1779 Einträge gefunden in der Kategorie Geschichte
- 1669: Ausbruch des Ätna
- 1670: Unterzeichnung des Geheimvertrags von Dover
- 1674: Vertrag von Westminster beendet den Dritten Niederländisch-Englischen Krieg
- 1676: Seeschlacht bei Öland während des Schonenkriegs
- 1678: Frieden von Nimwegen
- 1683: Zweite Türkenbelagerung Wiens (Beginn des Wiener Entsatzes)
- 1685: Edikt von Fontainebleau (Widerruf des Edikts von Nantes)
- 1688: Beginn der Glorious Revolution in England
- 1694: Gründung der Bank of England
- 1669: Der Gro%C3%9Fe Brand von Kopenhagen brach im Frühjahr 1669 in der dänischen Hauptstadt aus und traf weite Teile der Stadt. Besonders die dichter bebauten Viertel im Stadtkern fielen den Flammen zum Opfer, wodurch viele Menschen obdachlos wurden. Der Wiederaufbau veränderte in der Folge das Stadtbild und trug dazu bei, dass Brandschutz und Bauvorschriften stärker beachtet wurden.
- 1685: Mit dem Edikt von Fontainebleau hob König Ludwig XIV. das zuvor geltende Toleranzedikt für französische Protestanten (Hugenotten) auf. Dadurch wurde die Ausübung des protestantischen Glaubens stark eingeschränkt und es kam zu Verfolgungen; häufig wurden Hugenotten zum Verlassen ihres Glaubens gedrängt. Viele Betroffene flohen ins Ausland, während die Maßnahmen die religiöse und gesellschaftliche Spannung in Frankreich deutlich verschärften.
- 1694: In London wurde die Bank von England gegründet (durch einen Parlamentsbeschluss von 1694). Sie sollte vor allem die Staatsfinanzen stärken, indem sie als zentrales Kredit- und Finanzinstitut fungierte und die Ausgabe von Banknoten ermöglichte. Damit wurde die Grundlage für die spätere Entwicklung eines stabilen, stärker organisierten Bank- und Geldwesens im Vereinigten Königreich geschaffen.
Am 20. Mai 1670 wurde der Vertrag von Dover zwischen König Karl II. von England und König Ludwig XIV. von Frankreich geschlossen. Der Vertrag war Teil einer strategischen Annäherung: England sollte Frankreich militärisch unterstützen, während im Gegenzug finanzielle Hilfen zugesagt wurden. Gleichzeitig enthielt er politische Zusagen, die vor allem im Hinblick auf Religionsfragen (Katholizismus) später für erheblichen innenpolitischen Streit in England sorgten.
Am 2. Mai 1670 erhielt die Hudson’s Bay Company von König Karl II. ihre königliche Charta. Damit wurde sie als Handelsgesellschaft mit weitreichenden Rechten im Gebiet der Hudson Bay ausgestattet und erhielt einen offiziellen Rahmen für den Pelzhandel in Nordamerika. Die Gründung einer solchen privilegierten Gesellschaft prägte über Jahrzehnte die wirtschaftliche und koloniale Entwicklung in der Region.
Im Zuge des Stenka-Rasin-Aufstands erreichten die Kämpfe 1670 in weiten Teilen an Intensität: Rasin zog mit seinen Verbündeten den Wolga-Abschnitten entlang und konnte dabei mehrere Städte und Kontrollpunkte gewinnen bzw. bedeutende Bereiche vorübergehend unter seine Gewalt bringen. Diese Phase verstärkte die Bedrohung für die zaristische Herrschaft und trug dazu bei, dass der Konflikt in den folgenden Jahren eskalierte.
- 1670: Vertrag von Dover zwischen England und Frankreich.
- 1672: Beginn des Niederländisch- bzw. Franco-Dutch War (Rampjaar) gegen die Republik der Vereinigten Niederlande.
- 1674: Frieden von Westminster, der den Dritten Englisch-Niederländischen Krieg beendet.
- 1675: Beginn des Schonenkriegs (Scanian War) zwischen Schweden und Dänemark-Norwegen.
- 1678: Frieden von Nimwegen, der den Krieg zwischen Frankreich und dem Bündnis um die Niederlande beendet.
- 1683: Zweite Belagerung Wiens und anschließender Entsatz durch das christliche Bündnis.
- 1688: Glorious Revolution in England beginnt (Sturz von König Jakob II.).
- 1689: Verabschiedung der Bill of Rights in England.
- 1692: Seeschlacht von La Hogue, ein entscheidender Sieg der englisch-niederländischen Flotte über Frankreich.
Der Frieden von Nimwegen (1678/1679) beendete einen großen Teil des Krieges zwischen dem Frankreich Ludwigs XIV. und einer Koalition europäischer Staaten. Nach Jahren wechselhafter militärischer Lage wurden in den Verhandlungen Territorien und Einflusssphären neu geordnet. Der Frieden gilt als wichtiger Schritt zur vorläufigen Stabilisierung in Westeuropa, hatte aber auch langfristige Folgen: Frankreich konnte seinen Machtanspruch weiter ausbauen, während andere Mächte versuchten, ein Gleichgewicht gegen die Hegemonialpolitik des Sonnenkönigs herzustellen.
Mit der zweiten Wiener Türkenbelagerung (1683) geriet Mitteleuropa erneut in einen entscheidenden Konflikt zwischen dem Osmanischen Reich und dem habsburgischen Machtbereich. Nach langen Vorbereitungen rückten osmanische Truppen vor Wien vor und belagerten die Stadt. Als die Lage kritisch wurde, kam es zur Entsatzaktion durch ein entfaltetes Heerbündnis; der erfolgreiche Entsatz wendete das Blatt der Belagerung. Das Ereignis prägte die weitere Entwicklung der Auseinandersetzungen in Südosteuropa und gilt in der europäischen Erinnerungskultur oft als symbolischer Wendepunkt gegen die Vormachtstellung des Osmanischen Reichs in der Region.
Die Glorreiche Revolution (1688/1689) stellte in England einen politischen Umbruch dar, der die Machtbalance zwischen Monarchie und Parlament nachhaltig veränderte. Auslöser waren tiefgreifende Konflikte um die Regierungsform und religiös-politische Fragen. Am Ende setzte sich die neue Ordnung durch, in der das Parlament entscheidend an Einfluss gewann und die Herrschaftsrechte der Krone stärker begrenzt wurden. Die Revolution beeinflusste spätere Verfassungs- und Freiheitsdiskussionen in Europa erheblich und gilt als Meilenstein auf dem Weg zu einem parlamentarisch geprägten Staat.
- 1672 – Beginn des Dritten Niederländisch-Englischen Krieges
- 1678 – Frieden von Nimwegen
- 1683 – Zweite Türkenbelagerung Wiens
- 1688 – Glorreiche Revolution in England
- 1697 – Frieden von Rijswijk
- 1701 – Beginn des Spanischen Erbfolgekrieges
- 1713 – Frieden von Utrecht
- 1718 – Frieden von Passarowitz
- 1739 – Frieden von Belgrad
Im Jahr 1683 kam es zur Zweite Türkenbelagerung Wiens. Die Osmanen belagerten Wien, während sich im Umfeld verschiedene europäische Kräfte sammelten. Besonders die Ankunft des Entsatzheeres unter König Johann III. Sobieski spielte eine entscheidende Rolle für das Ende der Belagerung und gilt als ein Wendepunkt in der Auseinandersetzung zwischen dem Osmanischen Reich und Mitteleuropa.
Mit dem Frieden von Utrecht im Jahr 1713 wurde ein zentraler Abschnitt des Spanischen Erbfolgekriegs beendet. Der Vertragskomplex regelte unter anderem die Nachfolgeregeln für Spanien und seine Besitzungen in Europa. Politisch wirkte sich das auf das Machtgleichgewicht aus, indem bestimmte Gebiete neu verteilt wurden und Großbritannien seinen Einfluss auf See und Handel festigen konnte.
Im Jahr 1739 wurde der Friede von Belgrad geschlossen. Damit endete ein Krieg, in dem auch die Habsburgermonarchie und das Osmanische Reich gegeneinander standen. Der Frieden führte zu territorialen und machtpolitischen Anpassungen in Südosteuropa und trug dazu bei, die unmittelbare Kriegsgefahr vorübergehend zu verringern, während gleichzeitig die regionale Rivalität weiterbestand.