1776 Einträge gefunden in der Kategorie Geschichte
- 1643: Schlacht bei Rocroi
- 1648: Westfälischer Frieden (Friedensschlüsse im Dreißigjährigen Krieg)
- 1649: Hinrichtung König Karls I. von England
- 1651: Verabschiedung des Navigation Acts in England
- 1653: Oliver Cromwell wird zum Lord Protector ernannt
- 1660: Restauration der Monarchie in England (Rückkehr von Karl II.)
- 1665: Große Pest in London
- 1666: Großes Feuer von London
- 1667: Vertrag von Breda im Verlauf des Zweiten Englisch-Niederländischen Krieges
-
Am 19. Mai 1643: Schlacht bei Rocroi gilt als ein Wendepunkt im Dreißigjährigen Krieg. Im nördlichen Frankreich trafen französische Truppen unter Führung des Herzogs von Enghien auf die spanischen Landsknechte. Der Sieg der Franzosen bedeutete eine schwere Niederlage für die bis dahin als nahezu unbesiegbar geltenden spanischen Tercios und schwächte damit Spaniens militärische Dominanz in Westeuropa. In der Folge verlagerte sich das Kräfteverhältnis weiter zugunsten Frankreichs.
-
Der Westfälische Frieden (1648) beendete formal große Teile des Dreißigjährigen Krieges und gilt zugleich als Meilenstein für das moderne Staats- und Völkerrechtsdenken. Die in Münster und Osnabrück ausgehandelten Verträge regelten unter anderem die Religionsfrage im Heiligen Römischen Reich und stärkten die Handlungsspielräume der Territorien. Besonders bedeutsam war, dass Konflikte nicht nur militärisch, sondern über Verträge und rechtliche Vereinbarungen dauerhaft geordnet werden sollten. Für viele Regionen bedeutete dies das Ende langjähriger Verwüstungen und eine langsame politische Stabilisierung.
-
Am Großen Brand von London (1666) geriet große Teile der Stadt in eine Katastrophe, die mehrere Tage andauerte. Der Brand begann im Bereich einer Bäckerei und griff wegen dichter Bebauung, starken Winden und überwiegend aus Holz errichteten Gebäuden rasch um sich. Die Folgen waren verheerend: Tausende Häuser wurden zerstört, zahlreiche Menschen verloren ihre Existenz, und auch bedeutende Gebäude fielen den Flammen zum Opfer. Der Wiederaufbau führte später zu neuen Planungen, die den Brandschutz und die städtebauliche Ordnung verbesserten.
- 1643: Schlacht von Rocroi
- 1644: Schlacht von Marston Moor
- 1645: Schlacht von Naseby
- 1648: Westfälischer Frieden
- 1649: Hinrichtung von König Karl I. und Abschaffung der Monarchie in England
- 1651: Schlacht von Worcester
- 1652: Beginn des Ersten Englisch-Niederländischen Seekriegs
- 1657: Cromwell wird zum Lord Protector (Protektorat England)
- 1668: Vertrag von Aachen (Aix-la-Chapelle)
- Schlacht bei Rocroi (1643): Am 19. Mai 1643 trafen im Rahmen des Dreißigjährigen Krieges französische Truppen unter Herzog von Enghien (später Condé) auf die spanischen Truppen. Der Sieg der Franzosen gilt als bedeutender Wendepunkt, weil die spanische Militärmacht bei Rocroi erstmals spürbar erschüttert wurde. In der Folge verschob sich das Kräfteverhältnis in Europa weiter zugunsten Frankreichs, das in den letzten Phasen des Krieges zunehmend an Einfluss gewann.
- Westfälischer Frieden (1648): Mit den Friedensschlüssen von Münster und Osnabrück wurde der Dreißigjährige Krieg in seinem Kern beendet. Der Westfälische Frieden regelte unter anderem die politischen und konfessionellen Verhältnisse im Heiligen Römischen Reich und stärkte die Selbstständigkeit vieler Territorien. Insgesamt gilt er als Fundament für die spätere europäische Staatenordnung und wird oft mit dem Gedanken verbunden, Konflikte durch Verträge und verbindliche Vereinbarungen zu beenden.
- Friede von Aix-la-Chapelle (1668): Der Frieden von Aachen (Aix-la-Chapelle) beendete den zwischen Frankreich und Spanien ausgetragenen Konflikt, der mit der sogenannten Devolutionspolitik Ludwigs XIV. im Zusammenhang stand. Er führte zu einem politischen Ausgleich, bei dem Frankreich zentrale Ansprüche teilweise durchsetzen konnte, während Spanien Gegenleistungen erhielt, um seine Position wieder zu stabilisieren. Der Vertrag gilt als wichtiger Schritt zur Beruhigung der Lage in Westeuropa, bevor sich die Konfliktlinien in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts erneut veränderten.
- 1648: Westfälischer Frieden (Ende des Dreißigjährigen Krieges)
- 1651: Verabschiedung der Navigation Acts in England
- 1660: Wiederherstellung der Monarchie in England (Restauration Karls II.)
- 1666: Großer Brand von London
- 1672: Beginn des Dritten Englisch-Niederländischen Krieges
- 1683: Zweite Türkenbelagerung Wiens (Schlacht am Kahlenberg)
- 1688: Glorious Revolution in England (Beginn der Herrschaft Wilhelms III. und Marias)
- 1701: Beginn des Spanischen Erbfolgekriegs
- 1721: Frieden von Nystad (Beendigung des Großen Nordischen Krieges)
-
Der Westfälische Frieden wurde 1648 geschlossen und beendete den Dreißigjährigen Krieg im Heiligen Römischen Reich weitgehend. In den Verhandlungen ging es nicht nur um das Ende von Kampfhandlungen, sondern auch um die Neuordnung politischer Machtverhältnisse und um Religionsfragen. Besonders wichtig war die Anerkennung der weitgehenden Selbstständigkeit vieler Territorien sowie die Festlegung von Rechten verschiedener Konfessionen. Damit prägte der Frieden die politische Landschaft Europas nachhaltig und gilt bis heute als Symbol für das Ende eines langanhaltenden Religions- und Machtkonflikts.
-
Im Jahr 1683 kam es zur Zweiten Türkenbelagerung Wiens, als das Osmanische Reich Wien belagerte. Die Belagerung stellte eine der entscheidenden Stationen in den Auseinandersetzungen zwischen dem Osmanischen Reich und den europäischen Mächten dar. Der Konflikt wurde schließlich durch das Eingreifen entlastender Truppen und die anschließende Niederlage der Belagerer beendet. Das Ereignis gilt als Wendepunkt, weil es den weiteren Vormarsch der Osmanen in Richtung Mitteleuropa spürbar bremste.
-
Der Frieden von Nystad wurde 1721 abgeschlossen und beendete den Großen Nordischen Krieg zwischen Schweden und Russland. In dem Vertrag wurden unter anderem umfangreiche Gebietsabtretungen geregelt, wodurch Russland deutlich an Macht und Einfluss in Ostsee-Regionen gewann. Für Schweden bedeutete der Frieden den Verlust wichtiger Gebiete und den Rückgang seiner Rolle als führende Ostseemacht. Insgesamt markierte der Vertrag eine Neuordnung der Kräfteverhältnisse im Norden Europas und festigte den Aufstieg Russlands zu einer Großmacht.
- 1644: Die Qing-Dynastie übernimmt die Macht in China, nachdem sie die Ming-Dynastie besiegt hat.
- 1648: Der Westfälische Friede beendet den Dreißigjährigen Krieg in Europa.
- 1660: Die Stuart-Restauration bringt Karl II. als König von England, Schottland und Irland zurück an die Macht.
- 1666: Der Große Brand von London zerstört einen großen Teil der Stadt.
- 1683: Die Zweite Belagerung Wiens durch das Osmanische Reich wird abgewehrt.
- 1688: Die Glorious Revolution in England führt zur Thronbesteigung von Wilhelm III. und Maria II.
- 1692: Die Hexenprozesse von Salem finden in Massachusetts statt.
- 1701: Der Spanische Erbfolgekrieg beginnt, ein Konflikt um die Nachfolge auf den spanischen Thron.
- 1707: Großbritannien wird durch die Vereinigung von England und Schottland im Acts of Union gebildet.
- 1715: Der Aufstand von 1715 in Schottland (Jakobitenaufstand) richtet sich gegen die britische Krone.
- 1718: Der Frieden von Passarowitz beendet den Venezianisch-Österreichischen Türkenkrieg.
- 1720: Die Südsee- und Mississippi-Spekulationsblasen platzen, was zu wirtschaftlichen Krisen in Großbritannien und Frankreich führt.
Der Glorreiche Revolution von 1688 in England führte zur Absetzung von König James II. und der Thronbesteigung von Wilhelm III. von Oranien und seiner Frau Maria II. Dies war ein bedeutendes Ereignis in der englischen Geschichte, da es den gewaltlosen Übergang der Macht von einem absoluten Monarchen zu einem konstitutionellen Monarchen markierte. Die Revolution wurde durch religiöse Spannungen und die Angst vor einem katholischen Königtum ausgelöst, da James II. versuchte, Katholiken in Führungspositionen zu platzieren. Das englische Parlament lud Wilhelm ein, mit seinen Truppen zu intervenieren, was letztendlich zu James' Flucht nach Frankreich führte. Die Umwälzung bestätigte die Vorherrschaft des Parlaments über die Monarchie und führte zur Unterzeichnung der Bill of Rights 1689, die wichtige verfassungsrechtliche Grundsätze wie die Treuepflicht der Herrscher gegenüber dem Gesetz festigte.
Der Spanische Erbfolgekrieg (1701-1714) war ein bedeutender Konflikt um die Nachfolge der spanischen Krone, der nach dem kinderlosen Tod von König Karl II. von Spanien ausbrach. Er hinterließ sein gesamtes Reich Philipp von Anjou, einem Enkel Ludwigs XIV. von Frankreich, womit die verschiedenen europäischen Mächte befürchteten, Frankreich könnte zu mächtig werden. Der Krieg zerbrach Europa in eine Allianz gegen Frankreich und Spanien, die von Großbritannien, den Niederlanden und dem Heiligen Römischen Reich angeführt wurde. Wichtige Schlachten, wie die Schlacht von Blenheim und die Schlacht von Ramillies, entschieden maßgeblich über den Verlauf des Krieges. Der Konflikt endete mit dem Frieden von Utrecht und markierte einen wesentlichen Wendepunkt in der Geschichte des Machtgleichgewichts in Europa, indem territoriale Änderungen gemacht wurden und der Aufstieg Großbritanniens als Kolonialmacht unterstützt wurde.
Die Gründung Sankt Petersburgs im Jahr 1703 durch den russischen Zaren Peter den Großen markierte den Beginn einer neuen Epoche für das Russische Reich. Peter der Große wollte Russland westlicher ausrichten und Sankt Petersburg als "Fenster nach Europa" etablieren. Die Stadt wurde nach Peter dem Heiligen benannt und auf sumpfigem Gelände an der Neva-Mündung gegründet, was den Zugang zur Ostsee sicherte. Peter errichtete in kurzer Zeit eine moderne Stadt mit einer beeindruckenden Architektur, inspiriert von Städten wie Amsterdam und Venedig. Sankt Petersburg wurde 1712 zur Hauptstadt Russlands, was die vorherige Hauptstadt Moskau in den Hintergrund drängte. Die Gründung der Stadt war ein zentrales Element in Peters Versuchen, Russland zu modernisieren und als bedeutende europäische Macht zu etablieren, und sie spielte eine wesentliche Rolle in der Geschichte und Kultur Russlands.
- 1644: Schlacht von Marston Moor im Englischen Bürgerkrieg
- 1648: Abschluss des Westfälischen Friedens (u. a. Münster und Osnabrück)
- 1651: Schlacht von Worcester – entscheidende Niederlage der Royalisten in England
- 1656: Schlacht bei Warschau im Schwedisch-Polnischen Krieg
- 1660: Restauration der Monarchie in England (Rückkehr von Karl II.)
- 1666: Großes Feuer von London
- 1672: Beginn des Französisch-Niederländischen Kriegs (Dritter Englisch-Niederländischer Krieg läuft parallel)
- 1688: Glorreiche Revolution in England
- 1692: Beginn der Salem-Hexenprozesse in Massachusetts
Der Westf%C3%A4lische Frieden von 1648 beendete den Dreißigjährigen Krieg und den Achtzigjährigen Krieg. Die in Münster und Osnabrück ausgehandelten Ergebnisse stärkten die Stellung vieler Territorien im Heiligen Römischen Reich und veränderten die politische Ordnung in Europa nachhaltig. Neben Fragen der Gebiets- und Religionsregelungen prägte der Frieden auch die Vorstellung, dass Konflikte durch vertragliche Lösungen beendet werden können.
Am Gro%C3%9Fer_Brand_von London im Jahr 1666 geriet große Teile der Stadt in Brand. Das Feuer wütete über mehrere Tage und zerstörte weite Bereiche Londons, während viele Menschen obdachlos wurden. Die Katastrophe führte im Anschluss zu umfangreichen Wiederaufbau- und Reformmaßnahmen, etwa zu strengeren Regeln beim Umgang mit Feuergefahren und zu neuen Ansätzen in der Stadtplanung.
In der zweiten Hälfte des Jahres 1692 Hexenprozesse von Salem kam es in der kolonialen Stadt Salem (heutiges Massachusetts) zu einer Welle von Anschuldigungen wegen angeblicher Hexerei. Zahlreiche Menschen wurden festgenommen, viele Verfahren endeten mit harten Strafen. Die Ereignisse gelten heute als Beispiel dafür, wie Angst, Gerüchte und rechtliche Unsicherheiten zu schweren Fehlurteilen führen können, und sie prägten später die Diskussion über Verfahrensgerechtigkeit und Beweismaßstäbe.