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- 1642 Beginn des Englischen Bürgerkriegs
- 1648 Unterzeichnung des Westfälischen Friedens
- 1649 Hinrichtung König Karls I. von England
- 1651 Erlass des Navigation Acts in England
- 1652 Beginn des Ersten Englisch-Niederländischen Kriegs
- 1653 Oliver Cromwell wird zum Lord Protector
- 1655 Beginn der Schwedischen Invasion in Polen (Zweiter Nordischer Krieg)
- 1660 Restauration der Monarchie in England (Rückkehr Karls II.)
- 1665 Ausbruch der Großen Pest in London
Die Fronde in Frankreich (1648–1653) war eine Folge von Aufständen gegen die Zentralregierung unter Kardinal Mazarin während der Minderjährigkeit Ludwigs XIV. Ausgangspunkt waren vor allem Proteste gegen Steuerforderungen und den Versuch der Krone, den parlamentarischen Einfluss auf Regierungshandeln zu begrenzen. Rasch eskalierte der Konflikt: Teile der Pariser Parlamente, der Adel und andere Gruppen stellten sich gegeneinander und gegen die königliche Autorität, während gleichzeitig die Folgen des Dreißigjährigen Krieges und finanzielle Not die Lage verschärften. In verschiedenen Phasen kam es zu Straßenkämpfen, Belagerungen und politischen Manövern, ehe die Monarchie ihre Kontrolle Schritt für Schritt wieder festigen konnte und die Fronde schließlich auslief.
Mit dem Westfälischen Frieden (1648) wurden wichtige Kriegsabschnitte des Dreißigjährigen Krieges beendet. Die Verhandlungen führten zu mehreren Verträgen, die vor allem in Münster und Osnabrück ausgehandelt und im Oktober 1648 geschlossen wurden. Durch die Friedensregelungen wurden die langfristigen Konflikte zwischen Kaiser und Reichsständen sowie zwischen verschiedenen europäischen Machtblöcken beendet bzw. weitgehend entschärft. Besonders bedeutsam war, dass die Reichsstände stärker als zuvor in ihren Rechten bestätigt wurden, wodurch die politische Zersplitterung im Heiligen Römischen Reich faktisch verstetigt wurde. Gleichzeitig sorgten Regelungen zur religiösen Ordnung (u. a. zu Konfessionsfragen) dafür, dass die Auseinandersetzungen nicht sofort in neuer Form wieder aufflammten. Der Westfälische Frieden gilt daher als ein Wendepunkt für die weitere politische Entwicklung Europas.
Im Englischen Restauration (1660) wurde nach Jahren der Republik und der Herrschaft des Protektorats die Monarchie in England wiederhergestellt. Grundlage dafür war die Rückkehr Karls II. an die Macht, nachdem die politische Ordnung nach dem Ende der Kämpfe um die Zukunft des Staates stark erschüttert gewesen war. Die Restauration stellte einen Versuch dar, Stabilität herzustellen: Das Zusammenspiel zwischen König und Parlament wurde neu geordnet, und zentrale innenpolitische Fragen (etwa Religionspolitik und die Stellung verschiedener Machtgruppen) mussten neu ausgehandelt werden. Der Wechsel bedeutete jedoch nicht einfach eine Rückkehr „wie vorher“, sondern leitete eine neue Phase der englischen Politik ein, die in den folgenden Jahrzehnten weiterhin Konflikte zwischen Krone und Parlament prägte.
- 1641: Hinrichtung des Earl of Strafford in England (Thomas Wentworth)
- 1642: Beginn des Englischen Bürgerkriegs
- 1648: Abschluss des Westfälischen Friedens
- 1651: Schlacht von Worcester (Ende des Englischen Bürgerkriegs)
- 1661: Krönung von König Karl II. von England
- 1666: Großer Brand von London
- 1672: Beginn des Dritten Englisch-Niederländischen Krieges
- 1688: Glorious Revolution (Vermeintliche “Glorreiche Revolution”) in England
- 1709: Schlacht von Malplaquet
- Dreißigjähriger Krieg (bis 1648): Noch im Zeitraum 1641–1648 war der Krieg in Europa prägenden Gewalt- und Umbruchsphasen unterworfen. Entscheidender Wendepunkt war der Westfälische Frieden 1648, der viele Konflikte beendete, territoriale Neuordnungen festschrieb und das Ende der Phase umfassender religiös-politischer Kriege einleitete. Für viele Regionen bedeutete das eine langfristige Schwächung, aber auch eine Stabilisierung durch neue Rechts- und Machtverhältnisse.
- Englische Revolution (1642–1651): In den frühen 1640er-Jahren eskalierte der Konflikt zwischen Krone und Parlament in England. Besonders folgenreich war die Phase, in der sich politische Machtfragen mit militärischen Auseinandersetzungen überlagerten; König Karl I. wurde schließlich besiegt und 1649 hingerichtet. Die Umbrüche führten in eine neue Regierungsform unter Oliver Cromwell, wodurch sich das politische System Englands nachhaltig veränderte.
- Spanischer Erbfolgekrieg (1701–1714, Beginn 1701): Ab 1701 entlud sich ein europäischer Macht- und Erbfolgekonflikt, in den große Teile Europas hineingezogen wurden. Zielsetzungen der beteiligten Staaten reichten von dynastischen Ansprüchen bis zu strategischen Sicherheitsinteressen. Der Krieg prägte Handelswege, Bündnispolitik und militärische Großmachtkonstellationen stark und führte nach seinem Ende zu bedeutenden territorialen und politischen Neuordnungen im europäischen Staatensystem.
- 1642: Beginn des Englischen Bürgerkriegs (Zweiter Englischer Bürgerkrieg in weiten Teilen).
- 1648: Westfälischer Frieden (Verträge von Münster und Osnabrück) beendet den Dreißigjährigen Krieg.
- 1658: Tod von Oliver Cromwell in England.
- 1660: Restauration der Monarchie in England mit der Rückkehr von König Karl II.
- 1666: Großbrand von London („Great Fire of London“).
- 1678: Vertrag von Nimwegen (Ende des Holländisch-Französischen Kriegs).
- 1688: Beginn der Glorious Revolution in England.
- 1697: Vertrag von Ryswick (Ende des Neunjährigen Krieges).
- 1711: Pruth-Feldzug und darauf folgende Friedensregelung (Frieden von Pruth) zwischen Russland und dem Osmanischen Reich.
Der Westfälische Frieden wurde 1648 geschlossen und beendete im Wesentlichen den Dreißigjährigen Krieg im Heiligen Römischen Reich sowie den Achtzigjährigen Krieg in weiten Teilen Europas. Die Verhandlungen führten zu einer Neuordnung politischer und rechtlicher Verhältnisse, stärkten den Einfluss der Reichsstände und trugen dazu bei, die bis dahin stark zerrüttete Sicherheits- und Machtbalance in der Region wiederherzustellen.
Am Großen Brand von London (1666) wurde große Teile der Stadt durch Feuer zerstört. Der Brand brach in einer Zeit ohnehin angespannter sozialer und wirtschaftlicher Lage aus und machte deutlich, wie verwundbar Städte gegenüber Katastrophen waren. Nach dem Brand setzten umfangreiche Wiederaufbau- und Modernisierungsmaßnahmen ein, die langfristig das Erscheinungsbild Londons und seine städtische Organisation prägten.
Mit dem Beginn des Spanischen Erbfolgekriegs im Jahr 1701 eskalierte der Kampf um die Nachfolge im spanischen Königshaus zu einem europaweiten Konflikt. Mehrere Großmächte stellten konkurrierende Ansprüche und Bündnisse auf, wodurch sich der Krieg schnell über verschiedene Regionen ausbreitete. Der Konflikt dauerte bis weit über 1711 hinaus und veränderte die Kräfteverhältnisse in Europa nachhaltig.
- 1642: Beginn des Englischen Bürgerkriegs zwischen den Royalisten und den Parlamentariern.
- 1643: Gründung von Montreal durch französische Siedler in Neufrankreich (heutiges Kanada).
- 1648: Der Westfälische Friede beendet den Dreißigjährigen Krieg in Europa.
- 1649: Hinrichtung von König Karl I. von England; England wird zur Republik.
- 1651: Veröffentlichung von "Leviathan" durch Thomas Hobbes, ein bedeutendes Werk der politischen Philosophie.
- 1660: Restauration der Monarchie in England unter König Karl II.
- 1666: Der Große Brand von London zerstört einen großen Teil der Stadt.
- 1683: Die Zweite Belagerung Wiens durch das Osmanische Reich scheitert; entscheidender Sieg der christlichen Allianz.
- 1687: Veröffentlichung der "Philosophiæ Naturalis Principia Mathematica" von Isaac Newton.
- 1688: Die Glorreiche Revolution führt zur Absetzung von Jakob II. und zur Einsetzung von Wilhelm III. und Maria II. in England.
- 1703: Gründung der Stadt Sankt Petersburg durch Zar Peter den Großen.
- 1707: Die Vereinigung Schottlands und Englands zum Königreich Großbritannien durch den Act of Union.
Das Jahr 1648 markiert das Ende des Dreißigjährigen Krieges mit dem Abschluss des Westfälischen Friedens. Dieses Ereignis war ein bedeutender Wendepunkt in der europäischen Geschichte. Der Vertrag beendete nicht nur einen der verheerendsten Konflikte der damaligen Zeit, sondern etablierte auch ein neues System der politischen Ordnung in Europa. Der Westfälische Friede bestand aus mehreren Verträgen, die in den Städten Münster und Osnabrück verhandelt wurden. Er legte fest, dass die deutsche Nation in kleinere, weitgehend unabhängige und souveräne Staaten aufgeteilt wurde, was die Macht des Heiligen Römischen Reiches erheblich schwächte. Des Weiteren wurde die religiöse Toleranz gestärkt, indem der Augsburger Religionsfrieden von 1555, der Katholiken und Protestanten gleichstellte, bekräftigt wurde.
Im Jahr 1683 fand die bedeutsame Zweite Wiener Türkenbelagerung statt. Die osmanischen Streitkräfte unter der Führung von Großwesir Kara Mustafa belagerten die Stadt Wien, die von europäischen Truppen, darunter das Heilige Römische Reich Deutscher Nation und die polnisch-litauische Adelsrepublik unter König Johann III. Sobieski, verteidigt wurde. Die Belagerung endete mit einem entscheidenden Sieg für die Verteidiger und markierte den Beginn des osmanischen Rückzuges in Europa. Dieser Sieg wird auch als bedeutender Moment der Zusammenarbeit zwischen verschiedenen europäischen Mächten angesehen und demonstrierte die strategische Bedeutung von Wien als Bollwerk gegen ottomanische Expansionen in Mitteleuropa.
Im Jahr 1701 begann der Spanische Erbfolgekrieg, ein Konflikt um die Nachfolge im spanischen Königshaus nach dem Tod von König Karl II. Er hinterließ Spanien einem Verwandten des französischen Königs Ludwig XIV., was die Befürchtung einer europäischen Hegemonie Frankreichs auslöste. Der Krieg breitete sich über Europa aus und involvierte fast alle großen Mächte, darunter England, die Niederlande, Österreich und Preußen auf der einen Seite und Frankreich und Spanien auf der anderen. Der Krieg endete 1714 mit mehreren Friedensverträgen, darunter der Frieden von Utrecht, der die europäischen Machtverhältnisse neu ordnete und den Einfluss Frankreichs eindämmte. Der Krieg hatte tiefgreifende Auswirkungen auf die zukünftige Gestaltung Europas und trug zur Entstehung des modernen Staatensystems bei.
- 1643: Schlacht von Rocroi
- 1648: Westfälischer Frieden (Verträge von Münster und Osnabrück)
- 1651: Verabschiedung des Navigation Acts in England
- 1655: Eroberung Jamaikas durch die Engländer unter Oliver Cromwell
- 1658: Tod von Oliver Cromwell
- 1660: Restauration der Monarchie in England (Rückkehr Karls II.)
- 1666: Großes Feuer von London
- 1672: Beginn des Dritten Englisch-Niederländischen Krieges
- 1686: Belagerung und Eroberung von Buda im Zuge des Großen Türkenkriegs
Der Westfälische Frieden wurde 1648 nach langjährigen Verhandlungen geschlossen und beendete den Dreißigjährigen Krieg sowie weitgehend auch den Achtzigjährigen Krieg. Der Vertrag stellte nicht nur militärische Ruhe her, sondern veränderte das politische Gefüge in Europa nachhaltig: Er stärkte die Stellung vieler Reichsstände im Heiligen Römischen Reich und trug dazu bei, dass Konfessionsfragen politisch verbindlicher geregelt wurden. Mit der Anerkennung bestimmter Souveränitätsrechte etablierte der Frieden zudem ein neues Verständnis davon, wie Staaten miteinander verhandeln und Konflikte beilegen können.
Am 2. September 1666 brach in London der Große Brand von London aus. Das Feuer griff wegen dichter Bebauung, starkem Funkenflug und mangelnder Brandbekämpfung rasch um sich und zerstörte große Teile der Stadt, darunter zahlreiche Wohnhäuser und bedeutende öffentliche Gebäude. Der Brand legte die Infrastruktur weitgehend lahm, machte aber auch den Weg für einen umfassenden Wiederaufbau frei. Besonders prägend war dabei die spätere Neuplanung und der Wiederaufbau unter Einbeziehung modernerer städtebaulicher Konzepte, die das Gesicht Londons langfristig veränderten.
1685 wurde in Frankreich der Widerruf des Edikts von Nantes verkündet. Damit wurde den protestantischen Hugenotten der rechtliche Schutz entzogen, der ihnen zuvor weitreichende religiöse Freiheiten im katholischen Königreich zugesichert hatte. Der Widerruf führte zu verstärkten Repressalien, zur Schließung bzw. Einschränkung protestantischer Strukturen und zu erheblichem gesellschaftlichem Druck. Viele Hugenotten entschieden sich aus Angst vor Verfolgung zur Flucht, was in ganz Europa Folgen hatte—politisch, wirtschaftlich und demografisch.