1789 Einträge gefunden in der Kategorie Geschichte
- 1828 – Beginn des Russisch-Osmanischen Krieges (1828–1829)
- 1829 – Vertrag von Adrianopel zwischen Russland und dem Osmanischen Reich
- 1830 – Julirevolution in Frankreich
- 1830 – Belgische Revolution und Beginn des Wegs zur Unabhängigkeit
- 1832 – Reform Act (Great Reform Act) im Vereinigten Königreich
- 1833 – Verabschiedung des Slavery Abolition Act im Britischen Empire
- 1837 – Thronbesteigung von Königin Victoria im Vereinigten Königreich
- 1842 – Vertrag von Nanking nach dem Ersten Opiumkrieg
- 1846 – Beginn des Mexikanisch-Amerikanischen Krieges
- Die Belgische Revolution (1830–1831) führte zur Abspaltung der südlichen Provinzen vom Vereinigten Königreich der Niederlande. Auslöser waren politische und wirtschaftliche Spannungen zwischen dem protestantisch geprägten niederländischen Staat und der vorwiegend katholischen, sprachlich (französisch/niederländisch) heterogenen Bevölkerung in Belgien. Nachdem sich in Brüssel Unruhen und bewaffnete Kämpfe ausbreiteten, setzte sich die Unabhängigkeitsbewegung durch. In den folgenden Monaten wurden internationale Anerkennung und eine neue staatliche Ordnung verhandelt, bis Belgien schließlich als unabhängiger Staat anerkannt wurde. Das Ereignis gilt als ein wichtiger Schritt in der europäischen Geschichte der nationalen Selbstbestimmung nach der Zeit des Wiener Kongresses.
- Das Hambacher Fest (1832) war eine große politische Versammlung von deutschen Liberalen und frühen Demokraten in der Pfalz. Teilnehmer forderten mehr bürgerliche Freiheiten, nationale Einheit und eine Verfassung, während viele Obrigkeiten die Bewegung als gefährliche oppositionelle Kraft betrachteten. Die Symbolik war besonders stark: In Reden und Darbietungen wurde die Idee eines gemeinsamen Deutschlands betont, verbunden mit Forderungen nach Rechtsstaatlichkeit. Das Fest machte die Unzufriedenheit mit der Restaurationspolitik weithin sichtbar und trug zur Radikalisierung sowie zur Politisierung breiter Bevölkerungsteile bei. Als Folge verschärfte sich in mehreren Staaten die Überwachung oppositioneller Gruppen.
- Der Deutsche Zollverein (1834) war ein entscheidender wirtschaftspolitischer Schritt hin zu stärkerer Zusammenarbeit und langfristig zur deutschen Einheit. Mehrere deutsche Staaten schlossen sich zu einem gemeinsamen Zollgebiet zusammen, wodurch Binnenzölle wegfielen und der Handel wesentlich erleichtert wurde. Besonders der Abbau zahlreicher Handelshemmnisse zwischen den Einzelstaaten förderte die wirtschaftliche Entwicklung und stärkte den Wettbewerb. Der Zollverein wurde dabei nicht als rein technisches Projekt verstanden, sondern hatte zugleich politische Auswirkungen, weil er staatliche Abhängigkeiten und gemeinsame Interessen sichtbar machte. Durch die wachsende Beteiligung weiterer Länder gewann er rasch an Bedeutung und wirkte bis weit in die Zeit der späteren Reichsgründung hinein.
- 1828: Wahl von Andrew Jackson zum Präsidenten der Vereinigten Staaten
- 1830: Julirevolution in Frankreich
- 1832: Verabschiedung des Reform Acts im Vereinigten Königreich
- 1836: Schlacht von San Jacinto (Unabhängigkeit von Texas)
- 1839: Beginn des Ersten Opiumkriegs zwischen Großbritannien und dem Kaiserreich China
- 1848: Revolutionen in Europa
- 1853: Beginn des Krimkriegs
- 1857: Sepoy-Aufstand in Indien (Indische Rebellion)
- 1861: Beginn des Amerikanischen Bürgerkriegs (Angriff auf Fort Sumter)
Im Dezember 1834 trat der Deutsche Zollverein in Kraft. Er schuf in weiten Teilen des Deutschen Bundes einen einheitlichen Wirtschaftsraum mit weitgehend gemeinsamen Zollsätzen. Das erleichterte Handel und Gewerbe, förderte Investitionen und trug wesentlich dazu bei, dass sich die wirtschaftlichen Interessen der Staaten immer stärker annäherten—ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur späteren politischen Einigung.
In den Revolutionsjahren 1848/49 erschütterte die Märzrevolution 1848 die deutschen Staaten. Ausgehend von Forderungen nach nationaler Einheit, Verfassungen und bürgerlichen Rechten kam es zu Massenprotesten und Barrikadenkämpfen. In der Folge wurde in Frankfurt die Nationalversammlung gewählt, die eine deutsche Verfassung ausarbeiten sollte. Obwohl die Revolution letztlich scheiterte, hatte sie nachhaltige Auswirkungen: Viele politische Strukturen und Forderungen wirkten weiter und prägten spätere Reform- und Einigungsbewegungen.
Am 2. Januar 1861 begann in Preußen die Herrschaft von Wilhelm I.. Sein Regierungsantritt fiel in eine Phase zunehmender Spannungen zwischen konservativer Staatsführung und den wachsenden Erwartungen nach nationaler Einigung. Mit seiner späteren Zusammenarbeit mit zentralen politischen Akteuren und seiner konsequenten Politik legte Preußen unter seiner Führung Grundlagen dafür, dass die Dynamik zur deutschen Einigung in den folgenden Jahren deutlich an Fahrt gewann.
- 1829: Andrew Jackson wird siebter Präsident der Vereinigten Staaten.
- 1830: Griechenland erlangt durch das Londoner Protokoll seine Unabhängigkeit vom Osmanischen Reich.
- 1831: Gründung des belgischen Königreichs nach der Belgischen Revolution gegen die Vereinigten Niederlande.
- 1833: Die Sklaverei wird mit dem Slavery Abolition Act im Britischen Empire abgeschafft.
- 1836: Die Schlacht von Alamo während der texanischen Revolution findet statt.
- 1837: Königin Victoria besteigt den britischen Thron.
- 1840: Die Vertrag von Waitangi wird in Neuseeland zwischen den britischen Vertretern und den Māori unterzeichnet.
- 1844: Samuel Morse sendet die erste telegrafische Nachricht: "What hath God wrought?"
- 1846: Beginn des Mexikanisch-Amerikanischen Krieges nach der Annexion von Texas durch die USA.
- 1848: Revolutionen von 1848 in Europa führen zu politischen Umwälzungen in vielen Ländern.
- 1851: Das erste America's Cup Yacht-Rennen wird gewonnen von der Yacht America aus den USA.
- 1853: Die Weltmesse in New York, auch Exhibition of the Industry of All Nations genannt, findet statt.
Im Jahr 1830 kam es zur Julirevolution in Frankreich, einem bedeutenden Umbruch, der zur Abdankung von König Karl X. führte. Diese Revolution war das Ergebnis wachsender Unzufriedenheit mit der restaurativen Politik der Bourbonen und der wirtschaftlichen Notlage. Infolge der Revolution wurde Louis-Philippe d'Orléans zum „Bürgerkönig“ ernannt, was die Monarchie von einer absolutistischen zu einer konstitutionellen wandelte. Dies inspirierte auch andere Bewegungen in Europa, wie die belgische Revolution und den polnischen Novemberaufstand.
Ein weiteres bedeutendes Ereignis war die Februarrevolution von 1848 in Frankreich, die die Herrschaft von Louis-Philippe beendete. Dieser Aufstand war Teil einer Reihe von europäischen Revolutionen, die als „Revolutionsjahr 1848“ bekannt sind. In Frankreich führte die Revolution zur Ausrufung der Zweiten Republik. Schlüsselthemen dieser Revolution waren die Arbeitslosigkeit, soziale Ungleichheit und der Ruf nach mehr politischer Teilhabe und einer republikanischen Staatsform. Die Revolution begann mit Demonstrationen und Barrikadenkämpfen, die schließlich dazu führten, dass Louis-Philippe abdankte und ins Exil ging.
Zwischen 1853 und 1856 fand der Krimkrieg statt, ein Konflikt zwischen dem Russischen Reich auf der einen Seite und einem Bündnis aus dem Osmanischen Reich, Frankreich, Großbritannien und Sardinien auf der anderen Seite. Der Krieg wurde größtenteils auf der Krimhalbinsel ausgetragen. Einer der Hauptgründe für den Krieg war die Kontrolle über die Heiligen Stätten in Palästina und die Schwächung Russlands, das als Bedrohung für das Gleichgewicht Europas angesehen wurde. Der Krieg endete mit dem Pariser Frieden von 1856, der die territoriale Integrität des Osmanischen Reiches erneut bestätigte, jedoch auch zur Demilitarisierung des Schwarzen Meeres führte.
- 1829: Frieden von Adrianopel beendet den Russisch-Osmanischen Krieg (u. a. Beginn der Autonomie Griechenlands)
- 1830: Juli-Revolution in Frankreich führt zur Abdankung von König Karl X. und zur Herrschaft von Louis-Philippe
- 1848: Märzrevolutionen in Deutschland und Februarrevolution in Frankreich – Beginn der Revolutionen von 1848/49
- 1851: Eröffnung der Weltausstellung (Great Exhibition) im Crystal Palace in London
- 1859: Schlacht von Solferino während des Zweiten Italienischen Unabhängigkeitskriegs
- 1861: Beginn des Amerikanischen Bürgerkriegs mit dem Angriff auf Fort Sumter
- 1865: Ermordung von US-Präsident Abraham Lincoln
- 1871: Proklamation des Deutschen Kaiserreichs im Spiegelsaal von Versailles
- 1896: Eröffnung der ersten Olympischen Spiele der Neuzeit in Athen
- Deutscher Zollverein (seit 1834): Der 1834 in Kraft getretene Zollverein schuf für viele deutsche Staaten einen gemeinsamen Wirtschaftsraum mit einheitlichen Zollregelungen. Dadurch sanken Handelshemmnisse, der Binnenhandel nahm zu, und die wirtschaftliche Annäherung der Territorien wurde deutlich beschleunigt—ein wichtiger Schritt hin zur späteren politischen Einigung.
- Märzrevolution 1848 (1848/49): Beginnend mit Aufständen in mehreren Städten führte die Märzrevolution in den Staaten des Deutschen Bundes zu weitreichenden Forderungen nach Verfassungen, bürgerlichen Rechten und nationaler Einheit. In der Frankfurter Nationalversammlung wurde anschließend eine demokratische Reichsverfassung erarbeitet, die jedoch aufgrund innerer und äußerer Widerstände letztlich nicht dauerhaft durchgesetzt werden konnte.
- Reichsproklamation und Gründung des Deutschen Kaiserreichs (1871): Am 18. Januar 1871 wurde im Spiegelsaal von Versailles die Reichsgründung proklamiert—wesentlich vorbereitet durch die Erfolge der preußischen Politik und die Kriege der Einigungszeit. Mit der Kaiserproklamation entstand das Deutsche Kaiserreich unter Führung Preußens, was die politische Landschaft in Europa nachhaltig veränderte und den Nationalstaat im deutschen Raum endgültig konsolidierte.
- 1830: Julirevolution in Frankreich (Sturz von König Karl X.)
- 1830: Unabhängigkeit Belgiens von den Niederlanden
- 1830: Beginn der Belgischen Revolution (August 1830)
- 1830: Erster Eisenbahnbau in den USA mit dem Start der Baltimore-and-Ohio-Planungen
- 1831: Aufstand im Russischen Kaiserreich (Polnischer Novemberaufstand beginnt 1830/31)
- 1831: Gründung der Gesellschaft der Freunde des Volkes in Polen (1831)
- 1831: England: Swing Riots (Arbeiteraufstände im Frühjahr 1831)
- 1831: Verabschiedung des Reformgesetzes im Vereinigten Königreich vorbereitet (Reform Bill Debatten)
- 1831: Erste Ausrufung der Unabhängigkeit von Belgien und Anerkennungsschritte durch Großmächte
In Frankreich führte die Julierevolution im Sommer 1830 zu einem Sturz Karls X. Nach den als „Juliereignisse“ bekannten Protesten und Barrikadenkämpfen (begonnen am 27. Juli 1830) wurde der Bürgerkönig Louis-Philippe eingesetzt. Die Revolution war ein Wendepunkt, weil sie die politische Ordnung in Frankreich veränderte und zugleich als Signal für liberale und nationale Bewegungen in Europa wirkte.
Auch in Belgien prägten die Ereignisse zwischen 1830 und 1831 die Region nachhaltig. Die Belgische Revolution begann im Zuge der im Ausland auslösenden Revolutionsstimmung und führte zur Abspaltung vom Vereinigten Königreich der Niederlande. 1831 wurde die Lage weiter zugespitzt, als die niederländische Seite versuchte, die Kontrolle zurückzugewinnen, während belgische Kräfte ihren staatlichen Anspruch absicherten. Die Ereignisse machten den Konflikt international und mündeten in eine neue politische Ausrichtung für Belgien.
Im Osten Europas entlud sich 1830/31 ein großer Aufstand gegen die russische Herrschaft: der Novemberaufstand begann im November 1830. Der bewaffnete Widerstand in Polen richtete sich gegen die Einschränkungen der Autonomie und wurde von nationalen und liberalen Hoffnungen getragen. Obwohl der Aufstand militärisch zunächst Erfolge hatte, wurde er schließlich niedergeschlagen (mit entscheidenden Rückschlägen bis 1831), was nachfolgend zu verschärfter Kontrolle und weiterer Unterdrückung der polnischen Autonomie führte.