1790 Einträge gefunden in der Kategorie Geschichte
- 1788: New Hampshire ratifiziert die US-Verfassung (Konstitution tritt in Kraft).
- 1791: Die US-amerikanischen Bill of Rights werden ratifiziert.
- 1793: Beginn der Schreckensherrschaft in der Französischen Revolution.
- 1799: Napoleon Bonaparte übernimmt durch den Staatsstreich vom 18. Brumaire die Macht.
- 1804: Napoleon wird zum Kaiser der Franzosen gekrönt.
- 1815: Schlacht von Waterloo (Niederlage Napoleons).
- 1830: Juli-Revolution in Frankreich (Sturz Karls X.).
- 1848: Revolutionen in zahlreichen europäischen Ländern.
- 1855: Fall von Sevastopol während des Krimkriegs.
- Die Französische Revolution begann ab 1789 als grundlegender Umbruch in Frankreich. Auslöser waren unter anderem die schwere Finanzkrise des Königreichs und soziale Spannungen, die sich in Protesten gegen die bestehenden Macht- und Besitzverhältnisse entluden. Im Verlauf der Revolution wurden Monarchie und gesellschaftliche Privilegien radikal in Frage gestellt, was politische Gewalt, neue Verfassungsansätze und eine Neuordnung Europas nachhaltig beeinflusste.
- Der Wiener Kongress fand 1814/1815 nach den napoleonischen Kriegen statt. Ziel war es, die politische Landkarte Europas neu zu ordnen und ein Kräftegleichgewicht zwischen den Großmächten herzustellen. Während die Ergebnisse zwar viele Konflikte beilegen sollten, verstärkten sie zugleich vielerorts den Druck auf neu entstandene oder unterdrückte Nationalbewegungen und trugen so langfristig zu den Umbrüchen in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts bei.
- Die Revolutionen von 1848/1849 waren ein europaweiter Höhepunkt liberaler und nationaler Forderungen. In vielen Staaten kam es zu massiven Protesten gegen politische Beschränkungen, für Grundrechte und für eine stärkere Selbstbestimmung der Bevölkerung bzw. der Nationen. Auch wenn die Bewegungen vielerorts niedergeschlagen wurden, führten sie zu dauerhaften Veränderungen, etwa durch Reformen, neue politische Debatten und das nachhaltige Aufkommen demokratischer Ideen.
- 1788 – Erste britische Sträflingskolonie wird in Australien gegründet
- 1789 – Beginn der Französischen Revolution
- 1791 – Verabschiedung der Bill of Rights in den USA
- 1793 – Hinrichtung von Ludwig XVI.
- 1794 – Robespierre wird während der Französischen Revolution hingerichtet
- 1796 – Napoleon beginnt seinen Italienfeldzug
- 1804 – Napoleon krönt sich zum Kaiser der Franzosen
- 1806 – Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation wird aufgelöst
- 1813 – Völkerschlacht bei Leipzig
Die Französische Revolution (1789–1799):
Die Französische Revolution begann 1789 mit dem Sturm auf die Bastille am 14. Juli und war ein tiefgreifendes historisches Ereignis, das nicht nur Frankreich, sondern ganz Europa und die Welt nachhaltig veränderte. Die Revolution führte zur Abschaffung der Monarchie und zur Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte am 26. August 1789. Die Gesellschaftsordnung des Ancien Régime wurde gestürzt und der Einfluss der Kirche zurückgedrängt. 1792 wurde die Erste Französische Republik ausgerufen; in den folgenden Jahren kam es zu inneren und äußeren Konflikten, u. a. zum blutigen Regime der Jakobiner unter Robespierre in der Schreckensherrschaft (La Terreur). 1799 endete die Revolution mit dem Staatsstreich Napoleons am 9. November (18. Brumaire), der Frankreich zum Konsulat und später zum Kaiserreich führte.
Weitere Informationen zur Französischen Revolution
Schlacht bei Jena und Auerstedt (1806):
Am 14. Oktober 1806 fanden die entscheidenden Schlachten bei Jena und bei Auerstedt statt, in denen die französischen Truppen unter Napoleon Bonaparte auf die preußischen Armeen trafen. In der Doppelschlacht besiegte Napoleon mit strategischem Geschick die zahlenmäßig unterlegenen preußischen und sächsischen Verbände. Diese Niederlage führte zum völligen Zusammenbruch der preußischen Militärmacht und ebnete den Weg für die Besetzung Berlins durch französische Truppen. Im Anschluss folgten grundlegende Reformen im preußischen Staat, darunter die Bauernbefreiung, die Heeresreform sowie das Ende der gutsherrlichen Gerichtsbarkeit. Die Schlacht markiert einen Wendepunkt in der europäischen Geschichte und im Zeitalter der Napoleonischen Kriege.
Detaillierte Informationen zur Schlacht bei Jena und Auerstedt
Völkerschlacht bei Leipzig (1813):
Die Völkerschlacht bei Leipzig, auch als „Schlacht der Nationen“ bekannt, fand vom 16. bis 19. Oktober 1813 statt und war mit etwa 600.000 beteiligten Soldaten die bis dahin größte Schlacht der Weltgeschichte. In dieser entscheidenden Auseinandersetzung standen die napoleonischen Truppen einer Koalition aus Preußen, Russland, Österreich und Schweden gegenüber. Nach heftigen Kämpfen unterlagen die Franzosen und ihre Verbündeten, was den Rückzug Napoleons aus Deutschland und den Zerfall des Rheinbundes zur Folge hatte. Die Völkerschlacht führte indirekt zur Abdankung Napoleons und zur politischen Neuordnung Europas auf dem Wiener Kongress. In Leipzig erinnert heute noch das Völkerschlachtdenkmal an das weltgeschichtliche Ereignis.
Ausführliche Informationen zur Völkerschlacht bei Leipzig
- 1788: Massachusetts ratifiziert als sechster Bundesstaat die US-Verfassung (6. Februar 1788).
- 1788: New Hampshire ratifiziert die US-Verfassung und wird der neunte Staat (21. Juni 1788).
- 1788: Virginia ratifiziert die US-Verfassung (25. Juni 1788).
- 1788: New York ratifiziert die US-Verfassung (26. Juli 1788).
- 1788: Rhode Island ratifiziert die US-Verfassung zunächst nicht (kein Beitritt 1788).
- 1788: Die First Fleet erreicht Australien und gründet die erste europäische Siedlung in New South Wales (Ankunft am 26. Januar 1788).
- 1788: Österreich erklärt dem Osmanischen Reich den Krieg und tritt damit in den Russisch-Osmanischen Krieg ein (Februar 1788).
- 1788: Beginn der Belagerung von Ochakow im Russisch-Osmanischen Krieg (1788).
- 1788: Schlacht bei Hogland im Rahmen des Russisch-Schwedischen Krieges (1788).
Am 26. Januar 1788 landete die First Fleet (die „Erste Flotte“) mit etwa 1.000 Menschen in der späteren Gegend von Sydney. Die britische Regierung hatte die Schiffe entsandt, um eine Strafkolonie in New South Wales aufzubauen. Die Ankunft gilt als Beginn der dauerhaften europäischen Besiedlung des australischen Kontinents durch Großbritannien und führte in den folgenden Jahren zu tiefgreifenden Veränderungen für die indigenen Gemeinschaften sowie zur Entwicklung neuer Verwaltungs- und Siedlungsstrukturen.
Im Jahr 1788 setzte sich in den Vereinigten Staaten der Prozess fort, bei dem die einzelnen Bundesstaaten die neue Verfassung ratifizierten. Besonders entscheidend war, dass New Hampshire am 21. Juni 1788 als neunter Staat zustimmte—damit war die erforderliche Zahl erreicht, um die Verfassung in Kraft treten zu lassen. Obwohl das Inkrafttreten dann erst Anfang 1789 erfolgte, markierte die Ratifizierung im Sommer 1788 einen wichtigen Schritt zur Stabilisierung der neuen föderalen Ordnung. Mehr dazu: Ratifizierung der Verfassung der Vereinigten Staaten.
1788 verschärften sich die Spannungen zwischen dem Russischen Reich und Schweden. In diesem Zusammenhang begann der Russisch-Schwedische Krieg, der bis 1790 andauerte und in der Ostsee und an den Grenzen zu militärischen Auseinandersetzungen führte. Der Konflikt war eng mit Macht- und Einflussfragen in der Region verknüpft und traf sowohl die politische Führung als auch die Zivilbevölkerung durch Kämpfe, Mobilisierung und wirtschaftliche Belastungen. Details zum historischen Hintergrund und zum Verlauf: Russisch-Schwedischer Krieg (1788–1790).
- 1789 - Beginn der Französischen Revolution
- 1791 - Verabschiedung der Bill of Rights in den USA
- 1799 - Napoleon Bonaparte wird Erster Konsul von Frankreich
- 1804 - Napoleon krönt sich selbst zum Kaiser von Frankreich
- 1812 - Napoleon startet seine Invasion in Russland
- 1815 - Schlacht bei Waterloo und Ende der Herrschaft Napoleons
- 1827 - Schlacht von Navarino während des Griechischen Unabhängigkeitskrieges
- 1830 - Julirevolution in Frankreich
- 1837 - Beginn der Herrschaft von Königin Victoria in Großbritannien
- 1848 - Revolutionen in Europa (Europaweite Revolutionswelle)
- 1861 - Beginn des Amerikanischen Bürgerkriegs
- 1867 - Gründung des Norddeutschen Bundes
Am 14. Juli 1789 stürmte eine aufgebrachte Menschenmenge die Bastille, eine Festung in Paris, die als Symbol der königlichen Tyrannei galt. Dieser Tag markiert den Beginn der Französischen Revolution, die tiefgreifende politische und soziale Umwälzungen zur Folge hatte. Während der Revolution wurden die Monarchie gestürzt und eine Republik ausgerufen. Die Hinrichtung von König Ludwig XVI. und Königin Marie Antoinette im Jahr 1793 führte zu einer Periode des sogenannten "Terrors", in dem radikale Revolutionäre unter der Führung von Maximilien Robespierre tausende Menschen hinrichteten. Diese Phase endete mit Robespierres Sturz und Hinrichtung im Jahr 1794. Weitere Informationen finden Sie hier.
Am 1. Januar 1804 erklärte Haiti seine Unabhängigkeit von Frankreich nach einem langen und blutigen Aufstand der versklavten Bevölkerung. Dieser Aufstand begann 1791 unter der Führung von Toussaint L’Ouverture und erreichte seinen Höhepunkt unter Jean-Jacques Dessalines, der die verbliebenen französischen Truppen besiegte. Haiti wurde so zur ersten unabhängigen Nation lateinamerikas und zur ersten postkolonialen, schwarzen Republik der Welt. Die haitianische Revolution hatte weitreichende Auswirkungen auf die globalen Machtverhältnisse und inspirierte andere Befreiungsbewegungen in Lateinamerika und darüber hinaus. Mehr dazu erfahren Sie hier.
Am 4. März 1861 wurde Abraham Lincoln als 16. Präsident der Vereinigten Staaten vereidigt. Nur wenige Wochen nach seiner Amtsübernahme begann der Amerikanische Bürgerkrieg, als die Konföderierten Staaten von Amerika Fort Sumter angriffen. Während seiner Präsidentschaft erließ Lincoln die Emanzipationsproklamation, die am 1. Januar 1863 in Kraft trat und die Befreiung der Sklaven in den rebellengebieten deklarierte. Der Bürgerkrieg endete im April 1865 mit der Kapitulation der Konföderation, und Lincoln wurde kurz darauf am 14. April 1865 ermordet. Seine Präsidentschaft wird oft als Wendepunkt in der US-amerikanischen Geschichte angesehen, da sie zur Abschaffung der Sklaverei und zur Wiederherstellung der Union führte. Weitere Details finden Sie hier.
- 1789: Französische Revolution beginnt (Ständeversammlung und Sturm auf die Bastille)
- 1791: Verabschiedung der französischen Verfassung und Beginn der konstitutionellen Monarchie
- 1793: Hinrichtung von König Ludwig XVI.
- 1799: Staatsstreich des 18. Brumaire und Machtübernahme Napoleons
- 1804: Ausrufung des Kaiserreichs Frankreich und Krönung Napoleons
- 1805: Schlacht von Austerlitz
- 1807: Frieden von Tilsit
- 1812: Napoleon zieht in Russland ein
- 1814: Abdankung Napoleons und Ende der Herrschaft des Ersten Kaiserreichs
- Französische Revolution (ab 1789) begann mit einer tiefen politischen und sozialen Krise im Königreich Frankreich. Im Jahr 1789 führten die Einberufung der Generalstände, der Bruch mit der alten Ständegesellschaft und die Erklärung neuer Rechte zu grundlegenden Veränderungen. Radikalisierung, Kriegsgeschehen und innerer Machtkampf prägten die folgenden Jahre; schließlich mündeten die Umwälzungen in einem Ende der Monarchie und der Etablierung neuer Regierungsformen. Die Revolution wirkte zudem weit über Frankreich hinaus und beeinflusste Reform- und Umbruchbewegungen in Europa.
- Schlacht bei Austerlitz (2. Dezember 1805) gilt als einer der entscheidenden Siege Napoleons während der Koalitionskriege. In der Nähe von Austerlitz gelang es der französischen Armee, ein zahlenmäßig überlegen erscheinendes Bündnis aus Österreich und Russland durch geschickte Aufstellung und taktische Täuschung zu schwächen und schließlich zu schlagen. Der Sieg festigte Napoleons Machtposition in Europa und führte unter anderem zu weitreichenden politischen Folgen, etwa zur Schwächung der gegnerischen Staaten und zur Neuordnung der Machtverhältnisse im südlichen und zentralen Europa. Austerlitz wurde dadurch zu einem Symbol für Napoleons militärische Strategie und seine Dominanz in dieser Phase.
- Wiener Kongress (ab 1814) war das zentrale diplomatische Ereignis zur Neuordnung Europas nach den Koalitionskriegen gegen Napoleon. Zwischen 1814 und 1815 versuchten die Siegermächte, durch politische Absprachen ein Gleichgewicht der Kräfte wiederherzustellen und territoriale sowie dynastische Fragen zu klären. Dabei standen sich unterschiedliche Interessen gegenüber: Einerseits sollten Rückkehr zur Stabilität und die Eindämmung französischen Einflusses erreicht werden, andererseits strebten viele Staaten nach Sicherheitsgarantien und Einflusszonen. Der Kongress prägte die europäische Ordnung nachhaltig und legte wichtige Grundlagen für das politische System der folgenden Jahrzehnte.