1780 Einträge gefunden in der Kategorie Geschichte
- 1670: Vertrag von Dover (geheimes Bündnis zwischen England und Frankreich)
- 1672: Beginn des Holländischen Kriegs (Franco-Dutch War)
- 1673: Schlacht auf dem Texel
- 1674: Vertrag von Westminster (Frieden im Dritten Englisch-Niederländischen Krieg)
- 1675: Beginn des Schonenkriegs (Scanian War)
- 1678: Vertrag von Nimwegen (Fazit des Holländischen Kriegs)
- 1683: Zweite Belagerung von Wien
- 1688: Glorreiche Revolution in England
- 1690: Schlacht am Boyne (Williamitenkrieg)
1672 begann der Dritte Englisch-Niederländische Krieg, der bis 1674 andauerte. Auslöser waren Konflikte um See- und Handelsrechte sowie die Machtstellung in Europa nach dem Aufstieg der Niederlande zur führenden Handels- und Seemacht. England versuchte, den niederländischen Einfluss zu brechen, während die Niederlande sich mit massiven Flottenaufgeboten dagegenstellten. Der Krieg war von wechselhaften Seeschlachten, Blockaden und wirtschaftlichem Druck geprägt. Insgesamt führte der Konflikt dazu, dass die maritime Konkurrenz zwischen England und den Niederlanden neu ausgehandelt wurde und zugleich deutlich wurde, wie eng Handel, Flottenrüstung und staatliche Strategie miteinander verflochten waren.
Am 18. Oktober 1685 wurde der Widerruf des Edikts von Nantes verkündet (Frankreich). Damit hob der französische König die zuvor gewährte Religionsfreiheit für die Hugenotten auf. Folgen waren unter anderem die Einschränkung bzw. der Verlust des Rechts, den protestantischen Glauben auszuüben, sowie massiver staatlicher Druck zur katholischen Konversion. Viele Hugenotten verließen Frankreich oder wurden verfolgt; ihre Abwanderung hatte spürbare Auswirkungen auf Wirtschaft und Bevölkerungsstruktur, weil unter den Auswanderern häufig Handwerker, Kaufleute und gebildete Fachkräfte waren. Der Widerruf gilt als einer der entscheidenden Wendepunkte in der europäischen Religionsgeschichte und trug zur Verschärfung politischer Spannungen zwischen katholischen und protestantischen Mächten bei.
1688 setzte die Glorreiche Revolution in England ein, die letztlich die politische Ordnung des Landes nachhaltig veränderte. Hintergrund war der wachsende Konflikt zwischen der monarchischen Politik von König Jakob II. und den Interessen einflussreicher Teile von Parlament und Bevölkerung. Jakob II. galt wegen religiöser und verfassungsrechtlicher Entscheidungen als zunehmend umstritten, insbesondere im Hinblick auf die Rolle des protestantischen Glaubens und die Machtbegrenzung der Krone. In der Folge wurde Jakob II. verdrängt und es kam zur Herrschaft von Wilhelm III. und Maria II. (formal gefestigt vor allem ab 1689). Die Ereignisse gelten als bedeutend für die Entwicklung konstitutioneller Prinzipien in England, weil sie die Idee stärkten, dass die Herrschaft rechtlichen und parlamentarischen Bindungen unterliegen sollte.
- 1672–1678: Dritter Englisch-Niederländischer Krieg
- 1673: Aufstand der „Glorious Revolution“ (England) wird durch die Politik Karls II. verschärft
- 1674: Frieden von Westminster (England und die Niederlande)
- 1683: Zweite Türkenbelagerung Wiens
- 1688–1689: Glorious Revolution in England
- 1689: Bill of Rights im Königreich England
- 1692: Hexenverfolgungen in Salem (Prozesse)
- 1701–1714: Spanischer Erbfolgekrieg
- 1707: Union von England und Schottland zum Vereinigten Königreich
- 1715: Aufstand der Jakobiten in Schottland (gegen das Haus Hannover)
Belagerung von Wien (1683) war ein entscheidender militärischer Konflikt im Rahmen der Türkenkriege. Das Osmanische Reich belagerte Wien, wodurch die Lage im Habsburgerreich kritisch wurde. Erst das Eingreifen eines Entsatzheeres – insbesondere unter der Führung polnischer und habsburgischer Kontingente – wendete das Blatt. Die erfolgreiche Verteidigung Wiens gilt als wichtiger Wendepunkt: In der Folge gewannen die Gegner des Osmanischen Reiches wieder mehr Initiative, und der Druck auf das Zentrum der habsburgischen Macht ließ nach.
Glorious Revolution (1688/1689) bezeichnet die „glorreiche Revolution“ in England, bei der König Jakob II. entmachtet und Wilhelm III. von Oranien gemeinsam mit Maria II. zur Herrschaft gebracht wurde. Auslöser waren politische und religiöse Spannungen, die unter Jakob II. stark zugenommen hatten. Die Ereignisse führten letztlich zu einer Neuordnung der Machtverhältnisse: Parlament und Krone wurden stärker aufeinander bezogen, und die Herrschaftsgrundsätze entwickelten sich in Richtung einer konstitutionellen Monarchie. In der Nachwirkung prägten die Ergebnisse (u. a. im Umfeld des „Bill of Rights“) die weitere politische Entwicklung Englands nachhaltig.
Spanischer Erbfolgekrieg (ab 1701) war ein großer, gesamteuropäischer Konflikt um die Nachfolge in Spanien nach dem Tod des letzten spanischen Habsburgers. Verschiedene Mächte stellten unterschiedliche Ansprüche auf das spanische Erbe, was den Krieg schnell zu einer Auseinandersetzung um das europäische Machtgleichgewicht machte. Der Krieg erstreckte sich über viele Jahre mit wechselnden Fronten, Bündnisverschiebungen und teils verheerenden Folgen für die beteiligten Regionen. Entscheidende Ergebnisse wurden schließlich in mehrjährigen Friedensregelungen zusammengeführt, die die politische Landkarte in Europa in den folgenden Jahrzehnten deutlich beeinflussten.
- 1672 Beginn des Französisch–Niederländischen Kriegs
- 1678 Frieden von Nimwegen
- 1683 Zweite Belagerung Wiens und anschließender Sieg der Heiligen Liga
- 1685 Widerruf des Edikts von Nantes
- 1688 Glorious Revolution (Sturz von Jakob II. und Thronbesteigung Wilhelms III.)
- 1697 Frieden von Rijswijk
- 1701 Beginn des Spanischen Erbfolgekriegs
- 1709 Schlacht von Poltawa
- 1721 Vertrag von Nystad
- Schlacht von Villmanstrand (1703) – Im Zuge des Großen Nordischen Krieges kam es 1703 zu einem bedeutenden Gefecht zwischen schwedischen und russischen Truppen. Die Niederlage der Schweden trug dazu bei, dass Russland seine Position an der Ostsee weiter festigen konnte. Das Ereignis ist vor allem im Kontext der Kämpfe um strategisch wichtige Küsten- und Hafenregionen zu sehen.
- Belagerung von Asow (1695/1696) – Die Feldzüge um die Festung Asow richteten sich gegen ein wichtiges Zugangstor zum Schwarzen Meer und zur Region am Don. Während die ersten Versuche der Russen 1695 noch scheiterten, führte die zweite Belagerung 1696 zum Erfolg. Damit gewann Russland an Einfluss und konnte langfristig seine südlichen Expansionsziele besser verfolgen.
- Schlacht bei Poltawa (1709) – Die Schlacht bei Poltawa gilt als einer der entscheidenden Wendepunkte im Großen Nordischen Krieg. Eine Niederlage Schwedens schwächte die militärische Schlagkraft König Karls XII. deutlich und stärkte die Position des russischen Zarenreichs. In der Folge konnten sich die Kräfteverhältnisse an der Ostsee nachhaltig zugunsten Russlands verschieben.
- 1672: Beginn des Holländischen Krieges (Französisch-Niederländischer Krieg) gegen die Niederlande
- 1683: Zweite Türkenbelagerung Wiens endet mit dem Entsatz
- 1688: Glorious Revolution in England (Ablösung von König Jakob II.)
- 1697: Vertrag von Rijswijk (Ende des Neunjährigen Krieges)
- 1701: Beginn des Spanischen Erbfolgekriegs
- 1713: Vertrag von Utrecht (Frieden im Spanischen Erbfolgekrieg)
- 1714: Tod von Königin Anne; Georg I. wird König von Großbritannien
- 1718: Vertrag von Passarowitz (Frieden zwischen Osmanischem Reich und Habsburgermonarchie)
- 1721: Vertrag von Nystad (Ende des Großen Nordischen Krieges)
Im Jahr 1683: Zweite Türkenbelagerung Wiens scheiterte das Osmanische Reich in der entscheidenden Phase der Belagerung an der Verteidigung Wiens. Nachdem die Stadt bereits stark unter Druck geraten war, konnten kaiserliche und verbündete Truppen in einem Gegenangriff die Belagerer zum Rückzug zwingen. Das Ereignis gilt als Wendepunkt in der Geschichte Mitteleuropas, weil es den Vormarsch der Osmanen in Richtung Westen deutlich verlangsamte.
Mit dem 1701: Beginn des Spanischen Erbfolgekriegs brach einer der bedeutendsten europäischen Konflikte des frühen 18. Jahrhunderts aus. Ausgelöst wurde der Krieg durch Streit um die Nachfolge auf dem spanischen Thron nach dem Tod der letzten spanischen Habsburger. Große Mächte Europas gerieten in ein Bündnissystemkonflikt, in dessen Verlauf zahlreiche Schlachten, Belagerungen und politische Umbrüche stattfanden – der Krieg veränderte damit entscheidend das Machtgefüge in Europa.
Am Ende des 1721: Frieden von Nystad wurde der Große Nordische Krieg zwischen Schweden und Russland beendet. Der Vertrag regelte unter anderem Gebietsabtretungen, die Schwedens Position in Nordeuropa deutlich schwächten, während Russland an Macht und Einfluss stark gewann. Der Frieden gilt daher als wichtiger Schritt in Richtung Russlands Aufstieg zu einer führenden europäischen Großmacht.
- 1672 Beginn des „Rampjaar“: Ludwig XIV. greift die Niederlande im Rahmen des Deutsch/Französisch-niederländischen Kriegs an (Franco-Dutch War).
- 1673 Schlacht von Texel: Die niederländische Flotte besiegt die englische Flotte im Dritten Niederländisch-Englischen Krieg.
- 1674 Vertrag von Westminster: Ende des Dritten Niederländisch-Englischen Kriegs.
- 1678 Vertrag von Nimwegen: Beendigung des Krieges zwischen Frankreich und den Niederlanden (Franco-Dutch War).
- 1683 Schlacht um Wien (Türkenbelagerung): Die Heilige Liga schlägt die Osmanen und beendet die zweite große Belagerung Wiens.
- 1688 Glorious Revolution: Wilhelm III. von Oranien wird in England Herrscher, James II. wird verdrängt.
- 1689 Bill of Rights: Verabschiedung der „Rechteerklärung“ in England als Grundlage für das parlamentarische System.
- 1690 Schlacht am Boyne: Wilhelm III. schlägt den Jakobitenführer Jakob II. (Irland).
- 1697 Vertrag von Rijswijk: Friedensschluss im Neunjährigen Krieg zwischen Frankreich und der Großen Allianz.
- 1672 brach der Französisch-Niederländische Krieg aus. Frankreich unter Ludwig XIV. griff die Republik der Vereinigten Niederlande an und verband dies mit dem Versuch, die Machtbalance in Europa zu seinen Gunsten zu verschieben. Der Krieg war geprägt von großflächigen Feldzügen, Belagerungen und wechselnden Bündnissen; besonders einschneidend waren auch die Folgen für die Zivilbevölkerung in den betroffenen Regionen.
- 1683 endete die Zweite Belagerung Wiens mit einer entscheidenden Niederlage des osmanischen Heeres. Nach mehreren Wochen Belagerung gelang es den Verteidigern gemeinsam mit heranrückenden Entsatztruppen, die Lage zu wenden. Das Ereignis gilt als Wendepunkt in der Auseinandersetzung zwischen dem Osmanischen Reich und dem habsburgischen Machtbereich, weil es den Vormarsch nach Mitteleuropa stoppte und die weitere Entwicklung in der Region stark beeinflusste.
- 1697 wurde der Frieden von Rijswijk geschlossen. Er beendete den Konfliktzusammenhang, der vor allem mit dem sogenannten „Neunjährigen Krieg“ verbunden ist, und führte zu einer Neuordnung von Besitz- und Einflussfragen in Europa. Der Friedensschluss brachte zwar keine endgültige Stabilität, aber er stoppte die weitere Eskalation und schuf die Grundlage für eine Phase der Neujustierung zwischen mehreren europäischen Mächten.