1777 Einträge gefunden in der Kategorie Geschichte
- 1653: Oliver Cromwell wird zum Lord Protector eingesetzt (Instrument of Government).
- 1660: Restauration der Monarchie in England – Karl II. wird König.
- 1666: Die Große Londoner Brandkatastrophe zerstört große Teile Londons.
- 1672: Beginn des Holländischen Kriegs (Franco-Dutch War) gegen die Niederlande durch Frankreich.
- 1683: Die Belagerung Wiens wird beendet – polnische Entsatztruppen unter Jan III. Sobieski schlagen die Osmanen zurück.
- 1688: Beginn der Glorreichen Revolution in England – König Jakob II. wird gestürzt.
- 1689: Verabschiedung der English Bill of Rights.
- 1701: Erlass des Act of Settlement (Regelung der Thronfolge in England).
- 1712: Schlacht bei Gadebusch im Rahmen des Großen Nordischen Kriegs.
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1653: Das Protektorat unter Oliver Cromwell Nach dem Sturz der Monarchie und der Machtkämpfe in England setzte sich Oliver Cromwell durch und etablierte im Jahr 1653 eine neue Regierungsform: das Protektorat. Mit dem „Instrument of Government“ wurde Cromwell zum „Lord Protector“ (Protektor des Commonwealth) bestimmt. Damit sollte die bisherige, stark vom Kriegsgeschehen geprägte Staatsführung stabilisiert und geregelt werden. Zugleich zeigte die Einführung des Protektorats, wie tief der Wandel in der Gesellschaftspolitik und in der Frage nach Legitimität von Herrschaft war: parlamentarische Traditionen, militärische Einflüsse und religiös motivierte Vorstellungen trafen aufeinander. Das Protektorat prägte die folgenden Jahre maßgeblich, bis Cromwells Herrschaft endete.
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1666: Der Große Brand von London Im September 1666 brach in London ein Feuer aus, das sich unter den damaligen Bedingungen (dicht bebaute Stadt, vielerorts leicht brennbare Materialien, eingeschränkte Brandbekämpfung) rasch ausbreitete. Der Große Brand verwüstete große Teile der Stadt und zerstörte unter anderem viele Wohnhäuser sowie bedeutende Gebäude. Besonders einschneidend war, dass der Wiederaufbau nicht nur handwerklich und infrastrukturell, sondern auch städtebaulich und politisch organisiert werden musste: Fragen der Bauordnung, der Brandvorsorge und des Wiederaufbaus wurden zum dauerhaften Thema. Für die Stadtentwicklung Londons bedeutete das Ereignis einen tiefen Einschnitt und gilt bis heute als einer der prägendsten Katastrophenmomente der Frühen Neuzeit.
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1712: Schlacht bei Gadebusch im Großen Nordischen Krieg Die Schlacht bei Gadebusch fiel in die späteren Phasen des Großen Nordischen Krieges, in dem mehrere Großmächte um Einfluss im Ostseeraum und nördlichen Europa rangen. Im Jahr 1712 trafen in der Region um Gadebusch militärische Kräfte aufeinander, wodurch sich die strategische Lage weiter verschob. Solche Gefechte waren für den Kriegsverlauf besonders wichtig, weil sie Verbindungen, Nachschubwege und die Kontrolle über Gebiete beeinflussen konnten. Für die beteiligten Parteien ging es nicht nur um einen unmittelbaren Sieg oder eine Niederlage, sondern um die Grundlage, um anschließend Operationen im gesamten Konfliktraum durchzuführen. Die Schlacht steht damit exemplarisch für die zermürbenden, regional stark wirkenden Auseinandersetzungen dieser Epoche.
- 1654: Vertrag von Westminster beendet den Ersten Englisch-Niederländischen Krieg
- 1655: Schwedens Einfall in Polen im Rahmen des Zweiten Nordischen Krieges
- 1656: Schlacht bei Warschau während des Zweiten Nordischen Krieges
- 1658: Frieden von Roskilde zwischen Dänemark und Schweden
- 1660: Restauration der englischen Monarchie unter König Karl II.
- 1661: Beginn der persönlichen Herrschaft Ludwigs XIV. nach dem Tod Kardinal Mazarins
- 1665: Große Pest in London
- 1666: Großes Feuer von London
- 1678: Vertrag von Nimwegen beendet den Achtzigjährigen Krieg? (gemeint: Konflikt Frankreich–Niederlande im Rahmen des Französisch-Niederländischen Krieges)
- Vertrag von Westminster (1654): Der Vertrag regelte wesentliche Punkte des Friedens zwischen England und den Niederlanden nach den Konflikten zur See. Er trug dazu bei, die Handels- und Machtinteressen beider Mächte neu zu ordnen und beendete damit in weiten Teilen die offene militärische Konfrontation.
- Restauration (England, 1660): 1660 wurde in England die Monarchie wiederhergestellt: Karl II. kehrte an die Regierung zurück, nachdem zuvor verschiedene Phasen der Republik bzw. des Protektorats geherrscht hatten. Die Restauration veränderte politische Institutionen, die Ausrichtung der Regierung sowie das Verhältnis zwischen Krone und Parlament nachhaltig.
- Habeas-Corpus-Akte (1679): Mit dem Gesetz wurde festgelegt, dass inhaftierte Personen Anspruch darauf haben, die Rechtmäßigkeit ihrer Haft gerichtlich überprüfen zu lassen (das sogenannte Habeas-Corpus-Prinzip). Damit wurde der staatliche Gewahrsam stärker an rechtliche Verfahren gebunden und der Schutz vor willkürlicher Inhaftierung erhöht.
- 1654 – Beginn des Russisch-Polnischen Krieges (russischer Angriff auf das Commonwealth)
- 1655 – Beginn der „Schwedischen Sintflut“, schwedische Invasion in Polen-Litauen
- 1656 – Schlacht von Warschau
- 1657 – Vertrag von Wehlau zwischen Schweden und Brandenburg-Preußen
- 1658 – Tod von Oliver Cromwell
- 1659 – Unterzeichnung des Vertrags der Pyrenäen zwischen Frankreich und Spanien
- 1660 – Restauration der Monarchie in England (Rückkehr von Karl II.)
- 1666 – Großbrand von London
- 1679 – Verabschiedung des Habeas-Corpus-Gesetzes in England
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Im Jahr 1654 etablierte England das Protektorat Oliver Cromwells. Nach der Vertreibung des Königtums ging die Macht endgültig an Oliver Cromwell über. Mit dem neuen politischen System verbanden sich der Anspruch auf Stabilität nach Jahren der Bürgerkriege sowie eine starke Rolle des Militärs und des Parlaments in einem von Konflikten geprägten Regierungskonzept.
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Am 2. September 1666 brach in London der Große Brand von London aus. Das Feuer zerstörte große Teile der Stadt und dauerte mehrere Tage, bevor es eingedämmt werden konnte. Neben dem enormen menschlichen und wirtschaftlichen Schaden veränderte der Brand auch die Stadtplanung und den Umgang mit Feuerschutz – er gilt als Wendepunkt für die spätere Entwicklung Londons.
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In den Jahren 1678 bis 1679 wurde der Frieden von Nimwegen geschlossen bzw. endgültig bestätigt. In diesem Bündel von Abkommen beendeten mehrere europäische Mächte wesentliche Teile des Konflikts zwischen Frankreich und dem Gegnern um Einfluss in West- und Mitteleuropa. Für viele Beteiligte brachte der Frieden eine Atempause nach langen Kriegsjahren und führte zu Neuordnungen von Besitz- und Machtverhältnissen.
- 1655: Cromwells Eroberungskräfte nehmen Jamaika in Besitz.
- 1661: Beginn der Restoration in England mit der Rückkehr Karls II. an die Macht.
- 1666: Der Große Brand von London zerstört weite Teile der Stadt.
- 1672: Frankreich und England schließen sich gegen die Niederlande zusammen (Dritter Englisch-Niederländischer Krieg).
- 1683: Zweite Belagerung Wiens wird durch die Schlacht am Kahlenberg unterbrochen.
- 1688: Beginn der Glorious Revolution in England.
- 1689: Verabschiedung der Bill of Rights in England.
- 1701: Ausbruch des Spanischen Erbfolgekriegs.
- 1736: Tod des preußischen Königs Friedrich Wilhelm I. (nachfolger wird Friedrich II.).
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1655: Beginn der Schwedischen Sintflut (Schweden in Polen-Litauen)
1655 griff das Königreich Schweden im Rahmen der Auseinandersetzungen um Einfluss und Gebietsansprüche in Polen-Litauen ein. Die schwedische Offensive führte zu schweren Verwüstungen, schnellen Machtverschiebungen und einem lang anhaltenden Bürgerkrieg zwischen verschiedenen Machtgruppen. Besonders in den Jahren danach prägten Hunger, Gewalt und politisches Chaos die Region nachhaltig. Mehr dazu auf Deutsch. -
1683: Zweite Türkenbelagerung Wiens
Im Jahr 1683 belagerte das Osmanische Reich Wien, ein Ereignis, das als Wendepunkt für die Abwehr südosteuropäischer Expansionen gilt. Die Belagerung führte zu massiven militärischen Anstrengungen und angespannten Versorgungs- und Verteidigungsfragen. Entscheidend war schließlich die Entsatzschlacht im September 1683, in deren Folge die Belagerung abgebrochen wurde und das Kräfteverhältnis in der Region sich zugunsten der Verteidiger verschob. Mehr dazu auf Deutsch. -
1701–1714: Spanischer Erbfolgekrieg
Der Spanische Erbfolgekrieg entstand, nachdem der spanische König Karl II. 1700 ohne Nachkommen gestorben war. Europäische Großmächte stritten daraufhin um die Frage, wer das Erbe antreten sollte, was zu einem weitreichenden Konflikt führte, der viele Territorien in Europa erfasste. Der Krieg prägte die politische Landkarte nachhaltig und endete mit einer neuen europäischen Ordnung, die in mehreren Verträgen festgeschrieben wurde. Mehr dazu auf Deutsch.
- 1655: Die Engländer erobern die spanische Kolonie Jamaika.
- 1660: Die Stuart-Restauration in England bringt König Charles II. zurück auf den Thron.
- 1661: Krönung von Karl II. als König von England, Schottland und Irland.
- 1666: Der Große Brand von London zerstört viele Teile der Stadt.
- 1672: Beginn des holländischen Krieges, in dem Frankreich die Niederlande angreift.
- 1683: Die Zweite Wiener Türkenbelagerung endet mit der Niederlage des Osmanischen Reiches.
- 1688: Die Glorreiche Revolution führt zur Absetzung von König James II. in England.
- 1690: Schlacht am Boyne, in der Wilhelm III. von England den entthronten König Jakob II. besiegt.
- 1701: Beginn des Spanischen Erbfolgekriegs um die Thronfolge Spaniens.
- 1707: Schaffung des Königreichs Großbritannien durch die Vereinigung von England und Schottland.
- 1715: Der Erste Jakobitenaufstand in Schottland zur Wiedereinsetzung der Stuarts.
- 1721: Ernst der Erste wird erster Premierminister von Großbritannien.
1. Am 6. Juni 1654 wurde Königin Christina von Schweden in Uppsala feierlich krönend ausgerufen, nachdem sie das Amt seit 1632 besetzt hatte. Sie war bekannt für ihre ungewöhnliche Erziehung, die Neigung zur katholischen Kirche und schlussendlich ihren Verzicht auf den schwedischen Thron im Jahr 1654 zugunsten ihres Cousins Karl X. Gustav. Christinas Abdankung war ungewöhnlich und löste in Europa großes Interesse aus. Sie zog nach Rom und führte ein bewegtes Leben, das von ihrer Liebe zur Kunst und von politischen Intrigen geprägt war. Mehr über Christina von Schweden.
2. Der Große Nordische Krieg (1700–1721) war ein bedeutender Konflikt, in dem Russland, Sachsen-Polen und Dänemark-Norwegen gegen das schwedische Reich kämpften, mit dem Ziel, die Vormachtstellung in Nordeuropa zu brechen. Der Krieg war geprägt von vielen Schlachten, darunter die entscheidende Schlacht von Poltawa im Jahre 1709, bei der der schwedische König Karl XII. eine vernichtende Niederlage gegen Zar Peter den Großen erlitt. Diese Schlacht markierte das Ende der schwedischen Großmachtstellung und ebnete Russland den Weg zur Dominanz im Ostseeraum. Der Krieg endete mit dem Frieden von Nystad im Jahre 1721, womit Schweden erhebliche Gebietsverluste hinnehmen musste. Mehr über den Großen Nordischen Krieg.
3. Im Jahr 1666 wütete der Große Brand von London, ein verheerendes Feuer, das vom 2. bis zum 5. September die Innenstadt von London zerstörte. Das Feuer brach in der Bäckerei von Thomas Farriner in der Pudding Lane aus und breitete sich schnell aus, fachte durch die damaligen eng stehenden Holzhäuser massiv an. Der Brand vernichtete einen Großteil der mittelalterlichen Stadt, darunter auch die alte St. Paul's Cathedral. Der Brand führte zu umfangreichen Wiederaufbaumaßnahmen, bei denen Christopher Wren eine wichtige Rolle spielte, und veränderte Londons Stadtbild nachhaltig. Obwohl der Brand große Zerstörung verursachte, wird ihm zugeschrieben, dass er die Ausbreitung der Pest in der Stadt beendete. Mehr über den Großen Brand von London.