1780 Einträge gefunden in der Kategorie Geschichte
- 1681: William Penn erhält die Charta zur Gründung der britischen Kolonie Pennsylvania
- 1683: Zweite Türkenbelagerung Wiens endet mit der Entsatzschlacht
- 1685: Edikt von Fontainebleau widerruft den Schutz der Hugenotten in Frankreich
- 1688: Beginn der Glorious Revolution in England
- 1697: Vertrag von Ryswick beendet den Neunjährigen Krieg
- 1701: Act of Settlement regelt die Nachfolge in England
- 1707: Acts of Union schaffen das Königreich Großbritannien
- 1713: Vertrag von Utrecht beendet den Spanischen Erbfolgekrieg
- 1750: Tod von Johann Sebastian Bach
1683 kam es zur Zweiten Türkenbelagerung Wiens: Das Osmanische Reich belagerte Wien, während gleichzeitig in Europa ein Gegenbündnis der Habsburger und ihrer Verbündeten formiert wurde. Die Entsatzlage änderte sich, als im September die kaiserlichen Truppen unter Führung von Prinz Eugen von Savoyen zusammen mit polnisch-litauischen Kräften den belagernden Gegner erfolgreich zurückdrängten. Die Ereignisse gelten als Wendepunkt der Auseinandersetzungen zwischen dem Osmanischen Reich und dem Heiligen Römischen Reich nördlich der Alpen.
1709 prägte die Schlacht bei Poltawa den Verlauf des Großen Nordischen Krieges: In der Auseinandersetzung zwischen dem schwedischen König Karl XII. und dem russischen Zaren Peter I. erlitt Schweden eine entscheidende Niederlage. Der Sieg der russischen Truppen führte zu einem deutlichen Machtverschiebung in Osteuropa und stärkte Peters Anspruch auf eine führende Rolle im Ostseeraum. Für Schweden bedeutete die Schlacht den Beginn längerer militärischer Rückschläge, während Russland seine Modernisierung und Durchsetzungskraft weiter vorantrieb.
1748 wurde mit dem Frieden von Aachen eine wichtige Phase der Europäischen Konflikte des 18. Jahrhunderts beendet. Der Vertrag schloss den Österreichischen Erbfolgekrieg (1740–1748) im Kern ab und regelte Gebiets- und Einflussfragen zwischen den beteiligten Mächten. Besonders nach einem langen Krieg mit hohen Kosten und territorialen Verschiebungen brachte der Frieden eine vorübergehende Stabilisierung, auch wenn viele Gegensätze später erneut aufbrachen. In der Folge beeinflusste die neue politische Balance weiterhin Bündnisse und Machtpolitik in Europa.
- 1683: Zweite Belagerung Wiens wird abgewehrt (Osmanisches Reich)
- 1687: Schlacht von Mohács während des Großen Türkenkriegs
- 1689: Glorious Revolution in England; Wilhelm III. und Maria II. besteigen den Thron
- 1697: Frieden von Rijswijk beendet den Neunjährigen Krieg
- 1701: Beginn des Spanischen Erbfolgekriegs
- 1709: Schlacht bei Poltawa (Niederlage der Schweden unter Karl XII.)
- 1713: Frieden von Utrecht beendet den Spanischen Erbfolgekrieg
- 1721: Unterzeichnung des Vertrags von Nystad beendet den Großen Nordischen Krieg
- 1740: Beginn des Österreichischen Erbfolgekriegs
1683: Zweite Türkenbelagerung Wiens. Im Sommer 1683 rückte das Osmanische Heer unter Großwesir Kara Mustafa Pascha vor Wien vor, das als wichtiges Bollwerk des Heiligen Römischen Reiches galt. Nach schweren Kämpfen scheiterte die Belagerung schließlich: Die Stadt wurde durch die heranrückenden kaiserlichen und verbündeten Truppen entsetzt, was den Vormarsch der Osmanen in Mitteleuropa nachhaltig stoppte und die politische Lage in der Region zugunsten der Habsburger verschob.
1701: Mit der Krönung Friedrichs I. von Preußen zum ersten König in Preußen wurde aus dem Kurfürstentum Brandenburg ein Königreich. Dieser Schritt hatte starke Signalwirkung: Preußen wollte sich als gleichrangige europäische Macht positionieren. Zugleich bedeutete die Königswürde eine neue politische und repräsentative Ordnung – mit weitreichenden Folgen für die weitere Entwicklung Preußens im 18. Jahrhundert.
1740–1748: Der Österreichische Erbfolgekrieg begann 1740 nach dem Tod Kaiser Karls VI. und entfachte einen großen europäischen Konflikt um die Herrschaftsrechte in den habsburgischen Erblanden. Im Zentrum standen konkurrierende Ansprüche auf Territorien sowie das Machtkalkül mehrerer Großmächte. Schon die ersten Kriegsjahre zeigten, dass der Konflikt nicht nur dynastisch, sondern auch außenpolitisch und militärisch umkämpft war – ein Wendepunkt für die Kräfteverhältnisse in Europa.
- 1683 – Zweite Türkenbelagerung Wiens (Schlacht am Kahlenberg)
- 1685 – Aufhebung des Edikts von Nantes (Edikt von Fontainebleau)
- 1688 – Beginn der Glorious Revolution in England
- 1697 – Vertrag von Ryswick
- 1704 – Schlacht von Blenheim
- 1713 – Vertrag von Utrecht
- 1721 – Vertrag von Nystad (Ende des Großen Nordischen Krieges)
- 1733 – Beginn des Polnischen Erbfolgekriegs
- 1746 – Schlacht bei Culloden
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Im Jahr 1683 erreichte der Zweite Türkenkrieg einen kritischen Punkt: Das von den Osmanen belagerte Wien konnte schließlich durch eine von polnischen, kaiserlichen und weiteren Truppen gemeinsam zusammengestellte Entsatzarmee entsetzt werden. Die entscheidende militärische Konfrontation wurde zu einem Wendepunkt in der Auseinandersetzung zwischen dem Habsburgerreich und dem Osmanischen Reich. Politisch trugen die Ereignisse dazu bei, den Einfluss der Habsburger in Mitteleuropa zu festigen und die weitere Ausdehnung der Osmanen in Richtung Westen vorerst zu stoppen.
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Widerruf des Edikts von Nantes (1685)
1685 widerrief König Ludwig XIV. das Edikt von Nantes, das zuvor den französischen Protestanten (Hugenotten) religiöse Rechte und einen gewissen rechtlichen Schutz zugesichert hatte. Der Widerruf leitete eine Phase massiver Einschränkungen und Verfolgungen ein: Viele Hugenotten wurden zum Übertritt zum Katholizismus gedrängt, der religiöse Alltag wurde zunehmend unterbunden, und zahlreiche Betroffene sahen sich zur Flucht gezwungen. Langfristig hatte dies erheblichen Einfluss auf die Bevölkerungsstruktur, die Wirtschaft (u. a. durch Abwanderung von Fachkräften) sowie die konfessionellen Spannungen in Frankreich und in Europa.
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Bei Culloden trafen 1746 die königlichen Truppen Großbritanniens auf die jakobitischen Aufständischen während des letzten großen Versuchs, die Stuart-Dynastie wieder auf den britischen Thron zu bringen. Die Schlacht endete mit einer vernichtenden Niederlage der Jakobiten und markierte damit praktisch das Ende des Jakobitenaufstands. Unmittelbar danach folgten harte Repressionsmaßnahmen, die darauf abzielten, die Aufstandsbereitschaft in den schottischen Regionen zu brechen. Culloden gilt bis heute als Symbol für das Scheitern der Erhebung und als einschneidendes Ereignis in der schottisch-britischen Geschichte.
- 1682: Verlegung des Königshofes von Ludwig XIV. nach Versailles
- 1683: Zweite Belagerung Wiens scheitert (Schlacht um Wien)
- 1684: Vertrag von Regensburg (Waffenstillstand zwischen Frankreich und dem Heiligen Römischen Reich)
- 1685: Widerruf des Edikts von Nantes
- 1688: Glorious Revolution in England
- 1690: Schlacht am Boyne
- 1692: Seeschlachten von Barfleur und La Hougue
- 1697: Frieden von Rijswijk
- 1707: Inkrafttreten der Acts of Union (Vereinigung von England und Schottland)
Im Jahr 1683: Zweite Türkenbelagerung von Wien scheiterte das Osmanische Reich in einer der entscheidenden Belagerungen der Zeit. Nachdem die Streitkräfte unter Kara Mustafa 1683 Wien eingeschlossen hatten, gelang es einem Entsatzheer unter anderem mit polnischer Beteiligung unter Jan III. Sobieski, die Belagerung zu durchbrechen. Das Ereignis gilt als Wendepunkt, weil sich das Kräfteverhältnis in Südosteuropa im Laufe der folgenden Jahre weiter zugunsten der habsburgischen Seite verschob.
Mit 1697: Vertrag von Rijswijk endete der Neunjährige Krieg zwischen Frankreich und einer großen Koalition europäischer Mächte. Der Frieden brachte weitreichende Gebietsausgleiche und festigte die politische Neuordnung nach jahrelangen militärischen Auseinandersetzungen. Für Frankreich bedeutete der Vertrag zwar einen Rückschlag, bewirkte aber zugleich eine Stabilisierung nach der Kriegsphase; für die beteiligten europäischen Staaten trug er zur Neujustierung ihrer Bündnisse und Einflusszonen bei.
Im Umfeld der britischen Staatsreform führte 1707: Act of Union zur formellen Vereinigung von England und Schottland zum Königreich „Großbritannien“. Dabei wurden gemeinsame Institutionen geschaffen und die rechtlichen sowie politischen Strukturen schrittweise vereinheitlicht. Die Union hatte nachhaltige Folgen für Handel, Verwaltung und Außenpolitik und veränderte die Stellung der Insel im europäischen Machtgefüge deutlich.
- 1682 – Peter der Große wird (zusammen mit Iwan V.) Mitregent in Russland.
- 1683 – Schlacht von Wien im Rahmen des Zweiten Türkenkriegs.
- 1685 – Widerruf des Edikts von Nantes in Frankreich.
- 1686 – Eroberung von Buda durch die Habsburger im Zweiten Türkenkrieg.
- 1688 – Glorious Revolution: Absetzung von König Jakob II. in England.
- 1690 – Schlacht am Boyne (Wilhelm III. gegen Jakob II.).
- 1697 – Vertrag von Rijswijk beendet den Neunjährigen Krieg.
- 1704 – Schlacht von Blenheim im Spanischen Erbfolgekrieg.
- 1707 – Inkrafttreten des Acts of Union: Union von England und Schottland.
1683: Die Zweite Wiener Türkenbelagerung stellte einen entscheidenden Wendepunkt im abendländisch-osmanischen Konflikt dar. Osmanische Truppen belagerten Wien im Zeichen der Expansion nach Mitteleuropa. Nach langen Kämpfen gelang es der „Heiligen Liga“ unter anderem durch das Eingreifen des polnischen Königs Jan III. Sobieski, die Belagerung zu durchbrechen. Der erfolgreiche Entsatz Wien wirkte sich nachhaltig auf die politische und militärische Lage in der Region aus und gilt als Symbol für das Scheitern großangelegter osmanischer Vorstöße nach Westen.
1697: Der Frieden von Rijswijk beendete einen großen Teil der Auseinandersetzungen im Umfeld des Pfälzischen Erbfolgekriegs sowie weiterer Konflikte in Europa. In den Verhandlungen wurden Territorien und Ansprüche neu geordnet, um einen dauerhaften Ausgleich zwischen den beteiligten Mächten herzustellen. Der Vertrag führte dazu, dass die kriegsbedingten Verschiebungen weitgehend rückgängig gemacht oder zumindest vertraglich fixiert wurden, wodurch sich die Machtbalance neu stabilisierte. Für viele Staaten bedeutete der Friedensschluss vor allem eine dringend benötigte Entlastung von Kriegslasten und die Rückkehr zu verlässlicheren politischen Rahmenbedingungen.
1707: Mit den Unionsakten 1707 wurde aus dem Königreich England und dem Königreich Schottland das neue Königreich „Großbritannien“. Die Rechtsakte traten am 1. Mai 1707 in Kraft und regelten die politische und institutionelle Vereinigung, insbesondere den Zusammenschluss der Parlamente. Damit entstand ein einheitlicher Staat, der wirtschaftlich und strategisch stärker aufgestellt war, etwa im Hinblick auf Handel, Ressourcen und außenpolitische Handlungsfähigkeit. Die Union veränderte zudem langfristig die innerstaatliche Entwicklung und den politischen Alltag in beiden Teilen der Insel.