1789 Einträge gefunden in der Kategorie Geschichte
- 1822: Erste Nationalversammlung der griechischen Aufständischen in Epidaurus während des Griechischen Unabhängigkeitskriegs
- 1823: Verkündung der Monroe-Doktrin in den USA
- 1824: Beginn des Ersten Anglo-Birmanischen Krieges
- 1825: Aufstand der Dekabristen in Russland
- 1830: Juli-Revolution in Frankreich
- 1832: Verabschiedung des Reform Act im Vereinigten Königreich
- 1837: Thronbesteigung von Königin Victoria im Vereinigten Königreich
- 1842: Abschluss des Webster-Ashburton-Vertrags zur Grenzregelung zwischen den USA und dem britischen Nordamerika
- 1847: Eroberung von Mexiko-Stadt durch die US-Armee im Mexikanisch-Amerikanischen Krieg
Unabhängigkeit Brasiliens (1822): Am 7. September 1822 erklärte Prinz Pedro die Unabhängigkeit des Königreichs Brasilien vom portugiesischen Mutterland. Der Schritt wurde im Kontext der politischen Umbrüche in Portugal und der zunehmenden Spannungen zwischen brasilianischen Interessen und der Lissabonner Regierung gefasst. Mit der Proklamation etablierte sich eine eigene Staatlichkeit: Pedro wurde zum Kaiserreich Brasilien, wodurch Brasilien seine Stellung gegenüber Portugal deutlich festigte. Das Ereignis gilt als entscheidender Wendepunkt für die Entstehung des modernen brasilianischen Staates und leitete eine Reihe von Macht- und Anerkennungsprozessen ein.
Juli-Revolution in Frankreich (1830): Im Juli 1830 kam es in Frankreich zu einer breiten Erhebung, ausgelöst durch die restriktive Politik König Karls X. und die damit einhergehende Enttäuschung vieler Liberaler und bürgerlicher Kreise. Nach den sogenannten „Drei Glorreichen Tagen“ (27.–29. Juli) wurde Karl X. abgesetzt und es folgte die „Julimonarchie“ unter Louis-Philippe. Die Revolution zeigte damit, wie stark politische Legitimität, Parlamentarismus und Grundrechte in Europa miteinander verknüpft waren, und sie wirkte als Signal für weitere oppositionelle Bewegungen im Kontinent.
Schlacht von Chapultepec / Fall von Mexiko-Stadt (1847): Während des Mexikanisch-Amerikanischen Krieges wurde im September 1847 in und um Chapultepec bei Mexiko-Stadt hart umkämpft. Die Schlacht gilt als besonders symbolisch und militärisch bedeutsam, weil sie den entscheidenden Zugriff auf die Hauptstadt erleichterte. Nach dem Durchbruch der US-Streitkräfte konnte Mexiko-Stadt schließlich eingenommen werden, was die Lage der mexikanischen Regierung weiter destabilisierte. Das Ereignis beschleunigte damit den Konfliktverlauf und prägte die folgenden politischen Verhandlungen, die in den späteren Gebietsabtretungen der USA gipfelten.
- 1822: Schlacht von Pichincha (24. Mai 1822) im Unabhängigkeitskrieg in Südamerika.
- 1822: Unabhängigkeitserklärung Brasiliens durch Dom Pedro I. (7. September 1822).
- 1822: Annahme/Verabschiedung der Portugiesischen Verfassung von 1822 (23. September 1822).
- 1822: Jean-François Champollion stellt seine Entzifferung der ägyptischen Hieroglyphen vor (September 1822).
- 1822: Massaker auf der Insel Chios während des Griechischen Unabhängigkeitskriegs (April 1822).
- 1822: Kongress von Verona der europäischen Großmächte (Oktober 1822).
- 1822: Schlacht von Peta im Rahmen des Griechischen Unabhängigkeitskriegs (1822).
- 1822: Erste Belagerung von Missolonghi (1822) im Griechischen Unabhängigkeitskrieg.
- 1822: Tod des Dichters Percy Bysshe Shelley (8. Juli 1822).
- Unabhängigkeit Brasiliens (1822) Im Jahr 1822 löste sich Brasilien von Portugal: Nachdem es sich zunächst unter der Herrschaft des portugiesischen Königshauses in Brasilien organisiert hatte, erklärte der brasilianische Prinz Dom Pedro am 7. September 1822 die Unabhängigkeit. Der Schritt führte zu politischen Umwälzungen und zu militärischen Auseinandersetzungen, bis sich die neue Ordnung dauerhaft durchsetzte.
- Nationalversammlung von Epidaurus (1822) In Griechenland trat 1822 in Epidaurus eine zentrale Nationalversammlung zusammen, um die staatliche Struktur im Verlauf des Griechischen Unabhängigkeitskriegs zu organisieren. Die Beratungen zielten darauf ab, einheitliche Entscheidungen über Verwaltung und Kriegführung zu treffen und die Grundlage für eine konsolidierte griechische Regierung zu schaffen, während gleichzeitig interne Spannungen und der Kampf gegen osmanische Truppen andauerten.
- Schlacht von Pichincha (24. Mai 1822) Die Schlacht von Pichincha gilt als entscheidender Wendepunkt im Unabhängigkeitskrieg im heutigen Ecuador. Unter Führung von Truppen der Unabhängigkeitsbewegung kam es in den Anden bei Quito zu einem Gefecht, das den Royalisten schwer traf und den Weg zur Befreiung des Gebietes wesentlich erleichterte. Durch den Sieg gewannen die Unabhängigkeitskräfte im strategisch wichtigen Raum rund um Quito deutlich an Einfluss.
- 1822: Unabhängigkeit Brasiliens von Portugal
- 1823: Monroe-Doktrin wird verkündet
- 1830: Julirevolution in Frankreich
- 1834: Abschaffung der Sklaverei in den britischen Kolonien
- 1848: Revolutionen in Europa („Frühjahr der Völker“)
- 1853–1856: Krimkrieg
- 1861–1865: Amerikanischer Bürgerkrieg
- 1870–1871: Deutsch-Französischer Krieg und Gründung des Deutschen Kaiserreichs
- 1893: Weltkolumbianische Ausstellung (Chicago) wird eröffnet
- Monroe-Doktrin (ab 1823): Die Monroe-Doktrin war eine außenpolitische Grundsatzerklärung der Vereinigten Staaten, die vor allem auf die Abwehr europäischer Einflussnahme in Amerika zielte. US-Präsident James Monroe stellte 1823 sinngemäß klar, dass weitere Kolonialisierungs- oder Einmischungsversuche europäischer Mächte in den Amerikas als unfreundlicher Akt gegen die USA betrachtet würden. Im Laufe der Jahrzehnte wurde die Doktrin immer wieder als Argument für ein stärkeres US-amerikanisches Auftreten in der westlichen Hemisphäre herangezogen und prägte damit die Entwicklung der internationalen Beziehungen nachhaltig.
- Revolution von 1848/1849: Die Revolutionen von 1848/49 waren eine europaweit ausgreifende politische Umwälzung, die auch in den deutschen Staaten großen Einfluss hatte. Ausgehend von sozialen Spannungen, Forderungen nach mehr politischen Rechten und demokratischer Teilhabe sowie der Unzufriedenheit mit bestehenden Machtverhältnissen kam es zu massiven Protesten und Umbrüchen. Höhepunkt in der deutschen Geschichte war u. a. die Arbeit der Frankfurter Nationalversammlung (Paulskirche), die eine Verfassung ausarbeiten wollte und damit den Anspruch auf einen einheitlichen, freiheitlich legitimierten Staat verfolgte. Obwohl die Revolution letztlich scheiterte, hinterließ sie wichtige Impulse für den weiteren politischen Wandel und die späteren Einigungsprozesse.
- Gründung des Deutschen Kaiserreichs (1871): Nach dem Gewinn des Deutsch-Französischen Krieges wurde am 18. Januar 1871 im Spiegelsaal von Versailles das Deutsche Kaiserreich ausgerufen. Damit wurde der lange diskutierte Zusammenschluss der deutschen Einzelstaaten zu einem Nationalstaat unter Führung Preußens realisiert. Die Reichsgründung veränderte die politische Landschaft in Mitteleuropa grundlegend: Deutschland entwickelte sich zu einer bedeutenden Großmacht, innenpolitisch wurden zentrale Institutionen des neuen Staatswesens etabliert, und außenpolitisch gewann die Rolle des Reiches dauerhaft an Gewicht. In der Folge prägten wirtschaftliche Modernisierung, Ausbau der Verwaltung und die Neuordnung internationaler Beziehungen die folgenden Jahrzehnte.
- 1822: Unabhängigkeit Brasiliens vom Portugiesischen Reich
- 1824: Schlacht von Ayacucho (Entscheidungsschlacht des Unabhängigkeitskriegs in Peru)
- 1830: Julirevolution in Frankreich
- 1831: Sklavenaufstand in Jamaika (Baptistenkrieg)
- 1846: Beginn der US-Wildwest-Ära durch den Amerikanisch-Mexikanischen Krieg
- 1848: Revolutionen in Europa
- 1861: Beginn des Amerikanischen Bürgerkriegs
- 1871: Deutsches Kaiserreich wird gegründet (Proklamation des Deutschen Kaisers)
- 1891: Gründung der SPD (Sozialdemokratische Partei Deutschlands)
Die Märzrevolution 1848 in den deutschen Staaten war ein entscheidender Auftakt der Revolutionen von 1848/49. Auslöser waren u. a. wirtschaftliche Not, steigende soziale Spannungen und der Wunsch nach mehr politischen Rechten. In vielen Städten kam es zu Demonstrationen und Barrikadenkämpfen, während verschiedene Forderungen – etwa nach Pressefreiheit, verfassungsrechtlichen Garantien und einer nationalen Einigung – immer lauter wurden. In der Folge bildete sich die Frankfurter Nationalversammlung als zentrales Gremium, das eine gesamtdeutsche Ordnung entwerfen wollte; zugleich blieb die Durchsetzungskraft begrenzt, wodurch die Revolution schließlich scheiterte und viele Hoffnungen zunächst enttäuscht wurden.
Der Deutsche Krieg von 1866 zwischen Preußen und Österreich veränderte die politische Landkarte im Deutschen Bund grundlegend. Der Konflikt entzündete sich an Streit um die Führungsrolle in den deutschen Staaten sowie um die Frage, wie eine künftige Ordnung aussehen sollte. Nach militärischen Auseinandersetzungen entschied Preußen den Krieg deutlich; Österreich verlor entscheidend an Einfluss. Als Folge wurden der Deutsche Bund aufgelöst und zahlreiche Gebiete neu geordnet. Preußen gewann dadurch die strategische Grundlage, um die nationale Einigung unter seiner Hegemonie voranzutreiben.
Mit der Reichsgründung 1871 entstand schließlich das Deutsche Kaiserreich. Nach erfolgreichen Einigungsschritten unter preußischer Führung und dem Hintergrund des deutsch-französischen Konflikts wurde die Reichsgründung am 18. Januar 1871 im Spiegelsaal von Versailles proklamiert. Zentral war dabei die Idee, viele bislang getrennte Einzelstaaten dauerhaft in einer gemeinsamen Staatsstruktur zu vereinen. Für Gesellschaft und Politik bedeutete dies neue Rahmenbedingungen: Es entwickelte sich eine stärkere Reichsebene mit zentraler Gesetzgebung und leistungsfähigen Institutionen, während zugleich regionale Unterschiede weiter fortwirkten.
- 1822: Erste Nationalversammlung und erste griechische Verfassung während des Griechischen Unabhängigkeitskriegs
- 1830: Juli-Revolution in Frankreich (Sturz Karls X.)
- 1848: Märzrevolution in Deutschland und Ausbruch der europäischen Revolutionswelle
- 1854: Beginn des Krimkriegs
- 1857: Beginn des indischen Sepoy-Aufstands (Indischer Aufstand)
- 1861: Beginn des Amerikanischen Bürgerkriegs
- 1866: Preußisch-Österreichischer Krieg (u. a. Schlacht bei Königgrätz)
- 1871: Proklamation des Deutschen Kaiserreichs im Deutschen Reich
- 1894: Beginn des Ersten Japanisch-Chinesischen Krieges
Im Zuge der Griechischen Revolution belagerte das osmanische Heer ab 1822 die Festungsstadt Belagerung von Missolonghi. Die Belagerung entwickelte sich zu einem Symbol für den erbitterten Kampf um Unabhängigkeit: Unter wechselnden Befehlslagen kam es zu schweren Versorgungsproblemen, Krankheiten und ständigen militärischen Auseinandersetzungen. Besonders prägend waren die dramatischen Eskalationen in den letzten Monaten der Belagerung, die in der Öffentlichkeit Europas stark wahrgenommen wurden und die politische Bedeutung des Aufstands weiter verstärkten.
Im Jahr 1848 erfasste eine revolutionäre Welle weite Teile Europas, doch in den deutschen Staaten führte vor allem die Revolution 1848/1849 zu tiefgreifenden Umbrüchen: Forderungen nach nationaler Einheit und verfassungsstaatlichen Rechten trafen auf soziale Spannungen und wirtschaftliche Krisen. In vielen Regionen kam es zu Straßenprotesten, Barrikadenkämpfen und politischen Neugründungen, während gleichzeitig in der Frankfurter Paulskirche über eine deutsche Reichsverfassung verhandelt wurde. Obwohl das Ziel eines demokratischen Gesamtstaats letztlich nicht dauerhaft durchgesetzt werden konnte, prägten die Ereignisse das politische Bewusstsein nachhaltig und bereiteten spätere Reform- und Einigungsprozesse vor.
Am 13. Januar 1894 begann in Frankreich die Dreyfus-Affäre: Der jüdische Offizier Alfred Dreyfus wurde wegen angeblichen Landesverrats verurteilt und damit eine politische und gesellschaftliche Kontroverse ausgelöst, die über Jahre die öffentliche Debatte bestimmte. Im Kern ging es um die Frage, wie mit Beweisen umzugehen sei, welche Rolle Gerichte und Militär in der Wahrheitssuche spielen und inwieweit Vorurteile (vor allem Antisemitismus) die Entscheidung beeinflussen. Der Fall wurde zu einem zentralen Prüfstein für Rechtsstaatlichkeit und Pressefreiheit und führte schließlich zu einer grundlegenden Revision des Urteils.