1789 Einträge gefunden in der Kategorie Geschichte
- 1730 – Anna Iwanowna wird Kaiserin von Russland.
- 1730 – Kardinal Lorenzo Corsini wird zum Papst gewählt (Papst Clemens XII.).
- 1731 – Der russisch-österreichische Vertrag in Wien (1731) legt eine politische Grundlage für den späteren Konflikt um die polnische Thronfolge.
- 1731 – In London erscheint die erste Ausgabe des Gentleman’s Magazine.
- 1731 – In Russland wird das „Landadelskadettenkorps“ als militärische Ausbildungsstätte gegründet.
- 1732 – Der „Escorial-Vertrag“ zwischen Frankreich und Spanien wird geschlossen.
- 1732 – Die britische Krone erteilt die Charter zur Gründung der Kolonie Georgia.
- 1733 – Der „Polnische Erbfolgekrieg“ beginnt.
- 1733 – James Oglethorpe gründet die Stadt Savannah in Georgia.
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1730 wurde Anna Iwanowna zur Zarin von Russland. Nach dem Tod Peters des Großen und den anschließenden Machtkämpfen setzte sich ihre Erhebung durch, nachdem der Versuch des alten Machthabers-Umfelds, die Autokratie durch „Konditionen“ einzuschränken, scheiterte. Damit begann eine Phase, in der sich die kaiserliche Herrschaft wieder deutlich stärker auf die Monarchin stützte, was für die weitere Entwicklung des russischen Staatsapparats prägend war. Anna Iwanowna
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1732 wurde die britische Kolonie Georgia gegründet (bzw. per Charter eingerichtet). Das Projekt diente als Pufferzone gegen spanische Einflüsse in Florida und sollte zugleich eine planmäßig organisierte Neubesiedlung durch britische Behörden ermöglichen. Die Gründung ist eng mit den frühen Plänen um James Oglethorpe verknüpft, auch wenn die erste große Siedlung in Georgia schon im folgenden Jahr ihren sichtbaren Aufschwung nahm. Georgia (US-Bundesstaat)
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1733 begann der Krieg um die polnische Thronfolge. Auslöser war der Tod des polnischen Königs August II. (des Starken), wodurch über die Nachfolge zwischen konkurrierenden Kandidaten und den Interessen großer Mächte gestritten wurde. In dem Konflikt prallten vor allem die Ziele von Frankreich sowie Österreich und Russland aufeinander, was den Krieg rasch zu einem europäischen Machtspiel machte und die Region nachhaltig destabilisierte. Krieg um die polnische Thronfolge
- 1730: Beginn der russischen „Haltung in der Windrichtung“ gegen die Türkei (russische Aktivitäten im Rahmen des Feldzugs gegen das Osmanische Reich)
- 1733: Ausbruch des Polnischen Erbfolgekriegs
- 1734: Krönung von August III. in Polen
- 1735: Zweiter Sklavenaufstand in Saint John (Johannesland) im Zusammenhang mit den französischen Kolonien in der Karibik
- 1738: Beginn des Russisch-Österreichischen Türkenkriegs (Russland und Österreich gegen das Osmanische Reich)
- 1740: Beginn des Österreichischen Erbfolgekriegs
- 1741: Die pro-österreichische Regierung wird in Ungarn bzw. den habsburgischen Gebieten weiter gefestigt (Wechsel im Kräfteverhältnis während des Erbfolgekriegs)
- 1748: Frieden von Aachen (Beendigung des Österreichischen Erbfolgekriegs)
- 1756: Beginn des Siebenjährigen Krieges
- Polnischer Erbfolgekrieg (ab 1733) begann, als es nach dem Tod des polnischen Königs August II. zum Streit um die Nachfolge kam. Verschiedene europäische Mächte nutzten die Krise, um eigene Einflusssphären auszubauen; daraus entwickelte sich ein mehrjähriger Konflikt, der nicht nur in Polen selbst, sondern auch in angrenzenden Regionen und durch militärische Bündnisse europaweit Wirkung zeigte. Der Krieg endete mit einer neuen Machtbalance in der Region und prägte die politische Landschaft Osteuropas deutlich.
- Österreichischer Erbfolgekrieg (1740–1748) wurde ausgelöst, als Maria Theresia nach dem Tod Kaiser Karls VI. die Herrschaft antreten sollte und dabei um ihre Ansprüche in mehreren Erbfällen zu kämpfen hatte. Der Konflikt entwickelte sich schnell zu einem großen europäischen Krieg, in dem sich wechselnde Koalitionen gegenüberstanden und territoriale Zugewinne sowie die Frage der Durchsetzung von Erb- und Machtansprüchen im Mittelpunkt standen. Der Krieg gilt als wichtiger Einschnitt, der die politische Ordnung im Reich und darüber hinaus nachhaltig beeinflusste.
- Lissabon-Erdbeben (1755) erschütterte am 1. November 1755 die portugiesische Hauptstadt und führte zu weitreichenden Zerstörungen. Neben dem starken Erdbeben trugen vor allem Brände und Tsunamis zur Katastrophe bei und machten das Ereignis zu einer der folgenreichsten Naturkatastrophen der Frühen Neuzeit. Das Beben löste außerdem eine intensive Debatte über Naturgeschehen, Verantwortung und die Grenzen des menschlichen Handelns aus und prägte damit auch das wissenschaftliche und gesellschaftliche Denken der Zeit.
- 1733 – Beginn des Polnischen Erbfolgekriegs
- 1739 – Vertrag von Belgrad beendet den Österreichisch-Öttomanischen Krieg
- 1740 – Beginn des Österreichischen Erbfolgekriegs
- 1746 – Schlacht von Culloden (Niederlage der Jakobiten)
- 1754 – Beginn des Französischen und Indianerkriegs in Nordamerika
- 1756 – Ausbruch des Siebenjährigen Kriegs
- 1757 – Schlacht von Rossbach
- 1763 – Vertrag von Paris (Ende des Siebenjährigen Kriegs)
- 1770 – Boston Massacre
- Schlacht von Dettingen (1743) — Im Österreichischen Erbfolgekrieg gewann eine britisch-hannoversche Armee unter König Georg II. eine wichtige Schlacht bei Dettingen. Es war der letzte Sieg eines regierenden britischen Monarchen in einer Schlacht. Die Auseinandersetzung zeigte die Bedeutung der habsburgischen Seite und der britisch-hannoverschen Interessen im Konflikt um die europäische Machtbalance.
- Belagerung von Prag (1757) — Im Siebenjährigen Krieg versuchten preußische Truppen, die habsburgische Stellung in Prag zu zerschlagen. Die Belagerung war Teil der großen Kriegsschauplätze in Mitteleuropa und verdeutlichte, wie eng militärische Entscheidungen, Logistik und politische Bündnisse miteinander verknüpft waren. Der Verlauf der Kämpfe beeinflusste nachhaltig die Lage der beteiligten Mächte im weiteren Kriegsverlauf.
- Beginn des Siebenjährigen Krieges (1756) — Der Siebenjährige Krieg entwickelte sich von europäischen Auseinandersetzungen zu einem globalen Konflikt, der besonders in Europa, Nordamerika und den Kolonien Auswirkungen hatte. Er gilt als einer der bedeutendsten Kriege des 18. Jahrhunderts, weil er die Karten in der kolonialen Konkurrenz neu mischte und das politische Gleichgewicht zwischen großen Mächten langfristig veränderte. Für viele Zeitgenossen war es ein einschneidender Wendepunkt in der Weltpolitik.
- 1730: Anna Iwanowna wird zur Zarin von Russland (Thronbesteigung nach dem Ende der Herrschaft des Obersten Geheimen Rats)
- 1730: Geburt von Friedrich Wilhelm von Steuben
- 1731: Johann Sebastian Bach veröffentlicht den ersten Teil seiner „Clavier-Übung“
- 1732: Königlicher Gründungsakt für die britische Kolonie Georgia (Charter)
- 1732: Geburt von George Washington
- 1733: Beginn des Polnischen Erbfolgekriegs (Interventionen um die Nachfolge in Polen)
- 1733: Gründung der Stadt Savannah in der britischen Kolonie Georgia
- 1733: Erfindung des Flying Shuttle (Fliegender Weberschiff) durch John Kay
- 1733: Johann Sebastian Bach wird zum Hofkomponisten von Augustus III. (König von Polen und Kurfürst von Sachsen)
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Patrona-Halil-Aufstand (1730) erschütterte das Osmanische Reich: Der Aufstand eines einfachen Soldaten (Patrona Halil) gegen die Regierung führte zu massiven Unruhen in Istanbul und endete mit dem Machtwechsel innerhalb der osmanischen Führung. Die Ereignisse hatten dabei auch eine überregionale Bedeutung, weil sie zeigteten, wie stark wirtschaftliche und politische Spannungen zu offenen Revolten führen konnten.
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1731 kam es im kasachischen Raum zu einem wichtigen politischen Schritt: Die Anbindung der Kleinen Horde an das Russische Reich wurde vertraglich vorbereitet bzw. eingeleitet. In der Folge gewann Russland deutlich mehr Einfluss in den Steppengebieten Zentralasiens, was die Machtbalance in der Region nachhaltig veränderte und langfristig weitere Konflikte mit sich brachte.
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Im Jahr 1733 begann der Polnische Erbfolgekrieg. Auslöser waren umkämpfte Nachfolgeregelungen und die Frage, wer in Polen-Litauen als König durchgesetzt werden sollte. Der Krieg wurde zum europäischen Großmachtkonflikt, weil mehrere Staaten ihre Interessen in den Streit um die polnische Thronfolge einbrachten—mit entsprechenden militärischen und diplomatischen Folgen für die gesamte Region.
- 1733 – Beginn des Polnischen Erbfolgekriegs
- 1739 – Frieden von Belgrad zwischen Österreich und dem Osmanischen Reich
- 1740 – Beginn des Österreichischen Erbfolgekriegs
- 1748 – Vertrag von Aachen (Beendigung des Österreichischen Erbfolgekriegs)
- 1756 – Ausbruch des Siebenjährigen Krieges
- 1759 – Schlacht auf den Ebenen von Abraham und Fall von Quebec
- 1760 – Tod von Georg II.; Regierungsantritt von Georg III.
- 1763 – Vertrag von Paris (Ende des Siebenjährigen Krieges)
- 1764 – Verabschiedung des Sugar Act durch das britische Parlament
Im Polnischen Erbfolgekrieg (1733–1738) kämpften europäische Mächte um die Nachfolge im Königreich Polen. Der Konflikt veränderte das Kräftegleichgewicht im Osten Europas deutlich, weil sich mehrere Großmächte in die innerpolnischen Streitfragen einmischten und über Stellvertreter sowie Bündnisse Einfluss zu sichern versuchten.
Der Österreichische Erbfolgekrieg (1740–1748) brach aus, als die Herrschaftsansprüche nach dem Tod Kaiser Karls VI. umstritten wurden. Er führte zu großflächigen militärischen Auseinandersetzungen in Mitteleuropa und prägte dauerhaft die internationale Stellung der Habsburger, vor allem durch die Ergebnisse der späteren Friedensschlüsse.
Der Siebenjährige Krieg (1756–1763) gilt als einer der entscheidenden Konflikte des 18. Jahrhunderts in Europa. Er war zugleich mit kolonialen Auseinandersetzungen verflochten und führte zu erheblichen territorialen Verschiebungen, sodass sich langfristig Machtverhältnisse – besonders in Bezug auf Großbritannien, Frankreich und das Gebiet des Heiligen Römischen Reiches – neu ordneten.