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1862
  • 1862: Beginn des Amerikanischen Bürgerkriegs
  • 1862: Emanzipationsproklamation (1. Januar 1863, Vorbereitung/Ankündigung im Vorfeld durch Lincoln)
  • 1862: Zweite Schlacht von Bull Run
  • 1862: Schlacht bei Antietam
  • 1863: Schlacht bei Gettysburg
  • 1863: Schlacht bei Vicksburg
  • 1863: Emanzipationsproklamation tritt in Kraft
  • 1864: Schlacht von Cold Harbor
  • 1864: Belagerung von Petersburg
  • Homestead Act (1862): Mit dem Homestead Act verabschiedeten die Vereinigten Staaten ein Gesetz, das die Vergabe von bis zu 160 Acre (rund 65 Hektar) Land an Siedler regelte. Voraussetzung war meist, dass das Land über mehrere Jahre bewirtschaftet und bewohnt wurde. Ziel war es, die Besiedlung der Westgebiete zu beschleunigen, die landwirtschaftliche Produktion auszubauen und zugleich einen Anreiz für Zuwanderung zu schaffen. Das Gesetz prägte die Erschließung des amerikanischen Westens über Jahrzehnte hinweg nachhaltig.
  • Emanzipationsproklamation (1863): Die 1863 erlassene Emanzipationsproklamation ordnete die Befreiung versklavter Menschen in denjenigen Gebieten der Konföderierten Staaten an, die sich zu diesem Zeitpunkt nicht unter Kontrolle der Union befanden. Auch wenn das Dekret aufgrund der militärischen Lage nicht überall sofort durchgesetzt werden konnte, setzte es einen entscheidenden politischen und moralischen Akzent im Amerikanischen Bürgerkrieg. Es verknüpfte den Kriegsverlauf stärker mit dem Ziel der Abschaffung der Sklaverei und wirkte sich auch auf die internationale Wahrnehmung sowie auf die Zusammensetzung der künftigen Unionsarmeen aus.
  • Zweiter Schleswigkrieg (1864): Der Zweite Schleswigkrieg war ein Konflikt zwischen Dänemark und dem Bündnis aus Preußen und Österreich um die Herzogtümer Schleswig und Holstein. Aus den militärischen Auseinandersetzungen ging das Bündnis siegreich hervor; Dänemark musste die genannten Gebiete abtreten. Der Krieg gilt als wichtiger Schritt in Richtung der deutschen Einigung, weil er die politische Ordnung in Norddeutschland nachhaltig veränderte: Schleswig und Holstein gingen zunächst in die Hand der siegreichen Mächte über, was die folgenden Entwicklungen in der Region maßgeblich beeinflusste.
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1862
  • 1862: Verabschiedung des Homestead Act in den USA
  • 1863: Verkündung der Emanzipationsproklamation durch Abraham Lincoln
  • 1864: Abschluss des Vertrags von Wien (Ende des Zweiten Schleswigkriegs)
  • 1865: Kapitulation der Konföderierten Truppen und Ende des US-Bürgerkriegs
  • 1866: Schlacht bei Königgrätz im Preußisch-Österreichischen Krieg
  • 1867: Kauf Alaskas durch die USA (Vertrag)
  • 1868: Beginn der Meiji-Restauration in Japan
  • 1871: Proklamation des Deutschen Kaiserreichs
  • 1887: Anglo-Russische Konvention über Afghanistan

Der Homestead Act (1862) war ein US-Bundesgesetz, das die Ansiedlung im Westen fördern sollte. Siedler konnten Land auf Antrag erhalten, wenn sie es über mehrere Jahre bewirtschafteten und sich dort dauerhaft niederließen; dadurch sollte unter anderem der Bedarf an Arbeitskräften und die Erschließung neuer Gebiete vorangetrieben werden.

Mit der Gründung des Deutschen Kaiserreichs (1871) wurde nach den Erfolgen im Deutsch-Französischen Krieg und dem Zusammenschluss der deutschen Staaten ein einheitlicher Nationalstaat geschaffen. Am 18. Januar 1871 wurde in Versailles der preußische König Wilhelm I. zum Deutschen Kaiser proklamiert, während die Reichsgründung zugleich neue politische Strukturen und eine gemeinsame Reichsverfassung etablierte.

Die Berliner Kongokonferenz (1884/85) diente der europäischen Neuordnung und Aufteilung von Einfluss- und Handelszonen im Kongobecken. Auf dem Kongress wurden Regeln zur „Kongo-Freihaltung“ sowie zur formalen Anerkennung von Herrschaftsansprüchen und zur Abgrenzung von Machtbereichen zwischen den europäischen Kolonialmächten festgelegt, was die koloniale Expansion in Afrika erheblich beschleunigte.

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1862
  • 1862 – Schlacht von Antietam (Antietam-Creek) im Amerikanischen Bürgerkrieg
  • 1863 – Emanzipationsproklamation von US-Präsident Abraham Lincoln tritt in Kraft
  • 1865 – Ermordung von US-Präsident Abraham Lincoln
  • 1867 – Kaufvertrag über Alaska: USA erwerben Alaska von Russland
  • 1871 – Proklamation des Deutschen Kaiserreichs in Versailles
  • 1871 – Niederschlagung der Pariser Kommune (Ende der Pariser Kommune)
  • 1878 – Kongress von Berlin zur Neuordnung nach dem Russisch-Osmanischen Krieg
  • 1882 – Chinese Exclusion Act: Beginn weitreichender Einschränkungen für chinesische Einwanderung in den USA
  • 1887 – Interstate Commerce Act: Regulierung des Eisenbahnverkehrs in den USA

Der Homestead Act wurde am 20. Mai 1862 in den USA unter Präsident Abraham Lincoln beschlossen. Er sah vor, dass Siedlerinnen und Siedler (unter bestimmten Bedingungen) staatliches Land in den westlichen Territorien erwerben konnten, häufig gegen eine anfängliche geringe Gebühr und späteren Nachweis der Bewirtschaftung. Ziel war es, den „Westen“ schneller zu besiedeln, die Landwirtschaft auszubauen und zugleich die Union im Amerikanischen Bürgerkrieg wirtschaftlich und personell zu stärken. Langfristig trug das Gesetz wesentlich dazu bei, Eigentums- und Siedlungsmuster im Westen zu prägen, obwohl es zugleich Konflikte um Landrechte und Auswirkungen auf indigene Gemeinschaften mit sich brachte.

Am 18. Januar 1871 erfolgte die Reichsgründung im Deutschen Kaiserreich: Im Spiegelsaal von Versailles wurde der preußische König Wilhelm I. zum Deutschen Kaiser ausgerufen. Die Reichsgründung war das Ergebnis der Einigungspolitik unter preußischer Führung und wurde insbesondere durch die militärischen Erfolge im Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71 begünstigt. Politisch bedeutete sie den Übergang von vielen einzelnen Staaten und Herrschaften zu einem neuen bundesstaatlichen Reich mit zentralen Institutionen. Für Europa stellte die Gründung zudem eine neue Machtkonstellation dar, die das politische Gleichgewicht nachhaltig veränderte.

1884/85 fand die Berliner Kongokonferenz statt, auf der europäische Staaten Regeln zur „Aufteilung“ und wirtschaftlichen Nutzung Zentralafrikas festlegten. Aus der Konferenz ging ein System von Prinzipien hervor, das die Ansprüche verschiedener Mächte formalisieren sollte, unter anderem durch festgelegte Bedingungen für die „wirksame Besetzung“ von Gebieten. In der Praxis führte dies jedoch stark zu einer beschleunigten kolonialen Expansion: Grenzen wurden oft entlang kolonialer Interessen gezogen, ohne die vorhandenen sozialen, ethnischen oder politischen Strukturen zu berücksichtigen. Dadurch entstanden langfristige Spannungen, die bis weit in die spätere Zeit hinein nachwirkten.

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1862
  • 1862: Otto von Bismarck wird Ministerpräsident von Preußen.
  • 1862: Schlacht von Hampton Roads im Amerikanischen Bürgerkrieg (Einsatz des Panzerschiffs „Monitor“).
  • 1864: Zweiter Schleswigscher Krieg endet mit dem Übergang von Schleswig und Holstein an Preußen und Österreich.
  • 1866: Schlacht bei Königgrätz (Entscheidungsschlacht im Deutschen Krieg zugunsten Preußens).
  • 1870: Schlacht von Sedan im Deutsch-Französischen Krieg.
  • 1871: Proklamation des Deutschen Kaiserreichs im Spiegelsaal von Versailles.
  • 1873: Beginn des „Gründerkrachs“ (schwere Wirtschaftskrise).
  • 1884: Beginn der Berliner Westafrika-Konferenz zur Aufteilung bzw. Regelung Afrikas (Berliner Kongokonferenz).
  • 1887: Verabschiedung des Interstate Commerce Act in den USA (Einführung von staatlicher Kontrolle über Eisenbahnpreise).

Am 1. Januar 1863 erließ der US-Präsident Abraham Lincoln die Emancipation Proclamation. Mit ihr wurden in den von der Konföderation kontrollierten Gebieten die Sklaven rechtlich als frei erklärt. Die Erklärung veränderte den Charakter des Bürgerkriegs, indem sie die Abschaffung der Sklaverei stärker als Kriegs- und Zielsetzung in den Vordergrund stellte, auch wenn sie nicht sofort überall praktisch durchgesetzt wurde.

Am 18. Januar 1871 wurde das Deutsche Kaiserreich proklamiert: Nach dem Deutsch-Französischen Krieg wurden die deutschen Staaten unter preußischer Führung zu einem Nationalstaat zusammengeschlossen. Die Kaiserproklamation in Versailles symbolisierte den Machtgewinn Preußens und hatte weitreichende Folgen für Politik, Bündnissystem und die wirtschaftliche Entwicklung in Mitteleuropa.

1884/1885 fand die Berliner Kongokonferenz statt, auf der europäische Mächte Regeln für die „Besitzergreifung“ und den Handel in Afrika festlegten. Ergebnis waren vor allem Vereinbarungen zur freien Schifffahrt und zur formalen Anerkennung von Herrschaftsansprüchen, was maßgeblich zur weiteren kolonialen Aufteilung Afrikas beitrug und damit auch Konflikte sowie langfristige Folgen für viele Regionen nach sich zog.

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1862
  • 1862: Emanzipationsproklamation in den USA (Bürgerkrieg)
  • 1867: Kauf Alaskas durch die USA (Alaska-Kauf)
  • 1871: Ausrufung des Deutschen Kaiserreichs
  • 1884: Beginn des Berliner Kongresses zur Neuaufteilung Afrikas
  • 1914: Beginn des Ersten Weltkriegs
  • 1917: Oktoberrevolution in Russland
  • 1918: Waffenstillstand im Ersten Weltkrieg (Ende des Krieges)
  • 1939: Beginn des Zweiten Weltkriegs in Europa
  • 1944: Landung der Alliierten in der Normandie (Operation Overlord)

1862: Schlacht von Antietam (18. September 1862) gilt als eine der verlustreichsten Schlachten des Amerikanischen Bürgerkriegs. In der Nähe von Sharpsburg (Maryland) trafen Nord- und Südstaaten aufeinander; taktisch endete das Gefecht zwar mit einer Art Patt, strategisch wurde es jedoch für die Union wichtig, weil es Lincoln die politische Grundlage für die Emancipation Proclamation (später 1863) lieferte und den weiteren Verlauf des Krieges in Richtung Abschaffung der Sklaverei beeinflusste.

1914: Mit dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs (ab 28. Juli 1914) begann ein weltweiter Konflikt, der Europa und schließlich viele weitere Regionen erfasste. Nach der Ermordung von Erzherzog Franz Ferdinand und der anschließenden Eskalation von Ultimaten sowie Bündnissystemen erklärten sich die Großmächte gegenseitig den Krieg. Der Krieg führte zu tiefgreifenden politischen Umwälzungen, veränderte Grenzen und Gesellschaften nachhaltig und prägte das 20. Jahrhundert für Jahrzehnte.

1944: Die Landung in der Normandie (6. Juni 1944, „D-Day“) war der Auftakt einer groß angelegten Invasion der Westalliierten in Westeuropa. Ziel war es, eine stabile Brückenkopfzone an der Küste zu schaffen, Truppen und Nachschub nach Frankreich zu bringen und damit den Vormarsch der deutschen Besatzungs- und Verteidigungslinien zu durchbrechen. Die erfolgreiche Landung ebnete den Weg für die Befreiung Frankreichs und trug wesentlich zum späteren Zusammenbruch des „Dritten Reiches“ im Jahr 1945 bei.

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