1789 Einträge gefunden in der Kategorie Geschichte
- 1837: Thronbesteigung von Königin Viktoria im Vereinigten Königreich
- 1848: Revolutionen in Europa (u. a. Märzrevolution in den deutschen Staaten)
- 1851: Eröffnung der „Great Exhibition“ in London
- 1863: Erlass der „Emancipation Proclamation“ in den USA
- 1866: Entscheidungsschlacht bei Königgrätz im Deutschen Krieg (Preußen setzt sich durch)
- 1871: Proklamation des Deutschen Kaiserreichs (Kaiserproklamation)
- 1884: Beginn der Berliner Westafrika-Konferenz zur kolonialen Aufteilung Afrikas
- 1898: Beginn des Spanisch-Amerikanischen Krieges
- 1905: Russische Revolution von 1905 (u. a. „Blutsonntag“)
1848/49: Die Märzrevolution 1848 gilt als einer der zentralen Umbrüche in Europa. Ausgehend von Protesten in verschiedenen deutschen Städten und dem Ruf nach mehr politischen Rechten eskalierte die Unruhe rasch zu einer breiten Revolutionsbewegung. Im Zuge dessen kam es zur Bildung von parlamentarischen Institutionen und zur Diskussion grundlegender Verfassungsfragen. Der Versuch, die politische Ordnung im Sinne von liberalen und nationalen Zielen neu zu gestalten, scheiterte jedoch letztlich an der militärischen und politischen Gegenwehr konservativer Kräfte und an internen Differenzen innerhalb der Revolutionäre.
1870/71: Mit der Deutsch-Französischen Krieg führte die Auseinandersetzung zwischen dem Deutschen Kaiserreich und dem Zweiten Französischen Kaiserreich zu einem entscheidenden Wandel der europäischen Machtverhältnisse. Der Krieg wurde stark durch den Konflikt um die politische Neuordnung in Deutschland geprägt und führte zur Schwächung Frankreichs. In der Folge kam es 1871 zur Reichsgründung, wodurch ein geeintes deutsches Nationalstaatssystem entstand. Der Krieg und seine Ergebnisse prägten danach über Jahrzehnte die politische Balance zwischen den Großmächten.
1905: Die Russische Revolution von 1905 war ein bedeutendes Ereignis, das die soziale und politische Krise im Zarenreich sichtbar machte. Auslöser waren unter anderem wachsender Unmut über politische Unterdrückung, soziale Not und das hartnäckige wirtschaftliche Ungleichgewicht. Streiks, Demonstrationen und Aufstände nahmen zu, zudem spielten Forderungen nach bürgerlichen Rechten und Mitbestimmung eine zentrale Rolle. Obwohl die Revolution nicht unmittelbar den Sturz des Zaren brachte, führte sie zu spürbaren Reformen und schuf damit wichtige Voraussetzungen für spätere Umbrüche in Russland.
- 1836: Schlacht von Alamo während des Texanischen Unabhängigkeitskriegs
- 1837: Königin Victoria besteigt den britischen Thron
- 1838: Publikation von Friedrich Wilhelm August Argelanders erster vollständiger Durchmusterung des nördlichen Himmels
- 1840: Gründung des Königreichs Hawaii
- 1844: Erste vollständige Telegrafenleitung in den USA fertiggestellt
- 1846: Beginn des Mexikanisch-Amerikanischen Krieges
- 1848: Revolutionen in Europa fordern politische und soziale Reformen
- 1850: Kompromiss von 1850 in den USA verabschiedet
- 1853: Beginn des Krimkriegs zwischen Russland und dem Osmanischen Reich
- 1856: Aufstand der Sepoys (Indischer Aufstand von 1857) beginnt
- 1859: Veröffentlichung von Charles Darwins "Über die Entstehung der Arten"
- 1861: Beginn des Amerikanischen Bürgerkriegs
1. Im Jahr 1848 fand in Deutschland die Deutsche Revolution statt. Diese Revolution war Teil der europäischen Revolutionen von 1848, die sich über viele Länder Europas erstreckten. Ursprünglich ausgelöst durch wirtschaftliche Not und eine allgemeine Unzufriedenheit mit den autokratischen Herrschern, forderte das Volk mehr politische Freiheit und nationale Einheit. Die Revolution führte in der Folge zur Einberufung der Frankfurter Nationalversammlung, die das Ziel hatte, eine einheitliche deutsche Verfassung zu erarbeiten. Auch wenn die Revolution letztlich scheiterte, legte sie den Grundstein für zukünftige deutsche Einheitsbewegungen. Weitere Details finden Sie hier.
2. Die Gründung des Deutschen Zollvereins am 1. Januar 1834 hatte weitreichende Auswirkungen auf die deutsche Wirtschaft und Politik. Dieser Verein erleichterte den Warenverkehr zwischen den verschiedenen deutschen Staaten durch die Abschaffung von Binnenzöllen, wodurch ein einheitlicher Binnenmarkt geschaffen wurde. Dies war ein entscheidender Schritt in Richtung einer wirtschaftlichen Einheit Deutschlands und legte zugleich wichtige Grundlagen für die spätere politische Einigung. Der Zollverein war ein wichtiger Motor für die industrielle Revolution in Deutschland und stärkte den wirtschaftlichen Zusammenhalt der beteiligten Staaten. Weitere Einzelheiten sind hier zu finden.
3. Die Schlacht von Solferino am 24. Juni 1859 während des Zweiten Italienischen Unabhängigkeitskrieges war eine bedeutende Auseinandersetzung, die auch weit über Italien hinausgehende Folgen hatte. In dieser Schlacht kämpften die französischen und piemontesischen Truppen unter Napoleon III. und Vittorio Emanuele II. gegen die österreichischen Truppen. Die Niederlage der Österreicher führte zu deren Rückzug aus der Lombardei und stärkte die italienische Unabhängigkeitsbewegung erheblich. Darüber hinaus inspirierte die Schlacht Jean-Henri Dunant zur Gründung des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz, nachdem er das große Leid und die Verwundeten in der Nachwirkung der Schlacht gesehen hatte. Mehr Informationen gibt es hier.
- 1837: Beginn der Revolutionen in Kanada (Rebellionen von 1837–1838)
- 1838: Abschaffung der Sklaverei im britischen Empire durch den Slavery Abolition Act
- 1839: Entdeckung der ersten Phasen des Assam-Tees/Teeanbaus und Beginn größerer Teekultivierung in Indien (später ausgeweitet)
- 1841: Annexion von Texas wird in den USA vorbereitet, nachdem Texas unabhängig geworden war
- 1846: Beginn des Amerikanisch-Mexikanischen Kriegs
- 1848: Revolutionen in Europa („Frühling der Völker“)
- 1850: Verabschiedung des Kompromisses von 1850 in den USA
- 1854: Beginn des Krimkriegs
- 1859: Beginn der Zweiten Schlacht von Solferino (mitfolgend: Auswirkungen auf die Gründung des Roten Kreuzes)
- 1861: Beginn des Amerikanischen Bürgerkriegs
Die Deutsche Revolution 1848/1849 war eine der prägendsten politischen Umwälzungen im Zeitraum zwischen 1836 und 1861. Ausgehend von Protesten und Aufständen – besonders im Frühjahr 1848 – forderten viele Menschen Verfassungen, Grundrechte und eine stärkere nationale Einheit. In mehreren deutschen Staaten bildeten sich revolutionäre Bewegungen, die teils gewaltsam niedergeschlagen wurden, teils in Verhandlungen übergingen. Besonders wichtig war die Arbeit der Nationalversammlung in der Frankfurter Paulskirche, die eine demokratische Verfassung entwerfen wollte. Am Ende scheiterte die Revolution jedoch weitgehend, vor allem wegen Uneinigkeit der Kräfte, mangelnder Unterstützung in einigen Schlüsselbereichen und der Rückkehr konservativer Machtverhältnisse.
Der Krimkrieg (1853–1856) führte ab 1854 zu einer deutlichen Eskalation in Europa und betraf damit direkt den Zeitraum bis 1861. Auslöser war vor allem der Macht- und Einflusskampf um Gebiete im Umfeld des Osmanischen Reiches sowie um die Stellung der christlichen Minderheiten im Heiligen Land. Russland geriet dabei in Konflikt mit einem Bündnis aus dem Osmanischen Reich, unterstützt von Großbritannien und Frankreich. Der Krieg ist auch militärhistorisch bedeutsam: Er zeigte den schwierigen Wechsel von alten Vorstellungen der Kriegsführung zu moderneren Logistik- und Verwundetenversorgungskonzepten. Mit dem Pariser Frieden 1856 wurde der Konflikt beendet; Russland musste erhebliche Zugeständnisse machen, während gleichzeitig der politische Einfluss der Siegermächte begrenzt blieb.
Der Amerikanische Bürgerkrieg begann 1861, nachdem mehrere Südstaaten sich von der Union abgespalten hatten (Sezession) und Spannungen über Fragen wie die politische Machtverteilung und vor allem über die Zukunft der Sklaverei weiter eskalierten. Mit dem Beginn der Kampfhandlungen im April 1861 (u. a. um Fort Sumter) wurde der Konflikt vom politischen Streit zum offenen Krieg zwischen Nord- und Südstaaten. Der Krieg entwickelte sich zu einem der verlustreichsten Konflikte des 19. Jahrhunderts und veränderte die USA tiefgreifend: Militärisch, politisch und gesellschaftlich. Im Verlauf des Krieges gewann die Frage der Abschaffung der Sklaverei an zentraler Bedeutung, während der Bund immer stärker darauf abzielte, die staatliche Einheit wiederherzustellen. Insgesamt wirkte der Bürgerkrieg wie ein „Bruch“ mit der bisherigen Ordnung und legte langfristig Grundlagen für den späteren Wandel hin zu mehr Bürgerrechten.
- 1837: Beginn der Regierungszeit von Königin Viktoria im Vereinigten Königreich
- 1838: Auswanderungsbeginn vieler Schweizer und deutscher Kräfte in Richtung USA (u.a. nach dem „Zürcher Auswanderungsboom“)
- 1839: Erster Opiumkrieg zwischen dem Vereinigten Königreich und dem Kaiserreich China
- 1842: Vertrag von Nanking beendet den Ersten Opiumkrieg
- 1846: Beginn des Amerikanisch-Mexikanischen Krieges
- 1848: Revolutionen in Europa (u.a. Märzrevolution in Deutschland)
- 1853: Beginn des Krimkriegs zwischen dem Russischen Reich und einem Bündnis aus Frankreich, Großbritannien und dem Osmanischen Reich
- 1857: Indischer Aufstand (Sepoy-Rebellion) gegen die britische Herrschaft
- 1862: Schlacht von Antietam während des Amerikanischen Bürgerkriegs
- Thronbesteigung von Königin Viktoria (1837): Mit der Thronbesteigung der damals erst 18-jährigen Viktoria am 20. Juni 1837 begann in Großbritannien die sogenannte Viktorianische Epoche. Die Regierungszeit war von tiefgreifenden politischen und gesellschaftlichen Veränderungen geprägt, unter anderem durch Reformen im Parlament und den weiteren Ausbau von Industrie und Infrastruktur. Viktoria wurde dabei auch zu einer prägenden Symbolfigur des britischen Kaiserreichs.
- Revolutionen in Europa und in den deutschen Staaten (1848/1849): Im Frühjahr 1848 erfassten revolutionäre Bewegungen weite Teile Europas. Auch in den deutschen Staaten kam es zu massiven Umbrüchen: Der Ruf nach Verfassungen, Grundrechten und einer nationalen Einheit gewann stark an Druck. Im Kontext der Paulskirchenbewegung entstand 1849 zudem die Paulskirchenverfassung, die jedoch letztlich nicht dauerhaft durchgesetzt werden konnte.
- Schlacht von Antietam (1862): Die Schlacht von Antietam am 17. September 1862 gilt als eine der blutigsten Schlachten des Amerikanischen Bürgerkriegs. In der Nähe von Sharpsburg (Maryland) kam es zu erbitterten Gefechten zwischen Nord- und Südstaaten, die mit sehr hohen Verlusten auf beiden Seiten einhergingen. Strategisch wurde der Kampf zu einem Wendepunkt, da er die Kampagne des Südstaaten-General Lee stoppte und damit politischen Handlungsspielraum für die weitere Eskalation der Kriegsziele eröffnete.
- 1837: Thronbesteigung von Königin Victoria nach dem Tod Wilhelms IV.
- 1838: Beginn der Auswanderung der Mormonen nach Utah (Mormon Trial und Beginn der Migration).
- 1839: Erste Affäre um den Vertrag von Nanking und Beginn des Ersten Opiumkriegs mit britischer Intervention.
- 1840: Beginn des Sondervertrags/der „Verträge von Nanking“ nach dem Ende des Ersten Opiumkriegs.
- 1842: Unterzeichnung des Vertrags von Nanking zwischen Großbritannien und dem Qing-Reich.
- 1846: Beginn des US-amerikanischen Mexikanisch-Amerikanischen Kriegs.
- 1848: Beginn der europäischen Revolutionen („Märzrevolution“ in vielen Staaten).
- 1859: Schlacht von Solferino als Auslöser für die spätere Gründung des Roten Kreuzes.
- 1861: Beginn des Amerikanischen Bürgerkriegs zwischen Nord- und Südstaaten.
- 1837: In Hannover und Göttingen eskalierte der Konflikt zwischen dem konservativen Staat und liberal/akademisch geprägten Reformkräften. Mehrere Professoren (u. a. aus der Universität Göttingen) wurden wegen ihrer öffentlichen Stellungnahmen gegen die „Königliche Hannoversche Verfassung“ entlassen oder verfolgt. Dieses Vorgehen ist als Ereignis rund um die Göttinger Sieben in die Geschichte eingegangen und gilt als frühes Signal der politischen Reaktionsphase im Deutschen Bund.
- 1848/1849: Die Märzrevolutionen lösten in den Staaten des Deutschen Bundes eine umfassende Umbruchwelle aus. In der Folge versuchten viele politische Kräfte, eine nationale Verfassung und mehr Grundrechte durchzusetzen. Den Höhepunkt bildete die Arbeit der Frankfurter Nationalversammlung, die schließlich die Paulskirchenverfassung beschloss. Auch wenn sie nicht dauerhaft in Kraft trat, prägte sie die weitere Entwicklung von Liberalismus, Nationalidee und Verfassungsdenken nachhaltig.
- 1862: Preußen steuerte unter Otto von Bismarck entschieden auf eine Realpolitik zu, die langfristig auf eine machtpolitische Einigung Deutschlands hinauslief. Mit seiner Ernennung zum preußischen Ministerpräsidenten im Jahr 1862 wurde die Regierung auf einen Kurs ausgerichtet, der Reformen und Machtpolitik eng miteinander verband. Besonders wirksam wurde die Begründung dieses Weges durch die später als „Blut-und-Eisen“-Rede bekannte Argumentation: politische Ziele sollten notfalls auch mit militärischer Stärke durchgesetzt werden.