1780 Einträge gefunden in der Kategorie Geschichte
- 1685: Widerruf des Edikts von Nantes in Frankreich
- 1688: Beginn der Glorious Revolution in England
- 1689: Verabschiedung der Bill of Rights in England
- 1690: Schlacht am Boyne
- 1692: Beginn der Salem-Hexenprozesse
- 1697: Unterzeichnung des Vertrags von Rijswijk
- 1699: Unterzeichnung des Vertrags von Karlowitz
- 1701: Beginn des Spanischen Erbfolgekriegs
- 1704: Schlacht von Blenheim
Im Jahr 1683 kam es zur Zweiten Türkenbelagerung von Wien. Das Osmanische Heer belagerte Wien mehrere Wochen; entscheidend war schließlich die Entsatzarmee unter König Jan III. Sobieski, die am 12. September 1683 eine Niederlage der Belagerer bewirkte. Das Ereignis gilt als Wendepunkt in den Auseinandersetzungen zwischen dem Osmanischen Reich und dem Habsburgerreich in Mitteleuropa und hatte weitreichende politische Folgen für das Machtgleichgewicht der Region.
1687 veröffentlichte Isaac Newton sein grundlegendes Werk Philosophiæ Naturalis Principia Mathematica. In diesem Werk formulierte Newton die „Naturphilosophie“ in mathematischer Form: Er legte die wichtigsten Gesetze der klassischen Mechanik dar und begründete damit ein neues, kohärentes physikalisches Weltbild. Die Arbeit wurde zu einem zentralen Fundament der modernen Naturwissenschaften und beeinflusste die weitere Entwicklung von Astronomie, Physik und Ingenieurwissenschaften nachhaltig.
1697 wurde der Frieden von Rijswijk geschlossen, der den ausgedehnten Konflikt des „Neunjährigen Kriegs“ in Europa beendete. Der Vertrag brachte nach langen Jahren militärischer Auseinandersetzungen eine neue politische und territoriale Ordnung hervor, insbesondere im Umfeld der französisch-habsburgischen Rivalität. Für viele beteiligte Staaten bedeutete der Frieden eine vorübergehende Entspannung, zugleich aber auch die Neuordnung von Besitz- und Einflussfragen, die in späteren Konflikten erneut eine Rolle spielten.
- 1683 – Zweite Türkenbelagerung Wiens
- 1688 – Glorious Revolution in England
- 1689 – Verabschiedung der Bill of Rights in England
- 1697 – Vertrag von Rijswijk
- 1701 – Beginn des Spanischen Erbfolgekriegs
- 1704 – Schlacht bei Höchstädt (Blenheim)
- 1713 – Vertrag von Utrecht
- 1721 – Frieden von Nystad (Ende des Großen Nordischen Kriegs)
- 1742 – Vertrag von Breslau (Beendigung des Ersten Schlesischen Kriegs)
- 1683: Während der Zweiten Türkenbelagerung Wiens versuchten osmanische Streitkräfte, die habsburgische Hauptstadt zu erobern. Nach langen Kämpfen und einer angespannten Belagerungslage kam es schließlich zur Entsatzschlacht bei Wien: Ein durch christliche Fürsten verstärktes Heer griff an und zwang die Belagerer zum Rückzug. Das Ereignis gilt als Wendepunkt, weil es die unmittelbare Bedrohung Wiens abwendete und den weiteren Verlauf der Auseinandersetzung in Richtung der Habsburger beeinflusste.
- 1701: Mit der Königskrönung Friedrichs I. wurde der bis dahin vom Kurfürsten verwaltete brandenburgische Staat zum Königreich Preußen aufgewertet. Friedrich I. ließ sich 1701 zum ersten König in Preußen krönen, was nicht nur eine machtpolitische Aufwertung bedeutete, sondern auch den Anspruch Preußens auf eine größere internationale Stellung unterstrich. In der Folge gewann der preußische Staat an Profil, u. a. durch den Ausbau von Verwaltung und Repräsentationspolitik.
- 1740: Der Österreichische Erbfolgekrieg begann, als die Thronfolge in den habsburgischen Ländern umstritten wurde. Auslöser war der Tod Kaiser Karls VI., wodurch die Bestimmungen seiner Erbregel (Pragmatische Sanktion) politisch herausgefordert wurden. In mehreren europäischen Machtkonstellationen eskalierten die Konflikte, und insbesondere im deutschsprachigen Raum prägten die Kämpfe die folgenden Jahre stark.
- 1683: Zweite Belagerung Wiens durch das Osmanische Reich
- 1688: Glorreiche Revolution in England
- 1689: Bill of Rights in England
- 1690: Schlacht am Boyne
- 1692: Salem-Hexenprozesse
- 1697: Frieden von Rijswijk
- 1701: Beginn des Spanischen Erbfolgekriegs
- 1703: Gründung von St. Petersburg
- 1707: Act of Union zwischen England und Schottland
- 1713: Frieden von Utrecht
- 1715: Jakobitenaufstand in Großbritannien
- 1721: Zar Peter der Große erklärt Russland zum Imperium
1683 – Die Zweite Belagerung Wiens durch die Osmanen: Die Zweite Belagerung Wiens war ein bedeutendes militärisches Ereignis im Jahr 1683. Unter der Führung von Großwesir Kara Mustafa Pasha belagerte das Osmanische Reich die Habsburgerresidenzstadt Wien. Die Belagerung begann im Juli 1683 und dauerte bis zum 12. September 1683, als eine alliierte Entsatzarmee, angeführt von dem polnischen König Johann III. Sobieski, die osmanischen Truppen entscheidend schlug. Der Sieg der Entsatzarmee markierte den Beginn der Rückeroberung Ungarns und Kroatiens durch die Habsburger sowie den allmählichen Rückzug des Osmanischen Reiches aus Mitteleuropa. Weitere Informationen finden Sie auf Wikipedia.
1701 – Gründung des Königreichs Preußen: Am 18. Januar 1701 krönte sich Friedrich III., Kurfürst von Brandenburg, im Schloss Königsberg zum König Friedrich I. in Preußen. Dies markierte die Gründung des Königreichs Preußen. Friedrich III. hatte nach langen Verhandlungen die Zustimmung des Heiligen Römischen Kaisers Leopold I. erhalten, sich zum König zu erheben. Diese Krönung war von großer Bedeutung, da Brandenburg-Preußen zu einem bedeutenden Machtfaktor in Mitteleuropa aufstieg und die Grundlage für das spätere Deutsche Kaiserreich legte. Weitere Informationen finden Sie auf Wikipedia.
1715 – Der Spanische Erbfolgekrieg endet: Der Spanische Erbfolgekrieg (1701–1714) war ein bedeutender europäischer Konflikt, der durch den Tod des spanischen Königs Karl II. und die Nachfolgefragen ausgelöst wurde. Der Krieg endete mit den Friedensverträgen von Utrecht (1713) und Rastatt (1714), die eine Neuordnung der europäischen Machtverhältnisse zur Folge hatten. Frankreich erkannte den britischen Anspruch auf Gibraltar und Minorca an, und Spanien verlor seine Besitzungen in den Niederlanden und Italien. Der Friede von Utrecht und Rastatt beendeten eine Ära der ständigen Kriege und führten zu einem stabileren politischen System in Europa. Weitere Informationen finden Sie auf Wikipedia.
- 1683: Zweite Türkenbelagerung Wiens wird abgewehrt.
- 1689: Beginn des Neunjährigen Krieges zwischen England und Frankreich (u. a. im Rahmen der „Glorious Revolution“).
- 1697: Frieden von Rijswijk beendet den Neunjährigen Krieg.
- 1701: Beginn des Spanischen Erbfolgekriegs.
- 1707: Schlacht von Almansa im Spanischen Erbfolgekrieg.
- 1713: Frieden von Utrecht beendet den Spanischen Erbfolgekrieg (weitgehend).
- 1718: Beginn des Vierten Russisch-Osmanischen Krieges.
- 1739: Beginn des Ersten Schlesischen Krieges (Österreichischer Erbfolgekrieg).
- 1743: Schlacht bei Dettingen während des Österreichischen Erbfolgekriegs.
Im Schlacht von Poltawa (1709) trafen im Großen Nordischen Krieg die Truppen des schwedischen Königs Karl XII. auf das Heer des russischen Zaren Peter I. Die Schlacht endete mit einer schweren Niederlage Schwedens und gilt als entscheidender Wendepunkt: In der Folge konnte Russland seine Stellung in Osteuropa deutlich ausbauen und sich als neue Großmacht etablieren. Strategisch verschob sich damit das Kräfteverhältnis im Krieg, während Schweden von einer Phase erfolgreicher Expansion in eine immer schwierigere defensive Lage geriet.
Der Frieden von Utrecht (1713) beendete im Wesentlichen den Spanischen Erbfolgekrieg. In mehreren Teilverträgen wurden die Herrschaftsansprüche neu geordnet und damit das europäische Machtgefüge nach dem Tod des spanischen Königs Karl II. konsolidiert. Für viele Staaten bedeutete der Frieden zugleich eine politische Neujustierung: Territorialfragen wurden festgeschrieben, Einflusszonen verschoben und die Weichen für eine längerfristige Stabilisierung gestellt. Zugleich prägten die Ergebnisse langfristig den Wettbewerb der europäischen Großmächte um Kolonien, Handel und Bündnissysteme.
Mit dem Frieden von Nystad (1721) endete der Große Nordische Krieg zwischen Russland und Schweden. Der Vertrag regelte die Rückgabe bzw. Abtretung umfangreicher Gebiete und bestätigte Russlands Aufstieg zur dominierenden regionalen Macht im Ostseeraum. Besonders bedeutsam war, dass Russland damit den Weg zur Festigung seines „Fensters nach Europa“ öffnete und seine wirtschaftlichen sowie strategischen Positionen ausbauen konnte. Für Schweden markierte der Frieden dagegen das Ende der jahrzehntelangen Großmachtrolle und leitete eine Phase des politischen und militärischen Bedeutungsverlusts ein.