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1789 Einträge gefunden in der Kategorie Geschichte

1733
  • 1733: Beginn des Polnischen Erbfolgekriegs (Kämpfe um die Nachfolge nach dem Tod Augusts II.)
  • 1733: Gründung der Stadt Savannah in der britischen Kolonie Georgia
  • 1733: Uraufführung von Georg Friedrich Händels Oratorium „Athalia“
  • 1733: Uraufführung von Georg Friedrich Händels Oper „Orlando“
  • 1734: Karl von Bourbon wird König von Neapel und Sizilien
  • 1734: Uraufführung von Georg Friedrich Händels Oper „Il pastor fido“
  • 1735: Veröffentlichung von Carl von Linnés „Systema Naturae“ (Erstausgabe)
  • 1735: Vertrag von Wien (1735) zur Beendigung des Polnischen Erbfolgekriegs
  • 1735: Uraufführung von Georg Friedrich Händels Oper „Ariodante“
  • 1733 – Erfindung des Fliegenden Schützen (John Kay)
    1733 wird der Fliegende Schützen eingeführt, eine mechanische Vorrichtung für Webstühle. Sie erlaubt es, den Webschützen deutlich schneller über den Webstuhl zu werfen, was die Produktionsgeschwindigkeit stark erhöht. Damit wird ein wichtiger technologischer Schritt für die frühe Industrialisierung im Textilgewerbe gelegt.
  • 1734 – Krönung von August III. zum König von Polen
    Im Zuge der Auseinandersetzungen um die polnische Königswürde wird August III. (Kursfürst von Sachsen) 1734 in Polen als König bestätigt bzw. gekrönt. Diese Weichenstellung verschärft die politischen Spannungen in Europa, weil verschiedene Mächte den rivalisierenden Anspruchsberechtigten unterstützen. Die Krönung gilt daher als ein entscheidendes Etappenereignis im Kontext der damaligen europäischen Machtpolitik.
    (Quelle: August III.)
  • 1735 – Veröffentlichung von Linnés „Systema Naturae“
    1735 erscheint erstmals das Werk Systema Naturae von Carl von Linné. Darin werden Lebewesen in ein systematisches Ordnungsschema gebracht und es wird insbesondere die Grundlage für eine einheitliche wissenschaftliche Benennung geschaffen (u. a. das Prinzip der binären Nomenklatur). Das Werk prägt damit langfristig die moderne Biologie und beeinflusst die naturkundliche Forschung erheblich.
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1733
  • 1733 — Gründung der britischen Kolonie Georgia in Nordamerika durch James Oglethorpe
  • 1733 — August III. wird zum König von Polen gewählt (Auslöser des Krieges um die polnische Thronfolge)
  • 1733 — Start der Zweiten Kamtschatka-Expedition unter Vitus Bering
  • 1734 — Schlacht von Bitonto im Italienfeldzug während des Krieges um die polnische Thronfolge
  • 1735 — Russland erklärt dem Osmanischen Reich den Krieg (Russisch-Osmanischer Krieg 1735–1739)
  • 1735 — Carl von Linné veröffentlicht „Systema Naturae“ (Grundlegung der modernen biologischen Systematik)
  • 1736 — Russische Truppen erobern Asow (Asow-Siege)
  • 1737 — Russland erobert Ochakiv/Otschakiw nach dem gleichnamigen Feldzug
  • 1738 — Wiener Vertrag beendet den Krieg um die polnische Thronfolge (u. a. mit Regelung der Herrschaft in Polen und der Abtretung von Lothringen)

Im Jahr Polnischer Thronfolgekrieg (1733–1736) entzündete sich ein Machtkampf um den polnischen Thron nach dem Tod von König August II. Der schwedisch-französisch unterstützte Kandidat Stanisław Leszczyński traf auf die von Russland und Österreich geförderte Thronkandidatur Augusts III. Der Konflikt weitete sich dadurch über Polen hinaus aus und entwickelte sich zu einem europäischen Konkurrenzkrieg, der besonders Frankreich, Habsburg und die beteiligten Großmächte in die militärischen Auseinandersetzungen zog.

1735 begann der Russisch-Österreichische Türkenkrieg (1735–1739) gegen das Osmanische Reich. Russland und Österreich verfolgten dabei das Ziel, ihren Einfluss auf dem Balkan auszubauen und Gebiete bzw. strategische Positionen in der Region zu gewinnen. Der Krieg war geprägt von langwierigen Feldzügen im südöstlichen Europa, von Kämpfen entlang wichtiger Versorgungs- und Einfallsrouten sowie von der Frage, wer die militärische Initiative gegenüber dem Osmanischen Reich halten konnte.

Ein wichtiger Wendepunkt im Wiener Frieden (1738) war die Annäherung bzw. der Ausgleich zwischen den beteiligten europäischen Mächten im Kontext des Polnischen Thronfolgekonflikts. In der Folge wurden Ansprüche und Einflusszonen neu geordnet: Stanisław Leszczyński musste seinen Anspruch auf den polnischen Thron aufgeben, während die politische Lösung vor allem darauf abzielte, die kriegerische Eskalation zu beenden und für die beteiligten Staaten eine tragfähigere Ordnung herzustellen. Der Frieden half damit, den Großkonflikt zu entschärfen und die Kräfteverteilung in Europa neu auszurichten.

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1733
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1734
  • 1734: Polnischer Thronfolgekrieg beginnt
  • 1740: Österreichischer Erbfolgekrieg beginnt
  • 1756: Siebenjähriger Krieg beginnt
  • 1763: Frieden von Paris beendet den Siebenjährigen Krieg
  • 1775: Amerikanischer Unabhängigkeitskrieg beginnt
  • 1789: Französische Revolution beginnt
  • 1792: Erste Französische Republik wird ausgerufen
  • 1804: Napoleon krönt sich zum Kaiser
  • 1812: Beginn des Russlandfeldzugs Napoleons
  • 1818: Beginn der Wiener Kongress-Ordnung (Restauration) mit der Abschlusssicherung im Folgezeitraum
  • Der Siebenjährige Krieg (1756–1763) war einer der weitreichendsten Konflikte des 18. Jahrhunderts. In Europa richtete sich der Krieg vor allem gegen die bisherige Machtbalance zwischen den europäischen Großmächten; gleichzeitig spielte er in Übersee (v. a. in Nordamerika und Indien) eine zentrale Rolle, wodurch er teils als „erster Weltkrieg“ vorweggenommen wird. Zu den prägenden Ereignissen gehörten mehrere entscheidende Schlachten und Eroberungszüge, die schließlich das Kräfteverhältnis veränderten: Großbritannien konnte seine Stellung deutlich ausbauen, während Frankreich stark geschwächt wurde. Der Krieg endete mit einer Reihe von Friedensschlüssen, die jedoch nicht alle Spannungen beseitigten, sondern den Weg zu künftigen Konflikten bereiteten.

  • Die Französische Revolution (ab 1789) löste tiefgreifende politische und gesellschaftliche Umwälzungen aus. Auslöser waren unter anderem gravierende soziale und ökonomische Probleme in Frankreich, begleitet von Streit um die Machtverteilung zwischen Krone, Ständen und aufstrebenden politischen Kräften. Im Verlauf der Revolution wurden alte Herrschaftsstrukturen in Frage gestellt und neue Ideen wie Gleichheit vor dem Gesetz, Volkssouveränität und bürgerliche Rechte gewinnen an Bedeutung. Besonders einschneidend waren Phasen radikaler Umbrüche und Gewalt, aber auch die langfristige Wirkung auf Verfassungsfragen und Reformbewegungen in Europa: Revolution und Gegenbewegungen prägten das politische Denken vieler Länder über Jahrzehnte hinweg.

  • Der Wiener Kongress (1814/1815) war die zentrale diplomatische Konferenz zur Neuordnung Europas nach den napoleonischen Kriegen. Ziel war es, ein neues Gleichgewicht der Mächte herzustellen und territorial-politische Veränderungen so zu ordnen, dass größere Zusammenstöße künftig verhindert werden sollten. Vertreter zahlreicher Staaten verhandelten über Grenzen, Herrschaftsrechte und die Ausgestaltung von Bündnissen. Als Ergebnis entstand eine neue europäische Ordnung, die über die Jahrzehnte hinweg Stabilität schaffen sollte, zugleich aber auch nationale und liberale Forderungen vieler Menschen nicht vollständig berücksichtigte. Damit trug der Wiener Kongress zwar zur zeitweisen Beruhigung nach dem Krieg bei, wurde aber später auch als Auslöser und Rahmen für Spannungen in Europa gesehen.

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1734
  • 1734 – Schlacht bei Bitonto im Zuge des Polnischen Thronfolgekriegs
  • 1740 – Beginn des Österreichischen Erbfolgekriegs
  • 1756 – Beginn des Siebenjährigen Kriegs
  • 1763 – Frieden von Paris (Ende des Siebenjährigen Kriegs)
  • 1775 – Beginn des Amerikanischen Unabhängigkeitskriegs
  • 1781 – Schlacht von Yorktown (Entscheidende Niederlage der Briten)
  • 1789 – Beginn der Französischen Revolution
  • 1793 – Hinrichtung von Ludwig XVI.
  • 1804 – Krönung Napoleons zum Kaiser der Franzosen
  • 1812 – Napoleonische Invasion in Russland

Der Aachener Frieden (1748) beendete den Österreichischen Erbfolgekrieg (1740–1748). Durch den Vertrag wurden wechselseitige Gebietsansprüche teilweise zurückgenommen und ein langfristiger Konfliktausgleich zwischen den beteiligten Mächten angestrebt. Er gilt als wichtige Zäsur, weil er die Großmachtkonstellationen in Europa neu ordnete und eine kurze Phase relativer Stabilität einleitete.

Mit dem Beginn der Französischen Revolution (1789) kam es zu tiefgreifenden politischen und gesellschaftlichen Umwälzungen in Frankreich. Auslöser waren unter anderem schwere Finanz- und Versorgungskrisen sowie die Forderung nach mehr Mitbestimmung. In der Folge entstanden neue Regierungsformen und Grundideen wie die Idee gleicher Rechte wurden immer stärker zum Motor weiterer Umbrüche—mit weitreichenden Auswirkungen über Frankreich hinaus.

Im Jahr Napoleons Russlandfeldzug (1812) erreichte der napoleonische Krieg in Europa einen dramatischen Wendepunkt. Der Angriff auf Russland endete für Frankreich mit einer katastrophalen Niederlage, unter anderem durch die weiträumige Ausweitung des Rückzugs, den Widerstand der russischen Truppen und die zerstörerischen Folgen des harten Winters. Das Scheitern schwächte Napoleons Position erheblich und trug dazu bei, dass sich die Koalitionsmächte gegen ihn zunehmend durchsetzen konnten.

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