1778 Einträge gefunden in der Kategorie Geschichte
- 1663 – Beginn des Krieges zwischen Polen-Litauen und dem Osmanischen Reich (1663–1664)
- 1666 – Großer Brand von London
- 1667 – Vertrag von Breda (Ende des Zweiten Englisch-Niederländischen Krieges)
- 1668 – Bildung der Triple-Allianz gegen Frankreich
- 1672 – Beginn des Dritten Englisch-Niederländischen Krieges
- 1683 – Schlacht um Wien (Beginn der Entsatzschlacht der Osmanen gegen die Stadt)
- 1685 – Edikt von Fontainebleau (Aufhebung des Edikts von Nantes)
- 1701 – Beginn des Spanischen Erbfolgekriegs
- 1739 – Vertrag von Belgrad (Ende des Österreichisch-Osmanischen Krieges)
- Großbrand von London (1666): Der Brand brach im September 1666 in London aus und legte weite Teile der Stadt in Schutt und Asche. Insgesamt wurden große Abschnitte des mittelalterlichen Stadtgebiets zerstört, was nicht nur erhebliche menschliche und wirtschaftliche Folgen hatte, sondern auch den Wiederaufbau beeinflusste. Der Wiederaufbau mit besserer Planung und modernerer Infrastruktur machte die Ereignisse zu einem wichtigen Wendepunkt in der Entwicklung der Stadt.
- Zweite Türkenbelagerung Wiens (1683): Im Sommer 1683 versuchten osmanische Truppen, Wien einzunehmen. Der Angriff führte zu einer intensiven Belagerung, die jedoch durch Gegenkräfte unterbrochen und schließlich abgewendet wurde. Besonders bekannt ist der Entsatz durch verbündete Truppen, der die Lage entscheidend drehte. Das Ereignis gilt als bedeutender Moment in den Auseinandersetzungen zwischen dem Osmanischen Reich und den europäischen Mächten um Einfluss und Grenzen in der Region.
- Utrechter Frieden (1713): Der Utrechter Frieden beendete wesentliche Teile des Spanischen Erbfolgekriegs. In den zugehörigen Verträgen wurden neue politische und territoriale Regelungen zwischen mehreren europäischen Staaten festgelegt. Für viele Länder war der Frieden entscheidend, um nach jahrelangen militärischen Konflikten zu einer stabileren Ordnung zurückzukehren. Zugleich prägten die Ergebnisse langfristig das europäische Machtgefüge und die Stellung verschiedener Dynastien sowie ihrer Ansprüche in Europa.
- 1663: Erteilung der Royal Charter für Rhode Island und Providence Plantations (John-Fielding-Rhode-Island-Kolonie)
- 1667: Unterzeichnung des Vertrags von Breda (Beendigung des Zweiten Englisch-Niederländischen Kriegs)
- 1672: „Rampjaar“ – Beginn des Französisch-Niederländischen Kriegs bzw. der zweiten Phase der Niederländischen Kriege
- 1683: Beginn der Zweiten Türkenbelagerung Wiens
- 1697: Unterzeichnung des Vertrags von Karlowitz (Ende des Großen Türkenkriegs)
- 1701: Beginn des Spanischen Erbfolgekriegs
- 1707: Inkrafttreten der Acts of Union – Vereinigung von England und Schottland zum Königreich Großbritannien
- 1713: Unterzeichnung des Vertrags von Utrecht (Abschluss des Spanischen Erbfolgekriegs)
- 1735: Prozess gegen John Peter Zenger in New York (Wegbereiter der Pressefreiheit in den britischen Kolonien)
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Der Große Brand von London brach im September 1666 in der englischen Hauptstadt aus und verwüstete große Teile der Stadt. Ausgehend von einem Feuer in einer Bäckerei erfassten Wind und das dichte Nebeneinander von Holz- und Fachwerkhäusern rasch weite Bereiche. Über Tage hinweg brannte es, bis schließlich weite Straßenzüge und ganze Viertel zerstört waren. Das Ereignis gilt als eine der folgenreichsten Katastrophen der europäischen Stadtgeschichte, weil es nicht nur enorme Schäden verursachte, sondern auch den Wiederaufbau Londons beschleunigte und Fragen der Stadtplanung, Bauweise und Brandbekämpfung stärker in den Fokus rückte.
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Die Zweite Türkenbelagerung Wiens fand 1683 statt und ist ein markantes Ereignis im Konflikt zwischen dem Osmanischen Reich und den habsburgischen Mächten in Mitteleuropa. Die osmanischen Streitkräfte belagerten Wien, doch die Stadt konnte sich trotz großer Bedrängnis behaupten. Entscheidend war die schließlich eintreffende Entsatzarmee unter christlichen Verbündeten, die die Belagerung im Herbst 1683 durchbrach. Der Ausgang der Kämpfe beeinflusste die militärische Lage in der Region nachhaltig und wird häufig als Wendepunkt im Ringen um die Vorherrschaft in Mitteleuropa interpretiert, weil damit der Vormarsch der Osmanen gestoppt und die Offensive der Gegner begünstigt wurde.
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Die Schlacht von Poltawa wurde am 8. Juli 1709 ausgetragen und gehört zu den entscheidenden Auseinandersetzungen des Großen Nordischen Krieges. In der Schlacht trafen die schwedischen Truppen König Karls XII. auf die Armee unter Zar Peter I. von Russland. Nach schwierigen Umbrüchen im Vorfeld und einer langen, von Strategiewechseln geprägten Kriegsphase endete die Begegnung mit einer vernichtenden Niederlage der Schweden. Für die weitere Geschichte des Nordens hatte das Folgen: Schwedens Machtstellung geriet nachhaltig ins Wanken, während Russland seinen Einfluss in der Region deutlich ausbauen konnte. Die Schlacht wird daher oft als Symbol für den Übergang von der schwedischen Vorherrschaft hin zu einer neuen russischen Großmachtrolle gesehen.
- 1665: Große Pest in London (Great Plague of London)
- 1666: Großes Feuer von London (Great Fire of London)
- 1667: Vertrag von Breda (Vertragsabschluss im Zweiten Englisch-Niederländischen Krieg)
- 1668: Gründung der Dreifach-Alliance (Triple Alliance)
- 1669: Eruption des Vesuvs
- 1670: Vertrag von Dover (geheime Abmachung zwischen England und Frankreich)
- 1672: Beginn des Französisch-Niederländischen Krieges (Franco-Dutch War)
- 1679: Habeas-Corpus-Act (England)
- 1680: Beginn des Pueblo-Aufstands in Neu-Mexiko
1666 brach in London der Große Brand von London aus. Das Feuer begann vermutlich am 2. September 1666 in einer Bäckerei in der Nähe der Pudding Lane und griff bei starkem Wind rasch auf weitere Gebäude über. Innerhalb weniger Tage wurde ein großer Teil der Stadt zerstört: insbesondere dichte Wohnviertel und zahlreiche öffentliche sowie kirchliche Bauten. Der Brand führte zwar zu massiven Verlusten und Obdachlosigkeit, trug aber danach auch zu einer grundlegenden Neuplanung Londons bei—unter anderem mit besseren Bauvorschriften und neuen Straßenzügen.
Am 12. Juni 1672 begann der Französisch-niederländische Krieg (oft als „Rampjaar“ in den Niederlanden bezeichnet). Frankreich griff die Republik der Vereinigten Niederlande an, während Teile Europas die Entwicklung aufmerksam verfolgten. Der Krieg war geprägt von schnellen Vormärschen, intensiven Belagerungen und wechselnden Frontverläufen. Besonders einschneidend waren auch die innenpolitischen und wirtschaftlichen Folgen im niederländischen Machtbereich: Der Druck auf Regierung und Bevölkerung stieg, zugleich wurden Ressourcen gebündelt, um weiteren Gebietsverlusten entgegenzuwirken.
Mit dem Frieden von Nimwegen wurde 1678 ein wichtiger Schritt zur Beendigung des Krieges zwischen Frankreich und seinen Gegnern erreicht; die abschließende Umsetzung erstreckte sich über die folgenden Monate. Die Verhandlungen wurden getragen von dem Bestreben, die militärische Lage zu stabilisieren und territoriale Fragen neu zu ordnen. Für Europa bedeutete das Abkommen eine Phase des relativen Zur-Ruhe-Kommens in einem ansonsten stark umkämpften Konfliktfeld, in dem Bündnisse, Ressourcen und Grenzräume häufig neu ausgehandelt wurden.
- 1665 – Beginn des Großen Pestjahrs in London (Bubonenpest)
- 1666 – Großes Feuer von London
- 1672 – Beginn des Französisch-Niederländischen Kriegs
- 1678 – Frieden von Nimwegen
- 1683 – Zweite Türkenbelagerung Wiens
- 1688 – Beginn der Glorreichen Revolution in England
- 1701 – Beginn des Spanischen Erbfolgekriegs
- 1713 – Frieden von Utrecht
- 1738 – Beginn des Russisch-Österreichisch-Türkischen Krieges (Großer Türkenkrieg)
Im Jahr Große Pest von London (ab 1665) brach in der englischen Hauptstadt eine der schwersten Pestwellen der Geschichte aus. Die Seuche traf vor allem ärmere Viertel, in denen Menschen dicht zusammenlebten und medizinische Versorgung begrenzt war. Stadträume wurden zeitweise abgeriegelt, Handel und Alltagsleben kamen vielerorts zum Erliegen, und die Angst vor Ansteckung prägte das öffentliche Leben. Die Pest wirkte sich langfristig auf Bevölkerung und Wirtschaft aus und setzte erst 1666 spürbar aus.
1683 endete mit der Zweiten Türkenbelagerung Wiens eine entscheidende militärische Auseinandersetzung des Osmanisch-Habsburgischen Konflikts. Das Osmanische Heer belagerte Wien, wobei die Versorgungslage der Verteidiger und die strategische Lage in Mitteleuropa stark unter Druck gerieten. Am 12. September 1683 durchbrach jedoch ein kaiserlich-polnisches Entsatzheer unter König Jan III. Sobieski schließlich die Situation der Belagerer. Der Sieg gilt als Wendepunkt, der die weitere Expansion des Osmanischen Reiches in Richtung Mitteleuropa vorerst deutlich bremste.
Mit der Gründung der Universität Göttingen im Jahr 1737 entstand eine bedeutende Bildungs- und Forschungsstätte im Heiligen Römischen Reich. Die Universität wurde als modernes Zentrum für Wissenschaft und Lehre konzipiert und zog rasch Studierende sowie Gelehrte aus verschiedenen Regionen an. Besonders in den Naturwissenschaften und den Geisteswissenschaften entwickelte sich Göttingen zu einem Ort intensiver Forschung und freierer wissenschaftlicher Debatten (im Rahmen der damaligen Zeit). Dadurch trug die Universität langfristig zur Verbreitung neuer Erkenntnisse und zur Stärkung des akademischen Lebens in Europa bei.