1780 Einträge gefunden in der Kategorie Geschichte
- 1888: Wilhelm II. wird Deutscher Kaiser nach dem Tod Friedrichs III.
- 1889: Einweihung des Eiffelturms in Paris
- 1890: Aufhebung der Sozialistengesetze in Deutschland
- 1893: Eröffnung der Weltausstellung in Chicago (World’s Columbian Exposition)
- 1896: Erste Olympischen Spiele der Neuzeit in Athen
- 1897: J. J. Thomson entdeckt das Elektron
- 1905: Beginn der Russischen Revolution von 1905 (u. a. Blutsonntag)
- 1907: Zweite Haager Friedenskonferenz
- 1912: Untergang der RMS Titanic
Im Jahr 1888 kam es zum sogenannten Dreikaiserjahr. Nach dem Tod von Kaiser Wilhelm I. folgte zunächst Friedrich III., der jedoch nur wenige Monate regierte. Anschließend bestieg Wilhelm II. den Thron. Diese kurze Abfolge von Herrscherwechseln hatte spürbare Folgen für die politische Ausrichtung des Deutschen Reichs: Der Kurs der neuen Regierung wurde deutlich anders wahrgenommen als zuvor, was sowohl innenpolitische Debatten als auch die internationale Wahrnehmung des Reichs beeinflusste.
Zwischen 1904 und 1905 fand der Russisch-Japanische Krieg statt. Auslöser waren vor allem konkurrierende Interessen in Ostasien. Der Konflikt endete für Russland in einer schweren Niederlage und markierte den Aufstieg Japans als bedeutende Militär- und Großmacht. Besonders die Schlachtentscheidungen zeigten neue Formen moderner Kriegsführung und veränderten das Machtgefühl in der Region. Darüber hinaus wirkte der Krieg in Europa indirekt auf Spannungen und Bündnispolitik, weil er die außenpolitischen Optionen verschiedener Staaten neu bewertbar machte.
Im Jahr 1912 begann der Erste Balkankrieg, ausgelöst durch die Auseinandersetzungen um Territorien und Einflussgebiete auf dem Balkan. Mehrere Balkanstaaten traten gegen das Osmanische Reich an, was zu schnellen militärischen Veränderungen und tiefgreifenden Verschiebungen der Machtverhältnisse führte. Die Ergebnisse und die anschließenden Konfliktlinien wirkten in der Region lange nach und gelten als wichtiger Vorläufer weiterer Krisen, die schließlich in eine Eskalationsspirale mündeten.
- 1887: Der Interstate Commerce Act tritt in den USA in Kraft und schafft eine Aufsicht über Eisenbahntarife.
- 1887: Der Dawes Act wird in den USA verabschiedet und regelt die Zuteilung von Land an indigene Bevölkerungen.
- 1887: Mit dem Bau des Eiffelturms in Paris wird begonnen.
- 1887: Heinrich Hertz weist experimentell das Vorhandensein elektromagnetischer Wellen nach.
- 1887: Das Goldene Thronjubiläum von Königin Victoria wird gefeiert.
- 1888: Der Great Blizzard von 1888 (Schneesturm) trifft weite Teile der USA.
- 1888: In Großbritannien tritt der Local Government Act 1888 in Kraft und führt u. a. County Councils ein.
- 1888: In Großbritannien beginnen die als Jack the Ripper bekannten Morde in Whitechapel.
- 1888: In Brasilien wird die Sklaverei durch die Lei Áurea (Goldenes Gesetz) abgeschafft.
- Der R%C3%BCckversicherungsvertrag wurde 1887 zwischen dem Deutschen Reich und Russland geschlossen. Ziel war es, sich gegenseitig abzusichern, falls eine der Mächte in einen Krieg gegen einen Dritten verwickelt würde. Da die Beziehungen zu Frankreich und die Spannungen in Europa zunahmen, sollte der Vertrag verhindern, dass Russland sich dauerhaft an Frankreich bindet, und damit die Lage im europäischen Machtgefüge stabilisieren.
- 1887 gelang dem Physiker Heinrich Hertz der experimentelle Nachweis elektromagnetischer Wellen. Ausgehend von den Vorhersagen James Clerks Maxwells konnte Hertz zeigen, dass elektromagnetische Strahlung tatsächlich Wellencharakter besitzt und sich mit optischen und elektrischen Methoden untersuchen lässt. Seine Ergebnisse gelten als wichtiger Schritt zur Entwicklung der Funktechnik und zur späteren Nutzung elektromagnetischer Kommunikation.
- 1888 prägte das sogenannte Dreikaiserjahr die deutsche Geschichte: Nach dem Tod von Kaiser Wilhelm I. folgte zunächst Friedrich III., der jedoch nur kurze Zeit regierte. Bereits nach wenigen Monaten übernahm dann Wilhelm II. die Herrschaft. Diese rasche Folge von Regierungswechseln führte zu deutlichen politischen Umstellungen und gilt als Übergangsphase, in der sich der Kurs des Deutschen Reiches spürbar neu ausrichtete.
- 1887 – Abschluss des Rückversicherungsvertrags zwischen dem Deutschen Reich und Russland
- 1888 – „Drei-Kaiserjahr“: Tod von Kaiser Wilhelm I. und Thronwechsel zu Wilhelm II.
- 1889 – Gründung der Zweiten Internationale in Paris
- 1894 – Beginn der Dreyfus-Affäre in Frankreich
- 1898 – Spanisch-Amerikanischer Krieg und Beginn der US-Einflussnahme auf die Philippinen
- 1905 – Revolution in Russland
- 1908 – Annexion Bosniens durch Österreich-Ungarn
- 1911 – Beginn der Xinhai-Revolution (Wuchang-Aufstand) in China
- 1912 – Beginn des Ersten Balkankriegs
-
Am Dreikaiserbund wurde 1887 zwischen dem Deutschen Reich, Österreich-Ungarn und dem Russischen Kaiserreich geschlossen. Ziel war es, die Beziehungen der drei Großmächte in einer Zeit zu stabilisieren, in der Bündnissysteme in Europa stark wechselten und Konflikte in den Vordergrund traten. Der Vertrag legte einen Rahmen fest, der im Konfliktfall abgestimmtes Vorgehen ermöglichen sollte. Politisch trug der Bund zunächst dazu bei, Spannungen zu reduzieren, er erwies sich jedoch als labil, weil sich die Interessen besonders Russlands und Österreich-Ungarns im Laufe der Jahre zunehmend auseinanderentwickelten.
-
Die Ereignisse der Russischen Revolution von 1905 begannen im Umfeld gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Belastungen im Russischen Reich und entwickelten sich zu einer der folgenschwersten Krisen vor der Revolution von 1917. Auslöser waren unter anderem Streiks, Proteste und zunehmend auch offene politische Unruhen, die die bestehende Herrschaft herausforderten. In vielen Teilen des Landes kam es zu Massenaktionen, während politische Reformforderungen lauter wurden. Obwohl die Revolution letztlich nicht das System vollständig hinwegfegte, führte sie zu spürbaren Reformen und machte deutlich, dass der zaristische Staat mit tiefgreifenden Strukturproblemen konfrontiert war.
-
Am 15. April 1912 ereignete sich der Untergang der Titanic, als das Luxuspassagierschiff auf dem Weg von Southampton nach New York bei Nacht und Eiswarnungen mit einem Eisberg kollidierte. Trotz der vorhandenen Sicherheitskonzepte kam es zur raschen Abfolge schwerwiegender Probleme, vor allem wegen begrenzter Rettungsmöglichkeiten. Das Unglück wurde weltweit bekannt und führte zu intensiver öffentlicher Debatte über Sicherheit auf hoher See. In der Folge wurden zahlreiche Regeln und Standards verbessert, insbesondere im Hinblick auf Rettungswesen, Schiffsprüfung und Kommunikation zwischen Schiffen.
- 1889: Eröffnung des Eiffelturms in Paris
- 1903: Erstflug der Gebrüder Wright
- 1914: Beginn des Ersten Weltkriegs
- 1918: Ende des Ersten Weltkriegs
- 1929: Beginn der Weltwirtschaftskrise
- 1933: Machtergreifung Adolf Hitlers
- 1939: Beginn des Zweiten Weltkriegs
- 1945: Ende des Zweiten Weltkriegs
- 1949: Gründung der Bundesrepublik Deutschland
- 1953: Tod von Josef Stalin
- 1961: Erster bemannter Raumflug durch Juri Gagarin
- 1965: Verabschiedung des Voting Rights Act in den USA
Das Attentat auf Erzherzog Franz Ferdinand von Österreich ereignete sich am 28. Juni 1914 in Sarajevo, Bosnien und Herzegowina. Der Thronfolger der Österreichisch-Ungarischen Monarchie, Erzherzog Franz Ferdinand, und seine Frau Sophie, Herzogin von Hohenberg, wurden von Gavrilo Princip, einem Mitglied der serbisch-nationalistischen Gruppe Schwarze Hand, ermordet. Dieser Vorfall führte direkt zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs, da die österreichisch-ungarische Regierung Serbien ein Ultimatum stellte, das letztlich zu einer Eskalation der internationalen Spannungen führte und das Kriegsgeschehen auslöste. Ein detaillierter Bericht über das Attentat und seine Folgen findet sich auf deutschsprachiger Wikipedia.
Der Börsenkrach von 1929, oft als Schwarzer Freitag bezeichnet, markierte den Beginn der Weltwirtschaftskrise. Am 24. Oktober 1929 erlebte die New Yorker Börse einen dramatischen Einbruch der Aktienkurse. Dieser Ereignis war das Ergebnis einer Reihe von spekulativen Geschäften und einer überbewerteten Börse. In den darauf folgenden Tagen stürzten die Kurse weiter ab, was zu massiven finanziellen Verlusten und zur Panik führte. Diese Krise weitete sich weltweit aus und hatte große wirtschaftliche und soziale Auswirkungen. Die Krise verschärfte sich in den folgenden Jahren und beeinträchtigte insbesondere Länder mit schwachen Wirtschaftsstrukturen. Weitere Informationen hierzu finden sich auf deutschsprachiger Wikipedia.
Die Unterzeichnung des Versailler Vertrags fand am 28. Juni 1919 im Spiegelsaal des Schlosses von Versailles statt. Der Vertrag markierte das Ende des Ersten Weltkriegs und wurde zwischen den Alliierten und Deutschland ausgehandelt. Die Bedingungen des Vertrages, insbesondere die Reparationszahlungen und die Aufnahme der alleinigen Kriegsschuld Deutschlands im Artikel 231, wurden von Deutschland als äußerst demütigend empfunden und lösten in der Weimarer Republik großen politischen und wirtschaftlichen Unmut aus. Die Bestimmungen des Vertrags und die dadurch ausgelösten Folgen sind oft als einer der Faktoren angeführt worden, die zum Aufstieg des Nationalsozialismus und letztlich zum Ausbruch des Zweiten Weltkriegs führten. Eine ausführliche Beschreibung des Versailler Vertrages ist auf der deutschsprachigen Wikipedia verfügbar.
- 1887 - Patentierung des Grammophons durch Emil Berliner
- 1888 - Gründung der Deutschen Kolonialgesellschaft
- 1889 - Eröffnung des Eiffelturms in Paris
- 1890 - Rücktritt von Otto von Bismarck als Reichskanzler
- 1891 - Umsetzung des ersten internationalen Telefonanrufs zwischen London und Paris
- 1892 - Gründung des FC Liverpool
- 1893 - Erste Aufführung von Dvořáks "Symphonie aus der Neuen Welt" in New York
- 1896 - Erste Olympische Spiele der Neuzeit in Athen
- 1899 - Beginn des Burenkriegs in Südafrika
- 1903 - Erstflug der Wright-Brüder
- 1905 - Entdeckung der Relativitätstheorie durch Albert Einstein
- 1912 - Untergang der RMS Titanic
Am 1. Mai 1889 wurde der Erste Mai erstmals als internationaler Kampftag der Arbeiterbewegung begangen, um für die Rechte der Arbeiter, insbesondere den Achtstundentag, zu kämpfen. Die Wahl dieses Datums geht auf die Haymarket-Affäre in Chicago 1886 zurück. Bei Demonstrationen in Hamburg und anderen deutschen Städten kam es ebenfalls zu Konflikten. Bis heute ist der 1. Mai in vielen Ländern ein Feiertag zu Ehren der Arbeiterbewegung. Weitere Informationen finden Sie hier.
Am 8. Juni 1896 fand in Russland die Krönung von Nikolaus II. zum Zaren statt. Es sollte jedoch eine düstere Regierungszeit beginnen, die durch zahlreiche Krisen wie den Russisch-Japanischen Krieg, die Revolution von 1905 und schließlich den Zusammenbruch des Russischen Reiches 1917 gekennzeichnet war. Nikolaus II. und seine Familie wurden 1918 von den Bolschewiki ermordet. Weitere Informationen finden Sie hier.
Am 15. April 1912 sank das Passagierschiff RMS Titanic nach der Kollision mit einem Eisberg im Nordatlantik auf seiner Jungfernfahrt von Southampton nach New York. Bei dem Unglück kamen mehr als 1.500 der rund 2.200 Passagiere und Besatzungsmitglieder ums Leben. Das Fehlen ausreichender Rettungsboote und die chaotische Evakuierung führten zu einer weltweiten Diskussion über die Sicherheit in der Schifffahrt und neuen internationalen Vorschriften. Weitere Informationen finden Sie hier.