeit, in der außenpolitische Spannungen zunehmend an Bedeutung gewannen.
- 1727: Tod von Sir Isaac Newton
- 1728: Geburt von James Cook
- 1732: Geburt von George Washington
- 1733: Gründung von Savannah (Georgia)
- 1739: Beginn des „Kriegs um das Ohr des Jenkins“ (War of Jenkins’ Ear)
- 1740: Beginn des Österreichischen Erbfolgekriegs
- 1746: Niederlage der Jakobiten in der Schlacht von Culloden
- 1748: Abschluss des Vertrags von Aachen (Ende des Österreichischen Erbfolgekriegs)
- 1752: Einführung des Gregorianischen Kalenders in Großbritannien
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Polnischer Erbfolgekrieg (ab 1733) war ein europaweit geführter Konflikt um die Nachfolge im Königreich Polen. Auslöser war der Versuch, in Polen einen bestimmten Kandidaten auf den Thron zu bringen, was die großen Mächte Europas in ein Bündnissystem zog. Der Krieg veränderte vor allem die Kräfteverhältnisse im östlichen Mitteleuropa und war eng mit der Rivalität zwischen dem Haus Habsburg, Frankreich und Russland verbunden. Neben militärischen Auseinandersetzungen spielten dabei auch diplomatische Verhandlungen eine zentrale Rolle, die schließlich zu einer neuen politischen Ordnung in Polen führten.
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Österreichischer Erbfolgekrieg (ab 1740) entstand nach dem Tod von Kaiser Karl VI. und der Frage, wer das Erbe in den habsburgischen Erblanden antreten sollte. Kaiserliche Ansprüche und die Durchsetzung der sogenannten Pragmatischen Sanktion standen dabei im Mittelpunkt. Mehrere europäische Staaten nutzten die Situation, um eigene Interessen durchzusetzen, wodurch der Konflikt schnell zur Großmachtauseinandersetzung wurde. Der Krieg prägte die Machtpolitik des 18. Jahrhunderts nachhaltig: Am Ende setzten sich zwar bestimmte habsburgische Positionen durch, jedoch war die Stabilität Europas neu zu verhandeln, und das Ergebnis stärkte langfristig auch den Einfluss Preußens.
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Jakobitenaufstand 1745 war ein bedeutender Versuch, die Stuart-Dynastie in Großbritannien wiederherzustellen. Ausgehend von Schottland kämpften aufständische Truppen zeitweise erfolgreich und brachten die Regierung ernsthaft unter Druck. Der Aufstand wurde jedoch zunehmend von der britischen Zentralmacht eingedämmt, unter anderem durch die Organisation gegnerischer Streitkräfte und militärische Gegenoffensiven. Der Konflikt endete schließlich mit der Niederlage der Jakobiten und hatte spürbare Folgen für Schottland, darunter eine stärkere Kontrolle durch die britische Regierung sowie tiefgreifende politische und gesellschaftliche Konsequenzen.
- 1727: George II. wird König von Großbritannien und Irland.
- 1727: Peter II. wird Kaiser von Russland.
- 1728: Uraufführung von John Gays „The Beggar’s Opera“ in London.
- 1729: Unterzeichnung des Vertrags von Sevilla zwischen Spanien und Großbritannien.
- 1730: Tod von Papst Benedikt XIII.
- 1731: Erstausgabe des „Gentleman’s Magazine“ (Beginn einer der einflussreichsten britischen Zeitschriften).
- 1732: Königliche Charta zur Gründung der britischen Kolonie Georgia.
- 1733: Gründung von Savannah (Georgia) durch James Oglethorpe.
- 1735: John Peter Zenger wird in New York vom Vorwurf des Verleumdungsdelikts freigesprochen.
- Tod von Isaac Newton (1727) markierte das Ende einer der prägendsten Lebensphasen der neuzeitlichen Naturwissenschaft. Newton hatte mit seinen Arbeiten zur Mechanik und zur Gravitation (insbesondere den von ihm formulierten Bewegungsgesetzen und dem Gravitationsgesetz) das wissenschaftliche Weltbild nachhaltig verändert. Sein Tod am 31. März 1727 wurde in ganz Europa wahrgenommen, weil Newtons Konzepte nun endgültig als gedanklicher Bezugspunkt für Physik, Astronomie und Mathematik galten.
- Polnischer Erbfolgekrieg (ab 1733) war ein größerer Machtkonflikt in Europa, der seine Wurzeln in der Nachfolgefrage auf dem polnischen Königsthron hatte und mehrere Großmächte einschloss. Ausgangspunkt war der Streit darum, wer nach dem Tod Augusts II. (1697/1702 Herrschaft) in Polen herrschen sollte; dabei standen sich unter anderem von Frankreich unterstützte Kandidaten (u. a. Stanisław Leszczyński) und Kräfte gegenüber, die die Position Augusts III. stützten. Der Krieg zog sich über Jahre hin und wirkte sich auch auf die strategische Ausrichtung in Mitteleuropa aus, weil er durch Bündnisse und militärische Interessen der beteiligten Mächte weit über Polen hinaus Bedeutung gewann.
- Beginn des Russisch-türkischen Krieges (1735–1739) fiel in den Zeitraum zwischen 1727 und 1735. Der Konflikt zwischen dem Russischen Reich und dem Osmanischen Reich entspannte sich vor allem aus der Konkurrenz um Einflusszonen in Südosteuropa sowie aus Sicherheits- und Machtinteressen an den Grenzen. Unter der Regierung von Anna Ioannowna führten russische Truppen mehrere Kampagnen, während das Osmanische Reich die Kontrolle über zentrale Regionen und Verkehrswege verteidigen wollte. Der Krieg prägte die weitere geopolitische Entwicklung der Region und wurde schließlich durch einen Friedensschluss (Belagerung und Verhandlungen bis 1739) beendet.
- 1727: Georg II. wird König von Großbritannien.
- 1733: Beginn des Polnischen Erbfolgekriegs.
- 1739: Beginn des Kriegs um „Jenkins’ Ear“ (War of Jenkins’ Ear).
- 1740: Beginn des Österreichischen Erbfolgekriegs.
- 1748: Der Aachener Frieden (Vertrag von Aix-la-Chapelle) wird geschlossen.
- 1756: Beginn des Siebenjährigen Kriegs.
- 1763: Der Pariser Frieden beendet den Siebenjährigen Krieg.
- 1775: Beginn des Amerikanischen Unabhängigkeitskriegs.
- 1788: Die First Fleet erreicht Australien und begründet die britische Kolonie in Botany Bay.
Im Jahr 1748 der Vertrag von Aachen beendete einen der zentralen Konflikte des 18. Jahrhunderts, den Österreichischen Erbfolgekrieg. Nach langen Kämpfen und wechselnden Bündnissen einigten sich die beteiligten Mächte darauf, weite Teile des vorangegangenen Kriegszustands wieder zu stabilisieren. Für Europa bedeutete der Vertrag vor allem eine vorläufige Neuordnung der Machtverhältnisse in der Mitte des Kontinents und trug dazu bei, die Konfliktlinie zwischen den europäischen Großmächten neu auszutarieren. Obwohl damit nicht alle Spannungen verschwanden, setzte der Vertrag den Rahmen für die kommenden Jahre und beeinflusste damit indirekt, wie und wo künftige Kriege eskalierten.
Mit dem Beginn des Siebenjährigen Krieges (1756) erreichte der Wettstreit um Macht, Kolonien und Handelswege eine neue Stufe. Der Krieg wurde von mehreren europäischen Großmächten geführt und griff schließlich auch über die Kontinente hinaus—insbesondere in den Kolonialräumen. Obwohl er oft als „europäischer“ Krieg beschrieben wird, prägte er ebenso die globalen Machtstrukturen, etwa durch Kämpfe in Nordamerika und an anderen strategisch wichtigen Orten. Die militärischen Entscheidungen, Bündniswechsel und die enorme Ausweitung der Kriegsschauplätze machten den Siebenjährigen Krieg zu einem Ereignis, das Wirtschaft und Politik in vielen Ländern langfristig belastete und veränderte.
Am Ende des 18. Jahrhunderts folgte ein politisch wegweisender Schritt in Übersee: die Verfassung der Vereinigten Staaten (1787). In einer Phase, in der die Staaten nach der Unabhängigkeit noch um Stabilität und gemeinsame Regeln rangen, sollte die neue Verfassung die politischen Strukturen ordnen und die Zusammenarbeit der Einzelstaaten stärker koordinieren. Sie schuf ein föderales System und führte Mechanismen der Gewaltenteilung ein, die das Regierungshandeln zwischen verschiedenen Institutionen ausbalancieren sollten. Die Verabschiedung und anschließende Ratifizierung machten die Verfassung zu einem der einflussreichsten Dokumente moderner Staatsbildung—und wirkten damit weit über den Zeitraum hinaus auf spätere Verfassungs- und Demokratievorstellungen.