1775 Einträge gefunden in der Kategorie Geschichte
- 1629: Frieden von Lübeck zwischen Dänemark und dem Kaiser
- 1631: Schlacht bei Breitenfeld
- 1635: Prager Frieden
- 1642: Beginn des Ersten Englischen Bürgerkriegs
- 1643: Erste Schlacht bei Rocroi
- 1648: Westfälischer Frieden (Frieden von Münster und Osnabrück)
- 1651: Verabschiedung des Schifffahrtsgesetzes (Navigation Act) in England
- 1666: Großes Feuer von London
- 1683: Zweite Belagerung Wiens (Schlacht am Kahlenberg)
- Restitutionsedikt (1629) – Mit dem Edikt ordnete der Kaiser im Verlauf des Dreißigjährigen Krieges an, dass seit 1552 „verlorene“ geistliche Besitzungen im Reich wieder an ihre ursprünglichen Inhaber zurückgegeben werden sollten. In protestantischen Territorien führte das zu massiven Konflikten, verstärkte die Fronten zwischen den Konfessionen und gab dem Krieg in vielen Regionen eine neue Dynamik.
- Westfälischer Frieden (1648) – Der 1648 geschlossene Friedensschluss beendete den Dreißigjährigen Krieg weitgehend und schuf zugleich wichtige Grundlagen für das politische Gleichgewicht im Heiligen Römischen Reich. Er stärkte die Stellung der Reichsstände, regelte Fragen der Religionsausübung und trug dazu bei, dass Kriege zwischen den beteiligten Mächten künftig durch diplomatische Lösungen ersetzt werden sollten.
- Belagerung von Ofen/Buda (1686) – Im Rahmen des Großen Türkenkriegs kam es 1686 zur Einnahme der stark befestigten Stadt Ofen (Buda) durch die habsburgischen Truppen und ihre Verbündeten. Der Fall der Stadt war ein bedeutender strategischer Erfolg, der den Vormarsch der kaiserlichen Kräfte in Ungarn erleichterte und den Druck auf das Osmanische Reich in der Region spürbar erhöhte.
- 1632 – Schlacht bei Lützen im Dreißigjährigen Krieg; Gustav II. Adolf fällt
- 1633 – Galileo Galilei widerruft vor der Inquisition seine Lehren
- 1642 – Beginn des Englischen Bürgerkriegs
- 1648 – Westfälischer Friede beendet den Dreißigjährigen Krieg
- 1653 – Oliver Cromwell wird Lordprotektor von England, Schottland und Irland
- 1660 – Restauration der Monarchie in England unter Karl II.
- 1664 – Eroberung von Neuamsterdam durch England; Umbenennung in New York
- 1666 – Großer Brand von London
- 1672 – Beginn des Holländischen Krieges (Französischer Angriff; „Rampjaar“)
- 1683 – Zweite Wiener Türkenbelagerung scheitert
- 1687 – Isaac Newton veröffentlicht die Principia Mathematica
- 1697 – Frieden von Rijswijk beendet den Pfälzischen Erbfolgekrieg
1648 – Westfälischer Friede: Der in Münster und Osnabrück geschlossene Westfälische Friede beendete den verheerenden Dreißigjährigen Krieg und ordnete das Heilige Römische Reich politisch wie religiös neu. Konfessionell wurde der Calvinismus neben Luthertum und Katholizismus anerkannt und das Normaljahr 1624 als Stichtag für Besitz- und Religionsverhältnisse festgelegt. Reichsständische Rechte wurden gestärkt und die außenpolitische Handlungsfreiheit der Stände erweitert, was die Grundlagen eines vertraglich koordinierten europäischen Staatensystems festigte. Territorial erhielt Frankreich habsburgische Rechte im Elsass (u. a. den Sundgau), während Schweden Vorpommern, Wismar sowie die Herzogtümer Bremen und Verden gewann. Völkerrechtlich bestätigt wurde zudem die Unabhängigkeit der Republik der Sieben Vereinigten Niederlande und der Schweiz. Die als „westfälische Ordnung“ wirkenden Vereinbarungen prägten dauerhaft Diplomatie, Reichsverfassung und Kriegsrecht in Europa.
1683 – Zweite Türkenbelagerung Wiens: Das Osmanische Reich belagerte unter Großwesir Kara Mustafa im Sommer 1683 die Habsburgermetropole Wien. Nach zweimonatigem Minen- und Artilleriekrieg gelang am 12. September die Entsetzung durch ein vereinigtes Heer der Habsburgermonarchie und Reichsstände unter maßgeblicher Führung des polnischen Königs Jan III. Sobieski; die Entscheidung fiel in der Schlacht am Kahlenberg. Das Scheitern der Belagerung markierte den strategischen Wendepunkt des Großen Türkenkriegs: 1684 formierte sich die Heilige Liga, die in einer Serie von Feldzügen die Osmanen bis weit nach Ungarn zurückdrängte und den Weg zum Frieden von Karlowitz (1699) ebnete. Militärisch offenbarte die Belagerung die wachsende Bedeutung kombinierter Operationsführung, moderner Befestigungstechnik und logistischer Koalitionskriegsführung; politisch verschob sie das Kräfteverhältnis in Ostmitteleuropa nachhaltig zugunsten der Habsburger.
1697 – Frieden von Rijswijk: Mit dem Frieden von Rijswijk endete der Neunjährige Krieg zwischen Ludwig XIV. und der Großen Allianz. In mehreren Verträgen erkannte Frankreich Wilhelm III. als König von England, Schottland und Irland an, stellte den Großteil seiner seit 1679 eroberten Plätze dem Reich und Spanien wieder zu und behielt zugleich Straßburg und Teile des Elsass. Auch in den Kolonialgebieten wurden die meisten Besitzstände auf den Vorkriegsstand zurückgeführt. Der Friede stabilisierte vorübergehend das europäische Mächtegleichgewicht, offenbarte aber die finanzielle Erschöpfung der Kriegsparteien und ließ die ungelöste spanische Erbfolgefrage bestehen – ein Konflikt, der bald darauf im Spanischen Erbfolgekrieg eskalierte.
- 1630: Beginn der Großen Puritaner-Migration nach Neuengland (Massachusetts Bay)
- 1635: Frieden von Prag (Neuverhandlungen im Dreißigjährigen Krieg)
- 1642: Beginn des Englischen Bürgerkriegs
- 1648: Westfälischer Frieden (Verträge von Münster und Osnabrück)
- 1651: Schlacht von Worcester (Niederlage der Royalisten in England)
- 1660: Restauration der Monarchie in England (Rückkehr Karls II.)
- 1666: Großes Feuer von London
- 1670: Vertrag von Dover (geheimes Bündnis zwischen England und Frankreich)
- 1686: Fall/Belagerung von Ofen (Buda) im Großen Türkenkrieg durch die Heilige Liga
Die Schlacht bei Breitenfeld (1631) war eine der entscheidenden Auseinandersetzungen im Dreißigjährigen Krieg. In der Nähe von Leipzig trafen die schwedisch geführten protestantischen Truppen unter König Gustav II. Adolf auf die kaiserlich-katholischen Verbände von Johann T’Serclaes von Tilly. Der Sieg der Schweden stärkte die Position der Protestanten erheblich, führte zu einem weiteren Vormarsch in Mitteldeutschland und zeigte zugleich, dass die bis dahin dominierenden kaiserlichen Kräfte ihren strategischen Vorteil eingebüßt hatten.
Der Westfälische Frieden (1648) beendete nach langen Jahren den Dreißigjährigen Krieg. Die Friedensschlüsse wurden in den Städten Münster und Osnabrück verhandelt und legten grundlegende Regelungen für das Verhältnis der Reichsstände untereinander sowie gegenüber dem Kaiser fest. Besonders bedeutsam war die Anerkennung weitreichender Souveränitätsrechte der Fürsten im Heiligen Römischen Reich; zudem wurde die religiöse Lage im Sinne der in den Verhandlungen zugelassenen Konfessionen geordnet und damit die Konflikte zumindest auf rechtlicher Ebene gedämpft.
Mit dem Edikt von Fontainebleau (1685) leitete Frankreich unter König Ludwig XIV. eine harte Phase der Religionspolitik gegen die Hugenotten ein. Das Edikt widerrief zentrale Bestimmungen des zuvor toleranzbegünstigenden Edikts von Nantes und führte zu starken Einschränkungen des protestantischen Glaubenslebens: Gottesdienste und Strukturen wurden zunehmend unterdrückt, viele Glaubensangehörige gerieten unter massiven Druck zur Konversion oder zur Flucht. Die Folgen wirkten sich nicht nur auf einzelne Familien aus, sondern beeinträchtigten auch langfristig gesellschaftliche Stabilität und wirtschaftliche Entwicklung, da viele der Betroffenen das Land verließen.
- 1631: Eroberung und Plünderung Magdeburgs im Dreißigjährigen Krieg (Sack von Magdeburg)
- 1635: Prager Frieden im Dreißigjährigen Krieg
- 1648: Abschluss des Westfälischen Friedens
- 1653: Oliver Cromwell wird zum Lord Protector (Beginn des Protektorats)
- 1660: Restauration der Monarchie in England (Rückkehr Karls II.)
- 1666: Großes Feuer von London
- 1672: Beginn des Holländischen Krieges (Franco-Dutch War)
- 1683: Belagerung Wiens; Entsatz und Sieg der Allianz (Schlacht am Kahlenberg)
- 1697: Frieden von Rijswijk (Beendigung des Neunjährigen Kriegs)
Der Westfälische Frieden (1648) beendete den Dreißigjährigen Krieg und den Achtzigjährigen Krieg zwischen den beteiligten Mächten. Mit dem Abkommen wurden zentrale politische und konfessionelle Fragen in Europa neu geregelt, wodurch das Kräfteverhältnis in vielen Regionen dauerhaft beeinflusst wurde. Der Frieden gilt außerdem als wichtiger Schritt hin zu einer stärker völkerrechtlich geprägten Staatenordnung.
Im Zuge der Türkenkriege kam es 1683 zur Zweiten Türkenbelagerung Wiens. Die Belagerung führte zu einer großen Allianz europäischer Fürsten und Truppen, die schließlich in der entscheidenden Phase eingriffen. Der erfolgreiche Abwehrkampf bei Wien gilt als wendepunktartig, weil er den Vormarsch des osmanischen Heeres in Mitteleuropa vorübergehend stoppte und die strategische Lage veränderte.
Die Glorious Revolution (1688/1689) bezeichnet den friedlicheren Umbruch in England, bei dem der bisherige König Jakob II. abgesetzt und Wilhelm III. mit Maria als Mitregentin eingesetzt wurde. Politisch führte dies zu einer stärkeren Absicherung parlamentarischer Mitspracherechte und bereitete den Weg für die spätere Entwicklung konstitutioneller Herrschaft. In der Folge gewann auch die Idee einer Begrenzung königlicher Macht deutlich an Bedeutung.
- 1632 – Schlacht bei Lützen im Dreißigjährigen Krieg (Tod Gustav II. Adolf).
- 1648 – Westfälischer Frieden (Friedensschlüsse des Dreißigjährigen Krieges).
- 1660 – Restauration der Monarchie in England (Rückkehr Karls II.).
- 1666 – Großbrand von London.
- 1672 – Beginn des Deutsch- bzw. Niederländisch-Französischen Kriegs (Französisch-Dutch War).
- 1678 – Frieden von Nimwegen (Abschluss des Krieges Frankreichs gegen die Niederlande).
- 1683 – Schlacht um Wien (Entsatz durch die Heilige Liga).
- 1697 – Frieden von Rijswijk (Beendigung des Neunjährigen Krieges in Europa).
- 1714 – Tod Königin Annes und Beginn der Herrschaft von Georg I. in Großbritannien.
1632: Schlacht von Lützen im Dreißigjährigen Krieg. In der Nähe von Lützen trafen die Truppen des schwedischen Königs Gustav II. Adolf auf das kaiserliche Heer unter Wallenstein. Die Schlacht verlief zunächst unübersichtlich, kippte aber schließlich zugunsten der Schweden; zugleich fiel Gustav II. Adolf im Kampf. Sein Tod machte den weiteren Kriegsverlauf zwar unsicherer, beeinflusste aber die politische und militärische Dynamik der folgenden Jahre maßgeblich.
1648: Westfälischer Frieden. Mit dem Friedensschluss beendeten der Dreißigjährige Krieg und weite Teile der damit verbundenen Konflikte in Europa. Für den Heiligen Römischen Reichs und die beteiligten Mächte war er besonders wichtig, weil er zentrale politische Regelungen festschrieb und die religiöse sowie territoriale Ordnung verfestigte. In der Erinnerung wird der Westfälische Frieden häufig als Einschnitt gesehen, der das Kräftegleichgewicht in Europa neu ordnete und die Beendigung des langwierigen Religionskriegs symbolisiert.
1714: Rastatter Frieden. Der Frieden von Rastatt war Teil der Nachwirkungen des Spanischen Erbfolgekriegs und führte im west- und süddeutschen Raum zu einer weiteren Entspannung bzw. zu konkreten Friedensregelungen. Damit wurden Konflikte aus der Kriegszeit schrittweise beendet und Voraussetzungen für die Stabilisierung im Reich geschaffen. Der Rastatter Frieden steht daher für das „Auslaufen“ der großen europäischen Auseinandersetzungen des frühen 18. Jahrhunderts und die Wiederherstellung geordneter Verhältnisse.