1789 Einträge gefunden in der Kategorie Geschichte
- 1739 – Beginn des Krieges um das „Gelefferte Gehör“ (War of Jenkins’ Ear)
- 1740 – Beginn des Österreichischen Erbfolgekriegs
- 1756 – Beginn des Siebenjährigen Krieges
- 1776 – Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten
- 1789 – Beginn der Französischen Revolution (Sturm auf die Bastille)
- 1791 – Ausbruch der Haitianischen Revolution in Saint-Domingue
- 1798 – Schlacht bei Abukir/Nil (Battle of the Nile)
- 1804 – Krönung Napoleons zum Kaiser der Franzosen
- 1811 – Schlacht bei Albuera während des Spanischen Unabhängigkeitskriegs (Peninsular War)
- Im Jahr 1756–1763: Siebenjähriger Krieg kam es zu einem umfassenden Konflikt zwischen großen europäischen Mächten. Der Krieg wurde in Europa, in den Kolonien und auf See ausgetragen und veränderte dauerhaft Machtverhältnisse, etwa in Nordamerika und auf den Weltmeeren. Besonders im Zuge der Auseinandersetzungen um Kolonialgebiete entwickelte sich der Krieg zu einem globalen Ereignis.
- Mit dem Ausbruch der Französischen Revolution (ab 1789) geriet das Ancien Régime in Frankreich in eine tiefe Krise. Proteste und politische Umbrüche führten zu grundlegenden Veränderungen in Verfassung, Gesellschaft und öffentlicher Ordnung. Die Ereignisse wirkten weit über Frankreich hinaus und beeinflussten revolutionäre und reformerische Bewegungen in Europa.
- Am 2. Dezember 1804 fand die Krönung Napoleons statt, bei der Napoleon sich selbst zum Kaiser krönte. Damit setzte er ein deutliches Zeichen für seinen Anspruch auf die höchste Macht und für die Neuordnung der politischen Ordnung in Frankreich. Die symbolische Inszenierung und der Machtanspruch trugen dazu bei, dass die napoleonische Epoche in Europa rasch an Dynamik gewann.
- 1737: Erdbeben in Kalkutta, Indien
- 1738: Geburt von Georg III. von Großbritannien
- 1739: Frieden von Belgrad zwischen Österreich und das Osmanische Reich
- 1740: Friedrich II. wird König von Preußen
- 1741: Krieg der österreichischen Erbfolge beginnt
- 1742: Schlacht bei Dettingen im Österreichischen Erbfolgekrieg
- 1743: Gründung der Niederländischen Kolonie von Berbice
- 1744: Zweite Schlacht am Kap Finisterre
- 1745: Schlacht bei Fontenoy im Österreichischen Erbfolgekrieg
- 1746: Schlacht bei Culloden in Schottland
- 1750: Erdbeben in Konstantinopel
- 1762: Ende des Siebenjährigen Krieges in Europa
Erdbeben von Kalkutta (1737): Am 11. Oktober 1737 erschütterte ein schweres Erdbeben die Stadt Kalkutta (heute Kolkata) im damaligen Britisch-Indien. Das Beben verursachte massive Zerstörungen und forderte zahlreiche Menschenleben. Schätzungen zufolge starben bei dem Beben und den damit verbundenen Naturkatastrophen, darunter Überschwemmungen, etwa 300.000 Menschen. In den auf dieses Erdbeben folgenden Jahren kam es zu einem massiven Wiederaufbau der Stadt, was den städtebaulichen Wandel Kalkuttas stark beeinflusste. Weitere Informationen finden Sie auf Wikipedia.
Siebenjähriger Krieg (1756-1763): Der Siebenjährige Krieg, der von 1756 bis 1763 tobte, betraf nahezu alle europäischen Mächte und verlief sowohl in Europa als auch in ihren Kolonien. Preußen unter Friedrich dem Großen und das Vereinigte Königreich standen dabei auf der einen Seite gegen eine Koalition aus Österreich, Frankreich, Russland und Sachsen. Der Konflikt wurde durch territoriale und koloniale Streitigkeiten sowie durch rivalisierende Machtinteressen genährt. Der Krieg endete mit dem Frieden von Paris und dem Hubertusburger Frieden und resultierte unter anderem in einer erheblichen territorialen Neuordnung Europas. Weitere Informationen finden Sie auf Wikipedia.
Annus Mirabilis (1759): Das Jahr 1759 wird in Großbritannien als Annus Mirabilis, das "Wunderjahr", bezeichnet. Während dieses Jahres erzielte das britische Militär zahlreiche entscheidende Siege im Rahmen des Siebenjährigen Krieges. Dazu gehörten unter anderem der Sieg über die Franzosen in der Schlacht bei Minden sowie der Triumph bei der Eroberung von Québec. Diese militärischen Erfolge stärkten die britische Vorherrschaft zur See und in Nordamerika, was langfristig den Weg für das britische Empire bereitete. Weitere Informationen finden Sie auf Wikipedia.
- 1738: Der Vertrag von Wien schließt den Polnischen Erbfolgekrieg ab.
- 1738: John Wesleys Bekehrung im Rahmen der methodistischen Bewegung (Aldersgate-Erlebnis).
- 1739: Beginn des Kriegs von Jenkins’ Ear zwischen Großbritannien und Spanien.
- 1739: Schlacht von Grocka im Österreichisch-Osmanischen Krieg, mit schwerer Niederlage der Österreicher.
- 1739: Der Vertrag von Belgrad beendet den Österreichisch-Osmanischen Krieg.
- 1739: Nader Schah plündert Delhi; Beginn der Phase der Nadir-Schah-Invasionen in Indien.
- 1739: Stono-Rebellion (Sklavenaufstand) in der britischen Kolonie South Carolina.
- 1740: Tod Kaiser Karls VI., was den Österreichischen Erbfolgekrieg auslöst.
- 1740: Preußen besetzt Schlesien; Auftakt der militärischen Auseinandersetzungen im Österreichischen Erbfolgekrieg.
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Wiener Vertrag (1738) beendete im Wesentlichen die Auseinandersetzungen des Polnischen Erbfolgekriegs (1733–1738). Durch den Vertrag wurden die politischen Kräfteverhältnisse in Mitteleuropa neu geordnet: Kaiserliche und verbündete Mächte konnten ihre Stellung festigen, während der französische und spanische Einfluss in der Region begrenzt wurde. Zugleich stellte der Frieden für viele Staaten eine Weichenstellung dar, weil er die Bühne für die späteren Konflikte im Jahrzehnt danach bereitete.
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Belgrader Frieden (1739) schloss den Großen Türkenkrieg zwischen dem Osmanischen Reich und der Habsburgermonarchie ab. Nach Jahren von militärischen Auseinandersetzungen wurde damit ein Zustand der Stabilisierung erreicht: Territoriale Gewinne und Verluste wurden vertraglich fixiert, und die Fronten in Südosteuropa erfuhren eine Neuordnung. Für die Zeitgenossen bedeutete der Frieden vor allem eine Entlastung der Kriegs- und Finanzierungslasten sowie die Möglichkeit, Ressourcen wieder stärker in andere innen- und außenpolitische Vorhaben zu lenken.
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Beginn des Österreichischen Erbfolgekriegs (1740) markierte eine neue große Eskalation in Europa. Ausgangspunkt war die umstrittene Nachfolge in den habsburgischen Ländern nach dem Tod Kaiser Karls VI. (dessen Regelung als Pragmatische Sanktion bekannt ist). Bereits 1740 kam es zu machtpolitischen Schritten, insbesondere zur Invasion und Besetzung von Teilen der habsburgischen Erblande durch preußische Truppen, was den Konflikt faktisch entfachte. Der Krieg entwickelte sich daraufhin zu einem gesamteuropäischen Machtkampf mit weitreichenden Folgen für Bündnisse, Territorialpolitik und die weitere Entwicklung des europäischen Staatensystems.
Am 28. April 1738 veröffentlichte Papst Clemens XII. die Bulle In eminenti apostolatus. Darin verurteilte die katholische Kirche die Freimaurerei und ordnete – aus Sicht des Papstes – die Unterbindung freimaurerischer Aktivitäten an. Die Entscheidung führte in vielen katholisch geprägten Ländern zu Verboten, Überwachungen und gesellschaftlichen Konflikten, weil Freimaurer als verschwörerisch oder mit dem Glauben unvereinbar dargestellt wurden. In eminenti apostolatus
Im Rahmen des Konflikts zwischen Habsburgern und dem Osmanischen Reich wurde Belgrad zwischen 1737 und 1739 belagert. Besonders im Jahr 1738 verschärften sich die militärischen Auseinandersetzungen um die strategisch wichtige Festung an der Donau und an der Save: Belagerungstechnik, Artillerieeinsatz und die schwierige Logistik in der Region prägten die Kämpfe. Obwohl die Festung zunächst nicht endgültig fiel, machte der Verlauf deutlich, wie kostspielig und zermürbend der Krieg für beide Seiten war. Belagerung von Belgrad (1737–1739)
Im selben Zeitraum tobte der Russisch-Osmanische Krieg (1735–1739), in dem 1738 weitere Feldzüge und Gegenoffensiven an der Südgrenze des Russischen Reiches sowie im Schwarzmeerraum stattfanden. Der Krieg war geprägt von Fragen der Machtbalance im Raum zwischen Donau, Balkan und Schwarzem Meer: Festungen, Versorgungswege und die Kontrolle über Küsten- und Flussgebiete bestimmten die Strategie. Die Ereignisse von 1738 waren dabei ein zentraler Teil des Weges hin zu den späteren Friedensverhandlungen, die das Kräfteverhältnis neu ordnen sollten. Russisch-Osmanischer Krieg (1735–1739)
- 1738 – Vertrag von Wien beendete den Polnischen Erbfolgekrieg
- 1740 – Beginn des Österreichischen Erbfolgekriegs
- 1745 – Beginn des Jakobitenaufstands in Großbritannien
- 1748 – Vertrag von Aix-la-Chapelle beendete den Österreichischen Erbfolgekrieg
- 1756 – Beginn des Siebenjährigen Kriegs
- 1757 – Schlacht bei Rossbach während des Siebenjährigen Kriegs
- 1759 – Fall von Québec an die britischen Truppen im Siebenjährigen Krieg
- 1763 – Vertrag von Paris beendete den Siebenjährigen Krieg
- 1767 – Verabschiedung der Townshend Acts im Britischen Empire
- Österreichischer Erbfolgekrieg (1740–1748) Das Ereignis begann, als nach dem Tod Kaiser Karls VI. dessen Tochter Maria Theresia die Herrschaft antreten sollte, was durch die Pragmatik der Sanktion von 1713 juristisch abgesichert war. Mehrere europäische Mächte bestritten jedoch die Erbansprüche und nutzten die Gelegenheit, um eigene Gebiets- und Machtinteressen durchzusetzen. Der Krieg entwickelte sich rasch von einem Konflikt um die Nachfolge zu einem breiteren Ringen um Einfluss in Mitteleuropa. Besonders prägend waren die Auseinandersetzungen um Schlesien und die Frage, ob Maria Theresia ihre Stellung gegen teils weit überlegene militärische Kräfte behaupten konnte. Am Ende bestätigten die Ergebnisse zwar nicht alle Erwartungen der Beteiligten, stabilisierten jedoch langfristig die österreichische Position in Mitteleuropa und prägten die politische Landkarte Europas nachhaltig.
- Siebenjähriger Krieg (1756–1763) Der Konflikt gilt als einer der entscheidendsten Kriege des 18. Jahrhunderts, weil er in Europa zugleich mit weltweiten Auseinandersetzungen geführt wurde. Auslöser waren Machtverschiebungen und Konkurrenz zwischen großen Kolonial- und Militärmächten, insbesondere in Europa sowie in überseeischen Gebieten. Der Krieg brachte zahlreiche Schlachten und Wechsel in strategischen Schwerpunkten: Während in Europa vor allem Fragen der territorialen Kontrolle im Vordergrund standen, entzündete sich der Kampf in anderen Teilen der Welt um Kolonien, Handelswege und Einfluss auf lokale Machtstrukturen. Die Dynamik des Krieges führte dazu, dass sich Bündnisse und Kriegsziele immer wieder veränderten. Am Ende führte der Krieg zu erheblichen politischen und wirtschaftlichen Konsequenzen, unter anderem zu massiven territorialen Neuordnungen und zu verschärften Spannungen, die später andere Konflikte begünstigten.
- Vertreibung der Jesuiten aus dem spanischen Herrschaftsbereich (1767) Im Jahr 1767 ordnete der spanische König Karl III. die Vertreibung der Jesuiten an. Der Hintergrund war weniger ein einzelner Vorfall, sondern eine längere Entwicklung: In Teilen Europas hatten königliche und staatliche Instanzen zunehmende Sorge, der Jesuitenorden könne politischen Einfluss über Bildung und Missionen ausüben und damit die Autorität der Krone untergraben. Gleichzeitig spielten auch machtpolitische und reformerische Überlegungen eine Rolle: Der Staat wollte Kontrolle über Erziehungseinrichtungen und religiöse Strukturen stärker an sich binden. Die Maßnahme hatte weitreichende Folgen, etwa für Schul- und Missionsnetzwerke in Europa und in den spanischen Kolonien. In vielen Regionen führten die Umbrüche zu Versorgungs- und Kompetenzlücken, während zugleich neue Akzente in Verwaltung, Bildung und religiöser Praxis gesetzt wurden.