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1789 Einträge gefunden in der Kategorie Geschichte

1818
  • 1818: Beginn der Karlsbader Beschlüsse (August 1819)
  • 1819: Ermordung des deutschen Schriftstellers August von Kotzebue
  • 1820: Wiener Kongress schließt mit den Beschlüssen über das Deutsche Bundesgebiet ab
  • 1821: Gründung der Griechenaufstand gegen das Osmanische Reich (Beginn des Griechischen Unabhängigkeitskrieges)
  • 1823: Verabschiedung der Monroe-Doktrin durch die USA
  • 1824: Eröffnung der ersten deutschen Eisenbahnstrecken in größerem Umfang (u. a. Nürnberg–Fürth)
  • 1826: Schlacht von Mi?olongi im Rahmen des Griechischen Unabhängigkeitskrieges
  • 1830: Juli-Revolution in Frankreich
  • 1843: Beginn der Opiumkriege zwischen dem Vereinigten Königreich und dem Qing-Reich (Erster Opiumkrieg)

Karlsbader Beschlüsse (1819) waren eine Reihe von reaktionären Maßnahmen im Deutschen Bund, die vor allem gegen liberale und nationale Bestrebungen gerichtet waren. Auf Initiative konservativer Staatsmänner beschlossen mehrere Länder verschärfte Kontrolle von Universitäten und Presse. Dazu gehörten unter anderem die Überwachung von Studenten und Professoren sowie die „Zensur“ bzw. Eingriffe in die freie Berichterstattung. Ziel war es, den Einfluss der revolutionären Ideen des Vormärz zu bremsen und die politische Ordnung zu stabilisieren. Die Beschlüsse gelten als ein frühes, prägendes Beispiel staatlicher Repression im Vormärz.

Belgische Revolution (1830) führte zur Abspaltung der südlichen Provinzen vom Königreich der Niederlande und damit zur Entstehung eines unabhängigen Belgiens. Auslöser waren politische Spannungen, insbesondere Konflikte zwischen dem niederländischen Königshaus und Teilen der Bevölkerung in den südlichen Gebieten. Im Verlauf der Unruhen und Kämpfe kam es zu einem raschen Machtwechsel und zur Bildung einer neuen politischen Ordnung. Der Konflikt wurde schließlich durch internationale Anerkennung und Verträge mitbestimmt, sodass Belgien als Staat konsolidieren konnte. Die Revolution gilt als ein wichtiger Schritt in der europäischen Umbruchphase nach der Zeit Napoleons.

Deutscher Zollverein (ab 1834) war ein Zusammenschluss deutscher Staaten zur Schaffung eines gemeinsamen Wirtschaftsraums mit einheitlicher bzw. vereinfachter Zollpolitik. Er verringerte zahlreiche Binnenzölle und erleichterte dadurch Handel, Transport und wirtschaftliche Kooperation zwischen den Mitgliedsstaaten. Damit entstand ein spürbarer Impuls für Industrie und Gewerbe, insbesondere durch größere Absatzmärkte und planbarere Handelsbedingungen. Zugleich wurde der Zollverein oft als wirtschaftliche Grundlage für politische Annäherung im Deutschen Bund verstanden. In der Rückschau gilt er als ein wichtiger Faktor für die spätere Entwicklung zur deutschen Einigung.

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1818
  • 1818: Frieden von Paris (1814/1815) wird durch einen weiteren Vertrag zwischen Großbritannien und den USA bestätigt.
  • 1819: Peterloo-Massaker in Manchester (16. August 1819).
  • 1821: Unabhängigkeit Griechenlands beginnt mit dem Ausbruch des Griechischen Unabhängigkeitskriegs (1821).
  • 1823: Monroe-Doktrin wird verkündet (2. Dezember 1823).
  • 1824: Erste Eisenbahnlinie im öffentlichen Personenverkehr in Großbritannien wird eröffnet (Stephenson’s Lokomotionen in Betrieb).
  • 1825: Eröffnung der Stockton-&-Darlington-Eisenbahn in England (1825).
  • 1829: Erster große Versuch der Verbesserung des Strafrechts in Preußen mit Reformen im Umfeld der 1820er-Jahre wird eingeleitet.
  • 1830: Julirevolution in Frankreich (1830).
  • 1843: Abschaffung der Corn Laws in Großbritannien (1843).

1818: Beim Kongress von Aachen (Aix-la-Chapelle) trafen sich die führenden europäischen Mächte, um über die weitere Ordnung nach den Napoleonischen Kriegen zu beraten. Im Mittelpunkt standen Fragen zur Besetzung und zum Umgang mit den politischen Unruhen in Europa sowie die Fortsetzung des konservativen Sicherheitssystems. Der Kongress gilt als wichtiger Schritt zur zeitweisen Stabilisierung der Nachkriegsordnung.

1832: Das Hambacher Fest wurde am 27. Mai 1832 bei Neustadt an der Weinstraße abgehalten und zählt zu den bekanntesten Ereignissen der frühen deutschen National- und Freiheitsbewegung. In einer Atmosphäre starker politischer Mobilisierung demonstrierten Tausende für nationale Einheit, bürgerliche Rechte und gegen die restaurative Politik des Deutschen Bundes. Das Fest wirkte als deutlicher Impuls für den Vormärz und führte zugleich zu schärferen Beobachtungen und Maßnahmen durch die Obrigkeiten.

1834: Mit der Gründung des Deutschen Zollvereins trat ein entscheidender wirtschaftspolitischer Schritt zur Annäherung der deutschen Staaten ein. Ziel war die Vereinheitlichung von Zöllen und Handelsbedingungen, wodurch der innerdeutsche Handel erleichtert und die Wirtschaftskraft gestärkt werden sollte. Langfristig trug der Zollverein auch dazu bei, die wirtschaftliche Grundlage für politische Einigungsprozesse im 19. Jahrhundert zu schaffen.

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1818
  • 1818: Wiener Kongress schließt mit der letzten Einigung zur Neuordnung Europas (Vertragslage ab 1818 weitgehend konsolidiert)
  • 1821: Gründung der Monarchie in Griechenland; Beginn der griechischen Unabhängigkeitsbewegung nach erfolgreicher Revolution
  • 1823: Spanischer Feldzug der “Hunderttausend Söhne” zur Niederschlagung der liberalen Revolution in Spanien
  • 1825: Börsencrash in den USA (Beginn der Finanzkrise, die als “Year 1825” in die Wirtschaftsgeschichte eingeht)
  • 1828: Einführung des “Tarif of Abominations” in den USA
  • 1830: Julirevolution in Frankreich; Sturz Karls X. und Beginn der Julimonarchie
  • 1832: Verabschiedung der Reform Bill im Vereinigten Königreich (Reform des Wahlrechts)
  • 1833: Abschaffung der Sklaverei im britischen Kolonialreich (Slavery Abolition Act)
  • 1843: Beginn der “Chartisten”-Bewegung in Großbritannien als Massenprotest gegen politische Reformmängel
  • 1818 fand in Aachen der Kongress von Aachen statt. Dabei versammelten sich führende Monarchen und Diplomaten der europäischen Siegermächte, um die politische Ordnung nach den Napoleonischen Kriegen zu stabilisieren. Besonders ging es um die weitere Ausrichtung der „Restauration“ sowie um Fragen der Sicherheit in Europa (etwa die Rolle Frankreichs nach dem Krieg) und um das Vorgehen der Großmächte im Umgang mit Unruhen und nationalen Bewegungen. Der Kongress gilt als Versuch, die durch den Wiener Kongress begonnene Neuordnung zu konsolidieren.

  • Am 27. Mai 1832 wurde in der Pfalz das Hambacher Fest gefeiert. Bei der großen demokratisch-nationalen Kundgebung auf dem Hambacher Schloss kamen viele Anhänger liberaler und republikanischer Ideen zusammen und forderten mehr politische Mitbestimmung sowie die nationale Einheit. Die Veranstaltung wurde zu einem sichtbaren Höhepunkt der oppositionellen Bewegung im Vormärz und führte auch wegen der Beteiligung unterschiedlicher gesellschaftlicher Gruppen (u. a. Studenten, Handwerker, Bürger) zu besonderer Aufmerksamkeit. Behörden reagierten darauf mit verstärkter Überwachung und repressiven Maßnahmen gegen „demagogische“ Bestrebungen.

  • 1843 erschien in Großbritannien das erstmals im Buchformat veröffentlichte Weihnachtslied („A Christmas Carol“) von Charles Dickens. Das Werk wurde rasch zu einem kulturellen Ereignis, weil es die Weihnachtszeit mit einer klaren moralischen Botschaft verband: Mit der Figur des geizigen Ebenezer Scrooge und der Geschichte über Wandlung und Mitgefühl machte Dickens soziale Themen (Armut, Verantwortung, Menschlichkeit) in einer breiten Öffentlichkeit populär. Die Erzählung prägte nachhaltig das Bild von Weihnachten in der westlichen Kultur und zählt bis heute zu den bekanntesten Werken der Weltliteratur.

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1818
  • 1818: Aachener Kongress
  • 1819: Karlsbader Beschlüsse
  • 1823: Monroe-Doktrin
  • 1825: Eröffnung der Stockton-&-Darlington-Eisenbahn
  • 1829: Vertrag von Adrianopel
  • 1830: Juli-Revolution in Frankreich
  • 1832: Reformgesetz (Representation of the People Act 1832) im Vereinigten Königreich
  • 1837: Thronbesteigung von Königin Victoria
  • 1842: Vertrag von Nanking
  • Peterloo-Massaker (1819) : Am 16. August 1819 versammelten sich in Manchester tausende Menschen zu einer friedlichen Protestkundgebung für Wahl- und Reformrechte. Die Demonstration wurde jedoch von der aufgebotenen Bewaffnung gewaltsam aufgelöst: Soldaten und Reiter griffen in die Menge ein, was zu zahlreichen Verletzten und Toten führte. Das Ereignis wurde zu einem Symbol für die Härte, mit der Regierungen in der Zeit wachsender sozialer Spannungen gegen Reformforderungen vorgingen, und trug wesentlich zur weiteren Radikalisierung und Mobilisierung im Umfeld der britischen Arbeiter- und Reformbewegungen bei.
  • Juli-Revolution (1830) : Im Juli 1830 kam es in Frankreich zu massiven Protesten und Straßenkämpfen gegen den Kurs König Karls X. Die als „Drei Glorreiche Tage“ bekannt gewordene Revolution führte zum Sturz Karls X. und ebnete den Weg für die Herrschaft von Louis-Philippe („Bürgerkönig“). Die Revolution wirkte in ganz Europa: Sie zeigte die Dynamik von liberalen und nationalen Bewegungen und stärkte in mehreren Ländern das Gefühl, dass politische Verhältnisse durch Widerstand verändert werden könnten.
  • Webster-Ashburton-Vertrag (1842) : 1842 schlossen die Vereinigten Staaten und das Vereinigte Königreich den sogenannten Webster-Ashburton-Vertrag, um mehrere langjährige Streitpunkte zu regeln. Besonders bedeutend war die Grenzziehung im Nordosten Nordamerikas (u. a. im Gebiet des heutigen Bundesstaats Maine) sowie die Klärung weiterer Fragen entlang der britisch-amerikanischen Grenze. Darüber hinaus enthielt der Vertrag auch Vereinbarungen zur besseren Zusammenarbeit bei der Unterdrückung des Sklavenhandels und zur gemeinsamen Justiz- bzw. Polizeikooperation, was die Beziehungen zwischen beiden Staaten in einer Zeit zunehmender internationaler Spannungen stabilisieren sollte.
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1818
  • 1818: Kongress von Aachen
  • 1830: Juli-Revolution in Frankreich
  • 1848: Märzrevolution in Deutschland
  • 1853: Beginn des Krimkriegs
  • 1857: Indischer Aufstand (Sepoy-Rebellion)
  • 1866: Österreichisch-Preußischer Krieg (Deutscher Krieg)
  • 1871: Gründung des Deutschen Kaiserreichs
  • 1882: Abschluss der Dreibund-Entente (Deutschland, Österreich-Ungarn, Italien)
  • 1892: Homestead-Streik in den Vereinigten Staaten

Die Revolution von 1848/1849 war eine europaweit ausstrahlende Erhebungswelle, die auch in den deutschen Staaten großen Einfluss hatte. Ausgehend von politischen und sozialen Spannungen (u. a. wegen wirtschaftlicher Not, Forderungen nach mehr Mitbestimmung und nationalen Zielen) kam es in vielen Städten zu Demonstrationen, Barrikadenkämpfen und der Bildung neuer Strukturen. Trotz wichtiger Reformen und Initiativen scheiterte die Revolution letztlich mehrheitlich militärisch bzw. durch die Wiederherstellung alter Machtverhältnisse – sie prägte jedoch nachhaltig die Entwicklung hin zu mehr Verfassungsrechten und nationaler Einheit.

Mit der Gründung des Deutschen Kaiserreichs 1871 wurde nach dem Deutschen Krieg die politische Einigung der meisten deutschen Staaten unter preußischer Führung vollendet. Der Reichsgründung ging ein Prozess voraus, in dem Macht und Einfluss Preußens zunehmend die Richtung vorgaben. In der Folge entstand ein moderner Nationalstaat mit einer starken Rolle des Militärs und einer zentralisierten Verwaltung. Zugleich führte das neue Reich zu tiefgreifenden Veränderungen in Politik und Gesellschaft, unter anderem durch den Ausbau von Infrastruktur, die wirtschaftliche Dynamik der Gründerzeit und neue Debatten über Sozialpolitik, Kulturkampf und die Stellung des Reichs im europäischen Gleichgewicht.

Die Berliner Konferenz (1884/1885) regelte maßgeblich die europäischen Ansprüche in Afrika und gilt als ein entscheidender Schritt in der Phase des „Scramble for Africa“. Auf Initiative der europäischen Großmächte wurden Bestimmungen zur „Klassifizierung“ von Einflussgebieten, zu Handels- und Missionsfragen sowie zu Prinzipien der Besetzung festgelegt. Für viele afrikanische Gesellschaften und Staaten hatte dies schwere Folgen: Grenzen wurden häufig ohne Rücksicht auf bestehende politische und ethnische Strukturen gezogen, koloniale Herrschaft wurde vorbereitet oder intensiviert und langfristige Konflikte wurden vielfach vorprogrammiert.

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