1789 Einträge gefunden in der Kategorie Geschichte
- 1812 - Napoleon's Russlandfeldzug beginnt
- 1813 - Völkerschlacht bei Leipzig
- 1814 - Abdankung Napoleons und sein Exil auf Elba
- 1815 - Schlacht von Waterloo
- 1815 - Wiener Kongress endet
- 1820 - Unabhängigkeitserklärung von Kolumbien
- 1821 - Griechischer Unabhängigkeitskrieg beginnt
- 1822 - Unabhängigkeit Brasiliens
- 1823 - Monroe-Doktrin verkündet
- 1824 - Erste mexikanische Verfassung verabschiedet
- 1830 - Juli-Revolution in Frankreich
- 1831 - The Humble Petition and Advice verabschiedet in Portugal
1812 - Der Feldzug Napoleons nach Russland: Der Russische Feldzug von 1812 war eine von Napoléon Bonaparte geführte Kampagne, die katastrophale Verluste für die Grande Armée zur Folge hatte. Im Juni 1812 überschritt Napoleon mit einer Armee von über 600.000 Mann die Grenze zu Russland, in der Hoffnung, Zar Alexander I. zu einer Kapitulation zu zwingen. Trotz anfänglicher Erfolge, einschließlich der Einnahme von Moskau im September, zog sich die russische Armee kontinuierlich zurück, verbrannte dabei ihr eigenes Land und verweigerte der französischen Armee Nachschub und Unterkünfte. Der französische Rückzug im Winter führte zu extremen Verlusten durch Kälte, Hunger und russische Angriffe. Nur ein Bruchteil der ursprünglich eingezogenen Soldaten kehrte zurück. Mehr erfahren.
1815 - Die Schlacht bei Waterloo: Am 18. Juni 1815 endeten die Herrschaft der Hundert Tage und auch die Herrschaft Napoleons Bonapartes im finalen militärischen Aufeinandertreffen der Schlacht bei Waterloo. Napoléon, der im März 1815 aus seinem Exil auf Elba zurückgekehrt war, mobilisierte seine verbleibenden Kräfte und stellte sich den vereinigten Armeen der Siebten Koalition, angeführt von dem britischen Feldmarschall Wellington und dem preußischen Generalfeldmarschall Blücher. Trotz seiner strategischen Talente wurde Napoleons Armee entscheidend geschlagen. Die Niederlage führte zu Napoleons endgültiger Abdankung und seiner Verbannung nach St. Helena, wo er bis zu seinem Tod im Jahr 1821 lebte. Mehr erfahren.
1830 - Die Julirevolution in Frankreich: Im Juli 1830 kam es in Frankreich zu einer Revolution, die als Julirevolution bekannt ist und die Herrschaft von König Karl X. beendete. Die Revolution wurde ausgelöst durch die als reaktionär empfundene Politik Karls X. und das Zensurdekrete erlassene „Juliordonnanzen“, die das Parlament auflösten und die Pressefreiheit einschränkten. Vom 27. bis 29. Juli (auch „Drei Glorreiche Tage“ genannt) erhob sich die Bevölkerung von Paris gegen die königlichen Truppen. Die Barrikadenkämpfe endeten mit dem Sieg der Aufständischen. In der Folge musste Karl X. abdanken und der „Bürgerkönig“ Louis-Philippe bestieg den Thron, was die konstitutionelle Monarchie in der Geschichte Frankreichs einleitete. Mehr erfahren.
- 1815: Schlacht von Waterloo
- 1821: Unabhängigkeitserklärung Griechenlands
- 1830: Julirevolution in Frankreich
- 1831: Aufstand in Polen (Novemberaufstand)
- 1833: Abschaffung der Sklaverei im Britischen Empire
- 1834: Zollverein in Kraft (Deutscher Zollverein)
- 1848: Märzrevolution in Deutschland
- 1861: Beginn des Amerikanischen Bürgerkriegs
- 1866: Preußisch-Österreichischer Krieg und Deutscher Krieg
- 1871: Gründung des Deutschen Kaiserreichs
Im Jahr Wiener Kongress (1814/1815) trafen sich die europäischen Großmächte, um nach den Napoleonischen Kriegen die politische Ordnung in Europa neu zu ordnen. Ziel war es, durch ein Gleichgewicht der Kräfte weitere Großkriege zu verhindern und Gebietsfragen sowie Herrschaftsrechte festzulegen. Die Verhandlungen führten zur Neuordnung zahlreicher Grenzen und Staaten, gleichzeitig sollte das Prinzip der Monarchien und der „Restauration“ (Rückkehr zu vormals bestehenden Ordnungen) gestärkt werden.
Die Revolution von 1848/1849 entstand in vielen Ländern Europas aus einer Mischung von politischen, sozialen und wirtschaftlichen Spannungen. In den deutschen Staaten forderten vor allem liberale und nationale Kräfte mehr Bürgerrechte, demokratische Mitbestimmung und die Schaffung eines geeinten Nationalstaats. Höhepunkt war die Arbeit der Nationalversammlung in Frankfurt am Main, die die Weichen für eine Verfassung stellen wollte. Trotz großer Mobilisierung und anfänglicher Erfolge scheiterten die Reformen letztlich an der Uneinigkeit der Kräfte und am entschlossenen Vorgehen vieler monarchischer Regierungen gegen die revolutionäre Bewegung.
Mit der Gründung des Deutschen Kaiserreichs im Jahr 1871 wurde im Zuge des Deutsch-Französischen Kriegs eine neue staatliche Ordnung geschaffen. Nach dem Sieg Preußens über Frankreich kam es zur Proklamation des deutschen Kaisers und zur Vereinheitlichung großer Teile der deutschen Staaten unter einer zentralen Reichsverfassung. Das Kaiserreich brachte eine starke Stellung des Reichstags und zugleich eine deutliche Machtkonzentration bei der kaiserlichen Spitze hervor. Zugleich veränderte sich die politische und wirtschaftliche Lage in Europa nachhaltig, weil ein neuer Großstaat entstand.
- 1815: Wiener Kongress
- 1821: Griechischer Unabhängigkeitskrieg beginnt
- 1830: Julirevolution in Frankreich
- 1834: Deutscher Zollverein tritt in Kraft
- 1848: Märzrevolution in den deutschen Staaten
- 1861: Beginn des Amerikanischen Bürgerkriegs
- 1864: Zweiter Schleswig-Holsteinischer Krieg
- 1871: Reichsgründung im Deutschen Kaiserreich
- 1893: Weltwirtschaftliche Krise in der Folge des Konkurss von Barings Bank
1815: Wiener Kongress (1814/1815) — Nach den Napoleonischen Kriegen sollte der Wiener Kongress die europäische Ordnung neu ordnen und vor allem das Gleichgewicht der Mächte wiederherstellen. Diplomaten verhandelten über Grenzen, Herrschaftsansprüche und Sicherheitsgarantien, um dauerhafte Stabilität zu schaffen. Für den deutschen Raum war besonders wichtig, dass die Neuordnung schließlich zur Bildung eines Staatenbundes führte: Aus vielen vormals eigenständigen Territorien wurde die Deutsche Bundesordnung, die als übergeordnete politische Struktur dienen sollte.
1848/1849: Revolution in den deutschen Staaten — In der Revolution 1848/1849 in den Staaten des Deutschen Bundes forderten breite Bevölkerungsteile politische Teilhabe, nationale Einheit und grundlegende Reformen. In vielen Städten kam es zu Protesten und Straßenkämpfen, während liberale und demokratische Kräfte versuchten, den politischen Wandel in geordnete Bahnen zu lenken. Ein besonders prägendes Ereignis war die Arbeit der Nationalversammlung in Frankfurt, die eine Verfassung ausarbeiten wollte und damit die Hoffnung auf einen demokratisch legitimierten deutschen Nationalstaat verband. Letztlich scheiterte die Revolution jedoch in weiten Teilen, auch weil viele politische und militärische Kräfte dem Wandel nicht in dem gewünschten Tempo folgten.
1871: Reichsgründung und Proklamation des Deutschen Kaiserreichs — Mit der Deutschen Reichsgründung entstand 1871 ein geeinter deutscher Nationalstaat. Nach den militärischen Erfolgen im deutsch-französischen Krieg wurde der preußische König Wilhelm I. zum deutschen Kaiser ausgerufen. Die Reichsgründung bedeutete nicht nur die Zusammenführung vieler Einzelstaaten, sondern auch den Beginn eines neuen politischen Systems mit zentralen Reichsorganen und einer starken Stellung der Reichspolitik. Damit veränderte sich die politische Landkarte Europas spürbar: Das Deutsche Kaiserreich wurde zu einer der bestimmenden Großmächte der Zeit.
- Schlacht von Waterloo
- Gründung der Deutschen Burschenschaft in Jena
- Julirevolution in Frankreich
- Hambacher Fest
- Märzrevolution in Deutschland
- Reichsverfassung (Frankfurter Verfassung) wird vom Parlament beschlossen
- Erste Weltausstellung in London
- Beginn des Amerikanischen Bürgerkriegs
- Deutsch-Französischer Krieg beginnt
Die Märzrevolution 1848/49 war eine in vielen Staaten Europas aufflammende Revolutionswelle, die in den deutschen Ländern besonders durch die Ereignisse in Berlin und anderen Städten sichtbar wurde. Ausgelöst durch soziale Not, politische Zensur und den Wunsch nach mehr Mitbestimmung, eskalierten die Proteste im März 1848 zu Massendemonstrationen und Straßenkämpfen. In der Folge entstand mit der Frankfurter Nationalversammlung ein Versuch, die deutschen Länder durch eine demokratische Verfassung neu zu ordnen, der jedoch letztlich scheiterte.
Im Zuge des Deutschen Krieges 1866 kam es zwischen Preußen und dem Österreichischen Kaiserreich sowie deren Bündnissystemen zum offenen Konflikt um die Vorherrschaft im Deutschen Bund. Der Krieg endete mit der Niederlage Österreichs und führte dazu, dass Preußen in den Folgejahren die politische Neuordnung der deutschen Staaten maßgeblich bestimmte. Unter anderem wurde der Deutsche Bund aufgelöst und die Grundlage für eine stärker von Preußen geprägte „kleindeutsche“ Lösung geschaffen.
Mit der Gründung des Deutschen Kaiserreichs 1871 wurden die deutschen Staaten nach den Einigungskriegen unter preußischer Führung zu einem Nationalstaat zusammengeführt. Höhepunkt war die Ausrufung Wilhelms I. zum Deutschen Kaiser im Spiegelsaal von Versailles nach der erfolgreichen militärischen und politischen Einigung. Das neue Kaiserreich entwickelte sich anschließend zu einer bedeutenden europäischen Macht, prägte das politische System mit föderalen Strukturen und spielte auch wirtschaftlich (Industrialisierung, Infrastruktur, Handel) eine zentrale Rolle.
- 1810: Unabhängigkeitserklärung Argentiniens
- 1812: Ratifizierung des Friedensvertrags von Bukarest
- 1812: Krieg von 1812 zwischen den USA und Großbritannien beginnt
- 1814: Ende der Napoleonischen Kriege mit dem Vertrag von Paris
- 1815: Schlacht von Waterloo
- 1816: Gründung der Universität Warschau
- 1817: Beginn der Unabhängigkeitskriege in Südamerika
- 1819: Gründung von Singapur durch Sir Stamford Raffles
- 1820: Beginn der Restaurationsperiode in Europa
- 1821: Unabhängigkeitserklärung von Mexiko
- 1822: Unabhängigkeit Brasiliens
- 1830: Julirevolution in Frankreich
1812: Napoleonischer Russlandfeldzug
Der Russlandfeldzug Napoleons begann am 24. Juni 1812. Napoleon Bonaparte, der Kaiser der Franzosen, führte eine Grand Armée von über 600.000 Soldaten in das Russische Reich. Ziel des Feldzugs war es, Russland zur Einhaltung der Kontinentalsperre gegen das Vereinigte Königreich zu zwingen. Ein entscheidender Wendepunkt war die Schlacht bei Borodino am 7. September 1812, die als blutigste Schlacht der Napoleonischen Kriege gilt. Trotz des Sieges konnte Napoleon die russische Armee nicht entscheidend schwächen. Nach dem mühseligen Einmarsch in die Stadt Moskau, die dann weitgehend in Flammen aufging, begann der Rückzug, der für die französische Armee verheerend war und mit riesigen Verlusten endete. Der Feldzug markierte den Anfang vom Ende für Napoleon und sein Imperium.
Mehr erfahren1813–1815: Befreiungskriege
Die Befreiungskriege waren eine Serie von Konflikten, die den Niedergang der napoleonischen Herrschaft und die Befreiung deutscher und europäischer Staaten von der französischen Hegemonie markierten. Die Kriege begannen nach Napoleons Niederlage in Russland und umfassten bedeutende Schlachten wie die Völkerschlacht bei Leipzig im Oktober 1813, bei der die Koalitionstruppen von Russland, Preußen, Österreich und Schweden einen entscheidenden Sieg errangen. Im Frühjahr 1814 drangen die Alliierten in Frankreich ein und Napoleon wurde schließlich im April 1814 zur Abdankung gezwungen und ins Exil nach Elba verbannt. Die Befreiungskriege endeten formal mit dem Wiener Kongress von 1814–1815, der Europa nach den Napoleonischen Kriegen neu ordnete. Auch der Deutsche Bund wurde hierbei gegründet, der die deutschen Staaten in einem losen Bund zusammenschloss.
Mehr erfahren1830: Julirevolution in Frankreich
Die Julirevolution von 1830 war ein revolutionärer Aufstand, der vom 27. bis 29. Juli 1830 stattfand und den Sturz Karls X., des letzten Bourbonenkönigs von Frankreich, zur Folge hatte. Die Revolution wurde durch die Erlass von Juliordonnanzen ausgelöst, die die Pressefreiheit weiter einschränkten, das Wahlrecht für wohlhabendere Bürger reduzierte und das Parlament auflöste. Dies führte zu massiven Protesten und Barrikadenkämpfen in Paris. Innerhalb von drei Tagen gelang es den Aufständischen, die Truppen des Königs zu besiegen. Karl X. wurde zur Abdankung gezwungen und ging ins Exil. Der Herzog von Orléans, Louis-Philippe, wurde als „Bürgerkönig“ eingesetzt, was den Übergang zu einer konstitutionellen Monarchie markierte. Die Julirevolution inspirierte weitere revolutionäre Bewegungen in Europa, darunter die belgische Revolution und die Unruhen in Polen und Italien.
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