1780 Einträge gefunden in der Kategorie Geschichte
- 1683: Zweite Türkenbelagerung Wiens (Entsatz und Ende der Belagerung)
- 1688: Glorious Revolution in England
- 1689: Verabschiedung der Bill of Rights
- 1697: Friede von Rijswijk
- 1701: Beginn des Spanischen Erbfolgekriegs
- 1707: Acts of Union (Vereinigung von England und Schottland)
- 1713: Frieden von Utrecht
- 1714: Tod der Königin Anne und Thronbesteigung von Georg I. (Beginn der hannoverschen Dynastie)
- 1743: Schlacht von Dettingen
Im September 1683 kam es zur zweiten Türkenbelagerung Wiens: Nach dem Vormarsch des Osmanischen Reiches versuchten die Angreifer, Wien einzunehmen. Der Entsatz durch verbündete Truppen unter anderem des polnisch-litauischen Königs Jan III. Sobieski führte zur entscheidenden Abwendung der Belagerung und gilt als Wendepunkt in den Türkenkriegen in Mitteleuropa. (Weitere Informationen auf Wikipedia)
Am 18. Januar 1701 wurde Friedrich III. zum König in Preußen gekrönt und damit die Erhebung des bisherigen Kurfürstentums zum Königtum vollzogen. Mit der Krönung entstand das Königreich Preußen, was die Stellung des Hauses Hohenzollern in Europa weiter stärkte und die politischen wie militärischen Weichen für die folgenden Jahrzehnte stellte. (Weitere Informationen auf Wikipedia)
Im Zuge des Ersten Schlesischen Krieges wurde am 11. Juni 1742 der Friede von Breslau geschlossen: Preußen konnte große Teile Schlesiens behaupten bzw. gewinnen, während Österreich weitgehend auf diese Gebiete verzichten musste. Der Vertrag veränderte die Machtbalance in Mitteleuropa spürbar und gilt als wichtiger Schritt in Richtung der künftigen Rivalität zwischen Preußen und Österreich. (Weitere Informationen auf Wikipedia)
- 1680: Pueblo-Revolte gegen die spanische Kolonialherrschaft beginnt.
- 1683: Zweite Belagerung Wiens wird durch die Entsatzarmee beendet.
- 1685: Aufhebung des Edikts von Nantes durch Ludwig XIV.
- 1688: Glorious Revolution in England.
- 1689: Verabschiedung der Bill of Rights in England.
- 1692: Beginn der Salem-Hexenprozesse in Massachusetts.
- 1697: Vertrag von Rijswijk (Ryswick) beendet den Neunjährigen Krieg.
- 1702: Schlacht von Blenheim im Rahmen des Spanischen Erbfolgekriegs.
- 1703: Gründung von Sankt Petersburg durch Peter den Großen.
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Zweite Türkenbelagerung von Wien (1683) war ein entscheidender Konflikt zwischen dem Osmanischen Reich und dem habsburgischen Europa. Die Belagerung Wiens führte zu einer akuten Bedrohung der Region, bis schließlich ein Entsatzheer unter anderem mit kontingentierter Unterstützung der europäischen Mächte eingriff und die Osmanen zurückgedrängt wurden. Der Verlauf der Belagerung und die spätere Niederlage der osmanischen Truppen gelten als Wendepunkt, der den Druck auf Mitteleuropa verringerte und die militärische Dynamik in der Region nachhaltig beeinflusste.
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Glorreiche Revolution (1688) bezeichnet die weitgehend gewaltarme Absetzung von König Jakob II. von England und die anschließende Machtübernahme durch Wilhelm III. und Maria II. In der Folge wurden politische Grundprinzipien, insbesondere die Begrenzung königlicher Macht zugunsten parlamentarischer Rechte, deutlich gestärkt. Das Ereignis prägte die Entwicklung eines parlamentarisch verankerten Regierungssystems und wirkte zugleich auf europäische Bündnisse und Konflikte aus, da es die Position Englands in der internationalen Politik neu ausrichtete.
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Spanischer Erbfolgekrieg (ab 1701) begann, als es in Europa um die Nachfolge im spanischen Königshaus nach dem Tod Karls II. ging. Die damit verbundene Frage nach der Machtbalance führte zu einem großen europäischen Konflikt, in dem mehrere Staaten ihre Interessen gegeneinander durchsetzten—teils um Gebietsansprüche, teils um die Vermeidung einer zu starken Hegemonialstellung einzelner Dynastien. Der Krieg erstreckte sich über viele Jahre und prägte politische Verhältnisse, Bündnissysteme und territoriale Entscheidungen in einem großen Teil Europas.
- 1683: Zweite Türkenbelagerung Wiens und entscheidende Schlacht am Kahlenberg (Entsatz Wiens)
- 1686: Eroberung von Buda durch die Habsburger im Zuge des Krieges gegen das Osmanische Reich
- 1688: Beginn der Glorious Revolution in England (Absetzung von König Jakob II.)
- 1689: Verabschiedung der Bill of Rights in England
- 1692: Beginn der Salem-Zauberei-Prozesse in Massachusetts
- 1697: Unterzeichnung des Vertrags von Rijswijk zur Beendigung des Neunjährigen Kriegs
- 1701: Erlass des Act of Settlement in England (Regelung der Thronfolge)
- 1704: Schlacht von Blenheim im Spanischen Erbfolgekrieg
- 1705: Einnahme Barcelonas durch die Truppen des Erzherzogs Karl (Spanischer Erbfolgekrieg)
Die Glorious Revolution (1688/1689) führte in England zum Sturz von König Jakob II. und zur Machtübernahme von Wilhelm III. und Maria II. Die Auseinandersetzung war eng mit religiösen Konflikten und der Frage nach der Begrenzung königlicher Macht verknüpft. Langfristig trug die Revolution dazu bei, die parlamentarische Mitbestimmung weiter zu stärken und das Verhältnis von Krone und Parlament neu zu ordnen.
Mit dem Vertrag von Ryswick (1697) wurde ein kriegserschüttertes Europa nach dem Neunjährigen Krieg zwischen Frankreich und der Großen Allianz in Teilen wieder stabilisiert. Der Vertrag regelte unter anderem Gebiets- und Einflussfragen in Europa, beendete den offenen Kampfzustand und schuf Grundlagen für die spätere Neuordnung der Machtverhältnisse. Für viele Staaten bedeutete dies eine Atempause nach langen militärischen Belastungen.
Der Große Nordische Krieg begann 1700 als Auseinandersetzung vor allem zwischen Schweden und einer Koalition nord- und osteuropäischer Mächte. Auslöser war der Wettbewerb um Dominanz im Ostseeraum und in Gebieten rund um das Baltikum. Der Krieg entwickelte sich zu einem der entscheidenden Konflikte dieser Epoche und veränderte die politische Landkarte nachhaltig—mit weitreichenden Folgen insbesondere für Schwedens Stellung in Europa.
- 1683 – Zweite Türkenbelagerung von Wien (Schlacht am Kahlenberg)
- 1688 – Glorious Revolution in England
- 1689 – Bill of Rights (England)
- 1690 – Schlacht am Boyne
- 1697 – Vertrag von Rijswijk
- 1701 – Ausbruch des Spanischen Erbfolgekriegs
- 1704 – Schlacht von Blenheim
- 1707 – Acts of Union: Entstehung des Königreichs Großbritannien
- 1713 – Vertrag von Utrecht
1683 endete die Zweite Türkenbelagerung Wiens mit einem entscheidenden Sieg des Entsatzheeres unter Herzog Georg von Lothringen und König Johann Sobieski. Die osmanische Belagerung war zuvor mehrere Wochen lang im Gange gewesen; der Durchbruch durch die Verteidigung und der anschließende Rückzug der Angreifer markierten eine wichtige Zäsur in den habsburgisch-osmanischen Konflikten und stärkten die Position der Koalition in Mitteleuropa.
Mit der Glorious Revolution ab 1688 wandelte sich das politische System in England nachhaltig: Wilhelm III. von Oranien wurde nach dem Sturz von König Jakob II. an die Macht geholt. Die Ereignisse führten zu einer stärkeren Rolle des Parlaments und zur Festigung konstitutioneller Prinzipien, die später auch die politische Entwicklung in Großbritannien und darüber hinaus beeinflussten.
Der Vertrag von Utrecht beendete den Spanischen Erbfolgekrieg weitgehend und trat in seiner abschließenden Wirkung besonders um 1713/1714 hervor. In den folgenden Jahren wurden Gebiets- und Machtansprüche zwischen den beteiligten europäischen Großmächten neu geordnet. Damit begann in Europa eine neue Phase des Kräftegleichgewichts, in der das Verhältnis der Dynastien und die Verteilung überseeischer sowie europäischer Besitzungen neu bestimmt wurden.
Am 10. August 1680 begann im heutigen US-Bundesstaat New Mexico die sogenannte Pueblorebellion. Auslöser waren vor allem die zunehmende spanische Kolonialherrschaft und die damit verbundenen Eingriffe in die Lebenswelt der Pueblo-Gemeinschaften (unter anderem Einschränkungen religiöser Praktiken und Zwangsmaßnahmen). In mehreren Pueblo-Ortschaften kam es zu koordinierten Angriffen auf spanische Siedler und Missionen. Die Rebellion gilt als einer der schwersten Rückschläge für die spanische Präsenz in der Region: Spanische Verwaltungseinrichtungen wurden zeitweise zurückgedrängt, und erst nach mehr als einem Jahr gelang es den Spaniern schrittweise, ihre Positionen wieder zu festigen. Das Ereignis hatte nachhaltige Folgen für Machtverhältnisse, Siedlungsmuster und die Beziehungen zwischen europäischen Kolonialmächten und indigenen Gesellschaften.
Im Jahr 1680 sorgte zudem der spektakuläre Himmelsbesuch des Kometen von 1680 (auch als „Großer Komet“ bekannt) in weiten Teilen der Welt für Aufsehen. Der Komet wurde von Astronomen beobachtet und beschrieben und lieferte Anlass für Diskussionen über Bahnverläufe und die Natur solcher Erscheinungen. Solche spektakulären Kometenerscheinungen waren im 17. Jahrhundert nicht nur wissenschaftlich interessant, sondern prägten auch kulturelle Vorstellungen: In vielen Regionen wurden sie als außergewöhnliche Zeichen gedeutet, während gleichzeitig die systematische Himmelsbeobachtung weiter voranschritt. Dass der Komet über längere Zeit hinweg gut sichtbar war, machte ihn besonders geeignet, die Genauigkeit von Messungen (z. B. der Positionen am Himmel) zu verbessern und Beobachtungsnetzwerke zu stärken.
Schließlich wurde im Jahr 1680 ein weiteres bemerkenswertes astronomisches Ereignis registriert: Im Nachthimmel erschien zeitweise ein sehr helles, zuvor unbekanntes Objekt, das später mit der Supernova-Episode in Verbindung gebracht wird, die heute mit Cassiopeia A (Überrest der Supernova) in Zusammenhang steht. Die Beobachtung einer „neuen“ Sternerscheinung war für die damalige Zeit besonders wichtig, weil sie die Vorstellung von einem unveränderlichen Fixsternhimmel infrage stellte. Auch wenn die Explosion selbst bereits Jahre zuvor stattgefunden haben dürfte, war die Entdeckung im Jahr 1680 entscheidend: Sie trug zur systematischen Erfassung kurzzeitiger Himmelsereignisse bei und ist heute ein Baustein in der historischen Rekonstruktion, wie langlebige astrophysikalische Prozesse über Jahrzehnte hinweg sichtbar werden.