1780 Einträge gefunden in der Kategorie Geschichte
- 1674: Vertrag von Westminster beendet den Dritten Englisch-Niederländischen Krieg (Februar 1674).
- 1674: Schlacht bei Seneffe im Rahmen des Französisch-Niederländischen Kriegs (11. August 1674).
- 1674: Antonie van Leeuwenhoek berichtet der Royal Society erstmals über Mikroorganismen, die er mit dem Mikroskop beobachtet (1674).
- 1674: Tod von John Milton (8. November 1674).
- 1675: Beginn des King-Philip’s-War (Wampanoag-Aufstand) in Neuengland (Juni 1675).
- 1675: Gründung des Royal Observatory Greenwich durch König Charles II. (1675).
- 1675: Schlacht bei Fehrbellin zwischen Brandenburg-Preußen und Schweden im Kontext des Nordischen Kriegs (18. Juni 1675).
- 1675: Gottfried Wilhelm Leibniz beginnt mit der Entwicklung des Infinitesimalrechnungskonzepts (1675).
- 1675: Tod von Johannes Vermeer (Dezember 1675).
Am 11. August 1674: Schlacht bei Seneffe trafen in den Spanischen Niederlanden (heutiges Belgien) französische Truppen auf ein gegnerisches Bündnis aus Verbündeten der niederländischen Seite. Die Schlacht gilt als eine der verlustreichsten des Feldzugs in diesem Abschnitt des Französisch-niederländischen Krieges: Durch zähen Widerstand, schwere Artillerie- und Infanteriegefechte sowie die schwierige Führung auf dem Schlachtfeld kam es zu hohen Verlusten auf beiden Seiten. Obwohl Frankreich am Ende militärisch stärker wirkte, zeigte der Ausgang vor allem, wie teuer umkämpfte Vorstöße in dieser Phase waren und wie stark sich die Lage im Raum der Spanischen Niederlande zwischen den Großmächten verschieben konnte.
Im Februar 1674: Vertrag von Westminster wurde der Konflikt zwischen dem Königreich England und der Holländischen Republik (Niederlande) beendet bzw. stark entschärft. Der Friedensschluss war nicht nur ein Ende von Kampfhandlungen, sondern auch ein politisches Signal: Er verbesserte die Spielräume für die niederländische Seite, weil die bisherige Bedrohung aus dem See- und Bündnisumfeld kleiner wurde. Für England bedeutete der Vertrag zugleich, dass die Kosten des Krieges gesenkt und der Fokus wieder stärker auf innenpolitische und wirtschaftliche Stabilisierung gelenkt werden konnte. Insgesamt trug der Vertrag dazu bei, die Konstellationen im europäischen Machtgefüge in der zweiten Hälfte der 1670er Jahre neu auszutarieren.
Am 18. Juni 1675: Schlacht bei Fehrbellin kam es zu einem entscheidenden Gefecht im Norden und Osten des Reichsbereichs: Truppen der brandenburg-preußischen Seite unter Kurfürst Friedrich Wilhelm schlugen eine schwedische Streitmacht. Der Sieg war für Brandenburg-Preußen besonders bedeutend, weil er den Schwung des schwedischen Einflusses in der Region spürbar dämpfte und das Ansehen der brandenburgischen Führung deutlich stärkte. Militärisch wurde damit ein Wendepunkt erreicht, der sich auf die weitere Entwicklung der Auseinandersetzungen in diesem Zeitraum auswirkte—und zugleich zeigte, dass es selbst in Konfliktlagen mit schwedischer Übermacht gelingen konnte, durch rasches Handeln, gute Führung und günstige Umstände größere Kräfte zu bezwingen.
- 1674 Vertrag von Westminster beendet den Dritten Englisch-Niederländischen Krieg.
- 1675 Beginn des King-Philip’s-War (Metacom-Aufstand) in Neuengland.
- 1678 Frieden von Nimwegen beendet den Französisch-Niederländischen Krieg.
- 1683 Schlacht um Wien im Rahmen der Zweiten Türkenbelagerung.
- 1685 Edikt von Fontainebleau: Aufhebung des Edikts von Nantes.
- 1697 Vertrag von Rijswijk (Ryswick) beendet den Neunjährigen Krieg.
- 1701 Beginn des Spanischen Erbfolgekriegs.
- 1713 Vertrag von Utrecht: Regelung wesentlicher Folgen des Spanischen Erbfolgekriegs.
- 1748 Vertrag von Aachen (Aix-la-Chapelle) beendet den Hauptteil des Österreichischen Erbfolgekriegs.
- Zweite Türkenbelagerung Wiens (1683) : Im Jahr 1683 belagerten osmanische Truppen Wien. Die Gefahr für das habsburgische Kerngebiet wurde dabei zu einem europäischen Großereignis. Der militärische Druck konnte durch die heranrückenden Entsatzkräfte beendet werden, was die Verteidigungskraft des Heiligen Römischen Reiches stärkte und den Vormarsch der Osmanen in Mitteleuropa vorübergehend deutlich bremste. Die Ereignisse um Wien gelten bis heute als Wendepunkt in der Geschichte der Auseinandersetzungen zwischen Habsburgern und dem Osmanischen Reich.
- Spanischer Erbfolgekrieg (1701–1714) : Der Spanische Erbfolgekrieg brach aus, als nach dem Tod von König Karl II. von Spanien die Frage der Nachfolge umstritten war. Mehrere europäische Mächte griffen in den Konflikt ein, um ihr Machtgleichgewicht zu sichern bzw. zu verändern. Der Krieg erstreckte sich über zahlreiche Schauplätze und führte zu erheblichen politischen und wirtschaftlichen Belastungen. Am Ende prägten die Ergebnisse die europäische Staatenordnung nachhaltig, insbesondere durch die Neuordnung der Machtverhältnisse in Spanien und Teilen Italiens.
- Österreichischer Erbfolgekrieg (1740–1748) : Nach dem Tod Kaiser Karls VI. stellte der Ausbruch des Österreichischen Erbfolgekriegs die Durchsetzung der habsburgischen Erbansprüche in Frage. Verschiedene europäische Mächte nutzten die Situation, um eigene Gebiets- und Einflusswünsche durchzusetzen. Der Konflikt war eng mit dem Wettbewerb um Territorien und strategisch wichtige Regionen in Mitteleuropa verbunden. Er beeinflusste außerdem die langfristige Entwicklung der Großmachtstellung in Europa und führte zu einer Neujustierung von Bündnissen und Machtansprüchen.
- 1674: Vertrag von Westminster beendet den Dritten Englisch-Niederländischen Krieg.
- 1678: Frieden von Nimwegen beendet den Französisch-Niederländischen Krieg.
- 1683: Zweite Türkenbelagerung Wiens wird nach der Schlacht am Kahlenberg zurückgeschlagen.
- 1688: Glorious Revolution in England beginnt (Absetzung Jakobs II.).
- 1697: Vertrag von Rijswijk beendet den Neunjährigen Krieg.
- 1701: Beginn des Spanischen Erbfolgekriegs.
- 1707: Acts of Union führen zur Gründung des Königreichs Großbritannien.
- 1715: Jakobitischer Aufstand in Großbritannien (erstes Jakobiten-Aufbegehren nach 1688).
- 1720: Berst der South-Sea-Company-Spekulationsblase (South Sea Bubble) in Großbritannien.
- 1683: Zweite Wiener Türkenbelagerung endete mit der erfolgreichen Abwehr des osmanischen Heeres vor Wien. Nach einer langen Belagerung gelang es den Verteidigern unter Einbeziehung kaiserlicher und verbündeter Truppen, die Angreifer im Entsatz entscheidend zu schlagen. Das Ereignis gilt als Wendepunkt im Ringen zwischen dem Osmanischen Reich und Mitteleuropa, weil danach der unmittelbare Vorstoß nach Westen deutlich zurückging.
- 1701: Spanischer Erbfolgekrieg begann, nachdem der Tod des kinderlosen spanischen Königs Karl II. die Frage der Nachfolge neu eröffnete. Mehrere europäische Mächte stellten sich gegeneinander, um Einfluss in Spanien und auf die europäischen Machtverhältnisse zu sichern. Der Konflikt führte über Jahre zu tiefen Umwälzungen in Politik und Kriegführung und prägte die Gestaltung des europäischen Staatensystems weit über die unmittelbare Kriegszeit hinaus.
- 1721: Frieden von Nystad beendete den Großen Nordischen Krieg zwischen dem Russischen Reich und Schweden. In dem Abkommen musste Schweden große Gebiete abtreten, darunter entscheidende Küsten- und Einflusszonen im Ostseeraum. Für Russland bedeutete der Frieden den Aufstieg zu einer maßgeblichen Seemacht, während Schweden seinen bisherigen Machtstatus in Nordeuropa weitgehend verlor.
- 1676 - Entdeckung des Blutkreislaufs durch Marcello Malpighi
- 1683 - Zweite Belagerung Wiens durch die Osmanen
- 1687 - Veröffentlichung der "Principia Mathematica" von Isaac Newton
- 1688 - Glorious Revolution in England
- 1701 - Beginn des Spanischen Erbfolgekriegs
- 1703 - Gründung von St. Petersburg durch Zar Peter den Großen
- 1707 - Vereinigung von England und Schottland zum Königreich Großbritannien
- 1715 - Tod von Ludwig XIV von Frankreich
- 1718 - Gründung von New Orleans in den USA
- 1721 - Beginn der Herrschaft von Peter II. in Russland
- 1740 - Beginn des Österreichischen Erbfolgekriegs
- 1752 - Einführung des Gregorianischen Kalenders in Großbritannien und seinen Kolonien
Am 5. November 1688 begann die Glorious Revolution, eine Revolution in England, die zur endgültigen Absetzung von König James II. führte. Wilhelm von Oranien, der Schwiegersohn von James II., landete mit seiner Armee in England, um die Herrschaft zu übernehmen. Diese Ereignisse markierten den Übergang zu einer konstitutionellen Monarchie, in der die Macht des Königs durch Parlamente eingeschränkt wurde. Dies waren entscheidende Entwicklungen in der Geschichte der Demokratie und der Rechtsstaatlichkeit in Großbritannien.
Am 28. Juni 1712 fand die Schlacht von Denain statt, die ein entscheidendes Gefecht im Spanischen Erbfolgekrieg war. Dieser begann 1701 und endete erst 1714. Die Schlacht stellte einen Wendepunkt im Krieg dar, als die Franzosen unter dem Kommando von Claude-Louis-Hector de Villars die Allianztruppen besiegten, was letztlich zu einem Friedensschluss führte und die politische Landkarte Europas neu gestaltete. Der Krieg endete schließlich mit dem Frieden von Utrecht, der die Habsburgermonarchie stärkte und Frankreich schwächte.
Am 10. April 1741 fand die erste Aufführung des Oratoriums Messiah von Georg Friedrich Händel in Dublin, Irland, statt. Händel komponierte das Werk in nur 24 Tagen und es wurde sofort zu einem außergewöhnlichen Erfolg, das weithin als Meisterwerk der sakralen Musik anerkannt wird. Das Oratorium ist besonders bekannt für den „Hallelujah“-Chor und wird traditionell zur Weihnachts- und Osterzeit aufgeführt. Händels „Messiah“ hatte einen bedeutenden Einfluss auf die Musikgeschichte und bleibt bis heute eines der bekanntesten Werke der klassischen Musik.
- 1675: Beginn des King-Philip’s-War im Neuengland
- 1676: Seeschlacht von Öland im Scanischen Krieg
- 1678: Unterzeichnung des Vertrags von Nimwegen
- 1680: Pueblo-Aufstand in Neu-Mexiko
- 1683: Zweite Türkenbelagerung Wiens (Schlacht am Kahlen Berg)
- 1685: Widerruf des Edikts von Nantes durch Ludwig XIV.
- 1687: Veröffentlichung von Isaac Newtons „Philosophiæ Naturalis Principia Mathematica“
- 1690: Schlacht am Boyne (William von Oranien gegen Jakob II.)
- 1697: Unterzeichnung des Vertrags von Rijswijk (Ryswick)
1678: Frieden von Nimwegen. Der Vertrag beendete große Teile des Konflikts, der mit dem Holländischen Krieg (bzw. dem französisch-niederländischen Krieg) zusammenhing. Frankreich musste dabei zwar einige Gewinne zugestehen, sicherte sich aber zugleich wichtige Positionen und schuf eine vorübergehende Stabilisierung der west- und mitteleuropäischen Machtverhältnisse. Die Regelungen wirkten auch auf die Bündnissysteme weiter südlich und nördlich aus und prägten die Bedingungen für die späteren Koalitionskriege.
1683: Zweite Türkenbelagerung Wiens. Im Rahmen der osmanisch-habsburgischen Auseinandersetzungen wurde Wien von einer großen osmanischen Streitmacht belagert. Der Entsatz durch verbündete Truppen und der militärische Gegenstoß führten zum Scheitern der Belagerung. Das Ereignis hatte weitreichende Folgen: Es beeinflusste die weitere Entwicklung des Krieges in Richtung Habsburg und trug dazu bei, dass die Grenze zwischen dem Einflussbereich des Osmanischen Reiches und den habsburgischen Kernräumen neu bewertet wurde.
1697: Frieden von Rijswijk. Der Vertrag beendete den im späten 17. Jahrhundert eskalierten Krieg der Großen Allianz zwischen Frankreich und einer Koalition europäischer Mächte (u. a. gegen die Expansionspolitik Ludwigs XIV.). In Rijswijk wurden territoriale und politische Fragen zwischen den beteiligten Staaten neu geordnet, wodurch viele offene Konflikte temporär entschärft wurden. Der Frieden gilt als wichtiger Wendepunkt, weil er den Handlungsspielraum Frankreichs begrenzte, zugleich aber die militärische und diplomatische Neuausrichtung Europas nach mehreren Jahren der Kriegsführung sichtbar machte.