1780 Einträge gefunden in der Kategorie Geschichte
- 1882: Briten besetzen Ägypten (Ägyptische Staatsanleihen, Beginn des britischen Einflusses)
- 1884: Berliner Westafrika-Konferenz regelt die europäische Aufteilung Afrikas (Beginn des Scramble for Africa)
- 1889: Eröffnung des Eiffelturms in Paris
- 1898: Beginn des Spanisch-Amerikanischen Krieges
- 1901: Proklamation des Deutschen Kaisers Wilhelm II. als Kaiser, während sich die Weltmachtpolitik weiter verschärft
- 1903: Erstflug des Wright Flyer (Geburtsstunde der modernen Luftfahrt)
- 1905: Revolutionen und Reformen im Russischen Reich (u. a. „Blutsonntag“ und erste bedeutende politische Erschütterungen)
- 1908: Einführung des Ford Model T (Beginn der Massenproduktion im Automobilbau)
- 1910: In Portugal tritt das Implantieren der Republik nach dem Sturz der Monarchie nach und nach in eine neue Phase (Beginn intensiver politischer Umbrüche)
1884/1885 fand die Berliner Konferenz (1884/1885) statt. In Berlin verhandelten europäische Mächte über die Regeln zur Aufteilung und Einflussnahme in Afrika („Scramble for Africa“). Ein wesentliches Ergebnis war die Festlegung von Grundsätzen für Handel und Schifffahrt, die koloniale Expansion jedoch zugleich systematisch vorantrieben.
Am 8. November 1895 entdeckte der Physiker Wilhelm Conrad Röntgen die nach ihm benannten Röntgenstrahlen. Er beobachtete eine bislang unbekannte Strahlung, die selbst undurchsichtige Materie durchdringen kann. Die Entdeckung führte rasch zu bedeutenden Anwendungen in Medizin und Forschung und gilt als einer der Startpunkte der modernen Strahlenphysik.
1905 erschütterten die Russische Revolution 1905 das Zarenreich. Auslöser waren unter anderem soziale Not, politische Unterdrückung und die Folgen der Niederlage im Russisch-Japanischen Krieg. In der Folge kam es zu Streiks, Bauernunruhen und politischen Protesten, die schließlich zu Reformen wie der Einrichtung der Duma führten und die Entwicklung bis zur Revolution von 1917 maßgeblich beeinflussten.
- 1882: Der US-Kongress beschließt den Chinese Exclusion Act (Chinesenausschlussgesetz).
- 1883: Die Brooklyn Bridge wird eröffnet.
- 1884: Die Berliner Konferenz zur Neuordnung und Aufteilung Afrikas beginnt.
- 1886: Beim Haymarket-Riot in Chicago eskaliert ein Arbeiterstreik mit Bombenanschlag.
- 1887: Ferdinand I. wird zum Fürsten von Bulgarien gewählt.
- 1888: In London beginnen die als „Jack the Ripper“ bekannt gewordenen Mordserie.
- 1889: Der Eiffelturm wird fertiggestellt und zur Weltausstellung eröffnet.
- 1890: In den USA tritt der Sherman Antitrust Act zur Bekämpfung von Kartellen in Kraft.
- 1891: Thomas Edison lässt das Kinetoskop patentieren.
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Einführung der gesetzlichen Krankenversicherung (1883): Im Deutschen Reich wurde 1883 mit dem Aufbau der gesetzlichen Krankenversicherung für Arbeiter ein grundlegender Schritt hin zu einem modernen Sozialleistungssystem gemacht. Das Gesetz regelte, dass Arbeitnehmer in der Regel in organisierten Krankenkassen abgesichert wurden und im Krankheitsfall Leistungen wie ärztliche Behandlung und Krankengeld erhalten konnten. Politisch war das eng mit der sozialpolitischen Strategie von Reichskanzler Otto von Bismarck verbunden: Neben dem Ausbau sozialer Sicherung sollte auch der Einfluss radikaler Arbeiterbewegungen geschwächt und die Loyalität gegenüber dem bestehenden Staat gestärkt werden. Für die Betroffenen bedeutete die neue Absicherung vor allem, dass das Risiko, durch Krankheit in finanzielle Not zu geraten, deutlich reduziert wurde.
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Berlin-Konferenz (1884/1885): Auf der Berlin-Konferenz wurde die Aufteilung und rechtliche Ordnung großer Teile Afrikas zwischen europäischen Mächten verhandelt. Ergebnis waren vertragliche Regelungen, die u. a. den Anspruch auf Gebiete in Afrika an Bedingungen knüpften, etwa an formale Besitzergreifungen und sogenannte „Konzessions“-bzw. Verwaltungsakte. Besonders prägend war die Festlegung von Verfahren zur Anerkennung von Herrschaftsansprüchen sowie der Umgang mit Zugangs- und Handelsfragen (z. B. entlang wichtiger Fluss- und Küstengebiete). Langfristig führte das Vorgehen dazu, dass Grenzen in vielen Regionen ohne ausreichende Berücksichtigung lokaler Gesellschafts- und Herrschaftsstrukturen gezogen wurden. Dadurch entstanden Konfliktlinien, die teilweise bis in die Gegenwart nachwirken.
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Das Erfurter Programm der SPD (1891): 1891 verabschiedete die Sozialdemokratische Partei Deutschlands das „Erfurter Programm“, das als eines der wichtigsten Grundsatzdokumente der Partei gilt. Darin wurden sowohl Ziele als auch politische Strategien festgelegt: Auf der einen Seite standen Forderungen nach demokratischen und sozialen Reformen, auf der anderen Seite wurde eine langfristige Perspektive auf eine grundsätzlich veränderte Gesellschaft betont. Inhaltlich verband das Programm sozialpolitische Verbesserungen (wie bessere Arbeits- und Lebensbedingungen) mit demokratietheoretischen Überlegungen. Für die Zeit von 1882 bis 1891 ist das Ereignis besonders bedeutsam, weil die Partei nach den Jahren der Unterdrückung sozialdemokratischer Bestrebungen (u. a. im Umfeld der Sozialistengesetze) zunehmend wieder offene, programmatische Politik entfaltete. Das Erfurter Programm half dabei, die sozialdemokratische Bewegung organisatorisch und ideologisch zu bündeln und ihre Rolle im Kaiserreich nachhaltig zu festigen.
- 1882: Gründung der New York Association for Improving the Condition of the Poor
- 1898: Spanisch-Amerikanischer Krieg und Beginn der US-Überseeexpansion
- 1914: Ausbruch des Ersten Weltkriegs
- 1917: Russische Oktoberrevolution
- 1918: Waffenstillstand im Ersten Weltkrieg (11. November)
- 1929: Börsencrash von New York und Beginn der Weltwirtschaftskrise
- 1933: Machtübernahme der NSDAP in Deutschland
- 1945: Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa
- 1961: Bau der Berliner Mauer
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Berliner Kongokonferenz (1884/1885)
Die Berliner Kongokonferenz war eine internationale Konferenz europäischer Mächte, die vom 15. November 1884 bis zum 26. Februar 1885 stattfand. Ziel war es, Regeln für die europäische „Aufteilung“ und den Anspruch auf Gebiete im Kongobecken festzulegen und Konflikte zwischen Kolonialmächten zu begrenzen. Zu den zentralen Ergebnissen gehörten Prinzipien zur Freihandelszone im Kongo sowie Bestimmungen, die offiziell die Unterbindung des Sklavenhandels unterstützen sollten. In der Praxis bildete die Konferenz jedoch eine wichtige Grundlage für die weitere koloniale Expansion in Afrika und prägte die politischen Grenzen und Herrschaftsstrukturen über lange Zeit.
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Beginn des Ersten Weltkriegs (1914)
Der Erste Weltkrieg brach im Jahr 1914 aus, ausgelöst durch die Ermordung des österreichisch-ungarischen Thronfolgers Franz Ferdinand am 28. Juni 1914 in Sarajevo. Die anschließenden Ultimaten, Bündnisverpflichtungen und Mobilmachungen führten zu einer raschen Eskalation: Zunächst standen sich vor allem die Mittelmächte (u. a. Deutschland und Österreich-Ungarn) und die Entente (u. a. Frankreich, Großbritannien und später auch weitere Staaten) gegenüber. Der Krieg entwickelte sich zu einem globalen Konflikt mit moderner Industriekriegsführung, Masseneinberufungen und verheerenden Schlachten an mehreren Fronten. Die Folgen reichten weit über 1918 hinaus und veränderten politische Ordnungen in Europa nachhaltig.
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Bau der Berliner Mauer (1961)
Am 13. August 1961 begann die DDR mit dem Bau der Berliner Mauer, die West-Berlin vom östlichen Teil der Stadt abriegelte. Der Schritt war eng mit der angespannten Lage des Kalten Krieges verbunden und sollte insbesondere den starken Zustrom von DDR-Bürgern in den Westen stoppen. Durch die Grenze entstanden einschneidende Folgen für Alltag, Familien und Bewegungsfreiheit: Der Übergang wurde drastisch eingeschränkt, Fluchtversuche wurden erschwert, und die Grenze prägte das Leben in Berlin über Jahrzehnte. Später wurde die Mauer zum Symbol der Teilung Europas, bis sie 1989/1990 faktisch überwunden wurde.
- 1882 – Schlacht von Tel el-Kebir und Beginn der britischen Besetzung Ägyptens
- 1882 – Inbetriebnahme der ersten kommerziellen Stromversorgung durch Edisons Pearl Street Station
- 1882 – Uraufführung von Richard Wagners „Parsifal“ in Bayreuth
- 1883 – Verabschiedung des Pendleton Civil Service Reform Act in den USA
- 1883 – Ausbruch des Vulkans Krakatau
- 1883 – Eröffnung der Brooklyn Bridge
- 1884 – Beginn der Berliner Westafrika-Konferenz (Berlin-Konferenz)
- 1884 – Patentierung des Maxim-Maschinengewehrs
- 1885 – Fall von Khartum während des Mahdiaufstands (Sudan)
- 1882: Die Deutsche Kolonialgesellschaft wurde in Berlin gegründet. Der Verein machte sich für den Aufbau und die Förderung deutscher Kolonien in Afrika und anderswo stark und wirkte als wichtiger organisatorischer und propagandistischer Motor der frühen deutschen Kolonialbewegung. Mit Veranstaltungen, Publikationen und Lobbyarbeit trug die Gesellschaft dazu bei, dass in der Politik und in der Öffentlichkeit der Gedanke kolonialer Expansion deutlich sichtbarer wurde.
- 1882: In Ägypten endete der Sieg der britischen Truppen bei Tel el-Kebir (September 1882) im Rahmen des Anglo-Ägyptischen Kriegs. Nach der Niederschlagung des Aufstands konnte Großbritannien seine Kontrolle über das Land festigen und den Einfluss im Nahen Osten weiter ausbauen. Die Schlacht gilt als entscheidender Wendepunkt, weil sie die militärische Handlungsfähigkeit der aufständischen Kräfte nachhaltig brach und damit die Grundlage für die spätere britische Vormachtstellung in Ägypten schuf.
- 1884/1885: Auf der Berliner Kongo-Konferenz wurden Regeln für die koloniale Erschließung und Aufteilung des Kongogebiets zwischen europäischen Mächten festgelegt. Ziel war es, konkurrierende Ansprüche zu ordnen und die Bedingungen für Handel, Schifffahrt und „wirksame Besetzung“ zu definieren. In der Folge prägten die Beschlüsse wesentlich die sogenannte „Scramble for Africa“, während im Kongogebiet selbst gravierende Folgen für die Bevölkerung entstanden, darunter Zwangsarbeit und massive Gewalt.
- 1883: Vulkanausbruch des Krakatau
- 1883: Verabschiedung des Pendleton Civil Service Reform Act
- 1883: Einführung der Krankenversicherung im Deutschen Reich (Bismarcksche Sozialgesetze)
- 1883: Eröffnung der Brooklyn Bridge
- 1883: Einführung von Zeitzonen/Standardzeit für Eisenbahnen in den USA
- 1884: Internationale Meridian-Konferenz in Washington legt den Nullmeridian fest
- 1884: Beginn der Berliner Afrikakonferenz (Berlin Conference)
- 1884: Serienbeginn von Mark Twains „Die Abenteuer des Huckleberry Finn“
- 1884: Einführung der Unfallversicherung im Deutschen Reich
- 24. Mai 1883: Die Brooklyn Bridge (Hängebrücke über den East River) wurde für den Verkehr freigegeben. Das Bauwerk gilt als eines der großen Ingenieurprojekte des 19. Jahrhunderts: Durch die massiven Türme und das tragende System aus Stahlseilen konnten Wege zwischen Manhattan und Brooklyn in bisher nicht gekannter Dimension geschaffen werden. Die Brücke prägte zudem das Bild moderner Stadterweiterung und Infrastruktur im Industriezeitalter.
- August 1883: Der verheerende Krakatau-Ausbruch begann mit extremen Eruptionen, deren Auswirkungen weltweit spürbar waren. Die Explosionen und nachfolgenden Tsunamis führten zu einer massiven Zerstörung auf den Inseln im Gebiet des Vulkans. In den Monaten danach berichteten Menschen in vielen Regionen von ungewöhnlichen Wettererscheinungen (u. a. durch vulkanische Asche und Aerosole in der Atmosphäre), was zeigt, wie stark lokale Ereignisse globale Folgen haben können.
- 15. November 1884 (Beginn): In der Kongo-Konferenz berieten vor allem europäische Mächte über die Regeln zur kolonialen Aufteilung und Kontrolle von Gebieten im Kongobecken und in Teilen Afrikas. Die Konferenz führte zu verbindlich wirkenden Vereinbarungen, die unter anderem den Anspruch auf „wirksame Besetzung“ als Kriterium für Gebietsansprüche festlegten. Praktisch trug dies wesentlich dazu bei, wie schnell und in welchem Umfang im Zuge des „Scramble for Africa“ Grenzen und Herrschaftsgebiete neu gezogen wurden.