1789 Einträge gefunden in der Kategorie Geschichte
- 1736: Die Russen erobern im Russisch-Osmanischen Krieg die Festung Asow (Azov).
- 1737: Gründung der Universität Göttingen.
- 1738: Papst Clemens XII. erlässt die Bulle „In eminenti apostolatus“, die Freimaurer verurteilt.
- 1739: Beginn des Krieges um „Jenkins’ Ear“ (War of Jenkins’ Ear) zwischen Großbritannien und Spanien.
- 1740: Thronbesteigung von Maria Theresia; Beginn des Österreichischen Erbfolgekriegs.
- 1742: Frieden von Breslau zwischen Österreich und Preußen.
- 1745: Niederlage der Jakobiten bei der Schlacht von Culloden.
- 1756: Beginn des Siebenjährigen Krieges.
- 1761: Veröffentlichung von Jean-Jacques Rousseaus Roman „Julie, ou la Nouvelle Héloïse“.
-
1739 wurde der Vertrag von Belgrad geschlossen. Nach dem erneuten Aufeinandertreffen von Habsburgermonarchie und Osmanischem Reich beendete der Vertrag den Austro-Türkischen Krieg von 1737 bis 1739. Österreich musste dabei erhebliche Gebiete abtreten, während das Osmanische Reich seinen Einfluss in Südosteuropa zunächst festigen konnte. Für die europäische Diplomatie war der Frieden ein wichtiger Indikator dafür, wie zäh umstrittene Grenzräume zwischen den Großmächten waren. Zudem prägte er die militärische und politische Lage auf dem Balkan bis weit in die folgenden Jahrzehnte.
-
1748 folgte mit dem Frieden von Aix-la-Chapelle (auch „Frieden von Aachen“) das offizielle Ende des Österreichischen Erbfolgekriegs in Europa. Der Konflikt hatte weite Teile des Kontinents erfasst und führte zu erheblichen finanziellen und menschlichen Verlusten auf allen Seiten. Der Vertrag stellte große Teile der vor dem Krieg bestehenden Macht- und Besitzverhältnisse wieder her bzw. glich sie an. Für Maria Theresia bedeutete das zwar keine endgültige „Klärung“ aller Ansprüche, aber eine Stabilisierung ihrer Position als Herrscherin der Habsburger. Insgesamt gilt der Frieden als Versuch, die Großmachtkonstellationen wieder in ein Gleichgewicht zu bringen.
-
1757 fiel die Schlacht von Plassey und gilt als entscheidender Wendepunkt im Kampf um die Vorherrschaft in Bengalen. In dieser Auseinandersetzung trafen Truppen der Britischen Ostindien-Kompanie unter Robert Clive auf lokale Mächte um Nawab Siraj ud-Daulah. Durch Bündnisse und geschicktes militärisch-politisches Vorgehen gelang es den Briten, den Gegner entscheidend zu schwächen. Die Folge war der Beginn einer deutlich dominanter werdenden britischen Herrschaft in Bengalen und damit ein großer Schritt hin zum späteren Ausbau des britischen Einflusses in Indien. Die Schlacht hatte somit weitreichende Auswirkungen auf die koloniale Entwicklung, Wirtschaft und Machtverhältnisse in der Region.
- 1736: Die Quadratur des Kreises wird von großen Mathematikern als unlösbar erklärt.
- 1737: Vulkan Vesuv bricht aus und richtet großen Schaden in Italien an.
- 1738: Erste Freimaurerlogen werden in den amerikanischen Kolonien gegründet.
- 1739: Vertrag von Belgrad beendet den russisch-österreichischen Türkenkrieg.
- 1740: Beginn des Österreichischen Erbfolgekriegs nach dem Tod von Kaiser Karl VI.
- 1741: Schlacht bei Mollwitz, erster großer Kampf im Österreichischen Erbfolgekrieg.
- 1742: Erste öffentliche Aufführung von Händels "Messiah" in Dublin.
- 1745: Zweite Jakobitenaufstand in Großbritannien.
- 1748: Frieden von Aachen beendet den Österreichischen Erbfolgekrieg.
- 1750: Friedrich der Große führt die Preußischen Reformen durch.
- 1756: Beginn des Siebenjährigen Krieges mit dem Angriff Preußens auf Sachsen.
- 1761: Entdeckung von Neptunballeten durch Nicolas-Louis de Lacaille.
Der Siebenjährige Krieg (1756-1763): Der Siebenjährige Krieg war einer der größten und komplexesten militärischen Konflikte des 18. Jahrhunderts. Er begann im Jahr 1756 und breitete sich bald auf verschiedene Kontinente aus, darunter Europa, Nordamerika, Afrika und Asien. Die Hauptkontrahenten in Europa waren Preußen und seine Verbündeten Großbritannien und Portugal gegen Österreich, Frankreich, Russland, Schweden und Spanien. Mehr dazu auf Wikipedia. Der Krieg endete offiziell mit dem Frieden von Hubertusburg und dem Pariser Frieden im Jahr 1763, wobei Preußen als eine der großen europäischen Mächte hervorging und Großbritannien seine Kolonialmacht ausbaute.
Entdeckung des Elementes Wasserstoff (1766): Der britische Naturforscher Henry Cavendish entdeckte im Jahr 1766 das Element Wasserstoff. Cavendish beschrieb den leicht entzündlichen, farblosen und geruchlosen Stoff, der bei einer Reaktion mit Wasser entsteht, zunächst als "brennbares Gas". Er erkannte später, dass Wasserstoff ein eigenständiges Element ist und zu einem wesentlichen Bestandteil des Universums gehört. Cavendishs Arbeit zu Wasserstoff legte den Grundstein für zukünftige chemische Forschungen und die Entwicklung der modernen Chemie. Mehr dazu auf Wikipedia.
Gründung der Russischen Akademie der Wissenschaften (1724): Peter der Große gründete im Jahr 1724 die Russische Akademie der Wissenschaften in Sankt Petersburg, um die wissenschaftliche Forschung und Bildung im Land zu fördern. Die Akademie begann ihre Arbeit offiziell im Jahr 1726 und spielte eine wichtige Rolle bei der Modernisierung Russlands. Sie förderte wissenschaftliche Entdeckungen und unterstützte zahlreiche Forscher, darunter Michail Lomonossow, der als einer der größten Wissenschaftler Russlands gilt. Im Jahr 1747 nahm die Akademie internationalen Rang ein, indem sie erstmals ihre Veröffentlichungen in mehreren Sprachen herausgab. Mehr dazu auf Wikipedia.
- 1736 – Nader Schah wird zum Schah von Persien ausgerufen.
- 1736 – Russland erobert Asow (Asowsches Meer/Region Asow) im Russisch-Türkischen Krieg.
- 1736 – Gründung von Fort Frederica in der britischen Kolonie Georgia.
- 1736 – Augusta wird als Siedlung in Georgia gegründet.
- 1736 – Benjamin Franklin gründet die Union Fire Company in Philadelphia.
- 1736 – James Watt wird geboren.
- 1736 – Giovanni Battista Pergolesi stirbt.
- 1736 – Händels Oper „Atalanta“ wird uraufgeführt.
- 1736 – Händels Oratorium „Alexander’s Feast“ (Alexanderfest) wird uraufgeführt.
1736 erklärte sich Nader Schah nach dem Ende der safawidischen Herrschaft zum Schah von Persien. Damit begann die Herrschaft der Afšariden in einem Reich, das zuvor durch innere Krisen und äußere Angriffe stark geschwächt worden war. Nader Schah nutzte seine militärische Macht, um die politische Zersplitterung zu überwinden, Rivalen auszuschalten und die regionale Vorherrschaft neu zu ordnen.
Am 19. Januar 1736 wurde der schottische Erfinder James Watt geboren. Watt gilt als einer der entscheidenden Wegbereiter der Industriellen Revolution, weil seine Verbesserungen an der Dampfmaschine (insbesondere die Weiterentwicklung zur effizienteren Nutzung von Dampf) die technische Grundlage für massenhaften Antrieb in Industrie und Transport schufen und damit Produktionsprozesse grundlegend veränderten.
Am 25. Januar 1736 wurde der italienisch-französische Mathematiker und Astronom Joseph-Louis Lagrange geboren. Seine Arbeiten prägten maßgeblich die Entwicklung der höheren Mathematik und formalen Mechanik im 18. Jahrhundert. Besonders sein Beitrag zur Beschreibung dynamischer Systeme und das nach ihm benannte „Lagrange“-Konzept in der Raumfahrt zeigen, wie nachhaltig seine Ideen bis in die moderne Wissenschaft wirken.
- 1737: Russische Truppen erobern Ochakow im Rahmen des Russisch-Türkischen Krieges.
- 1738: Vertrag von Wien (1738) – Neuregelung der Machtverhältnisse im Zuge des Polnischen Erbfolgekriegs.
- 1740: Beginn des Österreichischen Erbfolgekriegs.
- 1748: Frieden von Aachen (Aix-la-Chapelle) – Ende des Österreichischen Erbfolgekriegs.
- 1756: Beginn des Siebenjährigen Krieges.
- 1763: Frieden von Paris – Beendigung des Siebenjährigen Krieges.
- 1775: Ausbruch des Amerikanischen Unabhängigkeitskriegs.
- 1776: Verkündung der Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten (Unabhängigkeitserklärung).
- 1789: Beginn der Französischen Revolution.
- Siebenjähriger Krieg (1756–1763) Der Siebenjährige Krieg war ein großangelegter Konflikt, in dem sich vor allem die europäischen Großmächte Großbritannien und Preußen auf der einen Seite sowie Frankreich und mit ihm verbundene Staaten (u. a. auch Österreich und Russland) auf der anderen Seite gegenüberstanden. Als „Weltkrieg“ wirkt er bis heute nach, weil er nicht nur in Europa, sondern auch in Nordamerika und in den Kolonien in Asien ausgefochten wurde. Besonders bedeutsam waren die Umstellung von Bündnissen, die dadurch entstehende Kriegsdynamik sowie die Auswirkungen auf die Machtverhältnisse: Großbritannien konnte seine Stellung in Übersee stark ausbauen, während Preußen unter Friedrich II. trotz erheblicher Belastungen behaupten konnte. Der Krieg endete mit mehreren Verträgen, die das politische Kräfteverhältnis in Europa und die koloniale Landkarte nachhaltig veränderten.
- Amerikanischer Unabhängigkeitskrieg (1775–1783) Der Amerikanische Unabhängigkeitskrieg begann 1775 mit bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen den dreizehn britischen Kolonien und dem Mutterland Großbritannien. Politisch stand dabei die Forderung nach Selbstbestimmung im Vordergrund, militärisch eskalierte der Konflikt jedoch rasch zu einem langwierigen Krieg. Ein wichtiger Wendepunkt war die internationale Dimension: Frankreich unterstützte die Kolonien militärisch und finanziell, wodurch der Konflikt stärker auch zu einem europäischen Machtspiel wurde. Der Krieg führte schließlich zur Gründung der Vereinigten Staaten von Amerika. Sein Ausgang beeinflusste die politische Debatte in Europa erheblich und lieferte ein starkes Beispiel dafür, wie sich revolutionäre Unabhängigkeitsbewegungen gegen eine Großmacht durchsetzen können.
- Französische Revolution (1789–1799; Beginn bereits 1789, bis 1791 prägend) Die Französische Revolution setzte 1789 ein und veränderte Gesellschaft, Politik und Recht in Frankreich grundlegend. In der Anfangsphase wurden traditionelle Machtstrukturen in Frage gestellt, und es kam zu tiefgreifenden Reformen, die auf Gleichheit und Teilhabe zielten. Besonders in den Jahren 1789 bis 1791 entstanden neue politische Grundlagen: Die Revolution führte zur Umgestaltung staatlicher Institutionen und zur Ausarbeitung neuer Prinzipien, die sich im öffentlichen Diskurs festsetzten. Dabei standen verschiedene Gruppen und Interessen häufig in scharfem Gegensatz zueinander, was die Revolution zugleich beschleunigte und immer wieder in neue Konflikte führte. Der Umbruch hatte weitreichende Folgen, die über Frankreich hinaus wirkten und auch andere Staaten in Europa dauerhaft prägten.