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1665
  • 1665: Beginn des Großen Pestjahres in London
  • 1666: Großer Brand von London
  • 1672: Beginn des Dritten Niederländisch-Englischen Krieges
  • 1678: Frieden von Nimwegen (Ende des Französisch-Niederländischen Krieges)
  • 1683: Zweite Belagerung Wiens
  • 1687: Veröffentlichung der „Principia“ von Isaac Newton
  • 1689: Glorreiche Revolution in England
  • 1701: Beginn des Spanischen Erbfolgekriegs
  • 1714: Frieden von Utrecht (Ende des Spanischen Erbfolgekriegs)

Großbrand von London (1666) In der Nacht vom 2. auf den 3. September 1666 brach in London ein verheerendes Feuer aus, das sich aufgrund von dicht bewohnten Vierteln und trockener Witterung extrem schnell ausbreitete. Der Brand zerstörte weite Teile der Stadt, darunter zahlreiche Wohnhäuser und vor allem große Bereiche des mittelalterlichen Stadtkerns. Neben der unmittelbaren Gefahr für Menschen und Eigentum führte der Brand auch zu umfangreichen Fragen nach Wiederaufbau, Stadtplanung und Baustandards. In der Folge wurden Teile Londons neu strukturiert, und langfristig prägte das Ereignis die Entwicklung modernerer Urbanistik und Feuerbekämpfung.

Zweite Wiener Türkenbelagerung (1683) 1683 wurde Wien im Zuge der Türkenkriege erneut von osmanischen Truppen belagert. Die Lage war für die Verteidiger besonders kritisch, weil die Versorgungslinien unter Druck gerieten und die Kampfhandlungen die Stadt massiv belasteten. Entscheidend wurde schließlich die Entsatzmacht: Ein Bündnis aus kaiserlichen und verbündeten Kräften vereinte sich, und in mehreren Phasen gelang es, die Belagerung zu durchbrechen. Die Ereignisse um die Befreiung Wiens hatten weitreichende Folgen für das Machtgefüge in Mitteleuropa und galten als Wendepunkt, der den weiteren Vormarsch der Osmanen in der Region spürbar bremste. Der Sieg stärkte zudem das Selbstverständnis der christlichen Koalition und beeinflusste die Diplomatie der Folgejahre.

Frieden von Utrecht (1713) Der Frieden von Utrecht beendete 1713 den Spanischen Erbfolgekrieg und markierte einen bedeutenden Schritt zur Neuordnung der europäischen Machtverhältnisse nach jahrzehntelangen Konflikten. In den Verhandlungen wurden Territorien und Einflusszonen neu verteilt, um künftige Erbansprüche zu regeln und Gleichgewichte zwischen den beteiligten Mächten zu stabilisieren. Besonders folgenreich waren die Entscheidungen zur Frage, wer in welchen Regionen herrschen sollte, da dadurch langfristig Handelswege, koloniale Interessen und strategische Stützpunkte beeinflusst wurden. Der Frieden trug dazu bei, dass viele Staaten ihre Ressourcen stärker auf Wiederaufbau und konsolidierte Politik ausrichten konnten, und er prägte die internationale Ordnung in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts.

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1665
  • 1665 – Beginn der Großen Pest in London
  • 1666 – Großes Feuer von London
  • 1667 – Vertrag von Breda zwischen England und den Niederlanden
  • 1672 – Beginn des Rampjaar (Dritter Englisch-Niederländischer Krieg)
  • 1683 – Schlacht am Kahlenberg (Entsatz von Wien)
  • 1701 – Beginn des Spanischen Erbfolgekriegs
  • 1709 – Schlacht bei Poltawa
  • 1713 – Vertrag von Utrecht
  • 1721 – Frieden von Nystad
  • Großes Feuer von London (1666) zerstörte große Teile der englischen Hauptstadt, nachdem am 2. September 1666 in der Nähe der Pudding Lane ein Feuer ausbrach und sich wegen starker Trockenheit sowie dicht stehender, oft hölzerner Bebauung rasch ausbreitete. Das Feuer brannte mehrere Tage und machte weite Wohn- und Handelsbereiche unbrauchbar. Die Katastrophe führte zu weitreichenden Konsequenzen für den Wiederaufbau: Neben dem Planen breiterer Straßen und besseren Brandschutzmaßnahmen wurde der Wiederaufbau Londons in eine langfristige Modernisierung überführt, die unter anderem den Weg für die spätere, geordnete Gestaltung wichtiger Viertel ebnete. Unter den Folgen litten besonders arme Bevölkerungsgruppen, zugleich wurde die Stadtplanung dauerhaft stärker am Risiko von Bränden ausgerichtet.
  • Zweite Türkenbelagerung Wiens (1683) war eines der entscheidenden Ereignisse im Konflikt zwischen dem Osmanischen Reich und den europäischen Mächten im 17. Jahrhundert. Im Sommer 1683 belagerte die osmanische Armee unter Kara Mustafa Wien, während sich in der Stadt eine angesichts der Belagerung angespannte Lage entwickelte. Am 12. September 1683 kam es zur entscheidenden Entsatzaktion: Eine von polnischen Kräften unter König Jan III. Sobieski geführte Streitmacht griff an und durchbrach die Belagerungsstellung. In der Folge musste das osmanische Heer abziehen, was die unmittelbare Bedrohung Wiens beendete und die strategische Lage in Mitteleuropa nachhaltig zugunsten der christlichen Koalition veränderte. Das Ereignis gilt bis heute als Wendepunkt in der Wahrnehmung des „Schutzwalls“ Europas und als Symbol für den Gegenangriff auf osmanische Vorstöße.
  • Spanischer Erbfolgekrieg (1701–1714) brach aus, nachdem der spanische König Karl II. 1700 ohne direkte Erben gestorben war und mehrere europäische Mächte Ansprüche auf die spanische Krone erhoben. Der Krieg wurde zu einem großen Koalitionskonflikt, in dem Dynastien und Staatsinteressen eng miteinander verflochten waren: Frankreich und seine Verbündeten standen Gegenspielern gegenüber, die vor allem verhindern wollten, dass sich zu viel Macht in einer einzigen Dynastie bündelte. Über Jahre hinweg prägten zahlreiche Schlachten, Belagerungen und Seegefechte das Geschehen. Der Konflikt endete schließlich durch eine Reihe von Friedensschlüssen, besonders die Verträge von Utrecht (1713) und den nachgelagerten Vereinbarungen bis 1714: Damit wurde zwar die Erbfolge auf der Linie der Bourbonen in Spanien festgeschrieben, gleichzeitig wurden jedoch Gebiets- und Einflussverteilungen in Europa so geregelt, dass ein Kräftegleichgewicht eher gesichert werden sollte. Für Großbritannien brachte der Abschluss außerdem bedeutende Ergebnisse wie die Kontrolle über strategische Stützpunkte.
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1666
  • 1666: Der Große Brand von London zerstört große Teile der Stadt.
  • 1667: Der Zweite Englisch-Niederländische Krieg endet mit dem Frieden von Breda.
  • 1668: Der Erste Aachener Frieden beendet den Devolutionskrieg zwischen Frankreich und Spanien.
  • 1670: Der Vertrag von Dover wird zwischen England und Frankreich unterzeichnet.
  • 1672: Der Holländische Krieg beginnt mit einem Angriff Frankreichs auf die Niederlande.
  • 1673: Die Niederländer besiegen die Engländer in der Schlacht bei Schooneveld.
  • 1674: Der Vertrag von Westminster beendet den Dritten Englisch-Niederländischen Krieg.
  • 1678: Der Frieden von Nijmegen beendet den Holländischen Krieg.
  • 1683: Die Zweite Belagerung Wiens endet mit dem Sieg der österreichischen und polnischen Truppen über das Osmanische Reich.
  • 1685: Der Edikt von Fontainebleau wird erlassen, widerruft das Edikt von Nantes und führt zur Verfolgung der Hugenotten in Frankreich.
  • 1688: Die Glorreiche Revolution führt zur Absetzung von König Jakob II. in England.
  • 1690: Die Schlacht am Boyne in Irland sichert Wilhelm III. den englischen Thron.

1. Der Große Brand von London ereignete sich vom 2. bis 5. September 1666. Das Feuer, das in der Bäckerei von Thomas Farriner in der Pudding Lane begann, zerstörte einen Großteil der mittelalterlichen Stadt im Herzen Londons. Trotz der weitreichenden Zerstörung von über 13.000 Häusern, 87 Kirchen, darunter die berühmte St. Paul's Cathedral, und etlichen öffentlichen Gebäuden gab es Berichten zufolge relativ wenige Todesfälle. Der Brand führte zu erheblichen städtebaulichen Veränderungen, die den Grundriss der Stadt für die kommenden Jahrhunderte prägen sollten.

2. Der Frieden von Nimwegen war eine Reihe von Friedensverträgen, die zwischen 1678 und 1679 geschlossen wurden. Diese Verträge beendeten mehrere Kriege, die zwischen Frankreich und seinen Verbündeten auf der einen Seite sowie einer Koalition aus Spanien, dem Heiligen Römischen Reich, Schweden und den Niederlanden auf der anderen Seite ausgetragen wurden. Der Frieden von Nimwegen sicherte Frankreich mehrere Gebietsgewinne und markierte einen Höhepunkt der Macht Ludwigs XIV. in Europa. Die Verhandlungen, die in der niederländischen Stadt Nimwegen stattfanden, waren ein bedeutendes diplomatisches Ereignis der Epoche.

3. Die Glorious Revolution von 1688 führte zur Absetzung des katholischen Königs Jakob II. von England und zur Thronbesteigung seines protestantischen Schwiegersohns Wilhelm von Oranien gemeinsam mit dessen Frau Maria II. Dieser unblutige Umsturz stärkte die Macht des englischen Parlaments und führte zur Einführung der konstitutionellen Monarchie. Die Revolution wurde von vielen als ein großer Schritt in Richtung einer moderneren, auf parlamentarischen Prinzipien basierenden Regierungsform betrachtet. Sie hatte tiefgreifende Auswirkungen nicht nur auf England, sondern auch auf Irland, Schottland und die britischen Kolonien in Nordamerika.

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1666
  • 1666: Großes Feuer von London
  • 1672: Beginn des Französisch-Niederländischen Kriegs
  • 1688: Glorreiche Revolution in England (Sturz Jakobs II.)
  • 1689: Verabschiedung der Bill of Rights in England
  • 1701: Beginn des Spanischen Erbfolgekriegs
  • 1707: Act of Union – Vereinigung von England und Schottland zum Königreich Großbritannien
  • 1713: Vertrag von Utrecht
  • 1715: Jakobitischer Aufstand in Großbritannien
  • 1727: Tod von König Georg I. und Thronbesteigung von Georg II.
  • Das Große Feuer von London (1666) begann im September 1666 in einer Bäckerei in Pudding Lane und breitete sich wegen dichter Bebauung sowie starker Winde rasch über weite Teile der Stadt aus. Das Feuer zerstörte große Bereiche der Londoner Innenstadt, machte viele Menschen obdachlos und führte zu erheblichen wirtschaftlichen Verlusten. Nach mehreren Tagen gelang es, die Ausbreitung durch das Anlegen von Brandschneisen und intensivere Löscharbeiten zu stoppen; im Nachgang wurden umfangreiche Reformen der Bauweise und des Brandschutzes angestoßen.

  • Die Schlacht von Poltawa (1709) war eine entscheidende Auseinandersetzung im Rahmen des Großen Nordischen Krieges zwischen dem schwedischen Heer unter Karl XII. und den Truppen des russischen Zaren Peter des Großen. Die Schlacht endete mit einem klaren Sieg Russlands und gilt als Wendepunkt: Schweden verlor seine dominierende Stellung in der Region, während Russland seine Vormachtstellung weiter ausbauen konnte. Politisch und militärisch trug Poltawa dazu bei, den Kräftewechsel in Nord- und Osteuropa nachhaltig zu verankern.

  • Der Utrechter Frieden (1713) beendete wesentliche Teile des Spanischen Erbfolgekriegs und stellte eine Neugestaltung der Machtverhältnisse in Europa dar. In den Verhandlungen wurden unter anderem Gebiets- und Einflussansprüche neu geregelt; mehrere europäische Mächte erhielten Garantien und Kompensationen, die ihre künftige Stellung stärken sollten. Der Vertrag gilt als bedeutender Schritt zur Stabilisierung nach langen Jahren kriegerischer Auseinandersetzungen und wirkt bis in die spätere Diplomatiegeschichte der frühen Neuzeit nach.

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1666
  • 1666 – Großer Brand von London
  • 1667 – Frieden von Breda beendet den Zweiten Englisch-Niederländischen Krieg
  • 1668 – Frieden von Lissabon beendet den Portugiesischen Restaurationskrieg
  • 1669 – Ausbruch des Ätna verwüstet Teile von Catania
  • 1670 – Verleihung der königlichen Charta an die Hudson’s Bay Company
  • 1672 – „Rampjaar“: Frankreich fällt in die Niederlande ein; Beginn des Französisch-Niederländischen Krieges
  • 1674 – Frieden von Westminster beendet den Dritten Englisch-Niederländischen Krieg
  • 1676 – Bacons Rebellion (Aufstand) in Virginia
  • 1679 – Habeas-Corpus-Act in England
  • 1683 – Schlacht am Kahlenberg (Entsatz Wiens) gegen die Osmanen
  • 1685 – Aufhebung des Edikts von Nantes durch das Edikt von Fontainebleau
  • 1688 – Glorreiche Revolution in England

Großer Brand von London (1666): In den frühen Morgenstunden des 2. September 1666 brach in einer Bäckerei in der Pudding Lane ein Feuer aus, das sich wegen starker Winde, wochenlanger Trockenheit und eng bebauter, hölzerner Häuser rasant ausbreitete. Innerhalb von vier Tagen verwüstete der Brand den größten Teil der City of London innerhalb der alten Stadtmauern, zerstörte rund 13.200 Häuser und 87 Pfarrkirchen, darunter die mittelalterliche St Paul’s Cathedral. Das zögerliche Eingreifen des Lord Mayor und unzureichende Löschtechnik (Feuerhaken, wenige Feuerspritzen) begünstigten die Ausbreitung. Die offizielle Opferzahl war niedrig, wird von Historikern aber als unterschätzt angesehen; zugleich kam es zu Übergriffen auf als „brandstiftend“ verdächtigte Ausländer und zur Fehlverurteilung von Robert Hubert. Der Wiederaufbau erfolgte auf Grundlage neuer Bauvorschriften (mehr Ziegel und Stein, breitere Straßen), und Christopher Wren prägte mit seinen Kirchenneubauten und der neuen Kathedrale das Stadtbild dauerhaft. Zeitgenössische Berichte, etwa die Tagebücher von Samuel Pepys, dokumentieren Evakuierungen, die Versorgung der Vertriebenen und wirtschaftliche Folgen. Überblick: Großer Brand von London.

Zweite Wiener Türkenbelagerung (1683): Im Sommer 1683 führte der osmanische Großwesir Kara Mustafa Pascha ein großes Heer nach Mitteleuropa und belagerte Wien, das von Ernst Rüdiger von Starhemberg mit knappen Vorräten und geschwächter Besatzung gehalten wurde. Die Lage in der Stadt war kritisch: Minierarbeiten unter den Bastionen, Seuchen- und Hungergefahr sowie tägliche Sturmangriffe. Am 12. September kam es zum Entsatz durch ein vereintes Heer des Heiligen Römischen Reiches und Polens unter Führung von Johann III. Sobieski; die Entscheidung fiel in der Schlacht am Kahlenberg, in der der massive Kavallerieangriff der polnischen Flügelhusaren den osmanischen linken Flügel brach. Die Niederlage der Osmanen beendete ihre Expansionsbestrebungen in dieser Region und leitete die Bildung der Heiligen Liga (1684) ein; sie markierte den Beginn des habsburgischen Vormarsches im Großen Türkenkrieg. Beliebte Geschichten über die „Erfindung“ von Kaffeehäusern oder Kipferln nach der Schlacht gelten als spätere Legenden. Überblick: Zweite Wiener Türkenbelagerung.

Veröffentlichung der Principia (1687): Mit Philosophiae Naturalis Principia Mathematica legte Isaac Newton 1687 die mathematische Grundlage der klassischen Mechanik vor. Er formulierte die drei Bewegungsgesetze und das Gravitationsgesetz und leitete daraus die Kepplerschen Gesetze als notwendige Konsequenz einer universellen Anziehung ab. Die Darstellung erfolgt überwiegend geometrisch, mit neuartigen Begriffen wie Impuls, Trägheit und Zentripetalkraft; zugleich flossen Methoden ein, die später als Infinitesimalrechnung systematisiert wurden und einen Prioritätsstreit mit Leibniz auslösten (Prioritätsstreit). Eine zentrale Rolle spielte Edmond Halley, der das Werk redigierte, finanzierte und bei der Royal Society durchsetzte. Die Principia schufen ein einheitliches physikalisches Weltbild, erklärten Phänomene von Gezeiten bis Kometenbahnen und wurden zum Bezugspunkt der Aufklärung sowie der späteren technischen Revolutionen.

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