1776 Einträge gefunden in der Kategorie Geschichte
- 1648: Westfälischer Friede beendet den Dreißigjährigen Krieg
- 1651: Veröffentlichung von Thomas Hobbes' Werk "Leviathan"
- 1661: Krönung Ludwigs XIV. zum alleinigen König von Frankreich
- 1666: Großer Brand von London
- 1683: Zweite Belagerung Wiens durch das Osmanische Reich
- 1687: Veröffentlichung von Isaac Newtons "Principia Mathematica"
- 1688: Glorreiche Revolution in England
- 1701: Beginn des Spanischen Erbfolgekriegs
- 1721: Ende des Großen Nordischen Krieges mit dem Frieden von Nystad
Im Jahr 1648 wurde der Westfälische Friede geschlossen, der den Dreißigjährigen Krieg in Europa beendete. Dieser Frieden bestand aus mehreren Verträgen, die zwischen dem Heiligen Römischen Reich, Frankreich, Spanien, Schweden und weiteren europäischen Mächten geschlossen wurden. Der Westfälische Friede führte zu einer grundlegenden Neuordnung in Mitteleuropa, indem die Souveränität der Fürstentümer des Heiligen Römischen Reiches anerkannt wurde und die religiöse Toleranz zwischen Katholiken, Lutheranern und Reformierten gefördert wurde. Zudem gewann Frankreich an Einfluss im Elsass, während Schweden Besitzrechte im Norden Deutschlands erhielt. Die Vereinbarungen des Westfälischen Friedens legten den Grundstein für das moderne Staatensystem in Europa und markierten einen Wendepunkt in der europäischen Geschichte.
Im Jahr 1683 fand die Zweite Belagerung von Wien statt, bei der die osmanischen Truppen unter dem Großwesir Kara Mustafa Pasha versuchten, die habsburgische Hauptstadt einzunehmen. Die Belagerung dauerte mehrere Wochen und führte Wien an den Rand des Zusammenbruchs. Die Belagerung wurde jedoch durch das Eingreifen eines christlichen Entsatzheeres unter Führung des polnischen Königs Johann III. Sobieski beendet, das am 12. September 1683 in der Schlacht am Kahlenberg einen entscheidenden Sieg gegen die Osmanen errang. Die Niederlage markierte den Beginn des Rückzugs der Osmanen aus Mitteleuropa und leitete eine Ära der habsburgischen Expansion auf dem Balkan ein.
Im Jahr 1701 wurde das Königreich Preußen ausgerufen, als Friedrich III., Kurfürst von Brandenburg, sich in Königsberg zum „König in Preußen“ krönen ließ und fortan Friedrich I. nannte. Die Erhebung zur Königswürde wurde durch diplomatische Bemühungen und die Zustimmung des römisch-deutschen Kaisers Leopold I. ermöglicht, der im Gegenzug preußische Unterstützung im Spanischen Erbfolgekrieg erhielt. Das neue Königreich war zunächst geographisch geteilt, da Brandenburg und das Herzogtum Preußen nicht durchgehend verbunden waren. Die Gründung des Königreichs legte den Grundstein für den Aufstieg Preußens zur Großmacht in Europa und hatte tiefgreifende Auswirkungen auf die politische Entwicklung Deutschlands bis ins 19. Jahrhundert.
- 1648: Westfälischer Frieden (Beendigung des Dreißigjährigen Krieges)
- 1653: Oliver Cromwell wird zum Lord Protector
- 1660: Restauration der Monarchie in England (Rückkehr Karls II.)
- 1666: Großbrand von London
- 1672: Beginn des Französisch-Niederländischen Krieges
- 1683: Zweite Türkenbelagerung Wiens scheitert (Entsatz)
- 1688: Glorreiche Revolution in England
- 1701: Beginn des Spanischen Erbfolgekrieges
- 1712: Schlacht von Denain
Westfälischer Frieden (1648) beendete den Dreißigjährigen Krieg im Heiligen Römischen Reich und gilt zugleich als wichtiger Abschluss der Achtzigjährigen Kriegshandlungen zwischen Spanien und den niederländischen Aufständischen. Die Friedensschlüsse wurden in Münster und Osnabrück verhandelt und führten zu weitreichenden politischen und rechtlichen Regelungen: Territoriale Fürsten erhielten stärkeren Einfluss, die konfessionelle Ordnung im Reich wurde stabilisiert und die praktische Selbstständigkeit vieler Einzelstaaten wurde anerkannt.
Acts of Union 1707 fassten den juristischen Schritt zur Vereinigung von England und Schottland zusammen. Nachdem beide Königreiche zuvor weitgehend getrennt bestanden hatten, traten die Unionsgesetze 1707 in Kraft und schufen das Königreich „Großbritannien“. Politisch bedeutete das unter anderem die Zusammenführung der Parlamente in Westminster; wirtschaftlich und verfassungsrechtlich brachte die Union neue Rahmenbedingungen, die insbesondere Handel, Besteuerung und staatliche Verwaltung betrafen. Damit wurde eine entscheidende Grundlage für die spätere Entwicklung der britischen Staatlichkeit gelegt.
Schlacht bei Poltawa (1709) war eine der entscheidenden militärischen Auseinandersetzungen im Großen Nordischen Krieg. In der Konfrontation zwischen den Truppen König Karls XII. von Schweden und dem Heer Peters des Großen von Russland erlitt Schweden eine schwere Niederlage. Die Schlacht gilt als Wendepunkt: Nach Poltawa gewann Russland deutlich an Einfluss in der Region, während die schwedische Vormachtstellung in Nord- und Osteuropa nachhaltig erschüttert wurde. Damit prägte der Sieg Russlands den weiteren Verlauf des Konflikts bis in die frühen 1720er Jahre.
- 1648 – Der Westfälische Frieden beendet den Dreißigjährigen Krieg.
- 1666 – Der Große Brand von London zerstört große Teile der Stadt.
- 1672 – Beginn des Holländischen Kriegs (Franco-Dutch War).
- 1683 – Die Osmanen scheitern in der Zweiten Türkenbelagerung von Wien.
- 1688 – Glorious Revolution in England (Sturz von Jakob II. und Thronwechsel).
- 1701 – Beginn des Spanischen Erbfolgekriegs.
- 1707 – Mit den Acts of Union entsteht das Königreich Großbritannien.
- 1709 – Schlacht von Poltawa: Sieg Peters des Großen über Karl XII.
- 1729 – Vertrag von Sevilla zur Regelung des Konflikts zwischen England und Spanien (Endphase des War of Jenkins’ Ear).
- Westfälischer Frieden (1648) – Mit den Friedensschlüssen von Münster und Osnabrück endeten der Dreißigjährige Krieg sowie der Achtzigjährige Krieg in ihren jeweiligen Phasen. Der Westfälische Frieden gilt als entscheidend für die Stabilisierung der europäischen Staatenordnung: Er bestätigte bestehende territoriale Verhältnisse, stärkte die Souveränität der Reichsstände im Heiligen Römischen Reich und trug dazu bei, religiöse Konflikte rechtlich zu befrieden. Zudem prägte er langfristig die Idee, dass politische Ordnung durch dauerhaft vereinbarte Verträge gesichert werden kann.
- Glorious Revolution (1688/1689) – In England wechselte die Herrschaft durch eine weitgehend „blutarme“ Absetzung von König Jakob II. und die Einladung Wilhelm III. und Maria II. zur Thronbesteigung. Die Ereignisse gelten als Wendepunkt in der Entwicklung des englischen bzw. später britischen Parlamentarismus: Die neue Regierung musste sich stärker an verfassungsrechtliche Regeln halten. In der Folge entstand mit der Bill of Rights (1689) eine Grundlage, die die Macht des Monarchen gegenüber dem Parlament begrenzte und politische sowie rechtliche Rechte festschrieb.
- Spanischer Erbfolgekrieg und die Verträge von Utrecht (1701–1714; Folgen bis 1715) – Der Konflikt entstand aus der Frage, wer das spanische Erbe nach dem Tod von König Karl II. antreten würde. Große europäische Mächte stellten dabei unterschiedliche Ansprüche und Bündnisse, wodurch der Krieg weit über Spanien hinaus Wirkung zeigte. Die abschließenden Verhandlungen führten u. a. zu den Verträgen von Utrecht, die die politische Landkarte in Europa neu ordneten: Bestimmte Gebiete fielen an neue Herrscher bzw. wurden anders verteilt. Der Krieg gilt außerdem als prägend für das europäische Machtgleichgewicht im frühen 18. Jahrhundert.
- 1648: Westfälischer Friede beendet den Dreißigjährigen Krieg.
- 1651: England erlässt mit dem Navigation Act den Handelsschutz zugunsten englischer Schiffe.
- 1660: Restaurationsbeginn in England mit der Rückkehr von König Karl II.
- 1666: Der Große Brand von London zerstört große Teile der Stadt.
- 1672: Beginn des Französisch-Niederländischen Krieges.
- 1683: Zweite Türkenbelagerung Wiens wird durch die Entsatzarmee unterbrochen.
- 1688: Glorious Revolution in England; der Thronwechsel zu Wilhelm III. und Maria II.
- 1701: Beginn des Spanischen Erbfolgekriegs.
- 1714: Friede von Rastatt und Ende des Spanischen Erbfolgekriegs in Europa.
- 1721: Peter der Große gründet die Russische Gelehrtengesellschaft (Akademie) und ordnet Reformen zur Modernisierung an.
- 1724: Peter der Große erlässt die Satzung zur Gründung der Akademie der Wissenschaften in Sankt Petersburg.
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Westfälischer Frieden (1648)
Der Westfälische Frieden beendete den Dreißigjährigen Krieg (und mit ihm auch wesentliche Teile des Achtzigjährigen Krieges) und gilt als entscheidender Wendepunkt in der europäischen Geschichte. In den Verträgen wurde das Prinzip der weitgehenden Souveränität für viele Reichsstände im Heiligen Römischen Reich stärker festgeschrieben, wodurch die politische Ordnung im Reich dauerhaft geprägt wurde. Darüber hinaus wird der Frieden häufig als frühes Fundament des modernen Völkerrechts betrachtet, weil er die Beendigung bewaffneter Konflikte und die vertragliche Neuordnung der Machtverhältnisse stärker in den Mittelpunkt stellte.
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Zweite Türkenbelagerung von Wien (1683)
1683 belagerten osmanische Truppen Wien erneut, nachdem zuvor bereits Teile der Habsburgermonarchie unter starken Druck geraten waren. Die Belagerung wurde schließlich durch das Entsatzheer unter maßgeblicher Beteiligung polnisch-litauischer Kontingente und die Neuformierung der Allianz gegen das Osmanische Reich beendet. Der Sieg vor Wien hatte erhebliche Folgen für das Kräfteverhältnis in Mitteleuropa und gilt als wichtige Zäsur, nach der die Habsburger ihre offensive Handlungsfähigkeit in der Region weiter ausbauen konnten.
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Frieden von Utrecht (1713)
Der Frieden von Utrecht beendete mehrere Konflikte, die vor allem im Zuge des Spanischen Erbfolgekriegs entstanden waren. Die Verträge führten zu einer Neuordnung der Besitz- und Machtverhältnisse in Europa: Der Habsburgermonarchie wurden zwar bedeutende Gebiete zugeschrieben, doch der größte Teil des spanischen Gesamterbes blieb letztlich bei der neuen französisch-bourbonischen Linie. Für viele europäische Staaten bedeutete Utrecht vor allem eine längerfristige Stabilisierung, auch wenn die Neuordnung zugleich neue Spannungen erzeugen konnte, die später wieder zu großen Kriegen führten.
- 1649 Hinrichtung König Karls I. von England
- 1651 Schlacht von Worcester (Niederlage der Royalisten)
- 1660 Restauration der Monarchie: Rückkehr von König Karl II.
- 1666 Großer Brand von London
- 1672 Beginn des Französisch-Niederländischen Krieges
- 1688 Glorreiche Revolution in England (Sturz Jakobs II.)
- 1689 Verabschiedung der Bill of Rights
- 1701 Beginn des Spanischen Erbfolgekrieges
- 1715 Beginn des Jakobitenaufstands in Schottland
Im Jahr 1649 ließ das englische Parlament König Karl I. hinrichten. Damit endete die monarchische Ordnung im Rahmen des Englischen Bürgerkriegs, und in England wurde die Herrschaft des Parlaments unter der Leitung des Commonwealth („Commonwealth of England“) weiter ausgebaut. Die Hinrichtung gilt als ein entscheidender Einschnitt, weil sie die Legitimitätsfrage von Königsherrschaft versus parlamentarischer Gewalt in eine offene politische und rechtliche Konfrontation verwandelte. Kurzfristig verschärfte sich die innenpolitische Spaltung, langfristig beeinflusste das Ereignis jedoch die spätere Entwicklung von konstitutionellen Ideen in England.
Im Jahr 1683 stand Europa erneut im Zeichen eines großen Konflikts zwischen dem Osmanischen Reich und den europäischen Mächten. Während der Belagerung Wiens scheiterte das osmanische Heer vor den Verteidigern der Stadt, was als Wendepunkt der Türkenkriege gilt. Besonders bedeutend war die Entsatzaktion durch verbündete Truppen, die die Belagerung unterbrach und damit den Vormarsch der Osmanen stoppte. Die Verteidigung Wiens stärkte die Position der Habsburger und trug dazu bei, dass sich im weiteren Verlauf das Kräfteverhältnis in Mitteleuropa wieder zugunsten der christlichen Koalition verschob.
Nach jahrelangen Kämpfen im Kontext des Großen Nordischen Krieges kam es 1721 zum Abschluss des Friedens von Nystad. Der Vertrag beendete den Krieg zwischen Russland und Schweden und regelte vor allem Gebiets- und Einflussfragen im Ostseeraum. Für Russland bedeutete der Frieden einen großen territorialen Zugewinn und festigte die Stellung des Landes als aufstrebende Großmacht. Für Schweden hingegen war der Ausgang ein spürbarer Machtverlust, der die bisherige Stellung Schwedens im Ostseeraum nachhaltig schwächte und langfristig die politische Landschaft Nordeuropas veränderte.