1789 Einträge gefunden in der Kategorie Geschichte
- 1804: Krönung Napoleon Bonapartes zum Kaiser der Franzosen
- 1812: Napoleons Russlandfeldzug
- 1821: Tod Napoleons auf der Insel St. Helena
- 1830: Julirevolution in Frankreich
- 1837: Beginn der Regentschaft von Königin Victoria im Vereinigten Königreich
- 1848: Ausbruch der Märzrevolution in Deutschland
- 1853: Beginn des Krimkriegs
- 1857: Erster Indischer Aufstand gegen die britische Kolonialherrschaft
- 1861: Ausbruch des Amerikanischen Bürgerkriegs
- 1863: Verkündung der Emanzipationsproklamation durch Abraham Lincoln
- 1865: Ermordung Abrahams Lincolns
- 1867: Veröffentlichung des ersten Bandes von "Das Kapital" von Karl Marx
Am 2. Dezember 1804 krönte sich Napoleon Bonaparte in der Kathedrale Notre-Dame in Paris zum Kaiser der Franzosen. Diese Zeremonie war sorgfältig geplant, um Napoleons Macht zu demonstrieren und seine Unabhängigkeit von der Kirche zu betonen. Im Gegensatz zur traditionellen Krönung durch den Papst setzte sich Napoleon die Krone selbst aufs Haupt, was symbolisch seine Eigenständigkeit und seine Kontrolle über den Staat unterstreichen sollte. Der Papst Pius VII., der der Zeremonie beiwohnte, wurde dabei zur reinen Statue im Hintergrund degradiert. Diese kaiserliche Krönung war der Beginn des Ersten Französischen Kaiserreichs, das bis 1814 Bestand hatte. Mehr Informationen finden Sie hier.
Die Völkerschlacht bei Leipzig, die vom 16. bis 19. Oktober 1813 stattfand, war die größte Schlacht der Befreiungskriege gegen die napoleonische Herrschaft und ein Wendepunkt im Kampf gegen Napoleon Bonaparte. Diese Schlacht sah die vereinten Armeen Russlands, Preußens, Österreichs und Schwedens gegen die Truppen Napoleons kämpfen und war geprägt von intensiven und verlustreichen Gefechten. Am Ende der Schlacht hatten die Alliierten einen entscheidenden Sieg errungen, der zur Rückeroberung Deutschlands führte und schließlich das Ende des napoleonischen Einflusses in Europa einleitete. Detaillierte Informationen finden Sie hier.
Im Jahr 1848 kam es in weiten Teilen Europas zu einer Reihe von politischen Unruhen und Revolutionen. Diese als „Revolutionen von 1848“ bekannten Ereignisse hatten ihren Ursprung in Frankreich und breiteten sich schnell nach Deutschland, Italien, Österreich und andere europäische Länder aus. Die Aufstände waren durch eine Kombination von wirtschaftlicher Not, dem Verlangen nach nationaler Einheit und liberalen Reformen sowie die Unzufriedenheit mit autokratischen Herrschaftsformen geprägt. In Deutschland führte die Revolution zur Einberufung der Frankfurter Nationalversammlung, die den Entwurf einer Verfassung für einen vereinten deutschen Staat ausarbeitete, dennoch scheiterten die meisten dieser Bewegungen letztlich an der starken Reaktion der bestehenden Regierungen. Ausführliche Informationen finden Sie hier.
- 1803: Louisiana Purchase
- 1804: Krönung Napoleons zum Kaiser der Franzosen
- 1805: Schlacht von Austerlitz
- 1806: Gründung des Rheinbundes
- 1807: Abschaffung des Sklavenhandels im Britischen Empire
- 1808: Spanischer Unabhängigkeitskrieg beginnt
- 1812: Napoleons Russlandfeldzug
- 1815: Schlacht bei Waterloo
- 1817: Erfindung des ersten Fahrrads durch Karl Drais
- 1819: Karlsbader Beschlüsse
- 1821: Unabhängigkeit Mexikos
- 1825: Eröffnung der ersten öffentlichen Eisenbahnstrecke in England
1. Der Reichsdeputationshauptschluss (1803): Der Reichsdeputationshauptschluss war ein wichtiges Gesetz des Heiligen Römischen Reiches, das am 25. Februar 1803 verabschiedet wurde. Es veränderte erheblich die politische Landschaft Deutschlands, indem es über 100 kleinere Fürstentümer und kirchliche Gebiete auflöste und deren Territorien an größere, meist säkulare Fürstentümer verteilte. Der Hauptschluss legte die Grundlage für die Mediatisierung und Säkularisierung im Reich. Er war Teil der Neuordnung Europas unter der Vorherrschaft Napoleons, der bei den Verhandlungen eine bedeutende Rolle spielte.
2. Die Schlacht von Austerlitz (1805): Die Schlacht von Austerlitz, auch bekannt als die Drei-Kaiser-Schlacht, fand am 2. Dezember 1805 statt und gilt als eine von Napoleons größten militärischen Triumphen. In dieser Schlacht besiegte Napoléon Bonaparte die zahlenmäßig überlegenen Streitkräfte der russischen und österreichischen Kaiser entscheidend. Die Schlacht ereignete sich bei Austerlitz im damaligen Habsburgerreich, dem heutigen Tschechien. Dieser Sieg führte zur Auflösung der Dritten Koalition gegen das napoleonische Frankreich und hatte tiefgreifende geopolitische Folgen für Europa.
3. Der Aachener Kongress (1818): Der Aachener Kongress, der vom 29. September bis zum 21. November 1818 stattfand, war ein Treffen der europäischen Großmächte, das in Aachen stattfand. Ziel des Kongresses war es, die Nachkriegsordnung nach den Napoleonischen Kriegen zu festigen und die Rolle Frankreichs in Europa zu redefinieren. Auf dem Kongress beschlossen die Teilnehmer, die alliierten Besatzungstruppen aus Frankreich abzuziehen und gewährten Frankreich wieder seinen Platz in der europäischen Staatengemeinschaft. Diese Entscheidung sollte die Stabilität und den Frieden in Europa fördern und ist ein bedeutendes Beispiel für die Diplomatie der Restaurationszeit.
- 1803: Der Louisiana Purchase verdoppelt das Territorium der Vereinigten Staaten durch den Erwerb des Louisiana-Territoriums von Frankreich.
- 1804: Napoleon Bonaparte krönt sich selbst zum Kaiser der Franzosen und errichtet das Erste Französische Kaiserreich.
- 1805: Die Schlacht von Austerlitz, auch bekannt als die Dreikaiserschlacht, endet mit einem entscheidenden Sieg Napoleons über das russisch-österreichische Heer.
- 1806: Das Heilige Römische Reich deutscher Nation endet, nachdem Kaiser Franz II. abdankt und sich Franz I., Kaiser von Österreich, nennt.
- 1807: Der Sklavenhandel wird in Großbritannien durch das Gesetz „Slave Trade Act“ verboten.
- 1812: Der Krieg von 1812 beginnt zwischen den Vereinigten Staaten und Großbritannien.
- 1815: Die Schlacht bei Waterloo führt zur endgültigen Niederlage Napoleons, der danach ins Exil nach St. Helena verbannt wird.
- 1820: Der Missouri-Kompromiss wird verabschiedet, um das Gleichgewicht zwischen freien und sklavenhaltenden Staaten in den USA zu wahren.
- 1821: Mexiko erlangt nach dem Mexikanischen Unabhängigkeitskrieg seine Unabhängigkeit von Spanien.
- 1822: Brasilien erklärt seine Unabhängigkeit von Portugal, mit Dom Pedro I. als erstem Kaiser.
- 1824: Ludwig van Beethoven vollendet seine 9. Sinfonie, die im Folgejahr uraufgeführt wird.
- 1825: Die erste öffentliche Eisenbahn der Welt, die Stockton and Darlington Railway, wird in England eröffnet.
1. Das Dritter Koalitionskrieg (1805): Der Dritte Koalitionskrieg war ein bedeutender militärischer Konflikt, der Teil der Napoleonischen Kriege war. Er begann, als das Vereinigte Königreich gegen das von Napoleon Bonaparte geführte Frankreich eine Koalition aus Russland, Österreich, Schweden und weiteren europäischen Mächten schmiedete. Eines der zentralen Ereignisse war die Schlacht von Austerlitz im Dezember 1805, auch als "Dreikaiserschlacht" bekannt, in der Napoleons Armeen einen entscheidenden Sieg gegen die Russen und Österreicher errangen. Der Krieg endete mit dem Frieden von Pressburg, der Österreich zwang, erhebliche Gebietsverluste hinzunehmen.
2. Der Wiener Kongress (1814–1815): Der Wiener Kongress war eine internationale Konferenz von Vertretern europäischer Mächte, die nach dem Ende der Napoleonischen Kriege einberufen wurde, um eine neue europäische Friedensordnung zu schaffen. Der Kongress begann im September 1814 und fand in Wien unter der Leitung des österreichischen Staatskanzlers Fürst von Metternich statt. Er führte zur Neuordnung der politischen Landkarte Europas, indem er die Monarchien wiederherstellte, die durch Napoleon verdrängt worden waren, und die territoriale Aufteilung Europas neu gestaltete. Die "Heilige Allianz" und die Einrichtung des Gleichgewichts der Mächte waren wichtige Ergebnisse des Kongresses. Diese Entscheidungen hatten großen Einfluss auf die europäische Politik des 19. Jahrhunderts.
3. Die Griechische Revolution (1821–1829): Die Griechische Revolution war ein Aufstand der Griechen gegen das Osmanische Reich, der mit Unterstützung westlicher Mächte zur Gründung des modernen griechischen Staates führte. Sie begann im März 1821 mit dem Aufstand der griechischen Bevölkerung in der Region Peloponnes und verbreitete sich schnell über das gesamte Gebiet. Die Revolution stieß auf großes internationales Interesse, insbesondere in Philhellenismus-Bewegungen in Europa, die sich aus verschiedenen Ländern für die griechische Unabhängigkeit einsetzten. Die Unterstützung von Großbritannien, Frankreich und Russland führte schließlich zu der entscheidenden Intervention in der Schlacht von Navarino 1827, die das Osmanische Reich zwang, die Unabhängigkeit Griechenlands anzuerkennen.
- 1804: Napoleon krönt sich selbst zum Kaiser der Franzosen.
- 1807: Abschaffung des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation.
- 1815: Wiener Kongress – Neuordnung Europas nach den Napoleonischen Kriegen.
- 1825: Beginn der „Ersten mexikanischen Republik“ nach der Unabhängigkeit.
- 1830: Julirevolution in Frankreich – Sturz Karls X.
- 1831: Beginn der belgischen Revolution gegen die niederländische Herrschaft.
- 1848: Märzrevolution in Deutschland und Beginn der europäischen Revolutionswelle.
- 1870: Deutsch-Französischer Krieg – Ausbruch der Kämpfe zwischen Preußen und Frankreich.
- 1884: Berliner Kongokonferenz – Festlegung von Regeln zur kolonialen Aufteilung Afrikas.
Mit dem Reichsdeputationshauptschluss (beschlossen 1803, unmittelbar vorbereitet seit 1802) wurde im Heiligen Römischen Reich die territoriale Ordnung tiefgreifend neu geordnet. Viele geistliche Fürstentümer und freie Reichsstände wurden aufgelöst oder verkleinert, während zahlreiche weltliche Herrscher Gebiete hinzugewannen. Die Maßnahme war ein entscheidender Schritt im Prozess der Auflösung der alten Reichsstruktur und bereitete den Boden für das spätere Ende des Alten Reiches.
Die Revolution von 1848/1849 in Deutschland brach im Zuge einer europaweiten Krisenlage aus und führte zu weitreichenden Forderungen nach demokratischen Rechten, nationaler Einheit und sozialen Reformen. In vielen Städten entstanden neue politische Bewegungen, es kam zu Barrikadenkämpfen und zur Einberufung einer verfassungsgebenden Nationalversammlung. Obwohl die revolutionären Ziele letztlich nur teilweise erreicht wurden, prägten die Ereignisse das politische Denken nachhaltig und führten langfristig zu Reformen sowie zur Entwicklung moderner Parteien und parlamentarischer Strukturen.
Auf der Kongokonferenz (Berlin, 1884/1885) wurden Regeln für die europäische Kolonial- und Handelsausdehnung in Afrika festgelegt. Die Teilnehmerstaaten verständigten sich unter anderem auf Prinzipien zur „Freien Handelsschifffahrt“ sowie auf Verfahren, wie Ansprüche im Kongo-Becken international anerkannt werden sollten. Die Konferenz gilt als ein zentrales Ereignis der „Scramble for Africa“, weil sie die formale Aufteilung und Einflusszonen in Afrika mitbegründete—mit weitreichenden Folgen für die politische Entwicklung vieler Regionen und für die dortigen Gesellschaften.
- 1803 (24. Februar): Marbury v. Madison – der US Supreme Court etablierte die gerichtliche Überprüfung.
- 1803 (30. April): Louisiana Purchase – Frankreich und die USA unterzeichnen den Kauf der Louisiana-Territorien.
- 1803 (18. Mai): Der Frieden von Amiens endet; Großbritannien erklärt Frankreich den Krieg (Beginn der 3. Koalitionskriege gegen Napoleon).
- 1803 (Juli): Thomas Jefferson erteilt Lewis’ und Clarks Anweisungen für die Expedition zur Erforschung des neu erworbenen Louisiana-Gebiets.
- 1803 (23. September): Schlacht von Assaye – britische Truppen unter Arthur Wellesley schlagen die Streitkräfte der Marathas.
- 1803 (August): Beginn der ersten russischen Weltumsegelung unter Ivan Kruzenshtern und Juri Lissjanski (Abfahrt aus Kronstadt).
- 1803 (18. November): Schlacht von Vertières – entscheidender Sieg der haitianischen Aufständischen im Haitianischen Unabhängigkeitskrieg.
- 1803 (20. Dezember): Übergabe der Louisiana-Territorien an die USA (Abschluss der Louisiana Purchase-Übernahme).
- 1803: Smithson Tennant entdeckt bei der Aufarbeitung von Platin-Erzen die Elemente Osmium (und Iridium).
Am 25. Februar 1803 beschloss der Reichsdeputationshauptschluss die weitreichende Neuordnung großer Teile des Heiligen Römischen Reiches. In dessen Folge wurden zahlreiche geistliche Fürstentümer aufgehoben und ihre Gebiete säkularisiert oder neu verteilt. Besonders prägend waren die territorialen Umgestaltungen, mit denen sich ein verändertes Kräfteverhältnis in Mittel- und Süddeutschland herausbildete – ein Prozess, der die Struktur des Reiches nachhaltig veränderte.
Am 30. April 1803 unterzeichneten die Vereinigten Staaten und Frankreich in Paris den Louisiana Purchase. Mit dem Kauf erwarb die US-Regierung für einen festgelegten Betrag riesige Gebiete westlich des Mississippi, darunter große Teile des heutigen Louisiana, Arkansas, Missouri und mehr. Politisch und strategisch stärkte dies die junge Republik erheblich und eröffnete zugleich die Grundlage für spätere Erkundungen und Siedlungsbewegungen in den neu gewonnenen Territorien.
Am 18. Mai 1803 wurde der Konflikt zwischen Großbritannien und Frankreich nach kurzer Friedensphase wieder eskaliert – der Zweite Koalitionskrieg begann damit faktisch, auch wenn sich die übergeordneten Bündnisse erst in den folgenden Monaten konkretisierten. Der erneute Kriegsausbruch führte zu intensiven militärischen Auseinandersetzungen auf See und in Europa und prägte die nächsten Jahre der napoleonischen Kriege entscheidend. Damit verdichtete sich die europäische Machtpolitik erneut zu einer Großkonfrontation zwischen den Koalitionen und dem napoleonischen Frankreich.