1780 Einträge gefunden in der Kategorie Geschichte
- 1882: Gründung des Deutschen Kolonialvereins in Berlin
- 1884–1885: Berliner Westafrika-Konferenz (Aufteilung Afrikas)
- 1894–1895: Erster Japanisch-Chinesischer Krieg
- 1904–1905: Russisch-Japanischer Krieg
- 1905: Erste Russische Revolution
- 1908: Jungtürkische Revolution im Osmanischen Reich
- 1912: Beginn des Ersten Balkankriegs
- 1914: Beginn des Ersten Weltkriegs
- 1919: Unterzeichnung des Vertrags von Versailles
Berlin-Konferenz (1884/1885): Auf der Konferenz der europäischen Kolonialmächte wurde das Vorgehen in Afrika verhandelt, um Einfluss- und Eigentumsansprüche nach einem für alle Seiten verbindlichen Regelwerk zu ordnen. Im Vordergrund standen dabei die „Kongo-Frage“, die Festlegung von Zuständigkeitsbereichen sowie die Gewährleistung von Handels- und Schiffahrtsrechten auf bestimmten Flussstrecken. Durch die später in der Praxis oft willkürlich wirkenden Grenzziehungen schufen die Beschlüsse wesentliche Grundlagen für die koloniale Neuordnung des Kontinents. Die Konferenz gilt daher als wichtiger Meilenstein imperialer Konkurrenz, der langfristig Konflikte und Instabilitäten mitprägte.
Erster Weltkrieg (1914–1918): Der Krieg begann nach einer Eskalationskette aus Bündnis- und Machtkonflikten und entwickelte sich rasch zu einem groß angelegten Weltkrieg. In vielen Frontabschnitten prägten Stellungskriegs- und Materialschlachten das Geschehen, ergänzt durch großflächige Zerstörungen und eine erhebliche Belastung der Zivilbevölkerung. Technische Entwicklungen, massenhafte Mobilisierung und die eskalierende Gewalt führten zu außergewöhnlich hohen Verlustzahlen. Der Krieg endete 1918 mit dem Zusammenbruch mehrerer Staaten und mündete in die Neuordnung Europas durch nachfolgende Friedensverträge.
Vertrag von Versailles (1919): Der Vertrag stellte eine der zentralen Friedensregelungen nach dem Ersten Weltkrieg dar und sollte die politische Ordnung in Europa neu strukturieren. Er legte unter anderem Bedingungen für Reparationsleistungen und militärische Begrenzungen fest und veränderte Grenzen sowie Machtverhältnisse im Nachkriegsraum. Viele zeitgenössische und spätere Bewertungen kritisierten, dass die Regelungen erheblichen wirtschaftlichen und politischen Druck erzeugten. Dadurch beeinflusste der Vertrag die Stabilität Europas nachhaltig und wird häufig als Faktor für die folgenden Krisen der Zwischenkriegszeit diskutiert.
- 1882: Gründung des Deutschen Reichstags (Beginn der Reichstagsperiode im Deutschen Kaiserreich)
- 1884: Berliner Kongokonferenz zur Aufteilung und Einflussnahme in Afrika
- 1905: Erste Russische Revolution (1905–1907)
- 1914: Beginn des Ersten Weltkriegs
- 1919: Vertrag von Versailles
- 1929: Beginn der Weltwirtschaftskrise
- 1933: Machtübernahme der Nationalsozialisten in Deutschland
- 1945: Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa
- 1962: Kubakrise
In Russland führte die Revolution von 1905 zu einem ersten großen Aufbegehren gegen das Zarenregime. Auslöser waren unter anderem die Niederlage im Russisch-Japanischen Krieg, soziale Not sowie politische Unterdrückung. Besonders der „Blutsonntag“ im Januar 1905 erschütterte die Bevölkerung; als Folge kam es zu Streiks, Aufständen und schließlich zur Einberufung einer ersten Duma.
Der Erste Weltkrieg begann im Sommer 1914 und entwickelte sich rasch von einer regionalen Krise zu einem globalen Krieg. Nachdem der österreichisch-ungarische Thronfolger Franz Ferdinand am 28. Juni 1914 in Sarajevo ermordet worden war, eskalierten die Konflikte zwischen den europäischen Bündnissystemen im Rahmen der „Juli-Krise“. In der Folge mobilisierten die Großmächte ihre Truppen, und ab August 1914 kämpften weite Teile Europas gegeneinander.
Mit der bedingungslosen Kapitulation der Wehrmacht im Mai 1945 endete der Zweite Weltkrieg in Europa. Die Kapitulation folgte auf das militärische Zusammenbrechen des nationalsozialistischen Deutschlands nach der Niederlage an mehreren Fronten, insbesondere durch den Vormarsch der Alliierten aus Westen und Osten. Für Millionen Menschen bedeutete das Kriegsende zugleich den Beginn von Besatzung, Wiederaufbau und tiefgreifenden politischen Umbrüchen in der Nachkriegsordnung.
- 1882: Gründung der Deutschen Schutzgebietsgesellschaft für Südwest-Afrika (bzw. deutsche Kolonialpolitik in der Region)
- 1884: Berliner Konferenz zur Neuordnung und Aufteilung Afrikas
- 1899: Beginn des Zweiten Burenkriegs
- 1914: Beginn des Ersten Weltkriegs
- 1918: Ende des Ersten Weltkriegs und Waffenstillstand (11. November 1918)
- 1929: Beginn der Weltwirtschaftskrise nach dem Börsencrash
- 1939: Beginn des Zweiten Weltkriegs
- 1945: Ende des Zweiten Weltkriegs (Kapitulationen in Europa im Mai; Kapitulation Japans im August)
- 1961: Bau der Berliner Mauer (ab 13. August 1961)
- Hamburger Untergrundbahn-Eröffnung (1912) – Die am 15. Februar 1912 eröffnete erste deutsche Strecke der Hamburger U-Bahn gilt als Meilenstein für den Ausbau des modernen Stadtverkehrs. Mit ihr begann in Deutschland eine neue Ära der urbanen Schnellverbindung, die den Alltag vieler Menschen spürbar verbesserte und den weiteren Ausbau von U-Bahn- und S-Bahn-Systemen mit prägte.
- Beginn und Verlauf des Ersten Weltkriegs (ab 1914) – Der Erste Weltkrieg entwickelte sich aus den Spannungen und Bündnissystemen Europas und führte zu massiven politischen und gesellschaftlichen Umwälzungen. Millionen Menschen verloren ihr Leben, ganze Volkswirtschaften wurden umgestellt, und nach Kriegsende veränderten sich Grenzen sowie die internationale Ordnung grundlegend – wichtige Weichenstellungen für die Geschichte des 20. Jahrhunderts.
- Bau der Berliner Mauer (1961) – In der Nacht vom 12. auf den 13. August 1961 ließ die DDR die innerstädtische Grenze zu West-Berlin durch den Bau der Mauer drastisch sichern. Dadurch wurden Fluchtbewegungen stark eingeschränkt und die Teilung Deutschlands sowie die Konfrontation zwischen Ost und West sichtbar und dauerhaft verschärft. Die Mauer blieb bis 1989 ein zentrales Symbol des Kalten Krieges.
- 1882: Großbritannien besetzt Ägypten (Beginn der britischen Kontrolle).
- 1914: Ausbruch des Ersten Weltkriegs.
- 1916: Beginn des „Easter Rising“ in Irland.
- 1918: Waffenstillstand von Compiègne, Ende des Ersten Weltkriegs.
- 1919: Unterzeichnung des Vertrags von Versailles.
- 1929: Börsencrash an der Wall Street (Beginn der Weltwirtschaftskrise).
- 1933: Adolf Hitler wird zum Reichskanzler ernannt.
- 1939: Beginn des Zweiten Weltkriegs.
- 1944: Landung der Alliierten in der Normandie (D-Day).
Im Jahr 1882 eskalierte in Ägypten der Konflikt zwischen der einheimischen Opposition und der autoritären Herrschaftsstruktur unter osmanischer Oberhoheit. Großbritannien griff militärisch ein, nachdem es zu Unruhen gekommen war und die Lage in der Region als Bedrohung für seine Interessen galt. Die britische Intervention (u. a. die Beschießung von Alexandria) führte dazu, dass Großbritannien faktisch die Kontrolle über Ägypten übernahm, auch wenn Ägypten formell zunächst weiterhin unter osmanischer Souveränität stand. Die Besetzung prägte die politische Entwicklung des Landes über Jahrzehnte hinweg erheblich.
Am Beginn des Ersten Weltkriegs im Jahr 1914 zerbrach die seit dem 19. Jahrhundert bestehende europäische Balance weitgehend. Ausgelöst durch die lange aufgestauten Spannungen zwischen den Großmächten und konkreten innen- und außenpolitischen Krisen, wurde aus einem regionalen Konflikt rasch ein globaler Krieg. Der Erste Weltkrieg brachte einen beispiellosen technologischen und organisatorischen Umbruch im Militärwesen mit sich und führte zu massivem gesellschaftlichem Wandel: Wirtschaft, Alltagsleben und politische Systeme standen unter Dauerbelastung, Millionen Soldaten kamen ums Leben, und viele Staaten mussten ihre internationalen Beziehungen nach Kriegsende grundlegend neu ordnen.
Am 6. Juni 1944 (Landung in der Normandie) eröffneten die Westalliierten mit der Operation Overlord eine groß angelegte Invasion in Westeuropa. Ziel war es, die deutsche Besatzungsmacht in Frankreich militärisch zu schwächen und anschließend die Befreiung Westeuropas voranzutreiben. Die Landung an mehreren Stränden unter starkem Widerstand gilt als entscheidender Wendepunkt im Verlauf des Zweiten Weltkriegs in Europa: Durch die Etablierung eines sicheren Brückenkopfs konnten die Alliierten Truppen und Nachschub in großem Umfang nach Frankreich verlegen, was die militärische Drucksituation für Deutschland deutlich verschärfte und den Vormarsch in Richtung Osten und Westen insgesamt beschleunigte.
- 1882: Großbritannien besetzt Ägypten.
- 1898: Ende des Spanisch-Amerikanischen Krieges.
- 1914: Beginn des Ersten Weltkriegs.
- 1917: Russische Revolution.
- 1919: Unterzeichnung des Versailler Vertrags.
- 1929: Börsencrash an der Wall Street.
- 1933: Adolf Hitler wird Reichskanzler.
- 1945: Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa.
- 1957: Start von Sputnik 1.
Die Berlin-Konferenz (1884/1885) war ein Treffen europäischer Mächte zur Regelung und „Neuordnung“ der kolonialen Einflussgebiete in Afrika. Ziel war es, die gegenseitigen Ansprüche zu koordinieren und Kriterien festzulegen, wie Erwerb und Verwaltung von Territorien organisiert werden sollten. In der Praxis verstärkte die Konferenz jedoch vor allem die koloniale Expansion Europas und führte zu tiefgreifenden politischen und gesellschaftlichen Umbrüchen in vielen afrikanischen Regionen.
Mit dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs im Jahr 1914 eskalierte ein Konflikt zwischen den europäischen Großmächten, der durch ein eng geknüpftes Bündnissystem und nationale Interessen befeuert wurde. Der Krieg entwickelte sich schnell zu einem umfassenden Stellungskrieg mit massiven militärischen, wirtschaftlichen und humanitären Folgen. Millionen Menschen kamen ums Leben, während ganze Staaten durch Industrialisierung der Kriegsführung, Kriegsschulden und politische Umbrüche dauerhaft geprägt wurden.
Die Gründung der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) am 7. Oktober 1949 markierte einen entscheidenden Schritt in der deutschen Nachkriegsgeschichte. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs war Deutschland in Besatzungszonen aufgeteilt worden; aus der sowjetisch verwalteten Zone entwickelte sich schließlich ein eigener Staat nach sowjetischem Vorbild. Die DDR-Gründung bedeutete die formale Teilung Deutschlands und prägte fortan die politischen Entwicklungen im Ost-West-Konflikt über Jahrzehnte hinweg.