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- 1817: Beginn des Ersten Seminolenkriegs in Florida (USA)
- 1818: Kongress von Aachen (Aix-la-Chapelle)
- 1819: Peterloo-Massaker in Manchester (England)
- 1820: Ausbruch der Revolution in Spanien (Revolutionsjahr 1820)
- 1821: Beginn des Griechischen Unabhängigkeitskriegs
- 1827: Schlacht von Navarino
- 1830: Julirevolution in Frankreich
- 1848: Europäische Revolutionen (Revolutionsjahr 1848)
- 1853: Beginn des Krimkriegs
Am Wartburgfest am 18. Oktober 1817 trafen sich studentische Burschenschaften in der Nähe der Wartburg bei Eisenach. Im Umfeld der Restauration und nach den Befreiungskriegen setzten sich die Teilnehmer mit einer Mischung aus nationalem und liberalem Gedankengut für „Einheit und Freiheit“ ein. Das Ereignis gilt als wichtiger früher Höhepunkt der deutschen Nationalbewegung und führte auch zu verschärften Beobachtungen durch die Obrigkeiten.
In den Revolutionsjahren 1848/49 erfasste die Revolution 1848/1849 weite Teile der Staaten des Deutschen Bundes. Ausgehend von Protesten in vielen Städten (u. a. gegen Zensur und für mehr politische Mitbestimmung) kam es zu Demonstrationen, Barrikadenkämpfen und politischen Umbrüchen. In der Folge wurde die Forderung nach einer deutschen Nationalversammlung und einer Verfassung besonders laut; das Frankfurter Parlament wurde zum zentralen Symbol des Versuchs, einen demokratischen Nationalstaat nach liberalen Grundsätzen zu schaffen.
Mit dem Krimkrieg ab 1853 geriet die europäische Großmachtpolitik erneut in eine Phase offener militärischer Konflikte. Der Krieg begann im Umfeld der sogenannten „Orientkranken Frage“ und der Auseinandersetzungen um Einfluss in der Region des Osmanischen Reiches, insbesondere im Streit um Schutzrechte von Christen. Der Krimkrieg entwickelte sich zu einem bedeutenden Ereignis der Zeitgeschichte: Er prägte Bündnispolitik, beeinflusste den Verlauf der Kriegsführung und hatte spürbare Folgen für die beteiligten Staaten.
- 1817: Beginn der Karlsbader Beschlüsse
- 1818: Preußisches Zensuredikt und Einführung der allgemeinen Verwaltungsreform
- 1819: Ermordung des Schriftstellers August von Kotzebue; Verfolgung der oppositionellen Kräfte
- 1821: Gründung der griechischen Freiheitsbewegung (Beginn des Griechischen Unabhängigkeitskriegs)
- 1824: „Trieniengesetz“ in der Schweiz (erste Ansätze zur modernen Bundesstaatlichkeit)
- 1828: Französische Julirevolutionen beeinflussen die politische Entwicklung in Europa; Beginn der „Zweiten Restauration“ in Teilen Europas
- 1830: Julirevolution in Frankreich
- 1832: Hambacher Fest in der Pfalz als bedeutendes Zeichen der liberal-nationalen Bewegung
- 1847: Liberale und soziale Unruhen als Wegbereiter der Revolution von 1848
Das Wartburgfest fand am 18. Oktober 1817 in der Wartburg bei Eisenach statt und gilt als ein frühes Signal der deutschen National- und Freiheitsbewegung nach den Befreiungskriegen gegen Napoleon. Studierende und Angehörige der Burschenschaften knüpften an den Gedanken von Einheit und Freiheit an und protestierten zugleich gegen die restaurative Politik vieler deutscher Fürsten. In der Öffentlichkeit wurde das Fest vor allem wegen symbolischer Handlungen bekannt, die als Provokation gegen die bestehenden Verhältnisse verstanden wurden. Die staatliche Reaktion fiel entsprechend deutlich aus und trug dazu bei, dass die Bewegung zunehmend überwacht und repressiv verfolgt wurde.
Mit dem Deutschen Zollverein (vor allem ab 1834 in Kraft gesetzt) entstand ein entscheidender Schritt hin zu engerer wirtschaftlicher Zusammenarbeit in den deutschen Staaten. Der Zusammenschluss reduzierte bzw. vereinheitlichte Zölle zwischen beteiligten Ländern und erleichterte damit Handel, Warenverkehr und Spezialisierung. Dadurch gewann die Wirtschaft vieler Staaten an Dynamik, während zugleich die Bedeutung einzelner Zollgrenzen als „wirtschaftliche Zersplitterung“ zurückging. Auch politisch wirkte der Zollverein als Integrationsfaktor, weil gemeinsame Wirtschaftsinteressen und Verflechtungen die Idee eines enger zusammengehörigen Deutschlands stärkten.
Das Heppenheimer Fest am 10. Oktober 1847 gilt als wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur Revolution von 1848. In Heppenheim an der Bergstraße trafen sich führende Vertreter der oppositionellen und liberal-demokratischen Bewegung, um über politische Ziele und ein gemeinsames Vorgehen gegen die bestehende Ordnung zu beraten. Dabei wurden bereits konkrete Vorstellungen einer nationalen Umgestaltung diskutiert, insbesondere die Idee einer verfassungsgebenden und national legitimierten Ordnung. Das Fest steht daher für die wachsende Entschlossenheit reformorientierter Kräfte in den deutschen Staaten, als sich die Spannungen in vielen Bereichen deutlich zuspitzten.
- 1817: Wartburgfest (Studenten- und Nationalbewegung in Deutschland)
- 1823: Verkündung der Monroe-Doktrin
- 1830: Julirevolution in Frankreich
- 1848: Europäische Revolutionen (u. a. Märzrevolution in Deutschland)
- 1861: Beginn des Amerikanischen Bürgerkriegs
- 1863: Emanzipationsproklamation in den USA
- 1871: Proklamation des Deutschen Kaiserreichs
- 1898: Beginn des Spanisch-Amerikanischen Krieges
- 1907: Unterzeichnung der Anglo-Russischen Entente
Die Revolution von 1848/1849 war eine weitreichende Umwälzung in vielen Ländern Europas, die auch im Deutschen Bund große Resonanz fand. Auslöser waren unter anderem politische Unzufriedenheit, soziale Not und der Ruf nach mehr Rechten. In Deutschland führte die Bewegung zu Massenprotesten, zu Reformforderungen und schließlich zur Einberufung der Frankfurter Nationalversammlung, die eine demokratische Verfassung ausarbeiten wollte. Obwohl die Revolution militärisch und politisch überwiegend scheiterte, hinterließ sie nachhaltige Spuren: Reformimpulse, das Erstarken bürgerlicher und demokratischer Ideen sowie langfristige Veränderungen in der politischen Kultur.
Mit der Gründung des Deutschen Kaiserreichs im Jahr 1871 endete die kleindeutsche Einheitspolitik als Leitlinie der Reichsgründung unter preußischer Führung. Nach den militärischen Erfolgen im Deutschen Krieg und dem anschließenden politischen Umbruch wurde im Spiegelsaal von Versailles der preußische König Wilhelm I. zum Deutschen Kaiser ausgerufen. Das neue Reich war eine föderale Monarchie, in der Reichskanzler und Kaiser gemeinsam die zentrale Regierungsverantwortung trugen. Für die Zeit danach bedeutete das Kaiserreich einen kräftigen Modernisierungsschub in Wirtschaft und Verwaltung, gleichzeitig aber auch neue Konfliktlinien zwischen unterschiedlichen politischen Lagern, insbesondere im Spannungsfeld von Sozialpolitik, Nationalismus und Demokratiebewegungen.
Die Berliner Konferenz (1884/1885) regelte die europäischen Interessens- und Anspruchsfragen in Afrika und trug entscheidend dazu bei, wie koloniale Herrschaft in weiten Teilen des Kontinents formalisiert wurde. Auf Initiative mehrerer europäischer Mächte wurden auf der Konferenz Prinzipien zur „freien Handelsschifffahrt“ und zur Zuteilung von Einflussbereichen verhandelt, etwa entlang von Flüssen und in Küstenregionen. Praktisch führte dies dazu, dass Grenzziehungen überwiegend von europäischen Mächten festgelegt wurden, oft ohne ausreichende Berücksichtigung bestehender gesellschaftlicher Strukturen. Die Folgen reichten weit über die Verhandlungen hinaus: Die späteren Konflikte und Unruhen in vielen Regionen waren eng mit der kolonialen Neuordnung verbunden, die durch solche Abkommen mitgeprägt wurde.
- 1818: Bildung der Deutschen Bundesversammlung (Eröffnung der Bundesversammlung in Frankfurt)
- 1820: Verabschiedung der Karlsbader Beschlüsse
- 1825: Beginn der Verhandlungen zum Wiener Kongress (Restauration in Europa nach Napoleon)
- 1828: Beginn des Russisch-Österreichischen Kriegs (Auseinandersetzungen zwischen Russland und dem Osmanischen Reich)
- 1830: Julirevolution in Frankreich
- 1832: Hambacher Fest
- 1834: Zollverein wird gegründet
- 1840: Friedrich Wilhelm IV. wird König von Preußen
- 1843: Beginn der Ersten Eisenbahnstrecken im deutschen Raum (u. a. Leipzig–Dresden mit Eröffnung)
Der Aachener Kongress fand 1818 in Aachen statt und war die letzte große Zusammenkunft der Siegermächte nach dem Wiener Kongress. Ziel war es, die nach 1815 entstandene europäische Ordnung zu stabilisieren und auf Entwicklungen wie Unruheherde und Reformbewegungen zu reagieren. Besonders bedeutend war die Abstimmung über Maßnahmen, um die Restaurationspolitik in Europa zu sichern.
Am 1. Januar 1834 trat der Deutsche Zollverein offiziell in Kraft und schuf damit einen großen gemeinsamen Wirtschaftsraum im Deutschen Bund. Durch die Vereinheitlichung von Zöllen und die Beseitigung zahlreicher Binnenzölle wurden Handel und Industrieproduktion deutlich erleichtert. Dies förderte die wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen den Staaten wesentlich und gilt als wichtiger Schritt hin zur späteren politischen Einigung, weil er regionale Abhängigkeiten und Interessen stärker verband.
Am 1843 uraufgeführten „Der fliegende Holländer“ setzte Richard Wagner einen Meilenstein der Musikgeschichte. Die Oper wurde in Dresden erstmals gespielt und machte Wagners Entwicklung hin zum eigenen, charakteristischen Musikstil (unter anderem durch den stärkeren Zusammenhang von Handlung und musikalischem Ausdruck) weithin sichtbar. Das Werk prägte später maßgeblich das Verständnis von Oper als durchkomponiertes Gesamterlebnis.
- 1818 – Vertrag von Aachen (Aachener Kongress)
- 1830 – Juli-Revolution in Frankreich
- 1831 – Niederschlagung des Novemberaufstands in Polen
- 1848 – Revolutionen in Europa (u. a. Märzrevolution in den deutschen Staaten)
- 1853 – Beginn des Krimkriegs
- 1856 – Pariser Vertrag (Ende des Krimkriegs)
- 1861 – Beginn des Amerikanischen Bürgerkriegs
- 1866 – Preußisch-Österreichischer Krieg und Schlacht bei Königgrätz
- 1871 – Proklamation des Deutschen Kaiserreichs in Versailles
Karlsbader Beschlüsse (1819) : Nach den Unruhen der Zeit und im Umfeld der nationalen und liberalen Bewegungen beschlossen die deutschen Fürsten auf dem Wiener Kongress besonders repressive Maßnahmen. Die Beschlüsse führten u. a. zu verschärfter Zensur und strengeren Eingriffen gegen politische Gegner. Damit wurde der politische Spielraum vieler Liberaler und Demokraten deutlich eingeschränkt.
Revolution von 1848/49 : Die Revolutionen in den Staaten des Deutschen Bundes waren Teil breiter europäischer Umbrüche, in denen Bürgerliche, Liberale und Demokraten politische Mitbestimmung forderten. In Deutschland mündeten die Proteste zeitweise in die Arbeit der Frankfurter Nationalversammlung, die eine Verfassung ausarbeiten sollte. Obwohl die Bewegung letztlich scheiterte, prägte sie die spätere politische Entwicklung maßgeblich und stärkte das Bewusstsein für demokratische Rechte.
Reichsgründung (1871) : Nach dem Sieg im Deutsch-Französischen Krieg wurde am 18. Januar 1871 im Spiegelsaal von Versailles das Deutsche Kaiserreich proklamiert. Damit gelang die politische Einigung vieler deutscher Staaten unter preußischer Führung. Die Gründung veränderte die europäische Machtbalance nachhaltig und legte den Grundstein für eine neue Phase wirtschaftlicher und machtpolitischer Entwicklung im Deutschen Reich.