1787 Einträge gefunden in der Kategorie Geschichte
- 1848: Märzrevolution in Deutschland und Beginn der Revolutionen von 1848/49
- 1849: Frankfurter Nationalversammlung verabschiedet die Paulskirchenverfassung
- 1853: Ausbruch des Krimkriegs
- 1859: Schlacht von Solferino im Zweiten Italienischen Unabhängigkeitskrieg
- 1861: Beginn des Amerikanischen Bürgerkriegs
- 1864: Zweiter Schleswigscher Krieg zwischen Preußen/Österreich und Dänemark
- 1866: Deutscher Krieg (Austro-preußischer Krieg), Entscheidungsschlacht bei Königgrätz
- 1870: Beginn des Deutsch-Französischen Kriegs
- 1871: Proklamation des Deutschen Kaiserreichs in Versailles
1848/49 kam es in den deutschen Staaten zu einer weitreichenden Deutschen Revolution 1848/1849. Ausgehend von wirtschaftlichen Krisen und politischen Forderungen nach mehr Mitbestimmung entstanden Massenproteste und Unruhen, die schließlich zur Einberufung der Frankfurter Nationalversammlung führten. Ziel war unter anderem eine einheitliche, demokratisch legitimierte Verfassung; trotz großer Hoffnungen scheiterte das Projekt jedoch letztlich an militärischer und politischer Gegenwehr.
Im Deutschen Krieg von 1866 kämpften vor allem Preußen und seine Verbündeten gegen Österreich (und dessen Zusammenschlüsse) um die Vorherrschaft im Deutschen Bund. Der Konflikt endete mit der entscheidenden Niederlage Österreichs, wodurch Preußens politische Führung gestärkt wurde. Der Krieg gilt als zentraler Schritt auf dem Weg zur kleindeutschen Lösung und zur späteren Reichsgründung, weil er das Kräfteverhältnis innerhalb Deutschlands nachhaltig veränderte.
Nach dem Deutschen Kaiserreich wurde am 18. Januar 1871 das Ergebnis der politischen Neuordnung sichtbar: In Versailles wurde der preußische König Wilhelm I. zum Deutschen Kaiser ausgerufen. Dieser Schritt folgte aus der erfolgreichen Reichsgründungsphase nach dem Krieg gegen Frankreich und markierte den Beginn einer neuen staatlichen Ordnung mit einer starken Stellung des Kaiserreichs in Europa. Bis in die frühen 1870er Jahre formierten sich die Strukturen des neuen Reichs, während zugleich innenpolitische Reformen und die Konsolidierung der Machtverhältnisse vorangetrieben wurden.
- 1847: Beginn der Baus der ersten Eisenbahnlinie in Deutschland (Strecke Berlin–Potsdam wird vorbereitet).
- 1848: Märzrevolution und Beginn der deutschen Revolution.
- 1861: Beginn des US-amerikanischen Sezessionskriegs (ab 1861 als Bürgerkrieg bezeichnet).
- 1866: Deutscher Krieg zwischen Preußen und Österreich.
- 1870: Deutsch-Französischer Krieg beginnt.
- 1871: Gründung des Deutschen Kaiserreichs.
- 1884: Aufteilung Afrikas („Scramble for Africa“) auf der Berliner Konferenz.
- 1898: Beginn des Spanisch-Amerikanischen Kriegs.
- 1914: Ausbruch des Ersten Weltkriegs.
Die Frankfurter Nationalversammlung trat ab dem Frühjahr 1848 zusammen und gilt als zentrales Ereignis der Revolution von 1848/49 in den deutschen Staaten. In der Paulskirche berieten Abgeordnete über eine gesamtdeutsche Verfassung, ein modernes Staats- und Wahlrecht sowie die politische Neugestaltung nach dem Ende vieler absoluter Herrschaftsformen. Trotz großer Hoffnungen scheiterte das Projekt jedoch: Der preußische König lehnte die ihm angebotene Kaiserwürde ab, militärische Rückschläge untergruben die revolutionären Kräfte, und die Nationalversammlung wurde 1849 aufgelöst.
Am 18. Januar 1871 fand die Deutsche Reichsgründung statt: Nach dem Sieg im Deutsch-Französischen Krieg wurde im Spiegelsaal von Versailles das Deutsche Kaiserreich ausgerufen. Kaiser Wilhelm I. wurde zum Kaiser erhoben, und die deutschen Fürstentümer wurden in einem neuen Reichsverband unter Führung Preußens zusammengeführt. Mit der Reichsgründung verschob sich die politische und militärische Machtbalance in Europa nachhaltig; die Einheit schuf innenpolitisch neue Strukturen und prägte Außenpolitik und Bündnissysteme in den folgenden Jahrzehnten.
Am 7. Mai 1915 ereignete sich der Untergang der RMS Lusitania im Ersten Weltkrieg: Das britische Passagierschiff wurde von einem deutschen U-Boot torpediert und sank in kurzer Zeit. Das Ereignis führte zu großer internationaler Empörung, insbesondere weil viele der Reisenden aus Großbritannien und teils auch aus neutralen Staaten stammten. Die “Lusitania”-Katastrophe verstärkte die Spannungen zwischen den kriegführenden Mächten und trug zur zunehmenden Belastung der Beziehungen zu den USA bei, deren Eintritt in den Krieg 1917 stark mit der Entwicklung der öffentlichen Meinung und politischen Positionen zusammenhing.
- 1848: Revolutionen in Europa (Märzrevolution in Deutschland)
- 1848: Veröffentlichung des Kommunistischen Manifests von Marx und Engels
- 1849: Ausrufung der Römischen Republik
- 1851: Eröffnung der Weltausstellung in London (Great Exhibition)
- 1853: Beginn des Krimkriegs
- 1856: Ende des Krimkriegs (Frieden von Paris)
- 1861: Beginn des Amerikanischen Bürgerkriegs
- 1863: Emanzipationsproklamation von Abraham Lincoln
- 1865: Ende des Amerikanischen Bürgerkriegs
- 1866: Preußisch-Österreichischer Krieg (Deutscher Krieg)
- 1870: Ausrufung des Deutschen Kaiserreichs
- 1871: Pariser Kommune
Revolutionen von 1848/49: Die Revolutionen von 1848/49 in Europa markieren eine Reihe politischer und sozialer Umwälzungen, die in zahlreichen Ländern stattfanden. Diese Revolutionen hatten ihre Wurzeln in den sozialen und wirtschaftlichen Problemen der Zeit sowie in den liberalen und nationalen Ideen, die sich seit der französischen Revolution verbreitet hatten. Die Revolution in den deutschen Staaten begann im März 1848 und führte zu einer vorübergehenden Absetzung der Monarchien in vielen Staaten sowie zur Einberufung der Frankfurter Nationalversammlung, die eine Verfassung für Deutschland entwerfen sollte. Letztlich scheiterten jedoch viele der Revolutionen wegen innerer Zerwürfnisse und der Reaktion der Monarchien, die ihre Macht zurückerlangen konnten, was in Deutschland zur Auflösung der Frankfurter Nationalversammlung im Mai 1849 führte. Weiterführende Informationen finden Sie hier.
Amerikanischer Bürgerkrieg (1861-1865): Der Amerikanische Bürgerkrieg war ein Krieg zwischen den Nord- und Südstaaten der USA, der von 1861 bis 1865 andauerte. Der Hauptgrund für den Krieg war die Frage der Sklaverei, insbesondere ob die Institution der Sklaverei sich in die westlichen Territorien ausweiten sollte. Die Südstaaten, die die Konföderierten Staaten von Amerika bildeten, erklärten ihre Abspaltung von der Union, während die Nordstaaten unter Präsident Abraham Lincoln an der Union festhielten. Der Krieg führte zu einem enormen Verlust an Leben und Zerstörung, endete jedoch mit dem Sieg der Nordstaaten. Dies führte zur Abschaffung der Sklaverei und zum Beginn der Rekonstruktionsära, in der die Südstaaten unter die Kontrolle des Nordens gestellt wurden, um die Rechte der ehemaligen Sklaven durchzusetzen. Mehr erfahren Sie hier.
Deutscher Krieg (1866): Der Deutsche Krieg von 1866, auch als Preußisch-Österreichischer Krieg bekannt, war ein Konflikt zwischen dem Königreich Preußen und dem Kaisertum Österreich, zusammen mit ihren jeweiligen Verbündeten. Die Auseinandersetzung entstand durch den Machtkampf um die Vorherrschaft im Deutschen Bund. Preußen strebte eine Vereinigung Deutschlands unter seiner Führung an, ohne Österreich zu inkludieren. Die entscheidende Schlacht des Krieges fand bei Königgrätz statt, wo die preußischen Truppen einen entscheidenden Sieg errangen. Der Krieg endete mit dem Prager Frieden, der die Auflösung des Deutschen Bundes und die Gründung des Norddeutschen Bundes unter preußischer Führung zur Folge hatte, was einen entscheidenden Schritt zur späteren Gründung des Deutschen Kaiserreichs darstellte. Weitere Details finden Sie hier.
- 1848: Märzrevolution in den deutschen Staaten
- 1849: Paulskirchenparlament verabschiedet die Reichsverfassung
- 1866: Deutscher Krieg zwischen Preußen und Österreich
- 1871: Gründung des Deutschen Kaiserreichs
- 1890: Rücktritt Bismarcks als Reichskanzler
- 1914: Beginn des Ersten Weltkriegs
- 1918: Novemberrevolution und Abdankung Kaiser Wilhelms II.
- 1919: Verabschiedung der Weimarer Verfassung
- 1932: Reichstagswahlen (Juli und November) und Verschärfung der politischen Krise in der Weimarer Republik
Die Märzrevolution 1848 war der Beginn einer europaweit beachteten Revolutionswelle in den deutschen Staaten. Ausgelöst wurde sie unter anderem durch politische Zensur, soziale Not und den Wunsch nach mehr Mitbestimmung. In vielen Städten kam es zu Barrikadenkämpfen und Demonstrationen; parallel verstärkte sich der Ruf nach einer gesamtdeutschen Verfassung. Höhepunkt der demokratischen Bewegung war die Arbeit der Nationalversammlung in der Frankfurter Paulskirche, deren Entwurf jedoch am Widerstand konservativer Kräfte scheiterte. Die Revolution wurde schrittweise niedergeschlagen, prägte aber die spätere Entwicklung des Liberalismus und der deutschen Einheitsidee.
Mit der Deutschen Reichsgründung 1871 entstand nach dem Deutsch-Französischen Krieg das Deutsche Kaiserreich. Unter Führung der preußischen Politik wurde die Mehrheit der deutschen Staaten zu einem Bundesstaat zusammengeschlossen, in dem Preußen dominierte. Am 18. Januar 1871 wurde Wilhelm I. zum Deutschen Kaiser proklamiert; damit gewann der Nationalgedanke in der politischen Realität an konkreter Gestalt. Die Reichsgründung bedeutete zudem den Start tiefgreifender wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Modernisierung, etwa durch einheitlichere Verwaltungs- und Rechtsstrukturen. Gleichzeitig entstanden neue Spannungen in Europa, die langfristig die Machtpolitik der Großmächte beeinflussten.
Der Preußenschlag am 20. Juli 1932 war ein entscheidender Einschnitt in der Endphase der Weimarer Republik. Hintergrund war der Konflikt um die politische Ausrichtung Preußens und die Handlungsfähigkeit der demokratischen Institutionen, die zunehmend unter Druck gerieten. Reichskanzler Franz von Papen nutzte rechtliche und politische Manöver, um die Regierung in Preußen faktisch abzusetzen und die Kontrolle zentral zu verschieben. Damit verlor Preußen als wichtigstes deutsches Bundesland erheblich an Stabilität und demokratischen Einflussmöglichkeiten. Der Vorgang gilt in der Forschung als Schritt, der die Schwäche der Republik weiter vertiefte und die Voraussetzungen für die spätere Eskalation der Machtkämpfe begünstigte.
- 1848: Märzrevolution in Deutschland und Beginn der Frankfurter Nationalversammlung
- 1848: Revolutionen in Europa, u. a. Februarrevolution in Frankreich
- 1849: Reichsverfassung und Eröffnung der Paulskirche; Ablehnung durch Königgrätz/Potsdam-Kräfte
- 1850: Olmützer Punkt – Beschluss des preußisch-österreichischen Konflikts und Wiederherstellung des Deutschen Bundes unter engerer Führung
- 1853: Beginn des Krimkriegs
- 1859: Zweiter Italienischer Unabhängigkeitskrieg (u. a. Schlacht von Solferino)
- 1861: Beginn des Amerikanischen Bürgerkriegs
- 1866: Preußisch-Österreichischer Krieg und Ende des Deutschen Bundes
- 1871: Gründung des Deutschen Kaiserreichs
- Revolutionen von 1848/1849 in den deutschen Staaten brachen im Zuge von wirtschaftlichen Krisen, sozialen Spannungen und dem Wunsch nach politischen Grundrechten aus. In vielen Städten wurden liberale und demokratische Forderungen laut, etwa nach Pressefreiheit, nationaler Einheit und einer Verfassung. Besonders prägend war die Frankfurter Nationalversammlung (Paulskirchenparlament), die im Versuch, die Monarchien in ein demokratisches Staatensystem einzubinden, eine Reichsverfassung ausarbeiten wollte. Obwohl die Revolutionen letztlich scheiterten (durch militärische Niederlagen, Konflikte innerhalb der Bewegungen und das zunehmende Vorgehen der Fürsten), hinterließen sie nachhaltige politische Impulse: Viele Reformideen, die Debatte um Grundrechte und der Gedanke nationaler Selbstbestimmung prägten spätere Entwicklungen in Deutschland.
- Deutscher Krieg (Preußisch-Österreichischer Krieg) 1866 stellte einen entscheidenden Schritt auf dem Weg zur deutschen Einigung dar. Im Konflikt zwischen der preußischen Führung und Österreich ging es um Einfluss in den deutschen Staaten und um die zukünftige politische Ordnung nach dem Deutschen Bund. Preußen setzte sich militärisch durch, unter anderem mit großen Siegen wie bei Königgrätz, und konnte damit seine Vormachtstellung festigen. Politisch bedeutete der Krieg das Ende des Deutschen Bundes und führte zu einer Neuordnung, bei der Preußen die kleindeutsche Lösung mit einem stärker preußisch dominierten System vorantrieb. Die Niederlage Österreichs und die daraus folgenden Veränderungen in Mittel- und Norddeutschland schufen die Voraussetzungen dafür, dass die Einigung unter preußischer Führung in den folgenden Jahren konkret werden konnte.
- Deutsche Reichsgründung 1871 markierte den Abschluss des Einigungsprozesses zu einem nationalen deutschen Staat. Nach dem Sieg im Deutsch-Französischen Krieg und der Schwächung des Zweiten Kaiserreichs Frankreichs konnten die deutschen Fürsten und politischen Kräfte eine einheitliche Staatsstruktur verwirklichen. Am 18. Januar 1871 wurde im Spiegelsaal von Versailles der preußische König zum Deutschen Kaiser proklamiert, wodurch das Deutsche Kaiserreich entstand. Damit einher ging nicht nur die politische Neuordnung, sondern auch eine Neuausrichtung staatlicher Kompetenzen und Machtverhältnisse im Innern. Die Reichsgründung machte Deutschland zu einer zentralen Macht in Europa und schuf einen Rahmen, in dem sich in den Folgejahren auch wichtige innenpolitische Weichenstellungen (etwa in der Gesetzgebung und Verwaltung) zunehmend auf das gesamte Reich bezogen.