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1780 Einträge gefunden in der Kategorie Geschichte

1683
  • 1683: Zweite Belagerung Wiens durch das Osmanische Reich
  • 1687: Schlacht bei Mohács (Ungarn) und Befestigung der habsburgischen Position
  • 1688: Beginn des Neunjährigen Krieges in Europa (Große Allianz)
  • 1697: Frieden von Rijswijk
  • 1701: Beginn des Spanischen Erbfolgekriegs
  • 1704: Schlacht von Blenheim
  • 1713: Frieden von Utrecht
  • 1740: Beginn des Österreichischen Erbfolgekriegs
  • 1763: Frieden von Paris (Ende des Siebenjährigen Krieges)
  • Im Jahr 1683 kam es zur Zweiten Türkenbelagerung von Wien. Das Osmanische Reich versuchte, Wien und damit den Einfluss der Habsburger in Mitteleuropa entscheidend zu schwächen. Nach einer langen Belagerung konnten die Verteidiger durch den Entsatz unter der Führung von polnisch-litauischen Truppen und ihrer europäischen Verbündeten schließlich die Belagerung abwenden. Die Ereignisse wurden in der Folge oft als wichtige Wende im Krieg gegen das Osmanische Reich in Europa betrachtet.

  • 1709 wurde der Verlauf des Schlacht bei Poltawa im Rahmen des Großen Nordischen Krieges maßgeblich verändert. Die Armee des schwedischen Königs Karl XII. wurde in der Nähe von Poltawa von den Truppen Peters des Großen entscheidend geschlagen. Damit brach Schwedens militärische Überlegenheit in Osteuropa deutlich ein, während Russland weiter an Macht gewann. Im Rückblick gilt Poltawa häufig als entscheidender Schritt für den Aufstieg Russlands zur führenden regionalen Macht.

  • Der Vertrag von Paris (1763) beendete einen Großteil des Siebenjährigen Krieges. Die Friedensregelung hatte weitreichende Folgen für die weltweite Neuordnung kolonialer Besitzstände: In Nordamerika verlor Frankreich seine großen Territorien (u. a. Kanada) an Großbritannien, während Spanien im Gegenzug Ausgleichsgebiete erhielt. Für viele europäische und außereuropäische Räume veränderte dies Handelswege, Machtkonstellationen und die zukünftige koloniale Ausrichtung der beteiligten Großmächte. Damit markiert der Vertrag einen Wendepunkt in der Geschichte des kolonialen Zeitalters.

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1683
  • 1683: Zweite Wiener Türkenbelagerung endet mit der Niederlage der Osmanen.
  • 1687: Isaac Newton veröffentlicht seine "Principia Mathematica".
  • 1688: Die Glorious Revolution beginnt in England.
  • 1689: Bill of Rights wird in England verabschiedet.
  • 1690: Schlacht am Boyne, Wilhelm III. siegt über Jakob II.
  • 1692: Hexenprozesse von Salem in Massachusetts.
  • 1697: Frieden von Rijswijk beendet den Pfälzischen Erbfolgekrieg.
  • 1701: Beginn des Spanischen Erbfolgekriegs.
  • 1703: Zar Peter der Große gründet die Stadt Sankt Petersburg.
  • 1707: Vereinigung von England und Schottland zum Königreich Großbritannien.
  • 1713: Der Vertrag von Utrecht beendet den Spanischen Erbfolgekrieg.
  • 1721: Zar Peter der Große wird zum Kaiser von Russland proklamiert.

1. Die Zweite Wiener Türkenbelagerung (1683): Die Belagerung Wiens im Jahr 1683 war ein entscheidendes militärisches Ereignis, bei dem das Osmanische Reich versuchte, Wien einzunehmen. Die Belagerung begann im Juli 1683, als die osmanischen Truppen unter dem Kommando von Großwesir Kara Mustafa Pascha die Stadt umzingelten. Die Verteidiger Wiens wurden von kaiserlichen Truppen, Bürgern der Stadt sowie europäischen Alliierten, darunter das polnisch-litauische Heer unter Führung von König Jan III. Sobieski, unterstützt. Am 12. September 1683 fand die entscheidende Entsatzschlacht am Kahlenberg statt, in der die verbündeten christlichen Truppen den Osmanen eine vernichtende Niederlage zufügten. Der Sieg markierte einen Wendepunkt in der osmanischen Expansion in Europa und leitete eine Phase der österreichischen Hegemonie in Mitteleuropa ein. Mehr erfahren.

2. Die Glorious Revolution (1688): Die Glorious Revolution war ein politischer Umsturz in England, der 1688 zur Absetzung von König Jakob II. führte und seine protestantische Tochter Maria II. und ihren niederländischen Ehemann Wilhelm III. von Oranien auf den Thron brachte. Die Revolution wurde ausgelöst durch die Furcht vor einer katholischen Thronfolge, da Jakob II. die Kirche von England zugunsten des Katholizismus schwächen wollte. Protestanten im Parlament luden Wilhelm von Oranien ein, einzumarschieren, was er im November 1688 tat. Ohne größere Kämpfe fand der Umsturz statt, und Jakob II. floh nach Frankreich. Dieses Ereignis hatte tiefgreifende Folgen für die britische Verfassung und etablierte das Prinzip der parlamentarischen Souveränität. Zudem legte es den Grundstein für die moderne britische konstitutionelle Monarchie. Mehr erfahren.

3. Der Große Nordische Krieg (1700–1721): Der Große Nordische Krieg war ein bedeutender Konflikt im nördlichen Europa, der von 1700 bis 1721 währte. Er entbrannte durch die Ambitionen, die Machtverhältnisse im Ostseeraum neu zu ordnen, insbesondere durch die Koalition aus Russland, Dänemark-Norwegen und Sachsen-Polen, die sich gegen das mächtige Schweden unter Karl XII. verbündete. Der Krieg begann mit einem gemeinsamen Angriff auf Schweden, das jedoch in vielerlei Hinsicht lange Zeit die Oberhand behielt, insbesondere durch frühe schwedische Siege. Jedoch führte die Niederlage in der Schlacht bei Poltawa 1709 zu einem Wendepunkt. Schweden verlor seine Stellung als dominierende Macht im Ostseeraum, und Russland wurde unter Peter dem Großen zu einer der führenden Kräfte. Der Krieg endete mit dem Frieden von Nystad, der Russland umfassende Gebietsgewinne zusprach und die schwedische Großmachtstellung beendete. Mehr erfahren.

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1683
  • 1683 (14. Juli): Beginn der osmanischen Belagerung Wiens
  • 1683 (12. September): Schlacht von Wien (Entsatzschlacht)
  • 1683 (15. September): Osmanen heben die Belagerung Wiens auf und ziehen sich zurück
  • 1683 (25. Dezember): Hinrichtung von Kara Mustafa Pascha nach der Niederlage bei Wien
  • 1683 (März): Qing-Truppen erobern Taiwan; die Herrschaft der Zheng-Dynastie wird beendet
  • 1683 (Mai): Frankreich beginnt den Krieg der Wiedervereinigungen (War of the Reunions)
  • 1683 (21. Juli): Hinrichtung von Lord William Russell (Rye House Plot) in London
  • 1683 (7. Dezember): Hinrichtung von Algernon Sidney (Rye House Plot) in London
  • 1683 (25. September): Geburt von Jean-Philippe Rameau, französischer Komponist und Musiktheoretiker
  • Zweite Türkenbelagerung von Wien (1683) Die Osmanen begannen im Sommer 1683 die zweite große Belagerung Wiens im Rahmen des „Großen Türkenkriegs“. Das Heer des Großwesirs Kara Mustafa Pascha rückte vor die Stadt, schnitt wichtige Nachschublinien ab und setzte Wien mit Artillerie stark unter Druck. Für die Habsburgermonarchie bedeutete die Belagerung nicht nur eine militärische, sondern auch eine politische und psychologische Bewährungsprobe. Als die Versorgungslage der Verteidiger zunehmend kritisch wurde, sammelten sich zugleich Entsatzkräfte im Umland, die im Verlauf des Septembers anrückten.
  • Schlacht am Kahlenberg (12. September 1683) Entscheidende Wende brachte die Schlacht am Kahlenberg, in der die verbündeten Entsatztruppen unter anderem durch den polnischen König Jan III. Sobieski gegen die osmanischen Linien vorgingen. Vom Höhenzug aus konnten die Angreifer die gegnerische Stellung wirksam angreifen und die geordnete Belagerungsarmee bedrängen. Der Sieg der Entsatzkräfte führte dazu, dass die Belagerung Wiens nicht mehr aufrechterhalten werden konnte. In der Folge kam es zur Auflösung des osmanischen Belagerungsheeres und damit zum raschen Rückzug.
  • Rye House Plot (1683) In England wurde 1683 der sogenannte Rye House Plot aufgedeckt, eine Verschwörung, die vor allem mit oppositionellen (whig-nahen) Kreisen in Verbindung gebracht wurde. Ziel war es, König Karl II. und möglicherweise auch seinen Bruder Jakob (den späteren König) zu töten, um einen politischen Umsturz zu ermöglichen. Nach der Entdeckung folgten Verhaftungen, verschärfte Überwachungsmaßnahmen und politische Verfolgungen. Der Vorfall prägte die innenpolitische Lage nachhaltig und trug dazu bei, dass die Spannungen zwischen Krone und Opposition in den folgenden Jahren weiter anwuchsen.
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1683
  • 1683: Zweite Türkenbelagerung von Wien
  • 1687: Glorious Revolution in England: Aufstieg von Prinz Wilhelm von Oranien und Maria II.
  • 1697: Frieden von Rijswijk beendet den Neunjährigen Krieg
  • 1701: Beginn des Spanischen Erbfolgekriegs
  • 1709: Schlacht bei Poltawa während des Großen Nordischen Kriegs
  • 1713: Frieden von Utrecht beendet den Spanischen Erbfolgekrieg
  • 1714: Ende der Regierung der Stuart in Großbritannien (Tod von Königin Anne)
  • 1721: Ende des Großen Nordischen Kriegs durch den Frieden von Nystad
  • 1735: Beginn des Russisch-Österreichisch-Türkischen Kriegs (1735–1739)
  • Im Jahr Zweite Belagerung Wiens (1683) geriet die habsburgische Hauptstadt im Zuge des Osmanischen Reiches unter massiven Druck. Die osmanische Belagerung begann, während der Vormarsch in Mitteleuropa bereits viele Regionen erreicht hatte. Innerhalb der Stadt kam es zu großen Entbehrungen und anhaltenden militärischen Belastungen, während sich gleichzeitig das Kräfteverhältnis für die Verteidiger verschob. Entscheidend war das Eingreifen eines Entsatzheeres unter Führung des polnisch-litauischen Königs Jan III. Sobieski, das im Umfeld der Stadt zum entscheidenden Durchbruch beitrug. Mit dem Scheitern der Belagerung und dem Rückzug der osmanischen Truppen veränderte sich das strategische Bild in der Region spürbar. Langfristig gilt die Episode als ein Wendepunkt, der den osmanischen Expansionsdrang in Richtung Mitteleuropa zunächst deutlich bremste.
  • Schlacht von Poltawa (1709) war eine der entscheidenden Schlachten des Großen Nordischen Krieges. Gegen Ende des frühen 18. Jahrhunderts trafen dabei schwedische Truppen unter Karl XII. auf die Streitkräfte des russischen Zaren Peter I. Die Belagerung und anschließende Schlacht spielten sich vor allem im Bereich von Poltawa ab und wurden durch strikte Disziplin, Logistik sowie die Handlungsfähigkeit der Artillerie beeinflusst. Das Ergebnis fiel für Schweden verheerend aus: Die schwedische Niederlage bedeutete einen tiefen Einschnitt in die militärische Schlagkraft Karls XII. und stärkte Peters Position deutlich. In der Folge gewann Russland an Einfluss in der Ostsee-Region, während Schweden seine zuvor dominierende Rolle zunehmend verlor. Poltawa wird daher oft als Schlüsselereignis angesehen, das den Aufstieg Russlands zur Großmacht nachhaltig beschleunigte.
  • 1735 begann der Russisch-osmanische Krieg 1735–1739, ein Konflikt, der die Macht- und Interessenskonflikte im Schwarzmeerraum erneut zuspitzte. Auslöser waren unter anderem konkurrierende Vorstellungen über Einflussbereiche und die Kontrolle strategisch wichtiger Regionen. Der Krieg war geprägt von langen Operationsphasen, Belagerungen und schwierigen Versorgungslagen, die sowohl Heerführer als auch Truppen vor enorme Herausforderungen stellten. Für das Osmanische Reich bedeutete die Auseinandersetzung zusätzlichen Druck an einer Peripherie, während Russland versuchte, seine Möglichkeiten im Süden systematisch auszubauen. Das Geschehen führte über die Jahre zu wechselnden militärischen Erfolgen, ohne dass eine Seite sofort den endgültigen Durchbruch erzwingen konnte. Der Konflikt endete schließlich in einer politischen Neuordnung, die die regionale Balance weiter beeinflusste.
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1683
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