1780 Einträge gefunden in der Kategorie Geschichte
- 1875: Erste Wiederherstellung des Deutschen Reichstags (Beginn der Reichsgründungs-Phase)
- 1877: Beginn des Kulturkampfs im Deutschen Reich (Gesetze gegen den Einfluss der katholischen Kirche)
- 1878: Berliner Kongress (Neuordnung der Balkangebiete)
- 1882: Gründung des Dreibunds (Deutschland, Österreich-Ungarn, Italien)
- 1884: Beginn der „Scramble for Africa“ auf der Berliner Konferenz (Kongo-Konferenz)
- 1888: Beginn der Regierungszeit von Kaiser Wilhelm II. (Entlassung/Berufung nach dem Tod Wilhelms I.)
- 1894: Deutsch-Englisches Flottenwettrüsten verschärft sich (Beginn der intensiveren Flottenpolitik)
- 1898: Spanisch-Amerikanischer Krieg (Ende des Krieges, Aufstieg der USA als Kolonialmacht)
- 1900: Boxeraufstand in China beginnt (Beginn der internationalen Intervention)
Am 7. Oktober 1879 wurde das Doppelbündnis zwischen dem Deutschen Reich und Österreich-Ungarn geschlossen. Es stellte eine wichtige Weichenstellung der europäischen Bündnispolitik dar: Beide Staaten verpflichteten sich im Konfliktfall gegenseitig zur Unterstützung. Hintergrund waren vor allem die Sorgen vor einem möglichen Krieg gegen Frankreich sowie die Stabilisierung der eigenen Position in einem zunehmend angespannten internationalen Umfeld.
Von November 1884 bis Februar 1885 fand die Berliner Konferenz statt. Ziel war es, die Regeln für die europäische Expansion in Afrika zu koordinieren und Konflikte zwischen den beteiligten Mächten zu reduzieren. In der Schlussakte wurden u. a. Prinzipien zur „effektiven Besetzung“ sowie zur freien Schifffahrt auf bestimmten Flüssen festgehalten – mit weitreichenden Folgen für die spätere Kolonialisierung und die politische Neuordnung großer Teile des afrikanischen Kontinents.
Am 18. März 1890 wurde Otto von Bismarck durch Kaiser Wilhelm II. als Reichskanzler entlassen. Dieser Einschnitt beendete die Ära der „Bismarckschen Politik“ und leitete einen deutlichen Kurswechsel ein: Die innen- und außenpolitische Linie wurde stärker auf neue Prioritäten ausgerichtet, während sich die internationale Lage zunehmend dynamisierte. In der Folge veränderten sich Bündnispolitik und Diplomatie spürbar, was langfristig die Entwicklung Europas bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts beeinflusste.
- 1876: Alexander Graham Bell erhält das Patent für das Telefon.
- 1889: Der Eiffelturm wird anlässlich der Weltausstellung in Paris eröffnet.
- 1896: Die ersten Olympischen Spiele der Neuzeit finden in Athen statt.
- 1903: Die Gebrüder Wright führen den ersten motorisierten Flug durch.
- 1914: Der Erste Weltkrieg beginnt mit dem Attentat von Sarajevo.
- 1917: Die Russische Revolution führt zum Sturz der Provisorischen Regierung.
- 1918: Der Erste Weltkrieg endet mit dem Waffenstillstand von Compiègne.
- 1929: Die Weltwirtschaftskrise beginnt mit dem Börsencrash von New York.
- 1933: Adolf Hitler wird zum Reichskanzler ernannt und die NSDAP übernimmt die Macht in Deutschland.
- 1939: Der Zweite Weltkrieg beginnt mit dem deutschen Überfall auf Polen.
- 1945: Der Zweite Weltkrieg endet mit der Kapitulation Deutschlands und Japans.
- 1947: Die Unabhängigkeit Indiens und Pakistans von Großbritannien wird erklärt.
Am 28. Juni 1914 wurde der österreichische Thronfolger Erzherzog Franz Ferdinand in Sarajevo ermordet. Dieses Ereignis löste eine Kette von diplomatischen und militärischen Entwicklungen aus, die zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges führten. Franz Ferdinand und seine Frau Sophie wurden von Gavrilo Princip, einem Mitglied der serbischen nationalistischen Gruppe "Schwarze Hand", erschossen, was zu einer Krise führte, die sich schnell zu einem umfassenden Krieg ausweitete. Die folgenden Wochen erlebten eine Eskalation von Bündnisverpflichtungen und Mobilisierungen der Großmächte, was schlussendlich am 1. August 1914 zum offiziellen Beginn des Ersten Weltkriegs führte. Weitere Informationen finden Sie hier.
Am 30. Januar 1933 wurde Adolf Hitler, der Führer der Nationalsozialistischen Deutschen Arbeiterpartei (NSDAP), zum Reichskanzler von Deutschland ernannt. Dieser politische Wechsel markierte den Beginn der nationalsozialistischen Herrschaft in Deutschland, die zu einer radikalen Umgestaltung der politischen und gesellschaftlichen Strukturen führte. Innerhalb kurzer Zeit errichtete Hitler eine totalitäre Diktatur, die sowohl durch aggressive Expansionspolitik als auch durch interne Repression und Verfolgungen gekennzeichnet war. Die Berufung Hitlers zum Reichskanzler gilt als ein Wendepunkt, der direkt zur Entfesselung des Zweiten Weltkriegs und zu den Schrecken des Holocaust führte. Weitere Informationen finden Sie hier.
Am 6. August 1945 warf ein amerikanisches B-29-Bomberflugzeug mit dem Namen "Enola Gay" die erste Atombombe auf die japanische Stadt Hiroshima ab. Dieser Angriff, der in den letzten Tagen des Zweiten Weltkriegs stattfand, führte zu enormen Verlusten und einer weitreichenden Zerstörung. Es wird geschätzt, dass in Hiroshima sofort etwa 70.000 Menschen ums Leben kamen, mit Tausenden weiteren Todesopfern, die in den folgenden Monaten an den Folgen der Strahlung starben. Der Einsatz der Atombombe sollte den Krieg rasch beenden und Japan zur Kapitulation zwingen, führte jedoch auch zu globalem Entsetzen über die zerstörerische Kraft nuklearer Waffen. Die Bombardierung von Hiroshima wurde kurz darauf durch einen weiteren Atombombenabwurf auf Nagasaki gefolgt. Weitere Informationen finden Sie hier.
- 1875: Einführung des Deutschen Reichsbank-Vorläufers nach den Reichsgründungsreformen
- 1879: Beginn des Zweibunds (Deutschlands Bündnis mit Österreich-Ungarn)
- 1914: Ausbruch des Ersten Weltkriegs
- 1917: Russische Oktoberrevolution und Beginn des Rückzugs Russlands aus dem Krieg
- 1918: Ende des Ersten Weltkriegs mit dem Waffenstillstand
- 1929: Beginn der Weltwirtschaftskrise
- 1933: Machtübertragung an Adolf Hitler in Deutschland
- 1939: Beginn des Zweiten Weltkriegs
- 1945: Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa (Kapitulation Deutschlands)
- 1952: Gründung der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) durch den Vertrag von Paris
Erster Weltkrieg (1914–1918) begann im Sommer 1914 nach der Ermordung des österreichisch-ungarischen Thronfolgers Franz Ferdinand und der anschließenden Eskalation diplomatischer Krisen. Aus einem regionalen Konflikt entwickelte sich ein umfassender Krieg zwischen großen europäischen Mächten, der durch Bündnissysteme und gegenseitige Kriegserklärungen rasch eskalierte. Prägend waren Grabenkrieg, Materialschlachten, neue Waffentechniken sowie der Einsatz von Luft- und Chemiewaffen. Der Krieg endete 1918 und führte zu tiefgreifenden politischen und gesellschaftlichen Veränderungen in Europa, darunter Gebietsverschiebungen, Staatszerfall und das Neuordnen von Grenzen.
Machtergreifung der Nationalsozialisten (1933) bezeichnet den Prozess, in dessen Verlauf Adolf Hitler und die NSDAP die politische Macht in Deutschland übernahmen. Nach der Ernennung Hitlers zum Reichskanzler im Januar 1933 folgten Schritte, mit denen zentrale Freiheitsrechte eingeschränkt und die Demokratie systematisch ausgehebelt wurden. Dazu gehörten Repressionen gegen politische Gegner, die Gleichschaltung von Institutionen und die Umwandlung des Staatswesens in eine diktatorisch geführte Herrschaft. Die Phase gilt als entscheidend für den Beginn der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft und damit als Wegbereiter für die späteren Verbrechen des Regimes und den Zweiten Weltkrieg.
Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa (1945) markiert den Zusammenbruch der nationalsozialistischen Herrschaft und das Kriegsende in Europa. Nach schweren Niederlagen der Wehrmacht und der zunehmenden Einkreisung durch die Alliierten erreichte der Konflikt 1945 seinen Höhepunkt. Mit der Kapitulation Deutschlands endete der Krieg auf dem europäischen Schauplatz; die Folgen waren verheerend: enorme Opferzahlen, Zerstörungen ganzer Städte und tiefgreifende humanitäre Krisen. Das Kriegsende leitete außerdem eine neue weltpolitische Ordnung ein, unter anderem durch die beginnende Teilung Europas in Einflusszonen, die Jahre der Nachkriegs- und Wiederaufbaupolitik sowie die Gründung internationaler Strukturen, um künftige Konflikte zu verhindern.
- 1876: Alexander Graham Bell erhält ein Patent für das Telefon.
- 1885: Berliner Kongokonferenz beschließt die Regeln der europäischen Kolonialaufteilung in Afrika.
- 1914: Ausbruch des Ersten Weltkriegs.
- 1917: Russische Oktoberrevolution.
- 1919: Unterzeichnung des Versailler Vertrags.
- 1929: Börsencrash an der Wall Street (Beginn der Weltwirtschaftskrise).
- 1933: Adolf Hitler wird zum Reichskanzler ernannt.
- 1945: Kapitulation Deutschlands und Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa.
- 1952: Beginn des Mau-Mau-Aufstands in Kenia.
- Erster Weltkrieg (1914–1918) – Der Erste Weltkrieg war ein weltweiter Konflikt zwischen den europäischen Großmächten, der sich ab 1914 zu einem Krieg mit vielen Fronten in Europa, im Nahen Osten sowie auf See ausweitete. Auslöser war das Attentat auf Erzherzog Franz Ferdinand, danach eskalierten Bündnissysteme und Staaten erklärten einander den Krieg. Der Krieg führte zu enormen Verlusten, veränderte die politische Landkarte Europas und mündete schließlich in die Neuordnung durch Friedensverträge, die viele Spannungen für die Folgezeit verstärkten.
- Weimarer Republik (1919–1933) – Nach dem Ende des Ersten Weltkriegs entstand 1919 die Weimarer Republik als erste deutsche Demokratie mit einer neuen Verfassung. In den 1920er Jahren erlebte Deutschland wirtschaftliche und kulturelle Stabilisierung, gleichzeitig bestanden jedoch strukturelle Probleme wie politische Zersplitterung und die Folgen der Reparationsfrage. Die Weltwirtschaftskrise ab 1929 verschärfte die Lage, wodurch extremistischer Einfluss wuchs und die Demokratie schließlich 1933 durch die Machtübernahme der Nationalsozialisten beendet wurde.
- Beginn des Kalten Krieges (ca. 1947–1991, insbesondere ab 1947) – Nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelte sich zwischen den Westmächten und der Sowjetunion eine neue Konfrontation, die als Kalter Krieg bekannt wurde. Ab 1947 prägten unterschiedliche politische Systeme, gegenseitiges Misstrauen und ein Wettrüsten die internationalen Beziehungen. Stellvertretende Konflikte in verschiedenen Regionen, Propaganda und unterschiedliche Bündnissysteme bestimmten den Alltag der Nachkriegszeit und führten zu einer langanhaltenden geo- und sicherheitspolitischen Spannung.
- 1876 – Alexander Graham Bell stellt das Telefon vor
- 1878 – Der Berliner Kongress beschließt Reformen im Osmanischen Reich
- 1879 – Beginn des Salpeterkriegs (War of the Pacific) zwischen Chile, Bolivien und Peru
- 1886 – Grundsteinlegung für die Freiheitsstatue beginnt in Frankreich und wird später in die USA verschifft
- 1898 – Beginn des Spanisch-Amerikanischen Kriegs
- 1901 – Gründung des Commonwealth of Australia
- 1903 – Erstflug der Wright Flyer durch die Gebrüder Wright
- 1905 – Beginn der Russischen Revolution von 1905
- 1908 – Jungtürkische Revolution: Wiederherstellung der Verfassung im Osmanischen Reich
- 1876 stellte Alexander Graham Bell in den USA sein nach ihm benanntes Telefon der Öffentlichkeit vor. Damit begann eine technische Revolution in der Kommunikation: Statt Nachrichten physisch transportieren zu müssen, konnten Stimmen über Leitungen in Echtzeit übertragen werden. In den folgenden Jahren entstanden erste praktische Telefonnetze, und der Aufbau von Vermittlungsstellen sowie die Weiterentwicklung von Technik und Standards machten das Telefon rasch zu einem zentralen Werkzeug für Wirtschaft, Verwaltung und privaten Alltag.
- 1896 fanden in Athen die Olympischen Spiele der Neuzeit statt – als entscheidender Neustart der Idee der antiken Olympien. Nach langen Bemühungen um die Wiederbelebung des olympischen Gedankens wurde das Ereignis zu einem Symbol für internationale Sportbegegnung und eine stärker kultur- und bildungsorientierte Weltanschauung im späten 19. Jahrhundert. Die Spiele schufen zudem organisatorische und symbolische Grundlagen für zukünftige Ausrichtungen, darunter feste Wettkampfkategorien, nationale Teilnehmerrollen und die wachsende Bedeutung internationaler Sportverbände.
- Am 30. Juni 1908 ereignete sich das Tunguska-Ereignis in Sibirien. Dabei kam es zu einer gewaltigen Explosion in der Atmosphäre, die große Waldflächen in der Umgebung verwüstete und weltweit beobachtete Phänomene wie starke Luftdruckwellen und Licht-/Himmelserscheinungen auslöste. Bis heute ist das Ereignis eines der bekanntesten Beispiele für den Einschlag bzw. die Zerstörung eines kosmischen Körpers in der Lufthülle der Erde. Es trug wesentlich zur Forschung über Meteoroide, Einschlagsfolgen und die Gefährdung durch nahe der Erde befindliche Objekte bei.