1790 Einträge gefunden in der Kategorie Geschichte
- 1795: Frieden von Basel zwischen Frankreich und Preußen
- 1796: Napoleon beginnt den Italienfeldzug
- 1798: Gründung der Helvetischen Republik (Schweiz)
- 1799: Staatsstreich des 18. Brumaire und Beginn des Konsulats unter Napoleon
- 1804: Krönung Napoleons zum Kaiser
- 1805: Schlacht von Trafalgar
- 1812: Beginn des Russlandfeldzugs Napoleons
- 1815: Schlacht von Waterloo und Ende der Napoleonischen Herrschaft
- 1820: Beginn der Griechischen Revolution gegen das Osmanische Reich
- Auflösung des Heiligen Römischen Reiches (1806): Unter starkem Druck Napoleons löste sich das jahrhundertealte Herrschaftsgefüge im Heiligen Römischen Reich auf. Die Entstehung des Rheinbundes hatte die Fürsten auf eine neue Machtkonstellation ausgerichtet und die Autorität des Kaisers zunehmend ausgehöhlt. 1806 legte Kaiser Franz II. die Kaiserwürde nieder; damit endete das „Heilige Römische Reich“ endgültig. Politisch bedeutete das vor allem einen Umbruch in Mitteleuropa: Viele Territorien orientierten sich neu, und langfristig wurde der Weg zu späteren Neuordnungen in Deutschland frei, unter anderem zur Deutschen Bundesgründung nach 1815.
- Napoleons Russlandfeldzug (1812): Der Feldzug gegen das Russische Reich war ein Wendepunkt in den Koalitionskriegen. Napoleons Ziel war es, den Gegner durch militärischen Druck und eine schnelle Entscheidungsschlacht zu besiegen. Doch das strategische Vorgehen der russischen Seite, verbunden mit systematischem Rückzug und der Taktik der „verbrannten Erde“, entzogen der Grande Armée wichtige Versorgung. Nach ersten größeren Gefechten (u.a. bei Borodino) geriet die französische Armee zunehmend in eine Versorgungskrise. Als schließlich der Winter einsetzte und die Truppen geschwächt waren, wurde der Rückzug zum Desaster. Der Russlandfeldzug schwächte Napoleons Herrschaft nachhaltig und beschleunigte den Zerfall seiner militärischen Übermacht.
- Wiener Kongress (1814/1815): Nach Napoleons Niederlage sollte der Wiener Kongress die politische Ordnung Europas neu stabilisieren. Die europäischen Großmächte verfolgten dabei das Prinzip, alte Herrschaftsverhältnisse weitgehend wiederherzustellen („Legitimität“) und zugleich ein Gleichgewicht der Kräfte zu schaffen, um künftige Hegemonialansprüche einzelner Staaten zu verhindern. Ergebnis war eine umfassende Neuordnung von Grenzen und Einflusszonen. Für den deutschen Raum war besonders wichtig, dass der Deutsche Bund geschaffen wurde (1815), der viele vormals selbstständige Territorien neu bündeln sollte. Gleichzeitig legte der Kongress die Grundlage für eine „Restauration“ der Machtverhältnisse—was zwar kurzfristig Stabilität brachte, aber langfristig auch Spannungen zwischen monarchischen Ordnungsmodellen und liberalen bzw. nationalen Forderungen verstärkte.
- 1795: Dritter Teilungsbeschluss Polen-Litauens
- 1804: Napoleon wird Kaiser der Franzosen
- 1805: Schlacht von Trafalgar
- 1807: Abschaffung des Sklavenhandels im Britischen Empire
- 1812: Napoleon scheitert beim Russlandfeldzug
- 1815: Wiener Kongress und Gründung der Heiligen Allianz
- 1820: Unabhängigkeit von Kolumbien
- 1830: Julirevolution in Frankreich
- 1837: Beginn der Regierungszeit von Königin Victoria
- 1848: Revolutionen in Europa
- 1853: Beginn des Krimkriegs
- 1860: Einigung Italiens durch Giuseppe Garibaldi
Die Französische Revolution und die Gründung der Ersten Französischen Republik (1795–1799): Nach dem Sturz der Monarchie und dem Beginn der Französischen Revolution veränderte sich Europas politische Landschaft grundlegend. Die Zeit von 1795 bis 1799 war geprägt von internen Machtkämpfen und externen Kriegen. Wichtig war die Herrschaft des Direktoriums, das eine Phase relativer Stabilität gegenüber den extremen Phasen der Revolution darstellte. Diese Regierungsform bestand aus fünf Direktoren, die gemeinsam die Exekutive der Ersten Republik bildeten. Diese Zeit endete mit dem Staatsstreich des 18. Brumaire, der Napoleon an die Macht brachte und das Direktorium durch das Konsulat ersetzte. Weitere Informationen zur Französischen Revolution
Der Wiener Kongress (1814–1815): Der Wiener Kongress war eine internationale Konferenz europäischer Staaten, die nach den Napoleonischen Kriegen einberufen wurde, um die politische Landkarte Europas neu zu ordnen. Er fand vom 18. September 1814 bis zum 9. Juni 1815 in Wien statt. Unter der Führung von Metternich, dem österreichischen Staatskanzler, verhandelten Vertreter fast aller europäischen Mächte über territoriale Neuordnungen und das Gleichgewicht der Kräfte. Die beschlossenen Maßnahmen hatten weitreichende Konsequenzen für die politischen Strukturen Europas und führten zu einer Periode relativer Stabilität bis zu den Revolutionen von 1848. Weitere Informationen zum Wiener Kongress
Die Revolutionen von 1848/49: In den Jahren 1848 und 1849 erschütterte eine Welle von Revolutionen Europa, ausgelöst durch eine Kombination von wirtschaftlicher Not, wachsendem Nationalismus und Forderungen nach politischen Reformen. Betroffen waren fast alle europäischen Länder, darunter Frankreich, die deutschen Staaten, das Kaiserreich Österreich und das Königreich Ungarn. Die Revolutionen führten zu erheblichen, wenn auch kurzlebigen, politischen Veränderungen. Besonders bedeutend war die Märzrevolution in den deutschen Staaten, die zur Einberufung der Frankfurter Nationalversammlung führte, die eine gesamtdeutsche Verfassung entwarf. Trotz vieler Rückschläge und der Wiederherstellung der alten Ordnung in vielen Regionen hinterließen die Revolutionen bleibende Spuren und legten den Grundstein für spätere demokratische Entwicklungen. Weitere Informationen zu den Revolutionen von 1848/49
- 1795: Vertrag von Basel beendet den Krieg Frankreichs mit Preußen und Spanien
- 1799: Napoleons Staatsstreich am 18. Brumaire
- 1804: Proklamation des Ersten Französischen Kaiserreichs
- 1806: Schlacht von Jena und Auerstedt
- 1815: Schlacht bei Waterloo
- 1821: Beginn des Griechischen Unabhängigkeitskriegs
- 1830: Juli-Revolution in Frankreich
- 1848: Revolutionen in Europa (u. a. in Deutschland und Frankreich)
- 1863: Emanzipationsproklamation in den USA
1795 kam es zur Dritten Teilung Polens. Dabei wurde der noch verbliebene polnische Staat zwischen dem Russischen Kaiserreich, dem Königreich Preußen und dem Habsburgerreich aufgeteilt. Die Teilung war der letzte Schritt einer Reihe von Gebietsabtrennungen und führte dazu, dass Polen/Litauen als eigenständiges Königreich zunächst nicht mehr bestand. Besonders einschneidend war für viele Menschen die Zerstückelung ihrer politischen Rechte, ihrer Verwaltungsstrukturen und der Möglichkeit, eine eigene nationale Politik zu verfolgen.
1848/49 erfasste die Märzrevolution weite Teile der deutschen Staaten. Ausgehend von Protesten und Forderungen nach mehr politischen Freiheiten und einer nationalen Einheit, kam es zu Umbrüchen: Es wurden Regierungen herausgefordert, Reformen und Verfassungen gefordert und in vielen Städten Barrikaden errichtet. Höhepunkt war die Entstehung der Frankfurter Nationalversammlung, die eine gesamtdeutsche Verfassung ausarbeiten sollte. Trotz großer Hoffnungen scheiterten zentrale Ziele letztlich, unter anderem weil militärische Gegenkräfte und unterschiedliche Interessen innerhalb der Revolution einen nachhaltigen Durchbruch verhinderten.
1863 brach im polnischen Raum der Januaraufstand aus. Der Aufstand richtete sich vor allem gegen die russische Herrschaft über das von Russland dominierte Gebiet des ehemaligen polnischen Staates. Er begann im Januar 1863 und wurde von verschiedenen Gruppen getragen, die Wiederherstellung politischer Selbstständigkeit und größere Rechte anstrebten. Der Kriegsschauplatz war groß, der Widerstand hart, doch nach einer langen Phase der Kämpfe wurde der Aufstand schließlich niedergeschlagen. Die Folgen waren unter anderem verstärkte Repressionen und einschneidende politische sowie gesellschaftliche Konsequenzen für die betroffene Bevölkerung.
- 1795: Frieden von Basel zwischen Frankreich und Preußen/Spanien
- 1797: Frieden von Campo Formio zwischen Frankreich und Österreich
- 1798: Ägyptenfeldzug Napoleons beginnt
- 1799: Staatsstreich vom 18. Brumaire – Napoleon wird Erster Konsul
- 1804: Kaiserkrönung Napoleons – Beginn des Ersten Französischen Kaiserreichs
- 1805: Dritte Koalition – Schlacht von Austerlitz
- 1812: Beginn des Russlandfeldzugs Napoleons
- 1815: Schlacht von Waterloo und Ende der Herrschaft Napoleons
- 1820: Petersburger Dekabristenaufstand (Dezember)
Im Staatsstreich vom 18. Brumaire 1799 gelang es Napoleon Bonaparte, die politische Macht in Frankreich entscheidend zu verschieben. In einer Mischung aus militärischem Druck und parlamentarischer Umgestaltung wurde die bisherige Direktorialherrschaft beendet. Der Umsturz führte zur Einrichtung des Konsulats und bereitete den Weg dafür, dass Napoleon die Geschicke des Landes bald noch umfassender lenken konnte.
Mit der Krönung Napoleons im Jahr 1804 wurde die weitere Umgestaltung der französischen Ordnung sichtbar gemacht. Napoleon ließ sich zum Kaiser krönen und etablierte damit das Erste Französische Kaiserreich. Diese Zäsur machte nicht nur seine persönliche Machtstellung dauerhaft, sondern sollte auch innenpolitisch Stabilität signalisieren und nach außen den Anspruch auf eine neue europäische Ordnung unter französischer Führung verdeutlichen.
Nach den Napoleonischen Kriegen kam es ab 1814/1815 zum Wiener Kongress, der das politische Gleichgewicht in Europa neu ordnen sollte. In umfangreichen Verhandlungen wurden Grenzen und Machtverhältnisse zwischen den europäischen Großmächten festgelegt. Ziel war vor allem, die durch die Kriege entstandenen Umbrüche möglichst dauerhaft zu stabilisieren und eine erneute Hegemonie einer einzelnen Macht zu verhindern—mit Folgen, die das europäische Staatensystem über viele Jahre prägten.
- 1796: Beginn des Ersten Koalitionskriegs mit Napoleons Italienfeldzug
- 1798: Feldzug Napoleons nach Ägypten
- 1799: Staatsstreich des 18. Brumaire und Beginn der Herrschaft Napoleons
- 1804: Ausrufung des Napoleonischen Kaiserreichs
- 1805: Schlacht bei Austerlitz
- 1812: Beginn des Russlandfeldzugs Napoleons
- 1813: Schlacht bei Leipzig
- 1815: Schlacht bei Waterloo und Ende der napoleonischen Herrschaft
- 1824: Tod von Napoleon Bonaparte auf St. Helena
Der Italienfeldzug (1796–1797) markierte den Beginn von Napoleons erfolgreicher Offensive in Norditalien. Mit schnellen, flexibel agierenden Truppen und wiederholten Ausweich- und Umgehungsmanövern gelang es der französischen Armee, mehrere habsburgische Positionen zu durchbrechen. Der Feldzug stärkte Napoleons Ruf als Heerführer erheblich und führte schließlich zum Frieden von Campoformio (1797), der die politische Neuordnung in der Region entscheidend prägte.
Die Kaiserkrönung Napoleons im Jahr 1804 beendete die Phase des Konsulats und machte Napoleon zum Kaiser. Mit der Krönung wollte er die neue Ordnung dauerhaft legitimieren und seine Herrschaft über Frankreich international sichtbar festigen. Der Schritt führte zu einer stärker zentralisierten Herrschaftsstruktur und veränderte das Machtgefüge in Europa, da sich zahlreiche Staaten zunehmend gezwungen sahen, auf die Expansion des napoleonischen Frankreichs zu reagieren.
Der Wiener Kongress (1814/1815) stellte nach den napoleonischen Kriegen eine neue europäische Ordnung her. In Wien verhandelten die führenden Mächte über Grenzen, Einflusszonen und die Wiederherstellung von Monarchien. Ziel war es, eine dauerhafte Stabilität zu schaffen und künftige Machtverschiebungen durch ein ausgeklügeltes Gleichgewichtssystem zu verhindern. Die Ergebnisse prägten die Politik vieler Staaten weit über das unmittelbare Kriegsende hinaus und beeinflussten auch die Entwicklungen in Deutschland.