1789 Einträge gefunden in der Kategorie Geschichte
- 1734 – Schlacht von Guastalla im Rahmen des Polnischen Erbfolgekriegs
- 1735 – Prozess gegen John Peter Zenger wegen Pressefreiheit in New York
- 1736 – Gründung des britischen Siedlungsortes Frederica in der Kolonie Georgia
- 1737 – Belagerung von Ochakov durch Russland im Russisch-Osmanischen Krieg
- 1738 – Vertrag von Wien (1738) als wichtige Grundlage zur Beendigung des Polnischen Erbfolgekriegs
- 1739 – Beginn des War of Jenkins’ Ear (Krieg von Jenkins’ Ear) zwischen Großbritannien und Spanien
- 1748 – Friedensschluss von Aachen (Frieden von Aix-la-Chapelle) nach dem Österreichischen Erbfolgekrieg
- 1756 – Ausbruch des Siebenjährigen Krieges
- 1759 – Einnahme von Québec durch die britischen Streitkräfte (Beginn der entscheidenden Phase im Kanadafeldzug)
Der Russisch-Osmanische Krieg (1735–1739) begann, als das Russische Kaiserreich seine Positionen im Schwarzmeerraum gegenüber dem Osmanischen Reich weiter ausbauen wollte. Der Konflikt wurde insbesondere in den südlichen Grenzregionen mit langen Belagerungen und wechselhaften Feldzügen geführt. Er endete schließlich mit dem Frieden von Belgrad (1739), der die Kräfteverhältnisse vorerst stabilisierte.
Mit dem Tod Kaiser Karls VI. und dem Regierungsantritt Maria Theresias entbrannte 1740 der Österreichische Erbfolgekrieg. Mehrere europäische Mächte stellten die Ansprüche auf die habsburgischen Länder in Frage, woraufhin sich der Krieg rasch über den Kontinent ausbreitete. Obwohl Maria Theresia den Krieg letztlich nicht „gewann“, blieb ihre Herrschaft weitgehend bestehen; entscheidend für die spätere Machtpolitik war der Konflikt vor allem, weil er die Bündnissysteme und Frontverläufe nachhaltig verschob.
Im Jahr 1756 eröffnete der Siebenjährige Krieg, einer der prägendsten globalen Konflikte des 18. Jahrhunderts, eine neue Phase internationaler Machtkonkurrenz. In Europa kämpften vor allem Preußen, Österreich und ihre jeweiligen Verbündeten gegeneinander, während parallel in Kolonien und Seegebieten um Handels- und Einflussräume gerungen wurde. Gerade zwischen 1756 und 1759 prägten wichtige militärische Erfolge und Gegenoffensiven den weiteren Kriegsverlauf, bevor der Konflikt erst später mit dem Frieden von Paris (1763) weitgehend beendet wurde.
- 1734 – Beginn des Polnischen Thronfolgekriegs (Konflikt um den polnischen Thron nach dem Tod Augusts II.)
- 1740 – Beginn des Österreichischen Erbfolgekriegs
- 1748 – Vertrag von Aachen (Ende des Österreichischen Erbfolgekriegs)
- 1756 – Beginn des Siebenjährigen Kriegs
- 1763 – Vertrag von Paris (Ende des Siebenjährigen Kriegs in der Form des großen europäischen Konflikts)
- 1775 – Beginn des Amerikanischen Unabhängigkeitskriegs
- 1776 – Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten
- 1789 – Beginn der Französischen Revolution
- 1799 – Staatsstreich von 18. Brumaire (Machtübernahme Napoleons in Frankreich)
- 1740 begann der Erste Schlesische Krieg (Teil der Schlesischen Kriege). Nach dem Tod Kaiser Karls VI. und dem Antritt Maria Theresias nutzte Preußen die Situation, um Schlesien unter Friedrich II. militärisch zu erobern. Der Krieg war eng mit dem größeren Konflikt um die österreichische Erbfolge verknüpft und führte zu einer nachhaltigen Verschiebung der Machtverhältnisse in Mitteleuropa: Preußen stärkte seine Position deutlich, während Österreich hohe Anstrengungen unternahm, die verlorenen Gebiete zurückzugewinnen.
- 1756 entfesselte der Siebenjährige Krieg eine der umfassendsten Konfliktserien des 18. Jahrhunderts. Aus europäischen Rivalitäten zwischen Großbritannien und Frankreich sowie den Machtinteressen Preußens und Österreichs entwickelten sich Kämpfe, die auch in den Kolonien deutlich sichtbar wurden (u. a. in Nordamerika und Indien). Der Krieg prägte die weltweite Expansion der europäischen Mächte, beeinflusste den Handel und führte – trotz wechselnder Fronten – zu tiefen politischen und finanziellen Belastungen, die späteren Reform- und Umbruchsprozessen Vorschub leisteten.
- 1789 setzte die Französische Revolution ein. Aus einer Mischung von sozialer Ungleichheit, wirtschaftlicher Krise und politischer Blockade entstand ein radikaler Bruch mit den bestehenden Herrschaftsstrukturen. Zentrale Ereignisse wie die Einberufung der Generalstände und der Sturm auf die Bastille markieren den Beginn einer Dynamik, die in neue Verfassungs- und Gewaltphasen überging. Die Revolution veränderte nicht nur Frankreich, sondern wurde in Europa und darüber hinaus zu einem Symbol für gesellschaftliche Umwälzungen und neue politische Ideen.
- 1734: Krönung Augusts III. zum König von Polen in Krakau
- 1740: Beginn des Österreichischen Erbfolgekriegs
- 1748: Frieden von Aachen (Aix-la-Chapelle)
- 1756: Beginn des Siebenjährigen Kriegs
- 1763: Frieden von Paris (Ende des Siebenjährigen Kriegs)
- 1775: Beginn des Amerikanischen Unabhängigkeitskriegs
- 1789: Sturm auf die Bastille (Beginn der Französischen Revolution)
- 1793: Hinrichtung Ludwigs XVI.
- 1802: Frieden von Amiens
- Österreichischer Erbfolgekrieg (ab 1740): Der Konflikt brach aus, nachdem der Tod Kaiser Karls VI. 1740 die Nachfolgefrage in den Habsburgergebieten neu anheizte. Mehrere europäische Mächte stellten Ansprüche und griffen in die habsburgischen Erblande ein. Der Krieg war geprägt von wechselnden Bündnissen, Feldzügen in Mitteleuropa und auch außenpolitischen Verschiebungen, die das Kräfteverhältnis in Europa nachhaltig beeinflussten.
- Siebenjähriger Krieg (1756–1763): Ab 1756 eskalierte der Konflikt zwischen den damaligen Großmächten zu einem mehrfrontigen Weltkrieg. In Europa standen vor allem Preußen gegen Österreich und seine Verbündeten, während parallel in Übersee um Kolonialbesitz gekämpft wurde. Der Krieg gilt als einer der zentralen Auslöser für Machtverschiebungen in Europa und als entscheidend für die spätere Entwicklung der Kolonialreiche, besonders in Nordamerika.
- Vertrag von Amiens (1802): Der Vertrag beendete vorübergehend die Kämpfe zwischen dem revolutionären/französischen Frankreich und Großbritannien nach den Koalitionskriegen. Ziel war eine politische Neuordnung und die Wiederaufnahme des Handels unter bestimmten Bedingungen. Obwohl die Vereinbarung für kurze Zeit eine Phase des Friedens brachte, erwiesen sich die Spannungen zwischen den Mächten als nicht vollständig gelöst.
- 1735: Der Vertrag von Wien wird geschlossen.
- 1740: Friedrich II. von Preußen beginnt den Österreichischen Erbfolgekrieg.
- 1748: Der Frieden von Aachen (Aachener Frieden) beendet den Österreichischen Erbfolgekrieg.
- 1756: Beginn des Siebenjährigen Krieges.
- 1763: Der Frieden von Paris beendet den Siebenjährigen Krieg.
- 1764: Der Erste Teil der Polnischen Teilung beginnt.
- 1776: Erklärung der Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten.
- 1789: Beginn der Französischen Revolution.
- 1798: Beginn des Zweiten Koalitionskrieges gegen das Französische Direktorium.
- Frieden von Aachen (1748) beendete einen großen europäischen Konflikt: den Österreichischen Erbfolgekrieg, der ab 1740 weite Teile Europas erfasst hatte. In den Verhandlungen wurden die meisten im Krieg erzielten territorialen Veränderungen entweder rückgängig gemacht oder ausgeglichen, sodass der Status quo weitgehend wiederhergestellt wurde. Politisch bedeutete der Frieden vor allem eine vorläufige Stabilisierung der Kräfteverhältnisse zwischen den beteiligten Mächten, auch wenn die Spannungen in den folgenden Jahren weiterliefen.
- Frieden von Paris (1763) schloss den Siebenjährigen Krieg ab. Der Vertrag veränderte das Machtgefüge in Europa und vor allem in Übersee deutlich: In Nordamerika wurden Gebiete neu verteilt, wodurch Großbritannien seine Stellung in der Region weiter ausbaute. Gleichzeitig verlor Frankreich weite Teile seines kolonialen Besitzes, was Frankreichs Einfluss in Übersee nachhaltig schwächte. Der Frieden prägte damit die folgenden Jahrzehnte der kolonialen Rivalitäten zwischen den damaligen Weltmächten.
- Sturm auf die Bastille (1789) gilt als ein entscheidender Auftakt der Französischen Revolution. Am 14. Juli 1789 griff eine aufgebrachte Menge das Pariser Bastille-Gefängnis an, das als Symbol königlicher Willkür und Unterdrückung wahrgenommen wurde. Das Ereignis löste eine Welle von Umbrüchen aus: In vielen Regionen Frankreichs verschoben sich Machtstrukturen, es entstanden neue politische Kräfteverhältnisse und der Konflikt zwischen dem alten Herrschaftssystem und reformwilligen bzw. radikaleren Bewegungen verschärfte sich. Der 14. Juli wurde später zum bedeutenden Nationalfeiertag in Frankreich.
- 1735: Veröffentlichung von Carl von Linnés Werk Systema Naturae (Grundlage der modernen biologischen Systematik).
- 1735: Beginn des Russisch-Osmanischen Krieges (1735–1739).
- 1737: Gründung der Universität Göttingen.
- 1738: Abschluss des Wiener Vertrags (1738) zur Beendigung bzw. Neuordnung des Polnischen Thronfolgekriegs.
- 1739: Vertrag von Belgrad zwischen Russland und dem Osmanischen Reich.
- 1739: Erteilung der königlichen Gründungsurkunde für das Foundling Hospital in London.
- 1740: Tod Kaiser Karls VI.; Beginn des Österreichischen Erbfolgekriegs infolge der Thronansprüche Maria Theresias.
- 1741: Russland tritt in den Österreichischen Erbfolgekrieg gegen Österreich ein.
- 1741: Schlacht bei Mollwitz (10. April 1741) im Österreichischen Erbfolgekrieg.
Im Jahr 1735 wurde der Wiener Vertrag (1735) geschlossen. Er beendete den letzten großen Abschnitt des Polnischen Thronfolgekriegs, indem er die politische Ordnung in Polen neu festlegte: Der sächsische Kurfürst August III. wurde als König anerkannt, während Stanisław Leszczyński auf den polnischen Thron verzichtete. Der Vertrag gilt außerdem als wichtiges diplomatisches Signal in Europa, weil er Spannungen zwischen den Großmächten reduzierte und die Zusammenarbeit bzw. Abgrenzung in künftigen Konflikten mitprägte. Für die beteiligten Staaten bedeutete er vor allem eine Stabilisierung nach Jahren kriegerischer Auseinandersetzungen.
1740 eskalierte mit dem Beginn des Österreichischen Erbfolgekriegs die Situation in Mitteleuropa deutlich. Auslöser war die Frage, wer das Erbe der Habsburger antreten durfte: Kaiser Karl VI. hatte zwar die „Pragmatische Sanktion“ erwirkt, doch mehrere Nachbarn bestritten deren Durchsetzbarkeit. In diesem Kontext griff Friedrich II. von Preußen die Habsburger an, indem er Schlesien militärisch in Besitz nahm. Damit wurde der Konflikt von einer Anspruchs- und Verhandlungskrise zu einem offenen Krieg zwischen mehreren Mächten, der die politische Landkarte nachhaltig veränderte und erst Ende der 1740er Jahre in eine neue Balance überging.
Am 10. April 1741 kam es zur Schlacht bei Mollwitz – einer frühen, weithin beachteten Großauseinandersetzung im Österreichischen Erbfolgekrieg. Auf dem Schlachtfeld bei Mollwitz trafen preußische Truppen unter Friedrich II. auf österreichische Verbände. Die Schlacht gilt als bedeutender Prüfstein für die preußische Militärorganisation und Taktik: Auch wenn der Verlauf chaotisch und verlustreich war, zeigte sich insgesamt, dass die preußischen Formationen den Kampf gegen deutlich überlegene Gegner nicht scheuten und im Gefecht standhalten konnten. Der Ausgang beeinflusste das Selbstverständnis der preußischen Armee und wirkte in der Folge auf Entscheidungen und Planungen in weiteren Feldzügen.