1775 Einträge gefunden in der Kategorie Geschichte
- 1626: Peter Minuit kauft Manhattans Insel für die Niederländer – Gründung von „New Amsterdam“
- 1627: Beginn der Belagerung von La Rochelle im Rahmen des Französisch-Hugenottenkriegs
- 1629: Edikt von Restitution im Dreißigjährigen Krieg
- 1632: Schlacht bei Lützen – Tod König Gustav II. Adolf von Schweden
- 1635: Vertrag von Prag (Prager Frieden) – Beginn einer Neuordnung im Dreißigjährigen Krieg
- 1648: Westfälischer Frieden – Ende des Dreißigjährigen Kriegs
- 1660: Restauration der Monarchie in England – Karl II. kehrt auf den Thron zurück
- 1688: Glorious Revolution – Absetzung Jakobs II. und Thronbesteigung Wilhelms III. und Marias II.
- 1692: Prozesswelle der „Hexenprozesse von Salem“ in Neuengland
- Belagerung von La Rochelle (1627–1628/1629): Die Belagerung durch königliche Truppen Frankreichs zielte auf die protestantische Stadt La Rochelle im Rahmen der Auseinandersetzungen des französischen Religionskriegs. Nach langem Widerstand und großer Not in der Stadt gelang es dem König schließlich, die Kontrolle zurückzugewinnen. Die Ereignisse schwächten die politische und militärische Stellung der Hugenotten in Frankreich deutlich.
- Westfälischer Frieden (1648): Der Westfälische Frieden beendete den Dreißigjährigen Krieg und bekräftigte zugleich den Charakter eines machtpolitisch ausgehandelten europäischen Gleichgewichts. Für das Heilige Römische Reich bedeutete er u. a. eine stärkere rechtliche Selbstständigkeit der Territorien. Zugleich trug er dazu bei, die Konfliktdynamik in Europa langfristig zu verändern, indem er Regelungen für die zukünftige Ordnung festschrieb.
- Zweite Türkenbelagerung Wiens (1683): 1683 belagerten osmanische Truppen Wien, um weiter nach Mitteleuropa vorzudringen. Entscheidend war schließlich die Entsatzschlacht mit einem kaiserlich-polnischen Heer unter Führung von Jan Sobieski, die die Belagerung scheitern ließ. Das Ereignis gilt als Wendepunkt im Konflikt zwischen dem Osmanischen Reich und dem habsburgischen Machtbereich in dieser Phase.
- 1627 – Beginn der Belagerung von La Rochelle im Rahmen der Kämpfe in Frankreich gegen die Hugenotten.
- 1629 – Das Edikt von Restitution wird im Heiligen Römischen Reich erlassen.
- 1630 – Gustav Adolf landet in Pommern und leitet die schwedische Intervention im Dreißigjährigen Krieg ein.
- 1631 – Schlacht bei Breitenfeld: Die protestantisch-schwedischen Truppen erringen einen wichtigen Sieg.
- 1632 – Schlacht von Lützen: Gustav Adolf fällt im Kampf.
- 1648 – Westfälischer Frieden: Der Dreißigjährige Krieg wird formell beendet.
- 1666 – Der Große Brand von London zerstört große Teile der Stadt.
- 1688 – Glorreiche Revolution in England: König Jakob II. wird abgesetzt.
- 1693 – Schlacht bei Marsaglia: Frankreich erlangt im Neunjährigen Krieg einen entscheidenden Sieg.
- Belagerung von La Rochelle (1627–1628) – In dieser Phase der Auseinandersetzungen zwischen der französischen Krone und den Hugenotten setzte König Ludwig XIII. auf eine militärische Entscheidung gegen die protestantisch geprägte Stadt La Rochelle. Die Belagerung wurde insbesondere durch umfangreiche Blockade- und Befestigungsmaßnahmen geprägt; die Versorgungslage der Verteidiger verschlechterte sich zusehends. Mit der Kapitulation verlor La Rochelle seinen Status als politisches und militärisches Zentrum der Hugenotten. Der Ausgang trug dazu bei, den Einfluss der Krone in Südwestfrankreich weiter zu festigen und die innerfranzösischen Religionskonflikte zugunsten der königlichen Zentralmacht zu verschieben.
- Westfälischer Friede (1648) – Der Westfälische Friede beendete den Dreißigjährigen Krieg und den Achtzigjährigen Krieg in weiten Teilen und schuf neue politische und rechtliche Rahmenbedingungen in Europa. Besonders wichtig war die Anerkennung der Souveränitätsrechte vieler Reichsstände im Heiligen Römischen Reich sowie die Stärkung des konfessionellen Ausgleichs (unter anderem durch rechtliche Regelungen zur Religionsausübung). Damit rückte das „Staaten“- und Gleichgewichtsdenken Europas stärker in den Vordergrund. Der Friede gilt deshalb häufig als ein Grundstein für die spätere Entwicklung des europäischen Völkerrechts und für das Prinzip, Konflikte über dauerhaft tragfähige politische Vereinbarungen zu beenden.
- Zweite Wiener Türkenbelagerung (1683) – u.a. Schlacht am Kahlenberg – Im Jahr 1683 belagerte das Osmanische Reich Wien, ein strategisch bedeutsames Zentrum im damaligen Machtgefüge Mitteleuropas. Die Belagerung war nicht nur ein militärisches Ereignis, sondern auch Teil eines größeren Ringen um Einfluss und Grenzsicherung zwischen dem Osmanischen Reich und den habsburgischen Mächten. Entscheidenden Charakter erhielt die Situation, als es zur Entsatzschlacht kam: Truppenverbände bewegten sich gegen die Belagerer und konnten der Belagerung den militärischen Rückhalt entziehen. Mit dem Scheitern des Osmanischen Angriffs wurde der Druck auf Wien deutlich verringert; zugleich gewann die habsburgische Seite im weiteren Verlauf des Konflikts wieder die Initiative. Das Ereignis wurde daher später oft als symbolischer Wendepunkt in den Beziehungen zwischen beiden Großmächten interpretiert.
- 1628: Schlacht von Wolgast
- 1628: Petition of Right in England verabschiedet
- 1632: Schlacht bei Lützen
- 1633: Galileo Galilei wird vor die Inquisition gezwungen
- 1642: Beginn des Englischen Bürgerkriegs
- 1643: Gründung von Montreal in Kanada
- 1648: Westfälischer Friede beendet den Dreißigjährigen Krieg
- 1649: Hinrichtung von König Karl I. von England
- 1653: Oliver Cromwell wird Lord Protector von England
- 1660: Restauration der Monarchie in England unter Karl II.
- 1666: Großer Brand von London
- 1678: Veröffentlichung des "Paradise Lost" von John Milton
Der Dreißigjährige Krieg (1618-1648): Der Dreißigjährige Krieg war ein verheerender europäischer Konflikt, der zahlreiche politische, religiöse und territoriale Ursachen hatte. Er begann mit dem Prager Fenstersturz und entwickelte sich zu einem weitreichenden Krieg, der das Heilige Römische Reich, Frankreich, Schweden, Spanien und viele andere Länder erschütterte. Die Folgen des Krieges waren verheerend: Millionen von Menschen starben durch Kämpfe, Hunger und Seuchen. Der Krieg endete schließlich mit dem Westfälischen Frieden im Jahr 1648, der umfangreiche territoriale und religiöse Neuordnungen brachte. Weitere Informationen finden Sie hier.
Der Westfälische Frieden (1648): Der Westfälische Frieden bestand aus einer Reihe von Verträgen, die den Dreißigjährigen Krieg und den Achtzigjährigen Krieg zwischen Spanien und den Vereinigten Niederlanden beendeten. Die Verhandlungen fanden hauptsächlich in den Städten Münster und Osnabrück statt. Der Frieden hatte weitreichende Auswirkungen auf das europäische Gleichgewicht der Macht, indem er die Unabhängigkeit der Niederlande und der Schweiz anerkannte, die Macht der Habsburger einschränkte und den konfessionellen Frieden in Deutschland festigte. Er stellte den Anfang des modernen Völkerrechts dar und legte den Grundstein für das Prinzip der staatlichen Souveränität. Weitere Informationen finden Sie hier.
Die Pestepidemie in London (1665-1666): Die Große Pest von London war der letzte große Ausbruch der Beulenpest in England. Die Epidemie begann in den armen Vierteln der Stadt und breitete sich rapide aus, wobei sie etwa ein Viertel der Londoner Bevölkerung tötete. Maßnahmen zur Eindämmung der Seuche umfassten Quarantänen, Schließung von Theatern und öffentlichen Plätzen sowie das Markieren infizierter Häuser. Der Ausbruch endete schließlich 1666, kurz vor dem Großen Brand von London, der viele der infizierten Bereiche zerstörte. Die Pest hatte tiefgreifende soziale und wirtschaftliche Auswirkungen auf die Stadt und beeinflusste auch spätere Maßnahmen im Gesundheitswesen. Weitere Informationen finden Sie hier.
- 1629: Der Friede von Lübeck beendet den Dänisch-Niedersächsischen Krieg.
- 1631: Die Belagerung von Magdeburg endet mit der Zerstörung der Stadt während des Dreißigjährigen Krieges.
- 1642: Der Englische Bürgerkrieg beginnt zwischen den königlichen Kräften und den Parlamentariern.
- 1648: Der Westfälische Frieden beendet den Dreißigjährigen Krieg.
- 1660: Die Restauration in England führt zur Wiedereinsetzung König Karls II.
- 1666: Der Große Brand von London zerstört einen großen Teil der Stadt.
- 1670: Der Vertrag von Dover wird zwischen England und Frankreich geschlossen.
- 1683: Die Zweite Belagerung von Wien endet mit der Niederlage der Osmanen.
- 1688: Die Glorreiche Revolution in England führt zur Absetzung Jakobs II.
- 1689: Der Erlass der Bill of Rights in England begründet moderne parlamentarische Prinzipien.
- 1701: Der Spanische Erbfolgekrieg beginnt nach dem Tod Karls II. von Spanien.
- 1704: Die Schlacht bei Blenheim entscheidet den Verlauf des Spanischen Erbfolgekriegs zugunsten der Alliierten.
Im Jahr 1642 begann der Englische Bürgerkrieg, ein bedeutendes Ereignis in der Geschichte Englands. Der Konflikt war das Ergebnis von Spannungen zwischen König Karl I. und dem englischen Parlament sowie religiösen Konflikten. Karl I. versuchte, seine Macht uneingeschränkt auszuüben, was letztlich zu Auseinandersetzungen mit dem Parlament führte, das mehr Einfluss und Rechte einforderte. Die religiösen Spannungen wurden durch Karl I.s Ehe mit einer Katholikin intensiviert. Der Krieg brach schließlich 1642 aus und führte zu einer Reihe von Schlachten zwischen den Royalisten, die den König unterstützten, und den Parlamentariern, die Reformen wollten. Der Krieg endete 1651 mit der Niederlage der Royalisten, und Karl I. wurde 1649 hingerichtet. Das Parlament rief daraufhin die Republik aus, bekannt als das Commonwealth von England, das bis zur Restauration der Monarchie 1660 andauerte.
Ein weiteres wichtiges Ereignis, das während dieses Zeitraums stattfand, war der Westfälische Friede von 1648, der den Dreißigjährigen Krieg beendete. Dieser Krieg war einer der verheerendsten Konflikte in der europäischen Geschichte und hatte verheerende Auswirkungen auf das Heilige Römische Reich sowie auf viele andere europäische Länder. Die Verhandlungen begannen 1644 in den nordwestdeutschen Städten Münster und Osnabrück und dauerten bis 1648. Der Vertrag legte die rechtlichen Grundlagen für neue Machtverhältnisse in Europa und führte zur Unabhängigkeit der Niederlande und der Schweiz. Die Vereinbarungen sahen auch eine Anerkennung der Souveränität der großen Fürstentümer und Königreiche des Reiches vor, was de facto das Ende des Reiches als dominante Macht in Europa kennzeichnete. Die Friedensverträge etablierten zudem Prinzipien der religiösen Toleranz und stellten sicher, dass die religiösen Konflikte, die ein wesentlicher Auslöser des Krieges waren, nicht weiter eskalierten.
Im Jahr 1683 fand die Zweite Wiener Türkenbelagerung statt, ein entscheidender Moment in der Geschichte Europas. Das osmanische Reich hatte im späten 17. Jahrhundert seine territoriale Expansion in Europa fortgesetzt und erreichte dabei fast die Tore Wiens, einer der bedeutendsten Städte des Heiligen Römischen Reiches. Die Belagerung begann am 14. Juli 1683, als eine massive osmanische Armee unter der Führung von Großwesir Kara Mustafa Pasha die Stadt belagerte. Wien wurde von einer verhältnismäßig kleinen kaiserlichen Garnison verteidigt, die jedoch tapfer Widerstand leistete. Der entscheidende Wendepunkt kam mit der Entsatzarmee, die von König Johann III. Sobieski von Polen angeführt wurde. Am 12. September 1683 kam es zur Schlacht am Kahlenberg, in der die osmanischen Truppen entscheidend geschlagen wurden. Dieser Sieg markierte den Beginn des Niedergangs der osmanischen Vormachtstellung in Europa und leitete eine Phase der Rückeroberung verlorener Gebiete durch die Habsburger ein.
- 1629: Edikt von Alès beendet die Religionskriege in Frankreich
- 1632: Schlacht bei Lützen im Dreißigjährigen Krieg
- 1642: Beginn des Englischen Bürgerkriegs
- 1648: Westfälischer Friede beendet den Dreißigjährigen Krieg
- 1651: Ende des Englischen Bürgerkriegs mit der Schlacht von Worcester
- 1660: Restauration der Monarchie in England
- 1666: Großer Brand von London
- 1672: Beginn des Holländischen Krieges
- 1679: Friede von Nimwegen
- 1683: Zweite Wiener Türkenbelagerung
- 1688: Glorreiche Revolution in England
- 1693: Erdbeben in Sizilien
Im Jahr 1643 begann der Englische Bürgerkrieg, ein militärischer Konflikt zwischen den royalistischen Anhängern von König Charles I. und den parlamentarischen Kräften unter Führung von Oliver Cromwell. Dieser Krieg führte zur Absetzung und Hinrichtung von Charles I. im Jahr 1649 und zur Errichtung der kurzlebigen englischen Republik unter Cromwells Herrschaft. Der Bürgerkrieg hatte tiefgreifende Auswirkungen auf die politische und gesellschaftliche Struktur Englands, was schließlich zur Restauration der Monarchie im Jahr 1660 führte, als Charles II. den Thron bestieg. Der Konflikt markierte eine entscheidende Phase in der Entwicklung des modernen britischen Verfassungssystems und betonte die Bedeutung des Parlamentarismus und der Eingrenzung königlicher Macht.
Im Jahr 1666 verwüstete der Große Brand von London die Stadt London für vier Tage. Der verheerende Brand zerstörte etwa 80% der innerstädtischen Gebäude, darunter zahlreiche wichtige öffentliche Gebäude, Kirchen und rund 13.200 Wohnhäuser. Die Katastrophe hatte weitreichende wirtschaftliche und soziale Folgen. Der Wiederaufbau Londons nach dem Brand führte zu erheblichen städtebaulichen Veränderungen, einschließlich der Verbreiterung von Straßen und der Einführung von Brandschutzvorschriften, die die Verwendung von Holz als Baumaterial stark einschränkten. Sir Christopher Wren spielte eine zentrale Rolle beim Wiederaufbau, einschließlich des Entwurfs der neuen St. Paul's Cathedral.
1683 wurde ein bedeutender Wendepunkt in der Geschichte des osmanischen Reiches und Europas durch die Schlacht am Kahlenberg markiert. Diese Schlacht, auch als die Zweite Wiener Türkenbelagerung bekannt, beendete die zweimonatige Belagerung der Stadt Wien durch eine osmanische Armee unter dem Befehl von Großwesir Kara Mustafa. Das Entsatzheer, bestehend aus einer Koalition christlicher Truppen aus dem Heiligen Römischen Reich und Polen, geführt von König Jan Sobieski III. von Polen, gelang es, die osmanischen Truppen zu besiegen und Wien zu entlasten. Diese Schlacht wurde als entscheidender Sieg gefeiert, der das weitere Vorrücken der Osmanen in Mitteleuropa stoppte und den Beginn der militärischen Zurückdrängung des Osmanischen Reiches markieren sollte.