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- 1865: Ende des Amerikanischen Bürgerkriegs und Abschaffung der Sklaverei in den USA
- 1867: Gründung des Norddeutschen Bundes
- 1870: Deutsch-Französischer Krieg beginnt
- 1871: Proklamation des Deutschen Kaiserreichs
- 1878: Berliner Kongress
- 1884: Beginn der europäischen „Scramble for Africa“ (Kongokonferenz in Berlin)
- 1898: Beginn des Spanisch-Amerikanischen Kriegs
- 1904: Russisch-japanischer Krieg beginnt
- 1907: Abkommen zwischen dem Vereinigten Königreich und Russland (Entente) zur Bildung der Triple Entente
1871 wurde im Deutschen Kaiserreich ein neuer Staat geschaffen: Nach dem Sieg im Deutsch-Französischen Krieg proklamierten Fürsten und Reichsstände am 18. Januar 1871 in Versailles den preußischen König Wilhelm I. zum Deutschen Kaiser. Die Gründung führte zur Konsolidierung der zuvor stark föderal geprägten deutschen Staaten unter einer gemeinsamen Reichsverfassung, prägte Europas Machtverhältnisse und leitete eine Phase wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Modernisierung ein.
Deutsches Kaiserreich
1890 kam es zu einem politischen Umbruch in Deutschland, als Reichskanzler Otto von Bismarck entlassen wurde. Der Bruch mit seiner bisherigen Politik markierte das Ende der Ära der „Bismarckschen“ Reichsgründungsordnung; die innenpolitische Ausrichtung veränderte sich, und außenpolitisch wurde stärker auf neue Bündnissicherungen und flexible Steuerung gesetzt. Mit dem Rücktritt Bismarcks begann eine Phase, in der sich die deutsche Politik zunehmend von der langjährigen Strategie des ersten Reichskanzlers löste.
Entlassung Bismarcks
1905 erschütterte eine Revolution das Russische Kaiserreich: Ausgehend von der Lage der Arbeiter und den politischen Spannungen kulminierten landesweite Streiks, Massendemonstrationen und bewaffnete Aufstände. Der Konflikt führte u. a. zur Einberufung einer Duma und zu Reformen, zugleich blieb die politische Lage instabil, da viele zentrale Probleme (soziale Not, Zarenherrschaft, fehlende dauerhafte Reformen) weiterhin ungelöst waren. Die Ereignisse wirkten auch über Russland hinaus und prägten die Entwicklung in anderen europäischen Ländern.
Russische Revolution 1905
- 1865: Ende des Amerikanischen Bürgerkriegs; Abschaffung der Sklaverei in den USA (13. Verfassungszusatz).
- 1871: Gründung des Deutschen Kaiserreichs nach dem Deutsch-Französischen Krieg.
- 1914: Beginn des Ersten Weltkriegs.
- 1917: Russische Revolution und Sturz des Zaren; Eintritt der USA in den Ersten Weltkrieg.
- 1918: Ende des Ersten Weltkriegs; Waffenstillstand im November.
- 1929: Börsencrash an der Wall Street; Beginn der Weltwirtschaftskrise.
- 1933: Machtübertragung an Adolf Hitler und Beginn der nationalsozialistischen Diktatur in Deutschland.
- 1939: Beginn des Zweiten Weltkriegs.
- 1945: Kapitulation Deutschlands und Ende des Zweiten Weltkriegs; Beginn der Nachkriegsordnung.
Der Dreizehnte Verfassungszusatz der Vereinigten Staaten wurde im Dezember 1865 ratifiziert und schaffte die Sklaverei in den USA ab. Damit wurde eine zentrale Konsequenz des Amerikanischen Bürgerkriegs rechtlich und dauerhaft verankert. Für Millionen Menschen bedeutete das zwar die formale Freiheit, zugleich begann jedoch ein langer Prozess, in dem soziale Rechte erst nach und nach durchgesetzt wurden.
Der Waffenstillstand von Compiègne am 11. November 1918 beendete die Kampfhandlungen im Ersten Weltkrieg an der Westfront. Obwohl der Krieg bereits durch militärische und politische Entwicklungen schwer geschwächt war, markierte das Abkommen den unmittelbaren Stopp der Offensive- und Stellungskriegsphase. Die Waffenruhe schuf die Voraussetzung für anschließende Friedensverhandlungen und damit für die politische Neuordnung Europas.
Mit der Kapitulation der Wehrmacht am 8. Mai 1945 endete der Zweite Weltkrieg in Europa. Die bedingungslose Kapitulation bedeutete das faktische Ende der nationalsozialistischen Kriegsführung in diesem Raum und leitete die Besetzung, Entnazifizierung und den Wiederaufbau ein. Zugleich begann eine Phase humanitärer und politischer Umbrüche, in der Millionen Menschen entwurzelt waren und das Nachkriegssystem neu gestaltet werden musste.
- 1866 – Schlacht bei Königgrätz im Preußisch-Österreichischen Krieg
- 1867 – Gründung des Norddeutschen Bundes
- 1870 – Beginn des Deutsch-Französischen Kriegs
- 1871 – Proklamation des Deutschen Kaiserreichs
- 1873 – Beginn der Gründerkrise (Börsenpanik von 1873)
- 1878 – Kongress von Berlin
- 1882 – Abschluss des Dreibundes
- 1884 – Beginn der Berliner Konferenz zur Aufteilung Afrikas
- 1891 – Annahme des Erfurter Programms der SPD
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Deutscher Krieg (1866) zwischen Preußen und Österreich führte zu einer entscheidenden Neuordnung des Deutschen Bundes. Nach der militärischen Entscheidung und den folgenden politischen Folgen setzte sich Preußens Führungsanspruch in den deutschen Staaten nachhaltig durch. Besonders prägend war der kurze, entscheidende Charakter des Konflikts (u. a. mit der Schlacht bei Königgrätz), der den Weg zu den späteren Schritten der Reichsgründung stark beeinflusste.
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Deutsch-Französischer Krieg (1870/1871) gilt als zentraler Auslöser für die deutsche Reichsgründung. Der Krieg zwischen dem Deutschen Reich (bzw. den unter preußischer Führung stehenden deutschen Staaten) und Frankreich endete mit entscheidenden militärischen Erfolgen der deutschen Truppen und der anschließenden politischen Neuordnung Europas. Besonders wichtig war die Wirkung auf die Stimmung in den deutschen Ländern: Der Wunsch nach nationaler Einigung wurde durch die Ereignisse der Kriegszeit beschleunigt und kulminierte im Jahr 1871 in der Gründung des Deutschen Kaiserreichs.
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Berliner Kongokonferenz (1884/1885) war ein bedeutender Schritt in der europäischen „Aufteilung“ Afrikas. Auf der Konferenz wurden Regeln festgelegt, wie Ansprüche und „Einflusssphären“ in Afrika begründet werden konnten. Damit sollten Konflikte zwischen europäischen Mächten vermieden und gleichzeitig die koloniale Expansion politisch geordnet werden. Die Beschlüsse hatten weitreichende Folgen für die zukünftige Entwicklung vieler Regionen: Grenzen und Machtstrukturen wurden häufig gegen die bestehenden gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Zusammenhänge festgelegt.
- 1866: Preußisch-österreichischer Krieg und Ende der Deutschen Konföderation
- 1871: Gründung des Deutschen Kaiserreichs
- 1914: Ausbruch des Ersten Weltkriegs
- 1918: Ende des Ersten Weltkriegs und Unterzeichnung des Waffenstillstands
- 1919: Vertrag von Versailles
- 1929: Beginn der Weltwirtschaftskrise
- 1933: Machtübernahme der Nationalsozialisten in Deutschland
- 1939: Beginn des Zweiten Weltkriegs
- 1945: Ende des Zweiten Weltkriegs
- Deutscher Krieg (1866) : Der Konflikt zwischen Preußen und Österreich (sowie deren jeweiligen Verbündeten) entschied über die Führungsrolle im Deutschen Bund. Mit militärischen Erfolgen Preußens, insbesondere in der Schlacht bei Königgrätz, wurde die politische Ordnung des Deutschen Bundes nachhaltig verändert. In der Folge setzten sich preußische Machtansprüche durch, der Deutsche Bund wurde aufgelöst und der Weg zu einer neuen, preußisch dominierten Reichsordnung wurde deutlich geebnet.
- Erster Weltkrieg (1914–1918) : Der Krieg begann nach der Ermordung von Erzherzog Franz Ferdinand und weitete sich rasch durch Bündnissysteme zu einem weltweiten Konflikt aus. Besonders prägend waren die Dimension industrieller Kriegsführung, Massenschlachten sowie der Grabenkrieg, der über Jahre weite Frontabschnitte prägte. Der Ausgang des Krieges führte zu tiefgreifenden politischen und gesellschaftlichen Umbrüchen in Europa, unter anderem durch die Revolutionen am Kriegsende und die Neuordnung des Kontinents in der Nachkriegszeit.
- Pariser Verträge (1954) : Mit den Pariser Verträgen wurde die internationale Stellung Westdeutschlands deutlich verändert. Die Vereinbarungen standen im Zusammenhang mit dem Beginn einer neuen Phase des Kalten Krieges und führten dazu, dass die Westintegration Deutschlands weiter vorangetrieben wurde. Praktisch bedeutete dies unter anderem die schrittweise Beendigung wesentlicher Besatzungsregelungen und die Grundlage für eine stärkere Einbindung der Bundesrepublik in westliche Sicherheitsstrukturen.
- 1866 - Ende des Deutschen Krieges und die Gründung des Norddeutschen Bundes
- 1871 - Gründung des Deutschen Kaiserreiches
- 1876 - Erfindung des Telefons durch Alexander Graham Bell
- 1896 - Erste moderne Olympische Spiele in Athen
- 1903 - Erstflug der Gebrüder Wright
- 1912 - Untergang der Titanic
- 1914 - Beginn des Ersten Weltkrieges
- 1917 - Russische Revolution
- 1918 - Ende des Ersten Weltkrieges
- 1929 - Beginn der Großen Depression
- 1933 - Adolf Hitler wird Reichskanzler
- 1941 - Japanischer Angriff auf Pearl Harbor
Am 18. Januar 1871 wurde das Deutsche Kaiserreich im Spiegelsaal von Versailles proklamiert. Dieses Ereignis gilt als einer der bedeutendsten Momente in der deutschen Geschichte, da es die Vereinigung der zuvor losen deutschen Staaten unter der Führung von Preußen markierte. Otto von Bismarck, der preußische Ministerpräsident und spätere Reichskanzler, spielte eine entscheidende Rolle in diesem Prozess. Die Gründung des Kaiserreichs geschah im Kontext des Sieges Preußens im Deutsch-Französischen Krieg, was den französischen Kaiser Napoleon III. zur Abdankung zwang. Die innenpolitische Struktur des neuen Reiches war föderalistisch, jedoch mit einer starken Zentralregierung unter dem Kaiser. Dieser hatte erhebliche Machtbefugnisse, darunter das Kommando über die Streitkräfte und das Recht, Gesetze zu erlassen und den Reichstag einzuberufen oder aufzulösen. Mehr erfahren
Am 28. Juni 1914 ereignete sich das Attentat von Sarajevo, bei dem der österreichisch-ungarische Thronfolger Erzherzog Franz Ferdinand und seine Frau Sophie von Gavrilo Princip, einem Mitglied der serbisch-nationalistischen Bewegung „Schwarze Hand“, erschossen wurden. Dieses Attentat gilt als Auslöser des Ersten Weltkriegs. Die politischen Spannungen in Europa waren bereits hoch, und das Attentat führte zu einer Reihe von Ereignissen und diplomatischen Verwicklungen, die letztlich zum Kriegsausbruch führten. Österreich-Ungarn stellte Serbien ein Ultimatum, dessen Forderungen nur teilweise akzeptiert wurden, was zur Kriegserklärung führte. Aufgrund bestehender Bündnisverträge und militärischer Vorbereitungen wurden nach und nach die Großmächte Europas in den Konflikt gezogen, der sich zu einem weltweiten Krieg ausweitete. Mehr erfahren
Am 22. Juni 1941 begann das Unternehmen Barbarossa, der Codename für den Überfall auf die Sowjetunion durch das nationalsozialistische Deutschland. Dieser Angriff markierte den Beginn eines der größten und blutigsten militärischen Feldzüge des Zweiten Weltkriegs. Adolf Hitler hatte den Plan, die Sowjetunion schnell zu besiegen und den Lebensraum im Osten, den er in „Mein Kampf“ beschrieben hatte, zu erobern. Die deutsche Wehrmacht operierte an drei Hauptfronten: im Norden Richtung Leningrad, im Zentrum Richtung Moskau und im Süden Richtung Kiew. Trotz anfänglicher Erfolge gerieten die deutschen Truppen aufgrund der fehlenden Vorbereitung auf den russischen Winter und den erbitterten Widerstand der Roten Armee in Schwierigkeiten. Der Feldzug führte zu massiven Verlusten und wurde letztlich zu einem Wendepunkt im Krieg, da die Sowjetunion nach und nach die Initiative ergriff und zurückschlug. Mehr erfahren