1780 Einträge gefunden in der Kategorie Geschichte
- 1883: Eröffnung des Sueskanals
- 1884/1885: Berliner Westafrika-Konferenz
- 1885: Annexion von Südwestafrika durch das Deutsche Reich
- 1886: Erste Gesamtdeutsche Industrieausstellung/Eröffnung der Deutschen Industrieausstellung in Berlin
- 1890: Rückversicherungsvertrag läuft aus und das Bündnissystem ändert sich
- 1895: Beginn des Ersten Burenkriegs
- 1898: Spanisch-Amerikanischer Krieg (Beginn/Verlauf) und Beginn der US-Erweiterung
- 1904: Beginn des Russisch-Japanischen Krieges
- 1908: Jungtürkische Revolution im Osmanischen Reich
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1884/85 fand die Berliner Konferenz statt, auf der europäische Mächte Regeln für die „Aufteilung“ und koloniale Durchdringung Afrikas festlegten. Im Zentrum standen Fragen zur freien Schifffahrt auf Flüssen sowie zur Anerkennung von Besitzansprüchen in den damals als „Kongogebiet“ und anderen Regionen diskutierten Teilen Afrikas. Die Konferenz prägte die Grenzen und Machtverhältnisse des Kontinents nachhaltig.
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Im Jahr 1899 tagte die Haager Friedenskonferenz, eine internationale Zusammenkunft zur Begrenzung des Kriegsvölkerrechts und zur Förderung friedlicher Konfliktlösungen. Ziel war es, völkerrechtliche Standards zu modernisieren, etwa durch Regeln für die Kriegsführung und die Behandlung von Kriegsgefangenen. Auch wenn nicht alle Probleme der Zeit gelöst wurden, wurde die Konferenz zu einem wichtigen Schritt auf dem Weg zu späteren internationalen Rechtsinstrumenten.
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1908 führte die Annexion Bosniens durch Österreich-Ungarn zu einer schweren internationalen Krise in Europa. Die einseitige Annexion löste diplomatische Spannungen aus, insbesondere mit dem Osmanischen Reich und Russland, und trug damit zur Verschärfung der bereits bestehenden Bündnissysteme bei. Die Ereignisse rund um 1908 gelten als bedeutender Vorläufer der späteren Eskalationen, die in den Ersten Weltkrieg mündeten.
- 1884: Berliner Konferenz beginnt
- 1885: Königinnenjagd von Delhi (2. Burenkrieg beginnt nicht) – Aufteilung Afrikas wird weiter konkretisiert
- 1887: Vertrag von San Stefano beendet den Russisch-Osmanischen Krieg vorläufig
- 1888: Brasilien: Abschaffung des Sklavenhandels wird beschlossen
- 1890: Rückversicherungsvertrag zwischen dem Deutschen Reich und Russland läuft aus
- 1894: Erster Italienisch-Äthiopischer Krieg beginnt
- 1896: Schlacht von Omdurman
- 1905: Russische Revolution von 1905 beginnt
- 1909: Jungtürkische Revolution führt zur Wiedereinsetzung der Verfassung im Osmanischen Reich
- Die Berliner Konferenz fand von 1884 bis 1885 statt und regelte die europäische Aufteilung und Einflusszonen in Afrika. Unter Vermittlung mehrerer europäischer Mächte wurden dabei Prinzipien zur „effektiven“ Besetzung und zur Kommunikation der Ansprüche festgelegt. Das Abkommen führte zwar zu klareren formalen Regeln zwischen den Kolonialmächten, beschleunigte jedoch zugleich die koloniale Durchdringung Afrikas und trug zur Eskalation von Konflikten um Gebiete bei.
- Der Boxeraufstand in China begann Ende 1899 und dauerte bis 1901. Die als „Boxer“ bezeichnete Bewegung richtete sich gegen ausländischen Einfluss, christliche Missionare und mit dem Ausland verbundene Gruppen. Im Zuge der Kämpfe wurde die Lage so weit zugespitzt, dass mehrere Staaten eine internationale Truppe entsandten, um ausländische Interessen zu schützen. Der Aufstand endete mit schweren Zerstörungen und weitreichenden Straf- sowie Entschädigungsmaßnahmen, die die politische und wirtschaftliche Lage in China zusätzlich belasteten.
- Die Revolution von 1905 in Russland war eine der bedeutendsten Krisen des Zarenreichs im frühen 20. Jahrhundert. Ausgelöst wurde sie durch soziale Spannungen, politische Unterdrückung und das Scheitern des Landes in Teilen des russisch-japanischen Kriegs. Streiks, Proteste und bewaffnete Auseinandersetzungen zeigten die wachsende Unzufriedenheit in unterschiedlichen Bevölkerungsschichten. Als Folge wurden Reformen angestoßen, darunter Zugeständnisse wie ein gewisses Maß an parlamentarischer Mitwirkung, die jedoch nur begrenzt und von nachfolgenden Rückschritten begleitet wurden.
- 1884: Berliner Konferenz zur Aufteilung Afrikas
- 1885: Gründung des Deutschen Kolonialreichs
- 1886: Bayreuther Festspielhaus eröffnet
- 1887: Queen Victoria feiert ihr Goldenes Thronjubiläum
- 1888: Drei-Kaiser-Jahr in Deutschland
- 1889: Eröffnung des Eiffelturms
- 1890: Rücktritt von Otto von Bismarck
- 1893: Einführung des Frauenwahlrechts in Neuseeland
- 1896: Ersten modernen Olympischen Spiele in Athen
- 1898: Untergang der USS Maine
- 1901: Gründung des Commonwealth of Australia
- 1903: Erstflug der Gebrüder Wright
Am 15. November 1884 begann die Berliner Kongo-Konferenz, auch bekannt als Westafrika-Konferenz. Diese internationale Konferenz wurde von den europäischen Großmächten abgehalten, um die Handelsfreiheit im Kongobecken, die Flussfreiheit am Kongo und Niger sowie die Formalisierung des kolonialen Erwerbs von Territorien in Afrika zu regeln. Die Konferenz dauerte bis zum 26. Februar 1885 und führte zur Unterzeichnung der Kongoakte, die das Gebiet des Freiheitsstaates Kongo – heute Demokratische Republik Kongo – als Besitz von König Leopold II. von Belgien bestätigte. Dies hatte tiefgreifende Auswirkungen auf die koloniale Aufteilung Afrikas und legte die Grundlagen für den sogenannten "Wettlauf um Afrika".
Am 25. April 1898 begann der Spanisch-Amerikanische Krieg. Der Krieg wurde zwischen den Vereinigten Staaten und Spanien ausgetragen und dauerte bis zum 12. August 1898. Die Ursachen des Konflikts waren die kubanische Unabhängigkeitsbewegung gegen die spanische Kolonialherrschaft, das Sinken des US-amerikanischen Kriegsschiffs USS Maine im Hafen von Havanna und starkes wirtschaftliches und politisches Interesse der USA in der Karibik und im Pazifik. Der Krieg endete mit einem vollständigen Sieg für die USA, die daraufhin die Kontrolle über die ehemaligen spanischen Kolonien Kuba, Puerto Rico, Guam und die Philippinen erlangten. Dies markierte den Beginn einer Phase der US-amerikanischen Expansion und ihren Aufstieg zur Weltmacht.
Am 17. Dezember 1903 führten die Brüder Orville und Wilbur Wright den ersten motorisierten Flug eines schwereren als Luft Flugzeuges durch. Dies fand in der Nähe von Kitty Hawk, North Carolina, USA statt. Der Flug dauerte 12 Sekunden und deckte eine Distanz von 37 Metern. Der Wright Flyer, wie das Flugzeug genannt wurde, war mit einem 12-PS-Motor ausgestattet, der die beiden Propeller antrieb. Diese Leistung gilt als Meilenstein in der Luftfahrtgeschichte und markierte den Beginn des modernen Flugwesens, das die Art und Weise, wie Menschen reisen und Güter transportieren, radikal veränderte. Die Erfolge der Wright-Brüder führten später zu erheblichen Fortschritten in der Luftfahrttechnologie und eröffneten neue Möglichkeiten in der globalen Kommunikation und Mobilität.
- 1884 – Internationale Meridian-Konferenz beschließt Greenwich als Nullmeridian.
- 1884 – Berliner Afrika-Konferenz beginnt zur Regelung der europäischen Kolonialausbreitung in Afrika.
- 1884 – Deutschland erklärt das Gebiet an der Lüderitzbucht in Deutsch-Südwestafrika (heute Namibia) zum Schutzgebiet.
- 1884 – Deutschland erklärt Togoland (heute Teile von Togo) zum Schutzgebiet.
- 1884 – Deutschland erklärt Kamerun (heute Teile von Kamerun) zum Schutzgebiet.
- 1884 – Der Washington Monument wird nach der Fertigstellung eingeweiht.
- 1884 – US-Präsidentschaftswahl: Grover Cleveland wird zum Präsidenten gewählt.
- 1884 – Charles Algernon Parsons demonstriert einen funktionierenden Prototyp seiner Dampfturbine.
- 1884 – Die Redaktion startet die Arbeit am Oxford English Dictionary (OED).
Die Internationale Meridian-Konferenz fand im Oktober 1884 in Washington, D.C. statt. Ziel war es, einen einheitlichen Nullmeridian für Navigation und Karten zu etablieren, damit Schiffs- und Luftfahrtsnavigation sowie Vermessungen weltweit vergleichbar wurden. Die Konferenz empfahl schließlich den Meridian von Greenwich als „Nullmeridian“ und legte damit eine grundlegende Grundlage für die spätere Standardisierung von Längen- und Zeitsystemen (z. B. Zeitzonen).
Mit der Berliner Kongokonferenz begann im November 1884 ein entscheidender diplomatischer Prozess zur Neuordnung und Kontrolle des Kongobeckens in Afrika. Die Konferenz versuchte, die konkurrierenden Ansprüche europäischer Mächte zu koordinieren, führte Regeln für „Besitz“ und Einflusszonen ein und prägte damit maßgeblich die koloniale Expansion in der Region. Obwohl sie auch Prinzipien wie Handel und (zumindest formal) die Bekämpfung des Sklavenhandels thematisierte, eröffnete sie zugleich den Weg für eine weitreichende politische und wirtschaftliche Durchsetzung durch europäische Kolonialmächte.
Am Deutsch-Südwestafrika lässt sich die deutsche koloniale Dynamik des Jahres 1884 gut nachvollziehen: 1884 wurde das Gebiet als deutsches Schutzgebiet in den Einflussbereich des Deutschen Reiches überführt. Diese Maßnahme festigte die Position Deutschlands im südwestafrikanischen Raum und schuf die Grundlage für eine koloniale Verwaltung sowie für die Zunahme von Siedlungs- und Wirtschaftsvorhaben. Langfristig führte diese Entwicklung zu schweren Konflikten mit der einheimischen Bevölkerung und prägte die weitere Geschichte der Region nachhaltig.
- 1884: Beginn der Berliner Konferenz
- 1895: Erste öffentliche Filmvorführung der Gebrüder Lumière
- 1903: Erstflug der Gebrüder Wright
- 1905: Russische Revolution
- 1912: Untergang der Titanic
- 1914: Beginn des Ersten Weltkriegs
- 1917: Russische Oktoberrevolution
- 1918: Ende des Ersten Weltkriegs
- 1920: Gründung des Völkerbundes
- 1929: Börsencrash in New York und Beginn der Weltwirtschaftskrise
- 1933: Machtergreifung Adolf Hitlers
- 1936: Beginn des Spanischen Bürgerkriegs
Am 28. Juni 1914 wurde der österreichisch-ungarische Thronfolger Erzherzog Franz Ferdinand in Sarajevo ermordet. Dieses Attentat, bekannt als das Attentat von Sarajevo, führte unmittelbar zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs. Franz Ferdinand und seine Frau Sophie wurden von Gavrilo Princip, einem Mitglied der nationalistischen Bewegung Mlada Bosna, erschossen. Die komplexen politischen Spannungen in Europa, einschließlich Bündnis- und Rüstungsdynamiken, wurden durch dieses Ereignis stark eskaliert und führten zur Mobilmachung der europäischen Mächte. Mehr Informationen finden Sie hier.
Vom 25. Oktober bis zum 7. November 1917 fand die Russische Oktoberrevolution statt. Diese Revolution war eine Schlüsselveranstaltung der größeren Russischen Revolution. In dieser Phase, auch bekannt als der Bolschewistische Umsturz, übernahm die Kommunistische Partei unter der Führung von Wladimir Iljitsch Lenin die Macht in Russland. Die revolutionären Bolschewiki stürzten die Provisorische Regierung, die sich nach der Februarrevolution desselben Jahres gebildet hatte. Die Oktoberrevolution führte zur Gründung der Sowjetunion und hatte weitreichende Auswirkungen auf die politische Landschaft des 20. Jahrhunderts. Mehr Informationen finden Sie hier.
Die Weltwirtschaftskrise, die ihren Anfang mit dem Börsenkrach am „Schwarzen Donnerstag“ am 24. Oktober 1929 nahm, hatte tiefgreifende und weitreichende Auswirkungen auf die globale Wirtschaft der 1930er Jahre. Dieser Finanzkollaps begann in den USA und führte zu massiven Bankenzusammenbrüchen, Unternehmen gingen pleite, und es kam zu enormen Arbeitslosenzahlen. Die Krise beeinflusste nicht nur wirtschaftliche, sondern auch politische Entwicklungen weltweit, darunter den Aufstieg totalitärer Regime wie dem Nationalsozialismus in Deutschland und die Verbreitung faschistischer Ideologien. Die Weltwirtschaftskrise markiert einen der größten ökonomischen Einbrüche in der Geschichte. Mehr Informationen finden Sie hier.