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1816
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1816
  • 1815: Schlacht bei Waterloo
  • 1817: Beginn der Wiener Kongress-Nachwirkungen (Neuordnung Europas)
  • 1830: Juli-Revolution in Frankreich
  • 1833: Reformgesetzgebung im British Empire (Factory Act u. a.)
  • 1839: Beginn des Ersten Opiumkriegs zwischen Großbritannien und dem Qing-Reich
  • 1848: Märzrevolution in Deutschland und Ausbruch der Revolutionen in Europa
  • 1853: Beginn des Krimkriegs
  • 1861: Beginn des Amerikanischen Bürgerkriegs
  • 1871: Gründung des Deutschen Kaiserreichs
  • Revolution 1848/1849 (u. a. Märzrevolution und Frankfurter Nationalversammlung) erschütterte die deutschen Staaten und brachte breite Forderungen nach Grundrechten, einer Verfassung und nationaler Einheit hervor. In vielen Städten kam es zu Protesten und Barrikadenkämpfen, während in der Paulskirche in Frankfurt ein Parlament tagte, das eine gesamtdeutsche Verfassung ausarbeiten wollte. Obwohl die Revolution letztlich scheiterte, prägte sie politische Strömungen und Reformideen nachhaltig.
  • Deutscher Krieg (1866) zwischen Preußen und Österreich entschied die Führungsfrage im Deutschen Bund militärisch. Nach der Niederlage Österreichs und der übrigen mit ihm verbündeten Staaten wurden die politischen Strukturen im deutschen Raum neu geordnet. Ergebnis war unter anderem die Gründung der (Preußisch dominierte) Norddeutschen Bundes, der den Weg für die spätere Reichsgründung ebnete.
  • Gründung des Deutschen Kaiserreichs (1871) markierte die politische Einigung vieler deutscher Staaten zu einem Nationalstaat unter preußischer Führung. Nach den militärischen und diplomatischen Weichenstellungen der vorausgehenden Jahre wurde im Spiegelsaal von Versailles Kaiser Wilhelm I. zum deutschen Kaiser ausgerufen. Mit der neuen Reichsverfassung entstand ein Staatsgebilde, das sich in den folgenden Jahrzehnten stark auf Industrialisierung, Auswärtige Politik und innenpolitische Organisation konzentrierte.
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1816
  • 1816: Beginn des “Sommers ohne Sommer” nach dem Ausbruch des Mount Tambora
  • 1817: Einführung des Flaschenzugsystems zur Regelung der englischen Maisschiffe (Corn Laws) im weiteren Kontext der Hungersnotspolitik
  • 1818: Gründung der American Colonization Society
  • 1819: Verabschiedung des “Six Acts” in Großbritannien als Reaktion auf Unruhen
  • 1821: Unabhängigkeitserklärung Mexikos (1821)
  • 1824: Erste Schaffung eines Generalkonsulats für Griechenland in den Beständen der europäischen Diplomatie
  • 1830: Julirevolution in Frankreich
  • 1832: Verabschiedung des Reform Acts in Großbritannien
  • 1841: Abschaffung der Sklaverei in weiten Teilen des Britischen Empire durch die Abolition Act-Wirkungen
  • Am Wartburgfest (1817) versammelten sich vor allem studentische Burschenschafter und weitere Anhänger der frühen deutschen National- und Freiheitsbewegung in der Nähe der Wartburg bei Eisenach. Anlass waren insbesondere der 300. Jahrestag der Reformation sowie der Gewinn der „Völkerschlacht“ (also der Befreiungskampf gegen Napoleon). Bei dem Treffen wurden symbolische Forderungen nach nationaler Einheit und liberalen Grundrechten laut; zugleich wurden Zeichen gegen die als reaktionär empfundene Ordnung gesetzt. Das Ereignis gilt deshalb als frühes, einflussreiches Beispiel für die Politisierung der Burschenschaften und wurde in der Folge auch von staatlicher Seite aufmerksam beobachtet.

  • Das Hambacher Fest (1832) fand auf dem Hambacher Schloss bei Neustadt an der Weinstraße statt und entwickelte sich zu einer der bekanntesten Großkundgebungen der deutschen Frühliberalen und Nationalbewegung. Tausende Menschen forderten in Reden und an Symbolen erkennbar eine nationale Einheit Deutschlands sowie verfassungsrechtliche Freiheit und politische Mitbestimmung. Das Fest stand zudem im Kontext der europäischen Unruhen der Zeit und der Unzufriedenheit vieler Bevölkerungsteile mit restaurativen Verhältnissen. In der Nachwirkung wirkte es stark polarisierend: Die Obrigkeiten reagierten mit Repressionsmaßnahmen und verschärfter Beobachtung oppositioneller Kreise, während die Bewegung selbst zusätzlichen Zulauf erhielt.

  • Die „Göttinger Sieben“ (1837) bezeichnet eine Gruppe von sieben protestierenden Professoren an der Georg-August-Universität Göttingen, die gegen die Politik des hannoverschen Königs und speziell gegen Eingriffe in akademische und politische Freiheiten Stellung bezogen. Auslöser war unter anderem die Aufhebung bzw. Umgehung bestimmter Verfassungs- und Grundrechtsfragen durch die Regierung. Ihre Erklärungen und das öffentlich sichtbare Eintreten für liberale Prinzipien führten zu deutlichen Konsequenzen, darunter Entlassungen und Berufsverbote. Das Ereignis wurde so zu einem wichtigen Symbol für den Konflikt zwischen aufklärungs- und liberal geprägten Bildungsträgern einerseits und staatlicher Kontrolle andererseits.

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1816
  • 1816: Beginn des ersten „Semesters der Metternichschen Restauration“ (Wiener Kongress – Nachwirkungen)
  • 1821: Beginn des griechischen Unabhängigkeitskriegs
  • 1830: Französische Julirevolution
  • 1834: Gründung des Deutschen Zollvereins
  • 1837: Beginn der Herrschaft von Königin Victoria im Vereinigten Königreich
  • 1848: Revolutionen in Europa
  • 1854: Ausbruch des Krimkriegs
  • 1861: Beginn des Amerikanischen Bürgerkriegs
  • 1871: Gründung des Deutschen Kaiserreichs
  • 1877: Beginn der Russisch-Türkischen Krieg von 1877–1878

Die Revolution von 1848/1849 erschütterte die vielen Staaten des Deutschen Bundes und war Teil der europäischen Revolutionswellen. Ausgelöst wurde sie unter anderem durch wirtschaftliche Not, politische Unzufriedenheit und Forderungen nach mehr Bürgerrechten. In der Folge kam es zu Massenprotesten, Barrikadenkämpfen und Reformdruck auf die Fürsten. Zentral war die Arbeit der Nationalversammlung in der Paulskirche, die verfassungsrechtliche Grundlagen für ein geeintes Deutschland ausarbeiten wollte. Obwohl die Revolution militärisch niedergeschlagen wurde, prägte sie nachhaltig die politische Entwicklung und führte zu schrittweisen Reformen.

Der Deutsche Krieg 1866 war ein entscheidender militärischer Konflikt zwischen Preußen und Österreich (sowie deren jeweiligen Verbündeten) um die Vorherrschaft in den deutschen Staaten. Der Krieg endete nach kurzen, intensiven Auseinandersetzungen zugunsten Preußens. Politisch hatte das weitreichende Folgen: Der Deutsche Bund wurde aufgelöst, und Preußen setzte den Weg zu einer neuen Ordnung im Norden und in der Mitte Deutschlands durch. Damit wurde die Grundlage für die spätere Gründung eines deutschen Nationalstaats unter preußischer Führung vorbereitet.

Die Gründung des Deutschen Kaiserreichs 1871 markierte den Höhepunkt der nationalen Einigungsbewegung. Nach den militärischen Erfolgen Preußens im Umfeld der Einigungskriege kam es zur Kaiserproklamation: Am 18. Januar 1871 wurde Wilhelm I. zum Deutschen Kaiser ausgerufen. Das Kaiserreich war ein föderaler Staat, der aus den zuvor eigenständigen Fürstentümern und Königreichen hervorging. Mit der Reichsverfassung entstand eine neue politische Struktur, die besonders im Bereich von Verwaltung, Militär und Gesetzgebung die Kräfte im gesamten Reich bündeln sollte. Die Reichsgründung veränderte damit nachhaltig die politische Landschaft Europas.

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1816
  • 1816: Das "Jahr ohne Sommer" verursacht durch den Ausbruch des Vulkans Tambora.
  • 1816: Indiana wird als 19. Bundesstaat in die Vereinigten Staaten aufgenommen.
  • 1817: Mississippi wird als 20. Bundesstaat in die Vereinigten Staaten aufgenommen.
  • 1817: Beginn des Baus des Erie-Kanals in New York.
  • 1817: Gründung der Universität Bonn in Deutschland.
  • 1818: Illinois wird als 21. Bundesstaat in die Vereinigten Staaten aufgenommen.
  • 1818: Vereinbarung des 49. Breitengrades als Grenze zwischen den USA und Kanada durch den Vertrag von 1818.
  • 1819: Simon Bolivar befreit Kolumbien von der spanischen Herrschaft.
  • 1819: Der Anglo-Amerikanische Vertrag (Adams-Onís-Vertrag) definiert die Grenzen zwischen den spanischen Kolonien und den USA neu.
  • 1819: Die Karlsbader Beschlüsse werden verabschiedet, um die revolutionären Aktivitäten in Deutschland zu unterdrücken.
  • 1820: Maine wird als 23. Bundesstaat in die Vereinigten Staaten aufgenommen.
  • 1820: Beginn der Griechischen Revolution gegen das Osmanische Reich.

Im Jahr 1816 war das Wetter in weiten Teilen der Welt durch die Eruption des Vulkans Tambora im Jahr 1815 stark beeinträchtigt. Dies führte zum sogenannten "Jahr ohne Sommer", auch bekannt als das Jahr ohne Sommer. Die Temperaturen blieben ungewöhnlich niedrig, was zu Missernten und Nahrungsmittelknappheit in Nordamerika und Europa führte. In deutschsprachigen Gebieten sprach man von der "Hungersnot von 1816/1817", was auch zu politischen Unruhen und Wanderungsbewegungen führte.

Im Jahr 1817 wurde das Wartburgfest abgehalten, ein wichtiges Ereignis in der frühen Phase der deutschen Nationalbewegung. Am 18. Oktober 1817 versammelten sich etwa 500 Studenten und Professoren auf der Wartburg bei Eisenach, um gegen die Restauration und für nationale Einheit und liberale Reformen zu demonstrieren. Viele Teilnehmer waren Mitglieder von Burschenschaften, und das Fest legte den Grundstein für weitere Schritte in Richtung eines einheitlichen Deutschland und liberal-demokratischer Reformen.

Am 20. März 1815 begann Napoleon Bonaparte nach seiner Rückkehr von der Insel Elba seine Herrschaft für die Hundert Tage. In diesem kurzen Zeitraum stellte Napoleon eine Armee auf und nahm erneut den Thron Frankreichs ein. Trotz anfänglicher Erfolge mündete diese Zeit in der verheerenden Niederlage in der Schlacht bei Waterloo am 18. Juni 1815. Nach dieser Niederlage wurde Napoleon endgültig gestürzt und nach St. Helena verbannt, wo er den Rest seines Lebens verbrachte.

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