1780 Einträge gefunden in der Kategorie Geschichte
- 1679 – Verabschiedung des Habeas-Corpus-Acts in England
- 1683 – Belagerung und Befreiung Wiens durch die Streitkräfte unter dem Entsatz von König Johann III. Sobieski
- 1688 – Glorious Revolution (Sturz von König Jakob II. und Thronwechsel in England)
- 1689 – Bill of Rights in England
- 1697 – Vertrag von Ryswick (Ende des Neunjährigen Krieges)
- 1701 – Act of Settlement (Englische Thronfolgeregelung)
- 1707 – Act of Union (Vereinigung von England und Schottland zum Königreich Großbritannien)
- 1721 – Vertrag von Nystad (Ende des Großen Nordischen Krieges zwischen Schweden und Russland)
- 1736 – Russische Eroberung von Asow während des Russisch-Österreichischen Krieges gegen das Osmanische Reich
Zweite Türkenbelagerung Wiens (1683) Am 14. Juli 1683 begann das Osmanische Heer unter Großwesir Kara Mustafa Pascha die Belagerung von Wien, das als wichtiger Stützpunkt des Heiligen Römischen Reiches galt. Die Stadt hielt zwar mehrere Wochen durch, doch die Lage wurde zusehends kritisch. Erst die Entsatzarmee unter dem polnischen König Jan III. Sobieski konnte die Belagerung am 12. September entscheidend durchbrechen. Die Schlacht gilt als Wendepunkt in der Auseinandersetzung zwischen dem Osmanischen Reich und den europäischen Mächten in Mitteleuropa.
Spanischer Erbfolgekrieg (1701–1714) Der Krieg begann 1701, nachdem der spanische König Karl II. ohne Nachkommen gestorben war und die Frage der Thronfolge zum Machtkampf in Europa wurde. Mehrere Großmächte stellten unterschiedliche Anwärter auf, was den Konflikt rasch zu einem europäischen Großkrieg machte. Besonders prägend waren die militärischen Auseinandersetzungen auf See und in Flandern sowie die damit verbundenen Bemühungen, das Kräftegleichgewicht zu sichern. Am Ende führten die Friedensschlüsse dazu, dass zwar ein Bourbon auf dem spanischen Thron blieb, Spanien jedoch bedeutende Gebietsverluste hinnehmen musste.
Frieden von Nystad (1721) Der Frieden von Nystad wurde 1721 geschlossen und beendete den Großen Nordischen Krieg zwischen Schweden und dem Bündnis um Russland. Nach jahrelangen Feldzügen, in denen Russland unter Peter dem Großen erheblich an Schlagkraft gewonnen hatte, musste Schweden die Vormachtstellung im Ostseeraum aufgeben. Im Abkommen verlor Schweden weite Gebiete, während Russland seine territoriale Expansion festigen konnte. Der Frieden gilt als Meilenstein für den Aufstieg Russlands zur Großmacht und für den damit verbundenen Neuordnungsprozess in Nordeuropa.
- Im Puebloaufstand (Beginn 1680) erhoben sich Pueblo-Völker in der spanischen Kolonie im heutigen New Mexico gegen die Herrschaft der Spanier. Ausgelöst wurden die Kämpfe unter anderem durch den Zwang zur missionarischen Umgestaltung, Gewalt und wirtschaftliche Belastungen. Besonders bedeutend war der Überfall auf spanische Siedlungen (u. a. in der Nähe von Santa Fe), wodurch die Kolonialmacht zunächst stark zurückgedrängt und eine Phase weitgehender Unabhängigkeit der Pueblos eingeleitet wurde.
- Um das Jahr 1680 herum kam es zur Explosion einer Supernova, deren Überrest heute unter dem Namen Cassiopeia-A bekannt ist. Zeitgenössische Beobachtungen (u. a. aus historischen Aufzeichnungen) berichten von einem damals besonders hellen “neuen Stern” im Sternbild Kassiopeia. Die nachfolgende Ausdehnung der Materie bildet den heute beobachtbaren Nebel-Überrest und wurde später ein wichtiges Objekt, um den Lebenszyklus massereicher Sterne besser zu verstehen.
- Im Jahr 1680 entdeckte der deutsche Astronom Gottfried Kirch einen Kometen, der in der Folge als “Kirch-Komet” in der Astronomiegeschichte genannt wurde. Solche Entdeckungen waren in der Frühen Neuzeit besonders bedeutsam, weil Kometenbeobachtungen halfen, Himmelspositionen genauer zu vermessen und Umlaufbahnen zu berechnen. Der Kirch-Komet war zudem zeitweise ein auffälliges Himmelsereignis, das in verschiedenen Regionen verfolgt werden konnte.
- 1683: Zweite Türkenbelagerung Wiens (Schlacht am Kahlenberg)
- 1685: Widerruf des Edikts von Nantes in Frankreich
- 1688: Glorious Revolution in England
- 1701: Beginn des Spanischen Erbfolgekriegs
- 1709: Schlacht von Poltawa
- 1713: Vertrag von Utrecht
- 1718: Frieden von Passarowitz
- 1721: Vertrag von Nystad (Ende des Großen Nordischen Kriegs)
- 1745: Beginn des Zweiten Jakobitenaufstands in Schottland (Landung von Bonnie Prince Charlie)
Die Zweite Türkenbelagerung Wiens fand 1683 statt und war ein entscheidender Wendepunkt im Kampf zwischen dem Osmanischen Reich und den europäischen Mächten. Große Teile der osmanischen Truppen belagerten Wien, während die Verteidigung durch die kaiserlichen Kräfte und Verbündete unterstützt wurde. Die Situation kippte, als ein Entsatzheer heranrückte und die Belagerer schließlich zurückgedrängt wurden. Das Ereignis gilt als Symbol für das Vorrücken der habsburgischen Macht im Osten und wird in der europäischen Geschichte als „Kraftprobe“ der Zeit hervorgehoben.
In der Schlacht von Poltawa am 8. Juli 1709 trafen die Truppen des schwedischen Königs Karl XII. auf das Heer des russischen Zaren Peter I. Die Schlacht endete mit einer schweren Niederlage Schwedens und gilt als einer der entscheidenden Schritte in Peters Aufstieg zur Großmacht. Poltawa schwächte die militärische Position der Schweden in Osteuropa nachhaltig und trug dazu bei, dass Russland seinen Einflussbereich erheblich ausbauen konnte. In der Folge verschob sich das Kräfteverhältnis in der Region deutlich zugunsten Russlands.
Der Österreichische Erbfolgekrieg begann 1740 und dauerte bis 1748—er fällt damit klar in den Zeitraum bis 1745. Ausgelöst wurde der Krieg durch die Frage, wer die habsburgischen Besitzungen nach dem Tod Kaiser Karls VI. übernehmen sollte. Unterschiedliche europäische Mächte nutzten die Situation, um eigene Interessen durchzusetzen, wodurch der Konflikt schnell über viele Regionen Europas ausgriff. Schon in den frühen Kriegsjahren zeigten sich dabei weitreichende Folgen für Bündnissysteme, Territorien und die künftige politische Ordnung—der Krieg gilt deshalb als zentraler Bestandteil der europäischen Machtpolitik im 18. Jahrhundert.
- 1683: Zweite Türkenbelagerung Wiens (Entsatzschlacht)
- 1688: Beginn der Glorious Revolution in England
- 1689: Verabschiedung der Bill of Rights in England
- 1690: Schlacht am Boyne
- 1692: Beginn der Hexenprozesse von Salem
- 1697: Abschluss des Vertrags von Rijswijk
- 1701: Verabschiedung des Act of Settlement (Nachfolgeordnung) in England
- 1703: Gründung von Sankt Petersburg durch Peter den Großen
- 1704: Schlacht von Blenheim im Spanischen Erbfolgekrieg
1683 kam es zur Zweiten Türkenbelagerung Wiens, die von den Osmanen gegen die habsburgische Hauptstadt geführt wurde. Der entscheidende Wendepunkt war der Entsatz durch das kaiserliche Heer unter Karl von Lothringen und die Truppen polnisch-litauischer Verbündeter unter Jan III. Sobieski im September 1683. Die Niederlage der Osmanen schwächte den Vormarsch deutlich und markierte einen Wendepunkt zugunsten der Habsburger in diesem Konflikt.
Mit dem Ausbruch des Pfälzischen Erbfolgekriegs 1688 geriet das Reich erneut in einen großen europäischen Machtkonflikt. Anlass waren umstrittene Erbansprüche in der Pfalz, doch schnell wurden die Auseinandersetzungen Teil der Rivalität zwischen Frankreich und dem habsburgisch-kaiserlichen Lager. Besonders einschneidend waren Verwüstungen und Belagerungen, die ganze Regionen des Heiligen Römischen Reiches trafen und die Bevölkerung sowie die wirtschaftliche Stabilität stark belasteten.
Am 13. August 1704 fand die Schlacht bei Höchstädt (auch bekannt als Schlacht von Blenheim) statt, eine der entscheidenden Schlachten des Spanischen Erbfolgekriegs. Unter dem Kommando von Marlborough und Prinz Eugen von Savoyen besiegten die verbündeten Truppen die französisch-bayerische Armee; dies schwächte den französischen Einfluss in Süddeutschland erheblich. Der Sieg trug wesentlich dazu bei, die strategische Lage in der Region zugunsten der Koalition zu verschieben und die Kriegsentwicklung in den folgenden Jahren mitzuprägen.
- 1680 – Beginn des Puebloaufstands in New Mexico gegen die spanische Kolonialherrschaft.
- 1680 – Der „Große Komet“ von 1680 wird von Astronomen beobachtet (u. a. Edmond Halley).
- 1681 – William Penn erhält die königliche Charta zur Gründung der Kolonie Pennsylvania.
- 1681 – Anthony Ashley-Cooper, 1. Earl of Shaftesbury, wird durch Charles II. verhaftet (Exclusion-Crisis).
- 1682 – Moskauer Strelitzenaufstand: Peter I. und Iwan V. werden als russische Zaren inthronisiert (mit Sophia als Regentin).
- 1682 – René-Robert Cavelier, Sieur de La Salle, beansprucht das von ihm „Louisiane“ genannte Gebiet am Mississippi für Frankreich.
- 1683 – Das Osmanische Reich beginnt die Belagerung Wiens.
- 1683 – Schlacht am Kahlenberg (Entsatzschlacht bei Wien) durch eine Streitmacht unter König Johann III. Sobieski.
- 1683 – Aufdeckung und Niederschlagung des „Rye House Plot“, mit anschließenden Hinrichtungen führender Verschwörer.
Im Puebloaufstand von 1680 wehrten sich die Pueblo-Völker in der Region des heutigen New Mexico gegen die spanische Kolonialherrschaft. Der Aufstand begann im August 1680 und führte dazu, dass mehrere spanische Siedlungen zerstört und viele Kolonisten vertrieben bzw. getötet wurden. Für etwa ein Jahrzehnt konnten die spanischen Machthaber ihre Kontrolle über große Teile des Gebiets nicht wieder vollständig herstellen, bevor es später wieder zu einer stufenweisen Rückeroberung kam.
Am 27. Oktober 1682 wurde Philadelphia von William Penn als planmäßige Stadt gegründet. Penn plante die Siedlung im Rahmen der von ihm verwalteten Kolonie „Pennsylvania“ und zog gezielt verschiedene Bevölkerungsgruppen an, darunter Quäker und andere religiöse Minderheiten. Durch ihre Lage am Delaware River entwickelte sich Philadelphia rasch zu einem wirtschaftlichen und politischen Zentrum, das später für die Geschichte der britisch-amerikanischen Kolonien besonders wichtig wurde.
Im Sommer 1683 fand die Zweite Türkenbelagerung Wiens statt, als das Osmanische Reich die habsburgische Residenzstadt Wien belagerte. Die Belagerung begann im Juli und wurde zu einem entscheidenden Konflikt in den Europäischen Türkenkriegen, da die Stadt strategisch und symbolisch von großer Bedeutung war. Erst der Entsatz durch ein christliches Bündnis, an dem u. a. polnische und kaiserliche Truppen beteiligt waren, beendete die unmittelbare Bedrohung und prägte den weiteren Verlauf des Krieges nachhaltig.