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1675
  • 1675: Dritter Englisch-Niederländischer Krieg beginnt.
  • 1683: Zweite Türkenbelagerung Wiens scheitert.
  • 1688: Glorious Revolution in England beginnt.
  • 1689: Bill of Rights wird in England erlassen.
  • 1697: Frieden von Rijswijk beendet den Neunjährigen Krieg.
  • 1701: Beginn des Spanischen Erbfolgekriegs.
  • 1713: Frieden von Utrecht wird geschlossen.
  • 1721: Unterzeichnung des Vertrags von Nystad (Ende des Großen Nordischen Krieges).
  • 1748: Frieden von Aachen beendet den Österreichischen Erbfolgekrieg.

1683 führte die Zweite Türkenbelagerung Wiens zu einer der entscheidenden Auseinandersetzungen Europas: Nach dem Vorrücken osmanischer Truppen belagerte das Heer des Sultans die Stadt Wien. Die Verteidigung, unterstützt durch mehrere Entsatzkräfte, gipfelte im September 1683 in einer Gegenoffensive, die schließlich die Belagerung brach. Das Ereignis gilt als wichtige Zäsur, weil es den Vormarsch des Osmanischen Reiches in Richtung Mitteleuropa spürbar stoppte und zugleich die Bedeutung des Bündnissystems in der Region hervorhob.

Mit dem Spanischen Erbfolgekrieg begann 1701 ein europaweit vernetzter Konflikt um die Nachfolge in Spanien. Mehrere Großmächte standen sich gegenüber, weil unterschiedliche Mächte befürchteten, dass ein bestimmter Thronkandidat ihre machtpolitische Balance verschieben würde. Der Krieg zog sich über Jahre hin, war durch wechselnde Fronten und komplexe Koalitionen geprägt und umfasste sowohl Land- als auch Seestreitkräfte. Am Ende führte die Konfliktlösung (u. a. in Form mehrerer Friedensschlüsse) zu einer neuen Ordnung in Westeuropa, bei der sich die Machtverhältnisse neu sortierten.

1740 eröffnete der Österreichische Erbfolgekrieg eine weitere grundlegende Auseinandersetzung um dynastische Ansprüche und territoriale Interessen in Mitteleuropa. Auslöser war die Frage, wer nach dem Tod Kaiser Karls VI. die habsburgischen Erblande übernehmen sollte. Mehrere Staaten nutzten die Situation, um eigene Forderungen durchzusetzen, wodurch sich der Konflikt schnell zu einem größeren europäischen Krieg ausweitete. Der Krieg prägte nicht nur die unmittelbare Grenz- und Bündnispolitik, sondern trug auch dazu bei, die langfristigen Machtverschiebungen zwischen den europäischen Großmächten zu beschleunigen.

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1675
  • 1675 – Schlacht bei Fehrbellin im Schwedisch-Brandenburgischen Krieg
  • 1683 – Zweite Türkenbelagerung Wiens und Rettung der Stadt durch die Entsatzarmee
  • 1688 – Glorious Revolution in England (Sturz von König Jakob II.)
  • 1689 – Verabschiedung der English Bill of Rights
  • 1697 – Frieden von Rijswijk, Ende des Neunjährigen Krieges
  • 1701 – Beginn des Spanischen Erbfolgekriegs
  • 1709 – Schlacht von Poltawa im Großen Nordischen Krieg
  • 1713 – Frieden von Utrecht, Ende des Spanischen Erbfolgekriegs
  • 1748 – Frieden von Aachen (Aix-la-Chapelle), Ende des Österreichischen Erbfolgekriegs
  • Belagerung von Wien (1683) – 1683 kam es zur entscheidenden Belagerung der habsburgischen Hauptstadt Wien durch das Osmanische Reich. Die Verteidigung wurde schließlich durch die Ankunft entlastender Truppen unter König/Heerführerentätigkeit im Umfeld der „Heiligen Liga“ gebrochen. Der Sieg gilt als Zäsur, da er den Vormarsch des Osmanischen Reiches in Mitteleuropa zunächst deutlich verlangsamte und Wien sowie die Habsburgermacht stärkere Handlungsspielräume verschaffte.
  • Pfalzischer Erbfolgekrieg (1688–1697) – Der Konflikt entstand aus dynastischen Ansprüchen auf das Kurfürstentum Pfalz und wurde zu einem europäischen Machtstreit. In den Kriegsjahren kam es in vielen Regionen zu Verwüstungen, Belagerungen und wechselnden Bündnissen zwischen großen europäischen Mächten. Besonders prägend waren die Auswirkungen auf die Zivilbevölkerung und die enorme finanzielle Belastung der beteiligten Staaten, die den Krieg zu einer der wichtigen Frühphasen machtpolitischer Auseinandersetzungen im späten 17. Jahrhundert machten.
  • Großer Türkenkrieg / Österreichisch-Osmanischer Krieg (1683–1699) – Der als „Großer Türkenkrieg“ bekannte Auseinandersetzungszeitraum begann im Anschluss an die Ereignisse um 1683 und zog sich bis 1699. In mehreren Feldzügen gelang es den Habsburgern, Gebiete zurückzugewinnen und ihre Positionen auszubauen. Der Krieg endete schließlich mit einem Friedensschluss, der territorialen Entwicklungen und Kräfteverhältnissen in Südosteuropa langfristig neue Rahmenbedingungen gab.
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1675
  • 1675 – Der Beginn des Großen Türkenkriegs (Krieg zwischen dem Osmanischen Reich und dem Heiligen Römischen Reich).
  • 1676 – Die Schlacht bei Oranienbaum (Schlacht im Rahmen des Holländischen Krieges).
  • 1677 – Ludwig XIV. beginnt den Pfälzischen Krieg gegen die Niederlande (Entscheidungen im Rahmen der europäischen Machtpolitik).
  • 1678 – Der Frieden von Nimwegen wird zwischen Frankreich und den verbündeten Staaten geschlossen.
  • 1679 – In England wird der Exclusion Bill-Versuch zur Ausschließung des Herzogs von York aus der Thronfolge angestoßen.
  • 1681 – Der Vertrag von Regensburg wird geschlossen und stärkt die habsburgische Position im Reich.
  • 1683 – Zweite Belagerung Wiens; Beginn der türkischen Offensive gegen das Habsburgerreich.
  • 1689 – Beginn des Pfälzischen Erbfolgekriegs (für die europäische Bühne entscheidend).
  • 1697 – Der Friede von Rijswijk beendet den Neunjährigen Krieg zwischen Frankreich und der Großen Allianz.

Der Frieden von Nimwegen wurde 1678/1679 nach einem langen Krieg zwischen dem habsburgisch-spanischen Lager und dem Frankreich Ludwigs XIV. geschlossen. Zentrale Folge war die Beendigung der Auseinandersetzungen in vielen Teilen West- und Mitteleuropas. Der Frieden regelte unter anderem Gebietsfragen und Schwächungen der beteiligten Mächte und markierte damit einen wichtigen Wendepunkt in den Konflikten des späten 17. Jahrhunderts.

Im Jahr 1683 erreichte die Zweite Türkenbelagerung Wiens ihren Höhepunkt, als das Osmanische Reich die habsburgische Residenzstadt Wien belagerte. Nach mehreren Wochen erfolgte die entscheidende Entsatzschlacht mit verbündeten Truppen, was die Belagerung beendete. Das Ereignis galt in Europa als symbolisch bedeutsam: Es stabilisierte die habsburgische Position im Donauraum und prägte das sicherheitspolitische Denken der Zeit nachhaltig.

Mit dem Vertrag von Rijswijk wurde 1697 der Konflikt des „Neunjährigen Krieges“ zwischen Frankreich und einer Koalition europäischer Mächte (u. a. England/Niederlande und Habsburg) weitgehend beendet. Der Vertrag stellte eine Neuordnung der gegenseitigen Ansprüche und Besitzverhältnisse her, insbesondere in den Grenzregionen. Für Frankreich bedeutete er eine Einschränkung expansiver Ziele, während zugleich die Weichen für die spätere Kräftebalance in Europa gestellt wurden.

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1675
  • 1675 – Beginn des King-Philip’s-War (Neues England)
  • 1675 – Beginn des Schonenkriegs (Dänemark-Norwegen gegen Schweden)
  • 1675 – Schlacht von Fehrbellin
  • 1676 – Seeschlacht bei Öland
  • 1676 – Schlacht von Lund
  • 1677 – Entdeckung des Großen Kometen von 1677 durch Giovanni Domenico Cassini
  • 1678 – Vertrag von Nimwegen (u. a. Ende des Holländisch-Französischen Kriegs)
  • 1679 – Habeas-Corpus-Act in England
  • 1679 – Vertrag von Lund (Beendigung des Schonenkriegs)

Schonenkrieg (1675–1679) prägte die Endphase des dänisch-schwedischen Ringens um Vorherrschaft in Nordosteuropa. 1675 eröffnete Dänemark (unter König Christian V.) den Konflikt mit dem Ziel, verlorene Einflussgebiete in Südschweden zurückzugewinnen. Dabei ging es vor allem um die schwedischen Provinzen Schonen, Halland und Blekinge, die strategisch und wirtschaftlich bedeutsam waren (u. a. wegen ihrer Küstenlage und der Handelsverbindungen über den Øresund). Der Krieg war von wechselnden Offensiven, Belagerungen und einem starken Lokalkampf um einzelne Festungen und Versorgungswege geprägt; trotz einzelner dänischer Erfolge blieb jedoch die schwedische Verteidigung – gestützt auf die Organisation und die Wehrkraft des schwedischen Heeres – entscheidend. Der Konflikt zog sich über mehrere Jahre hin und eskalierte zeitweise durch die beteiligten Bündnisse, bis er schließlich durch Friedensverhandlungen beendet wurde.

Schlacht bei Lund (1676) gilt als einer der Wendepunkte im Schonenkrieg. Am 4. Dezember 1676 trafen schwedische und dänische Truppen bei Lund in Schonen aufeinander, wobei der Kampf für Dänemark besonders folgenreich war: Das schwedische Heer unter König Karl XI. konnte die dänische Stellung durchbrechen und den Angriff der Gegner abwehren bzw. zurückdrängen. Der Sieg war nicht nur militärisch bedeutsam (durch den Verlust an Kampf- und Nachschubkraft der gegnerischen Seite), sondern wirkte sich auch psychologisch und politisch aus: Mit der Niederlage schwanden in Dänemark die Chancen, den Krieg weiterhin zu ihren Gunsten zu drehen. Für Schweden bedeutete der Ausgang der Schlacht eine spürbare Festigung der Kontrolle über den Raum Schonen und eröffnete neue Handlungsspielräume, die die spätere Beendigung des Krieges wesentlich erleichterten.

Vertrag von Lund (1679) beendete den Schonenkrieg. Nach mehreren Jahren mit militärischen Rückschlägen und zunehmender Erschöpfung auf beiden Seiten führten Friedensverhandlungen dazu, dass zentrale Streitfragen geregelt wurden. Im Kern stellte der Vertrag die veränderten Machtverhältnisse wieder zugunsten Schwedens her: Dänemark musste auf seine Ansprüche in den südschwedischen Gebieten verzichten und akzeptierte damit die schwedische Herrschaft in Schonen (sowie in den angrenzenden Regionen). Für die beteiligten Staaten war das Ergebnis mehr als nur ein Waffenstillstand: Es schuf eine politische Stabilisierung in der Region und beendete die direkte konventionelle Auseinandersetzung um die Kontrolle über den Øresundraum. Damit legte der Vertrag die Grundlage dafür, dass sich die Kräfte der Parteien wieder stärker auf innere Konsolidierung und andere außenpolitische Ziele konzentrieren konnten.

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1676
  • 1676: Nathaniel Bacons Rebellion in den amerikanischen Kolonien.
  • 1683: Die Zweite Belagerung Wiens durch die Osmanen endet mit einem Sieg der christlichen Koalition.
  • 1688: Die Glorious Revolution in England führt zur Abdankung von König James II.
  • 1690: Schlacht am Boyne in Irland, die Wilhelm von Oranien den Sieg über Jakob II. sichert.
  • 1697: Der Frieden von Rijswijk beendet den Pfälzischen Erbfolgekrieg.
  • 1701: Beginn des Spanischen Erbfolgekriegs.
  • 1707: Die Act of Union vereinigt England und Schottland zum Königreich Großbritannien.
  • 1715: Beginn der jakobitischen Aufstände in Großbritannien.
  • 1718: Gründung von New Orleans durch die Franzosen.
  • 1720: Ende des Großen Nordischen Krieges mit dem Frieden von Frederiksborg.
  • 1740: Beginn des Österreichischen Erbfolgekriegs.
  • 1752: Großbritannien wechselt vom Julianischen zum Gregorianischen Kalender.

Im Jahr 1683 begann die Zweite Wiener Türkenbelagerung durch das Osmanische Reich. Die Belagerung startete im Juli 1683, als eine 150.000 Mann starke osmanische Armee unter der Führung von Großwesir Kara Mustafa die Stadt Wien einkesselte. Die Verteidiger Wiens, unter der Leitung von Ernst Rüdiger von Starhemberg, wurden von etwa 11.000 Soldaten unterstützt und hielten über zwei Monate stand. Am 12. September 1683 fand die entscheidende Schlacht auf dem Kahlenberg statt, als eine Entsatzarmee unter König Jan III. Sobieski von Polen-Litauen und anderen Verbündeten die Osmanen endgültig besiegte. Diese Niederlage markierte den Beginn des Niedergangs der osmanischen Expansion nach Europa.

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