1781 Einträge gefunden in der Kategorie Geschichte
- 1853–1856: Krimkrieg
- 1857: Indischer Aufstand (Sepoy-Rebellion)
- 1861–1865: Amerikanischer Bürgerkrieg
- 1866: Preußisch-österreichischer Krieg
- 1871: Gründung des Deutschen Kaiserreichs
- 1898: Spanisch-Amerikanischer Krieg
- 1914–1918: Erster Weltkrieg
- 1917: Russische Revolution
- 1929: Weltwirtschaftskrise (Beginn)
- Krimkrieg (1853–1856) – Der Krimkrieg war ein bewaffneter Konflikt zwischen dem Russischen Kaiserreich und einer Koalition aus Frankreich, Großbritannien, dem Osmanischen Reich sowie zeitweise Sardinien. Der Krieg führte zu tiefgreifenden politischen und militärischen Umbrüchen in Europa und gilt als wichtiger Einschnitt in der Geschichte des 19. Jahrhunderts, unter anderem durch die spätere Neubewertung von Bündnissystemen und die Modernisierung militärischer Strukturen.
- Erster Weltkrieg (1914–1918) – Der Erste Weltkrieg war ein globaler Großkonflikt, der durch das europäische Bündnissystem, regionale Rivalitäten und die auslösenden Ereignisse im Sommer 1914 eskalierte. Er veränderte die politische Landkarte Europas nachhaltig, führte zu massiven Verlusten an Menschenleben und begünstigte die Entstehung neuer Staaten sowie wirtschaftliche und soziale Umbrüche nach dem Krieg.
- Versailler Vertrag und seine Folgen (ab 1919) – Der Versailler Vertrag regelte die Bedingungen des Kriegsendes für das Deutsche Reich und prägte die europäische Nachkriegsordnung wesentlich. Zu den Folgen gehörten u. a. weitreichende Gebietsabtretungen, Reparationsforderungen und politische Spannungen, die wiederum die Stabilität der Zwischenkriegszeit belasteten und bis in die späteren Krisen hinein wirkten.
- 1853–1856: Krimkrieg
- 1859: Zweiter Italienischer Unabhängigkeitskrieg
- 1861–1865: Amerikanischer Bürgerkrieg
- 1866: Deutscher Krieg
- 1867: Gründung der Konföderation Kanada (Kanadische Konföderation)
- 1870–1871: Deutsch-Französischer Krieg
- 1877: Gründung des Deutschen Reiches (Proklamation Kaiser Wilhelm I. im Januar 1871; Reichsgründungstag 18. Januar 1871) — Hinweis: Ereignisjahr im Zeitraum
- 1898: Spanisch-Amerikanischer Krieg
- 1914–1918: Erster Weltkrieg
- 1919: Versailler Vertrag
- Krimkrieg (1853–1856) war ein großer Konflikt zwischen dem Osmanischen Reich und Russland, an dem später auch u.a. Frankreich und Großbritannien beteiligt waren. Der Krieg entzündete sich unter anderem an der Frage des Einflusses im Nahen Osten und an Rivalitäten um Schutzrechte in religiösen Stätten. Prägend waren die militärischen Kämpfe auf der Krim sowie die Bedeutung der Logistik und Versorgung; zugleich führte der Krieg zu wichtigen Entwicklungen in der modernen Kriegsführung und medizinischen Versorgung (etwa durch neue Ansätze zur Feldhygiene).
- Deutsche Reichsgr%C3%BCndung (1871) markierte die Einigung der zahlreichen deutschen Einzelstaaten zum Deutschen Kaiserreich. Ausgelöst durch den politischen Druck und die militärischen Auseinandersetzungen des Jahres 1870/71, wurde am 18. Januar 1871 im Spiegelsaal von Versailles der deutsche Kaiser proklamiert. Mit der Reichsgründung veränderte sich das Machtgefüge in Europa spürbar: Die wirtschaftliche und politische Zentralisierung gewann an Bedeutung, während zugleich neue Herausforderungen in der Innen- und Außenpolitik entstanden.
- Versailler Vertrag (1919) war ein Friedensvertrag, der nach dem Ende des Ersten Weltkriegs zwischen den Siegermächten und dem Deutschen Reich geschlossen wurde. Er sollte den Wiederaufbau ermöglichen und die Bedingungen für den Frieden festlegen, unter anderem durch Gebietsabtretungen sowie wirtschaftliche Verpflichtungen und Reparationsforderungen. Der Vertrag prägte die europäische Nachkriegsordnung nachhaltig, wirkte sich aber in Deutschland auch stark auf die politische Stimmung aus und wurde später von vielen als ungünstig empfunden, was die Stabilität der Weimarer Republik zusätzlich belastete.
- 1853: Beginn des Krimkriegs
- 1854: Friedensvertrag von Washington zwischen den USA und Großbritannien im Schweinekrieg
- 1857: Beginn des Indischen Aufstands (Sepoy-Aufstand)
- 1859: Schlacht von Solferino
- 1861: Beginn des Amerikanischen Bürgerkriegs
- 1862: Emanzipationsproklamation (US-Bürgerkrieg)
- 1864: Schlacht von Dybbøl und Beginn der deutsch-dänischen Konflikte um Schleswig-Holstein
- 1866: Preußisch-Österreichischer Krieg
- 1877: Russisch-Türkischer Krieg
- 1878: Berliner Kongress
- Krimkrieg (1853–1856): Der Krimkrieg war ein bewaffneter Konflikt zwischen dem Osmanischen Reich (mit Unterstützung durch Großbritannien und Frankreich) und dem Russischen Kaiserreich. Ausgelöst wurde er unter anderem durch Streitigkeiten um den Einfluss im Nahen Osten und insbesondere um die Stellung christlicher Minderheiten in den Gebieten des Osmanischen Reichs. Der Krieg wurde vor allem auf der Krim (u. a. um Sewastopol) geführt und gilt als frühes Beispiel für moderne Kriegsführung mit vergleichsweise weitreichender Infrastruktur, während die humanitären Folgen durch die Arbeit von Sanitätern und Reformern wie Florence Nightingale besonders ins öffentliche Bewusstsein rückten.
- Österreichisch-Preußischer Krieg (1866): Der Krieg zwischen dem Kaiserreich Österreich und dem Königreich Preußen (mit ihren jeweiligen Verbündeten) entschied maßgeblich über die politische Führung im Deutschen Bund. In mehreren Schlachten, darunter bei Königgrätz (Sadowa), setzte sich Preußen durch und erreichte damit eine Neuordnung der deutschen Verhältnisse. Als Folge entstand u. a. der Norddeutsche Bund unter preußischer Dominanz, was den Weg für die spätere Reichsgründung ebnete. Der Konflikt gilt als wichtiger Einschnitt in der deutschen Geschichte, weil er das Kräfteverhältnis in Mitteleuropa nachhaltig veränderte.
- Deutsch-Französischer Krieg (1870–1871): Der Deutsch-Französische Krieg wurde vor allem zwischen dem Deutschen Reich (unter Führung Preußens) und Frankreich ausgetragen und war der entscheidende Schritt zur Gründung eines geeinten deutschen Nationalstaats. Nach militärischen Erfolgen der deutschen Truppen und dem entscheidenden Verlauf einzelner Feldzüge kam es zur Kapitulation des französischen Heeres, darunter besonders durch die Belagerung von Paris. Die politischen Ergebnisse waren weitreichend: 1871 wurde das Deutsche Kaiserreich ausgerufen, während Frankreich schwere territoriale und politische Konsequenzen hinnehmen musste.
- 1853: Beginn des Krimkrieges zwischen Russland und einer Allianz aus dem Osmanischen Reich, Frankreich, Großbritannien und Sardinien.
- 1854: Kommodore Matthew Perry öffnet Japan mit dem Kanagawa-Vertrag für den Handel mit den Vereinigten Staaten.
- 1856: Ende des Krimkrieges durch den Vertrag von Paris.
- 1857: Beginn des Indischen Aufstands gegen die Herrschaft der Britischen Ostindien-Kompanie.
- 1861: Ausbruch des Amerikanischen Bürgerkriegs zwischen den Nord- und Südstaaten der USA.
- 1863: Emanzipationsproklamation von Präsident Abraham Lincoln, die die meisten Sklaven in den Südstaaten für frei erklärt.
- 1865: Ende des Amerikanischen Bürgerkriegs und Ermordung von Präsident Abraham Lincoln.
- 1866: Der Deutsche Krieg, auch als Preußisch-Österreichischer Krieg bekannt, endet mit einem Sieg Preußens.
- 1867: Das Britische Nordamerika-Gesetz gründet das Dominion Kanada.
- 1870: Beginn des Deutsch-Französischen Kriegs zwischen dem Französischen Kaiserreich und dem Norddeutschen Bund unter preußischer Führung.
- 1871: Proklamation des Deutschen Kaiserreichs im Spiegelsaal von Versailles nach dem Ende des Deutsch-Französischen Krieges.
- 1876: Schlacht am Little Bighorn, in der eine Koalition von Lakota, Nord-Cheyenne und Arapaho eine Niederlage der siebten US-Kavallerie unter Führung von George Armstrong Custer herbeiführt.
Am 8. September 1855 fand während des Krimkriegs (1853–1856) der entscheidende Sturm auf Sewastopol durch die Alliierten statt. Die Festung Sewastopol auf der Krim war ein strategisch wichtiges Zentrum für die russische Schwarzmeerflotte. Der Krieg brach aus, als das Osmanische Reich, unterstützt von Großbritannien, Frankreich und dem Königreich Sardinien, gegen das expansive Bestreben des Russischen Reiches antrat. Nach einem langen Belagerungskrieg konnte die Verteidigung der Stadt am 8. September 1855 schließlich gebrochen werden, was zu einem entscheidenden Sieg für die Alliierten führte. Dies markierte den Beginn des Endes des Krimkrieges, der schließlich im Pariser Frieden von 1856 seinen Abschluss fand.
Am 19. Januar 1871 wurde das Deutsche Kaiserreich durch die Proklamation von Kaiser Wilhelm I. im Spiegelsaal von Versailles gegründet. Dieses Ereignis war der Höhepunkt der Einigungsbestrebungen in Deutschland, die maßgeblich durch die Politik Otto von Bismarcks beeinflusst wurden. Nach dem Sieg Preußens und seiner Verbündeten über Frankreich im Deutsch-Französischen Krieg (1870–1871) kam es zur Gründung des Kaiserreichs. Die Kleindeutsche Lösung, die ein geeintes Deutschland ohne Österreich vorsah, wurde damit Wirklichkeit. Weitere Informationen finden Sie auf der Seite zur Deutschen Einigung und der Gründung des Deutschen Kaiserreichs.
Die Herzegowinische Bauernaufstand von 1875 führte zu großflächigen Unruhen in Bosnien und Herzegowina, die unter osmanischer Herrschaft standen. Die unzufriedenen christlichen Bauern erhoben sich gegen ihre muslimischen Gutsherren und die osmanische Verwaltung wegen drückender Steuern und erzwungener Schulden. Der Aufstand fand in einem größeren Kontext statt, der als die Große Ostkrise bekannt wurde und zur Intervention der Habsburger führte. Letztlich mündete die Krise in den Russisch-Osmanischen Krieg von 1877/78, und das Berliner Kongress von 1878 führte zur vorübergehenden Besetzung und Verwaltung von Bosnien durch Österreich-Ungarn, ohne es formell zu annektieren.
- 1853: Ausbruch des Krimkriegs zwischen Russland und einem Bündnis aus Großbritannien, Frankreich und dem Osmanischen Reich
- 1856: Pariser Vertrag beendet den Krimkrieg
- 1857: Beginn des indischen Sepoy-Aufstands gegen die britische Herrschaft
- 1858: Verabschiedung des Government of India Act; Umwandlung der Ostindien-Kompanie-Herrschaft in direkte britische Regierung
- 1861: Beginn des Amerikanischen Bürgerkriegs
- 1863: Emanzipationsproklamation durch US-Präsident Abraham Lincoln
- 1865: Ende des Amerikanischen Bürgerkriegs; Ermordung Lincolns
- 1866: Preußisch-Österreichischer Krieg; Preußen setzt sich durch und beeinflusst die Neuordnung des Deutschen Bundes
- 1878: Berliner Kongress; Neuordnung nach dem Russisch-Osmanischen Krieg (1877–1878)
Der Krimkrieg (1853–1856) war ein bedeutender Konflikt zwischen dem Russischen Reich und einem Bündnis aus dem Osmanischen Reich, Großbritannien und Frankreich. Auslöser waren Macht- und Einflussfragen im östlichen Mittelmeerraum sowie die sogenannte „Östliche Frage“. Der Krieg wurde vor allem auf der Krim ausgetragen und prägte die öffentliche Wahrnehmung durch neue Formen der Kriegsführung sowie die dramatischen Folgen für Zivilbevölkerung und Soldaten. Der Krimkrieg führte schließlich zu einer Neuordnung der Kräfteverhältnisse in Europa und zeigte zugleich, wie tiefgreifend Reformen und moderne Organisation militärischer Versorgung sein konnten.
Im Preußisch-Österreichischen Krieg (Deutscher Krieg) von 1866 trafen Preußen und seine Verbündeten auf Österreich und dessen Gefolgschaft. Der Konflikt entzündete sich an der Frage, wer in den Staaten des Deutschen Bundes die politische Vorherrschaft übernehmen würde. Nach den entscheidenden militärischen Auseinandersetzungen, insbesondere in der Schlacht bei Königgrätz, setzte sich Preußen durch. Die Niederlage Österreichs hatte weitreichende Folgen: Der Deutsche Bund wurde aufgelöst, und Preußen konnte seine Stellung im deutschsprachigen Raum deutlich ausbauen. Damit wurde der Weg für die spätere Reichsgründung maßgeblich vorbereitet.
Mit der Gründung des Deutschen Kaiserreichs im Jahr 1871 nach dem Deutsch-Französischen Krieg entstand ein geeintes deutsches Staatsgebilde unter preußischer Führung. Am 18. Januar 1871 wurde in Versailles der preußische König Wilhelm I. zum Deutschen Kaiser proklamiert. Politisch bedeutete dies eine entscheidende Zäsur: Zahlreiche Reform- und Gesetzesvorhaben konnten nun stärker zentral koordiniert werden, während zugleich neue Herausforderungen für die Außen- und Innenpolitik entstanden. Das Deutsche Kaiserreich prägte in den folgenden Jahrzehnten das europäische Kräftegleichgewicht und beeinflusste auch soziale Entwicklungen in seinem Innern.