1789 Einträge gefunden in der Kategorie Geschichte
- 1835: Samuel Morse entwickelt einen nutzbaren elektromagnetischen Telegrafen.
- 1835: Die USA erleben den „Zweiten Seminolenkrieg“ gegen die Seminolen in Florida.
- 1835: Gründung der New York Herald, einer einflussreichen Tageszeitung.
- 1836: Texas erklärt seine Unabhängigkeit von Mexiko.
- 1836: Samuel Colt erhält ein Patent für den ersten brauchbaren Revolver.
- 1836: Das „Indian Removal Act“ führt zur Zwangsumsiedlung von indigenen Völkern in den USA.
- 1836: Arkadien wird offiziell Teil des britischen Kolonialreichs (als Teil des westlichen Australiens).
- 1837: Königin Victoria besteigt den britischen Thron nach dem Tod von König Wilhelm IV.
- 1837: Eröffnung der London and Birmingham Railway, einer der ersten großen Eisenbahnlinien in Großbritannien.
- 1837: Wirtschaftskrise in den USA, bekannt als die Panik von 1837.
- 1838: Die Cherokees in den USA werden auf dem „Pfad der Tränen“ zwangsweise umgesiedelt.
- 1838: Gründung des ersten deutschen Arbeitervereins in Leipzig durch Robert Blum.
1. Gründung der Bayerischen Ludwigsbahn (1835):
Am 7. Dezember 1835 wurde die Bayerische Ludwigsbahn eröffnet. Dies war die erste Eisenbahn mit Dampfbetrieb in Deutschland, die zwischen Nürnberg und Fürth verkehrte. Die Strecke war 6,04 Kilometer lang und wurde von der Lokomotive Adler geführt, die von der britischen Firma Stephenson gebaut wurde. Der Zugbetrieb hatte maßgebliche Auswirkungen auf die Industrialisierung in Deutschland und markierte den Beginn des Eisenbahnzeitalters im deutschsprachigen Raum. Mehr Informationen finden Sie auf Wikipedia.
2. Gründung der Deutschen Zollunion (1834, erweitert im Jahr 1837):
Am 1. Januar 1834 wurde die Deutsche Zollunion (Zollverein) gegründet, aber entscheidende Erweiterungen erfolgten im Jahr 1837. Der Zollverein vereinheitlichte die Zoll- und Handelspolitik zwischen den deutschen Staaten und trug stark zur wirtschaftlichen Integration Deutschlands bei. Bis 1837 traten weitere Staaten wie Hannover und Kurhessen dem Zollverein bei, was dessen Einfluss und wirtschaftliche Bedeutung vergrößerte. Ziel war es, Handelshemmnisse abzubauen und den Warenverkehr zu fördern. Mehr dazu erfahren Sie auf Wikipedia.
3. Gründung der Athenaeum-Universität in Polska (1838):
Im Jahr 1838 wurde die Athenaeum-Universität in Posen (heute Poznań, Polen) gegründet. Diese Institution war von erheblicher Bedeutung, da sie in einer Zeit gegründet wurde, als Polen unter dreiteiliger Aufteilung und Fremdherrschaft stand. Die Universität spielte eine zentrale Rolle in der Bildung und Kulturerhaltung des polnischen Volkes und trug zur Verbreitung polnischer Wissenschaft und Kultur bei. Mehr Informationen dazu finden Sie auf Wikipedia.
- 1837: Thronbesteigung von Königin Victoria im Vereinigten Königreich
- 1848: Europäische Revolutionen (Märzrevolution)
- 1854: Beginn des Krimkriegs
- 1861: Beginn des Amerikanischen Bürgerkriegs
- 1863: Emanzipationsproklamation durch Abraham Lincoln
- 1865: Ende des Amerikanischen Bürgerkriegs und Ermordung von Abraham Lincoln
- 1870: Beginn des Deutsch-Französischen Kriegs
- 1871: Proklamation des Deutschen Kaiserreichs
- 1893: Eröffnung der Weltausstellung in Chicago („World’s Columbian Exposition“)
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1848–1849: Deutsche Revolution (Märzrevolution und Paulskirchenverfassung)
In den Jahren 1848/49 kam es in vielen Staaten des Deutschen Bundes zu massiven Protesten gegen die bestehende politische Ordnung. Ausgehend von der Märzrevolution in mehreren deutschen Städten entwickelte sich die Revolution zu einem gesamtdeutschen Umbruchversuch: Liberale und nationale Kräfte forderten mehr Mitbestimmung, Grundrechte und eine nationale Einheit. Höhepunkt war die Arbeit der Frankfurter Nationalversammlung in der Paulskirche, in deren Verlauf eine Verfassung ausgearbeitet wurde – letztlich scheiterten die Revolution und das Projekt einer demokratischen Reichsordnung an den Machtinteressen der Fürsten und an inneren politischen Konflikten.
Deutsche Revolution 1848/1849 -
1871: Reichsgründung und Entstehung des Deutschen Kaiserreichs
Nach dem Sieg Preußens über Frankreich im Deutsch-Französischen Krieg kam es 1871 zur Gründung des Deutschen Kaiserreichs. Am 18. Januar 1871 wurde Wilhelm I. im Spiegelsaal von Versailles zum deutschen Kaiser ausgerufen. Die Reichsgründung gilt als Abschluss eines jahrzehntelangen Einigungsprozesses und veränderte die europäische Machtbalance spürbar. Mit der neuen Staatsordnung entstand ein geeintes, wirtschaftlich und militärisch starkes Deutschland, das zugleich innenpolitisch grundlegende Weichen für Industrialisierung, Sozialgesetzgebung und nationale Identität stellte.
Reichsgründung 1871 -
1884–1885: Berliner Konferenz und “Aufteilung” Afrikas
Auf der Berliner Konferenz verständigten sich zwischen 1884 und 1885 europäische Mächte über Regeln zur Kolonialisierung und wirtschaftlichen Durchdringung Afrikas. Ziel war es, Konflikte zwischen den beteiligten Staaten zu begrenzen und völkerrechtliche Prinzipien für Gebietsansprüche zu definieren. In der Praxis führte dies jedoch zu einer weitgehend von außen gesteuerten Neuordnung des Kontinents: Grenzen wurden ohne Beteiligung der betroffenen afrikanischen Gesellschaften festgelegt, was langfristig politische Instabilität und Konflikte begünstigte. Die Konferenz gilt daher als Schlüsselmoment für Beginn und Intensivierung des “Scramble for Africa”.
Berliner Konferenz (1884–1885)
- 1835 – In Belgien wird die erste Eisenbahnlinie auf dem europäischen Kontinent zwischen Brüssel und Mechelen eröffnet.
- 1837 – Königin Victoria besteigt den britischen Thron.
- 1848 – In vielen europäischen Staaten beginnen die Revolutionen von 1848.
- 1849 – Die Römische Republik wird niedergeschlagen und die päpstliche Herrschaft wiederhergestellt.
- 1851 – In London wird die Great Exhibition im Crystal Palace eröffnet.
- 1853 – Der Krimkrieg beginnt.
- 1857 – In Indien bricht der Sepoy-Aufstand gegen die Herrschaft der Britischen Ostindien-Kompanie aus.
- 1859 – Der Sardinische Krieg gegen Österreich beginnt und fördert die italienische Einigung.
- 1860 – Abraham Lincoln wird zum Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt.
Im Jahr 1837 bestieg Königin Victoria den britischen Thron. Mit ihrer Thronbesteigung begann die sogenannte viktorianische Epoche, die Großbritannien politisch, gesellschaftlich und wirtschaftlich stark prägte. Diese Zeit war gekennzeichnet durch die industrielle Expansion, den Ausbau des Empire sowie tiefgreifende soziale Veränderungen, die das 19. Jahrhundert in Europa nachhaltig beeinflussten.
Die Märzrevolution von 1848 war ein zentrales Ereignis der europäischen Revolutionsjahre. In vielen deutschen Staaten forderten Bürgerinnen und Bürger politische Mitbestimmung, Pressefreiheit, nationale Einheit und liberale Verfassungen. Auch wenn viele Ziele kurzfristig scheiterten, hatte die Revolution langfristige Wirkung, weil sie die Diskussion über Demokratie, Grundrechte und die deutsche Nationalstaatsbildung entscheidend vorantrieb.
Zwischen 1853 und 1856 erschütterte der Krimkrieg Europa. Das Russische Kaiserreich stand dabei einem Bündnis aus dem Osmanischen Reich, Frankreich, Großbritannien und später Sardinien gegenüber. Der Konflikt entstand aus machtpolitischen Spannungen im Schwarzen Meer und auf dem Balkan und gilt als einer der ersten modernen Kriege, in denen neue Waffentechnik, Eisenbahnen, Telegrafie und eine intensive Presseberichterstattung eine wichtige Rolle spielten.
- 1836: Texas erklärt seine Unabhängigkeit von Mexiko.
- 1848: Beginn der Revolutionen in Europa (u. a. in Deutschland und Frankreich).
- 1849: Verabschiedung der Frankfurter Reichsverfassung durch die Nationalversammlung.
- 1854: Beginn des Krimkriegs mit der Kriegserklärung Großbritanniens und Frankreichs an Russland.
- 1861: Beginn des Amerikanischen Bürgerkriegs nach dem Angriff auf Fort Sumter.
- 1866: Schlacht bei Königgrätz (Deutscher Krieg zwischen Preußen und Österreich).
- 1871: Proklamation des Deutschen Kaiserreichs im Spiegelsaal von Versailles.
- 1884: Beginn der Berliner Westafrika-Konferenz zur Neuordnung des kolonialen Einflusses.
- 1895: Wilhelm Röntgen entdeckt die X-Strahlen (Röntgenstrahlen).
- Die Märzrevolution 1848/1849 war eine der wichtigsten Erhebungen im 19. Jahrhundert in den deutschen Staaten. Ausgelöst durch wirtschaftliche Not, politische Unterdrückung und den Wunsch nach mehr Mitbestimmung, breiteten sich Proteste im Zuge der europäischen Revolutionswelle schnell aus. In vielen Städten bildeten sich National- und Bürgerbewegungen, die schließlich zur Frankfurter Nationalversammlung führten. Obwohl die Revolution militärisch niedergeschlagen wurde, beschleunigte sie langfristig die Liberalisierung und lieferte entscheidende Impulse für das Ziel einer nationalen Einheit.
- Im Deutschen Krieg 1866 standen sich Preußen und Österreich (sowie ihre jeweiligen Verbündeten) gegenüber. Der Konflikt entspann sich vor allem um die Vorherrschaft im Deutschen Bund und die Frage, wie eine mögliche deutsche Einigung aussehen sollte. Preußen setzte sich militärisch durch, wodurch der Deutsche Bund aufgelöst und Österreich aus der politischen Führung im deutschen Raum verdrängt wurde. Die Niederlage Österreichs schuf damit die Voraussetzungen für eine neue, von Preußen dominierte Einigung Deutschlands.
- Die Gründung des Deutschen Reichs 1871 markierte den Höhepunkt des Einigungsprozesses. Nach dem Sieg im Deutsch-Französischen Krieg wurde am 18. Januar 1871 im Spiegelsaal von Versailles der preußische König Wilhelm I. zum Deutschen Kaiser ausgerufen. Damit entstand ein föderal organisiertes Reich, in dem Preußen die zentrale Machtstellung behielt. Die Reichsgründung veränderte die politische Landschaft nachhaltig und prägte fortan auch Außenpolitik, Wirtschaft und Gesellschaft in der neuen deutschen Staatsordnung.
- 1836: Schlacht von Alamo während der Texas-Revolution
- 1837: Krönung/Königswahl von Königin Victoria im Vereinigten Königreich
- 1838: „Trail of Tears“ – erzwungene Umsiedlung der Cherokee in den USA
- 1842: Vertrag von Nanking – Ende des Ersten Opiumkriegs
- 1846: Beginn des Mexikanisch-Amerikanischen Krieges
- 1848: Europäische Revolutionen („Frühling der Völker“)
- 1850: Kompromiss von 1850 in den USA (u. a. Fugitive Slave Act)
- 1853: Beginn des Krimkriegs
- 1861: Beginn des Amerikanischen Bürgerkriegs
- Die Revolution 1848/1849 war eine europaweit ausstrahlende Erhebungswelle gegen bestehende Herrschafts- und Gesellschaftsverhältnisse. In den deutschen Staaten begann sie im März 1848 mit Massenprotesten und Forderungen nach mehr Bürgerrechten sowie nationaler Einheit. Der Versuch, mit der Frankfurter Nationalversammlung eine demokratische Reichsordnung zu schaffen, scheiterte schließlich, nachdem die Revolutionsbewegung militärisch und politisch nach und nach niedergeschlagen wurde.
- Der Krimkrieg (1853–1856) war ein großer Konflikt um Einflusssphären im östlichen Mittelmeerraum. Russland geriet dabei gegen die Allianz aus Osmanischem Reich sowie Großbritannien und Frankreich, unter anderem wegen der sogenannten „Orientalischen Frage“ und der Stellung des Osmanischen Reiches. Besonders prägend waren die Belagerung von Sewastopol und die bis dahin stark sichtbaren Folgen von Versorgung, Hygiene und moderner Kriegsführung; als Ergebnis wurde der Frieden 1856 im Vertrag von Paris geregelt.
- Mit dem Beginn der Amerikanischen Bürgerkrieg im Jahr 1861 eskalierte der Konflikt zwischen den nördlichen Unionsstaaten und den abtrünnigen Südstaaten (Konföderation). Ursachen waren vor allem Streitigkeiten über die Staatshoheit sowie die ökonomische und gesellschaftliche Ordnung, die stark mit der Sklaverei verbunden war. Der Krieg startete mit Kampfhandlungen im April 1861 (u. a. um Fort Sumter) und endete später mit der Niederlage der Konföderation und weitreichenden Folgen für die Rechtsstellung ehemals versklavter Menschen.