1778 Einträge gefunden in der Kategorie Geschichte
- 1658: Schlacht bei den Dünen (Battle of the Dunes) während des Französisch-Spanischen Krieges
- 1665: Beginn der Großen Pest in London
- 1666: Großer Brand von London
- 1678: Frieden von Nimwegen (Peace of Nijmegen) beendet u. a. den Holländisch-Französischen Krieg
- 1687: Isaac Newton veröffentlicht „Philosophiæ Naturalis Principia Mathematica“
- 1688: Glorious Revolution in England (Absetzung von Jakob II.)
- 1701: Beginn des Spanischen Erbfolgekriegs
- 1713: Vertrag von Utrecht
- 1721: Vertrag von Nystad (Ende des Großen Nordischen Krieges)
1658: In der Schlacht bei den Dünen trafen im Rahmen des Ersten Schwedisch-Polnischen Krieges vor allem die Seemacht der Niederländer und ihre Verbündeten auf die Flotte des dänischen Königs. Der Sieg der verbündeten Kräfte schwächte Dänemark erheblich und trug dazu bei, dass sich das Kräfteverhältnis im Nordseeraum und in der Ostsee kurzfristig zugunsten der Gegner Dänemarks verschob.
1683: Die Zweite Türkenbelagerung Wiens war ein entscheidender Wendepunkt im Konflikt zwischen dem Osmanischen Reich und dem Habsburgerreich. Nach einer langen Belagerung trafen kaiserliche und verbündete Truppen zur entscheidenden Entsatzaktion ein. Mit dem Scheitern der Belagerung verlor das Osmanische Reich in Mitteleuropa deutlich an Schlagkraft, während Wien und die habsburgische Machtstellung gestärkt wurden.
1713: Der Frieden von Utrecht beendete große Teile des Spanischen Erbfolgekriegs in Europa. Durch die vertraglichen Regelungen wurden Territorien neu verteilt und die Ansprüche der europäischen Großmächte neu geordnet. Langfristig prägten die Ergebnisse die politische Landkarte des Kontinents und beeinflussten das Machtgefüge zwischen den europäischen Staaten über mehrere Jahrzehnte.
- 1658 — Schlacht bei den Dünen (Battle of the Dunes)
- 1660 — Restauration der Monarchie in England: Karl II. wird König
- 1665 — Große Pest von London (Great Plague of London)
- 1666 — Großes Feuer von London (Great Fire of London)
- 1667 — Überfall auf den Medway (Raid on the Medway) im Zweiten Englisch-Niederländischen Krieg
- 1668 — Frieden von Aachen (Vertrag von Aix-la-Chapelle)
- 1672 — Beginn des Französisch-Niederländischen Krieges
- 1688 — Glorreiche Revolution: Landung Wilhelms III. von Oranien
- 1697 — Frieden von Rijswijk (Treaty of Ryswick)
- Im Gro%C3%9Fes Feuer von London im Jahr 1666 geriet ein großer Teil der Stadt London in Brand. Das Feuer brach in einer Bäckerei aus und griff wegen starker Windverhältnisse sowie vieler dicht stehender Holzbauten rasch um sich. Über 80.000 Menschen verloren ihre Unterkunft, und wichtige Gebäude wie Kirchen, öffentliche Einrichtungen und Handelshäfen wurden schwer beschädigt; anschließend wurden Stadtplanung und Bauordnungen deutlich strenger.
- Der Frieden von Nimwegen wurde 1678/1679 zwischen dem französischen Königreich unter Ludwig XIV. und einer europäischen Koalition geschlossen. Er beendete große Teile des Holländischen Krieges (und setzte damit der direkten militärischen Eskalation in West- und Mitteleuropa ein Ende). Politisch führte der Vertrag zu territorialen Rückübertragungen und zu einem vorübergehenden Kräfteausgleich, was die nächsten Machtkonstellationen in Europa nachhaltig beeinflusste.
- Mit der Zweiten Wiener Türkenbelagerung im Jahr 1683 scheiterte das Osmanische Reich bei dem Versuch, Wien einzunehmen. Die Belagerung dauerte mehrere Wochen; entscheidend war schließlich die von kaiserlichen und verbündeten Truppen organisierte Entsatzaktion. Nach dem erfolgreichen Abbruch der Belagerung gewann die kaiserlich-europäische Seite an strategischem Auftrieb, und in der Folge verlagerte sich der Verlauf der sogenannten Türkenkriege zugunsten der Gegner des Osmanischen Reiches.
- 1658: Schlacht bei den Dünen (Französisch-Spanischer Krieg)
- 1666: Großes Feuer von London
- 1672: Beginn des Holländischen Krieges (Französisch-Dutch War)
- 1678: Frieden von Nimwegen
- 1688: Glorreiche Revolution in England
- 1701: Beginn des Spanischen Erbfolgekriegs
- 1709: Schlacht bei Poltawa (Großer Nordischer Krieg)
- 1721: Frieden von Nystad (Ende des Großen Nordischen Kriegs)
- 1733: Beginn des Polnischen Erbfolgekriegs
1658 war die Schlacht der Dünen ein entscheidender militärischer Wendepunkt im Konflikt zwischen Frankreich und Spanien. Bei den Kämpfen an der Küste nahe Dünkirchen besiegten französische Truppen unter Führung von Prinz Ludwig II. de Condé eine spanisch-englische Streitmacht. Die Niederlage schwächte die spanische Position in den Niederlanden und trug dazu bei, dass Frankreich im weiteren Verlauf seine Stellung im sogenannten Französisch-Spanischen Krieg (1667–1659/„Franco-Spanischer Krieg“ im weiteren Sinn) deutlich festigen konnte. Der Sieg zeigte zugleich, wie wichtig See- und Küstenräume in der frühen Neuzeit für die Beweglichkeit und Versorgung großer Heere waren.
Im Jahr 1683 prägte die Belagerung Wiens einen der berühmtesten Wendepunkte der Zeit der Türkenkriege in Mitteleuropa. Das Osmanische Reich belagerte Wien, während sich die Verteidiger auf die Versorgungslage und die Festungsnutzung stützten. Entscheidend wurde die Entsatzschlacht: Nachdem ein Entsatzheer unter polnisch-litauischer Führung (mit dem Heerführer Jan III. Sobieski) zum richtigen Zeitpunkt eingriff, konnte die Belagerung abgewehrt werden. Der Sieg stärkte die Stellung der habsburgischen Kräfte in der Region und wurde in Europa stark rezipiert; er gilt zudem als Symbol für das erfolgreiche Abwehren einer Großoffensive gegen die Hauptstadt der Habsburgermonarchie.
1733 begann mit dem Polnischen Erbfolgekrieg ein neuer großer Konflikt in Europa, ausgelöst durch Streit um die Nachfolge des polnischen Königs. Mehrere Mächte griffen in den Machtkampf ein, weil die polnisch-litauische Republik als strategischer Puffer und als Einflusszone für Nachbarn galt. Der Krieg verband dynastische Ansprüche mit geopolitischen Interessen und führte zu einem langen Ringen um Bündnisse und Territorien in Mittel- und Osteuropa. Die Auseinandersetzung veränderte die politische Lage nachhaltig und wirkte in der Folge auf die Verschiebungen der europäischen Staatensysteme und Koalitionen in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts.
- 1659: Der Pyrenäenfriede beendet den Französisch-Spanischen Krieg.
- 1660: Die Stuart-Restauration in England führt zur Rückkehr von König Charles II. auf den Thron.
- 1666: Der Große Brand von London zerstört einen Großteil der Stadt.
- 1675: Bau des Königlichen Observatoriums in Greenwich beginnt.
- 1683: Die Zweite Wiener Türkenbelagerung wird von einer Allianz unter Führung des Heiligen Römischen Reiches abgewehrt.
- 1688: Die Glorreiche Revolution in England führt zur Absetzung von König James II. und der Thronbesteigung von Wilhelm III. und Maria II.
- 1690: Die Schlacht am Boyne zwischen Jakob II. und Wilhelm III. findet in Irland statt.
- 1701: Der Spanische Erbfolgekrieg beginnt, der bis 1714 dauern wird.
- 1703: Der Große Nordische Krieg eskaliert mit der Belagerung von Thorn.
- 1707: Act of Union vereint England und Schottland zum Königreich Großbritannien.
- 1715: Der Erste Jakobitenaufstand findet in Schottland statt.
- 1721: Peter der Große wird Kaiser des neu gegründeten Russischen Reiches.
Ein wichtiges historisches Ereignis aus dieser Zeit ist der Frieden von Oliva von 1660. Der Frieden von Oliva beendete den Zweiten Nordischen Krieg zwischen Schweden einerseits und Polen-Litauen, dem Heiligen Römischen Reich und Dänemark-Norwegen andererseits. In Oliva, einem Vorort von Danzig, wurde ein Vertrag unterzeichnet, der den Krieg friedlich abschloss und das bestehende Machtverhältnis in Nordeuropa bestätigte. Schweden behielt die Gebiete, die es vor dem Krieg hielt, während der polnische König Johann II. Kasimir offiziell auf den schwedischen Thron verzichtete. Auch Brandenburg-Preußen wurde durch den Vertrag gestärkt, da die volle Souveränität über das Herzogtum Preußen anerkannt wurde.
Ein weiteres bedeutendes Ereignis war der Edikt von Fontainebleau von 1685, durch das König Ludwig XIV. von Frankreich das Edikt von Nantes von 1598 widerrief. Das Edikt von Nantes hatte den Hugenotten Religionsfreiheit gewährt, und seine Aufhebung führte zu erneuter religiöser Verfolgung. Viele Hugenotten flohen daraufhin aus Frankreich, was negative wirtschaftliche und demografische Folgen für das Land hatte. Diese Flucht führte zu einem Verlust an qualifizierten Arbeitskräften und einer Bereicherung der Länder, in denen sich die Hugenotten niederließen, darunter Preußen, die Niederlande und England.
Ein drittes Ereignis ist die Krönung von Friedrich I. in Preußen im Jahr 1701. Friedrich III., Kurfürst von Brandenburg, krönte sich in Königsberg selbst zum König in Preußen, womit er Friedrich I. von Preußen wurde. Dieses Ereignis markiert die Erhebung des Kurfürstentums Brandenburg zu einem Königreich und ist ein entscheidender Schritt in der formalen Etablierung Preußens als eigenständiger Machtstaat innerhalb des Heiligen Römischen Reiches. Trotz des Titels "König in Preußen" statt "König von Preußen", was die rechtliche Anerkennung der polnischen Oberherrschaft über das Gebiet um Ostpreußen umschiffen sollte, war dieser Akt symbolisch wichtig für die spätere preußische und deutsche Geschichte.
- 1659: Allianz der Pyrenäen zwischen Spanien und Frankreich
- 1660: Restauration der Monarchie in England (Karl II. wird König)
- 1661: Beginn der persönlichen Herrschaft Karls II. in England
- 1662: Einführung des Navigation Acts in England (zweite Version)
- 1665: Beginn des Großen Brandes von London (London wird zerstört)
- 1672: Drittes Englisch-Niederländisches Seekriegsausbruch
- 1673: Beginn des Dritten Englisch-Niederländischen Krieges (Fortsetzung)
- 1683: Zweite Belagerung Wiens scheitert durch die Entsatzarmee
- 1692: Schlacht von La Hogue (englisch-niederländischer Erfolg gegen französische Flotte)
Im Jahr 1666: Großer Brand von London zerstörte ein Feuer große Teile der Stadt London. Der Brand brach in der Nacht zum 2. September aus und griff wegen der dichten Bebauung sowie der damaligen Bauweise aus Holz schnell um sich. In wenigen Tagen wurden weite Bereiche der Stadt, darunter auch bedeutende Kirchen und öffentliche Gebäude, vollständig oder schwer beschädigt. Das Ereignis führte anschließend zu umfangreichen Wiederaufbau- und Reformmaßnahmen, die u. a. den Umgang mit Brandschutz und die Planung neuer Stadtviertel beeinflussten.
Im Jahr 1685: Widerruf des Edikts von Nantes ordnete der französische König Ludwig XIV. die Aufhebung der bis dahin geltenden religiösen Toleranz für Hugenotten (französische Protestanten) an. Mit dem Widerruf verloren Hugenotten weitgehend ihre rechtlichen Schutzrechte; viele wurden zum Übertritt zum Katholizismus gedrängt oder waren verstärkter Verfolgung ausgesetzt. Die Folge waren häufige Vertreibungen und die Auswanderung zahlreicher protestantischer Familien, was nicht nur die gesellschaftliche Lage veränderte, sondern auch wirtschaftliche und demografische Auswirkungen hatte. Das Ereignis gilt als einschneidender Schritt in Richtung religiöser Einheitspolitik in Frankreich.
Im Jahr 1692: Hexenprozesse von Salem kam es in der britischen Kolonie Massachusetts zu einer Serie von Strafprozessen, die in der Angst um „Hexerei“ und übernatürliche Bedrohungen mündeten. Mehrere Personen wurden wegen angeblicher Zauberei angeklagt, häufig auf Grundlage widersprüchlicher Aussagen und „Beweisen“, die auf Beobachtungen, angeblichen Visionen oder erzwungen wirkenden Geständnissen beruhten. In kurzer Zeit wurden mehrere Angeklagte verurteilt und hingerichtet. Die Ereignisse sind bis heute ein bekanntes Beispiel dafür, wie Massenhysterie, Machtstrukturen und ein fragiles Beweissystem zu schwerwiegenden Fehlurteilen führen können.