1780 Einträge gefunden in der Kategorie Geschichte
- 1684: Gründung der University of Pennsylvania durch Benjamin Franklin
- 1685: Geburt von Johann Sebastian Bach
- 1686: Veröffentlichung von Isaac Newtons "Principia Mathematica"
- 1687: Belagerung von Belgrad durch die Habsburgermonarchen
- 1688: Glorious Revolution in England
- 1689: William III. und Mary II. werden zu König und Königin von England gekrönt
- 1690: Schlacht am Boyne in Irland
- 1692: Hexenprozesse von Salem in Massachusetts
- 1694: Gründung der Bank of England
- 1701: Beginn des Spanischen Erbfolgekriegs
- 1703: Gründung von St. Petersburg durch Peter den Großen
- 1709: Schlacht bei Poltawa im Großen Nordischen Krieg
Im Jahr 1688 begann der Glorreiche Revolution in England, ein bedeutender Umbruch, bei dem König James II. abgesetzt und durch seine Tochter Maria II. und ihren Ehemann Wilhelm III. ersetzt wurde. Dieser Machtwechsel war weitgehend unblutig und hatte tiefgreifende Auswirkungen auf die englische Verfassung. Er führte zur endgültigen Einrichtung einer konstitutionellen Monarchie und zur Verabschiedung der Bill of Rights im Jahr 1689, die die Rechte des Parlaments und die Freiheiten der Bürger festigte.
Der Spanische Erbfolgekrieg begann im Jahr 1701 und dauerte bis 1714. Er war ein großer europäischer Konflikt, der ausbrach, weil der spanische König Karl II. kinderlos starb und eine Nachfolgestreitigkeit zwischen den europäischen Mächten auslöste. Frankreich und Spanien standen auf der einen Seite, Großbritannien, die Niederlande und das Heilige Römische Reich auf der anderen. Der Krieg wurde sowohl in Europa als auch in den Kolonien ausgefochten und endete schließlich mit dem Frieden von Utrecht, der ein Machtgleichgewicht in Europa herstellen sollte.
Zwischen 1707 und 1709 ereignete sich der Große Nordische Krieg, in dem Russland und eine Allianz nord- und osteuropäischer Staaten Schweden herausforderten. Zar Peter der Große strebte an, Russland zu einer bedeutenden europäischen Macht zu machen und Zugang zur Ostsee zu erlangen. Der Krieg endete zugunsten Russlands und führte zu erheblichen territorialen Veränderungen in Osteuropa, einschließlich der Gründung von Sankt Petersburg.
- 1685 – Edikt von Fontainebleau: Widerruf des Edikts von Nantes in Frankreich.
- 1688 – Glorious Revolution in England: Absetzung von König Jakob II. und Thronbesteigung durch Wilhelm III. und Maria II.
- 1692 – Beginn der Salem-Hexenprozesse in Massachusetts.
- 1697 – Vertrag von Ryswick: Ende des Neunjährigen Krieges.
- 1701 – Beginn des Spanischen Erbfolgekriegs.
- 1704 – Schlacht von Blenheim im Spanischen Erbfolgekrieg.
- 1707 – Act of Union: Zusammenschluss von England und Schottland zum Königreich Großbritannien.
- 1713 – Vertrag von Utrecht: Abschluss des Spanischen Erbfolgekriegs.
- 1727 – Tod von George I. und Thronbesteigung von George II. im Königreich Großbritannien.
Glorreiche Revolution (1688/1689) brachte in England einen grundlegenden politischen Umbruch: Nachdem König Jakob II. zunehmend auf Widerstand gestoßen war, wurde er 1688 faktisch entmachtet. Teile des Parlaments rief daraufhin Wilhelm III. von Oranien und seine Frau Maria II. zur Übernahme der Krone. Der Machtwechsel führte zu einer Neuordnung des Verhältnisses von Krone und Parlament und gilt als Meilenstein auf dem Weg zu einer konstitutionellen Monarchie. Der Konflikt hatte zudem große internationale Auswirkungen, weil Englands neue Ausrichtung die Bündnispolitik im europäischen Machtkampf der Zeit beeinflusste.
Spanischer Erbfolgekrieg (ab 1701) war einer der bedeutendsten europäischen Konflikte des frühen 18. Jahrhunderts. Auslöser war die Frage, wer nach dem Tod Karls II. von Spanien die spanische Monarchie und ihre Gebiete erben würde. Die Auseinandersetzung wurde rasch zu einem Kampf mehrerer Großmächte um das europäische Gleichgewicht: Verschiedene Koalitionen standen einander gegenüber, während in mehreren Regionen gleichzeitig gekämpft wurde – in Europa, aber auch in kolonialen und maritimen Auseinandersetzungen. Der Krieg prägte Staatsfinanzen, Bündnissysteme und die Ordnung der Machtverhältnisse in Europa nachhaltig und endete erst 1714/1715 mit weitreichenden territorialen Neuordnungen.
Nystader Frieden (1721) beendete den Großen Nordischen Krieg zwischen dem Russischen Reich und dem Königreich Schweden. Nach Jahren intensiver Kämpfe und einer konsequenten militärischen Konsolidierung Russlands wurde in Nystad ein Friedensschluss erreicht, der insbesondere die Vormachtstellung im Ostseeraum neu regelte. Russland gewann dabei den entscheidenden Einfluss über strategisch wichtige Gebiete und Häfen, wodurch es seine Stellung als aufstrebende Großmacht festigen konnte. Für Schweden bedeutete der Friedensschluss dagegen einen deutlichen Machtverlust; das Ende des Krieges markiert in der Geschichtsschreibung oft den Beginn einer neuen Phase russischer Außenpolitik und Expansion.
- 1684: Vertrag von Ratisbon zwischen Frankreich und dem Heiligen Römischen Reich
- 1685: Rechtskraft des Edikts von Fontainebleau, Aufhebung des Edikts von Nantes
- 1687: Veröffentlichung von Isaac Newtons "Philosophiæ Naturalis Principia Mathematica"
- 1688: Glorious Revolution in England, Sturz von König James II.
- 1689: Unterzeichnung der Bill of Rights in England
- 1689: Beginn des Pfälzischen Erbfolgekriegs
- 1690: Schlacht am Boyne in Irland
- 1692: Salem-Hexenprozesse in Massachusetts
- 1694: Gründung der Bank of England
- 1701: Gründung des Königreichs Preußen
- 1703: Peter der Große gründet Sankt Petersburg
- 1707: Vereinigung von England und Schottland zum Königreich Großbritannien
Am 6. September 1688 begann die Belagerung von Belgrad. Diese Belagerung war ein bedeutsames Ereignis im Rahmen des Großen Türkenkrieges, bei dem die Heilige Liga, bestehend aus dem Heiligen Römischen Reich, Polen, Venedig und Russland, gegen das Osmanische Reich kämpfte. Die Stadt Belgrad war für die Osmanen von strategischer Bedeutung, da sie ihnen den Zugang zu Mitteleuropa ermöglichte. Die Belagerung dauerte insgesamt 19 Tage, und nach erbitterten Kämpfen fiel Belgrad schließlich in die Hände der Heiligen Liga. Diese Eroberung war ein bedeutender Beitrag zur Niederlage der Osmanen in diesem Krieg, was die Machtverhältnisse in der Region nachhaltig veränderte. Weitere Informationen finden Sie hier.
Im Jahr 1697 fand die Schlacht bei Zenta statt, die ein entscheidender Sieg der Habsburger unter Prinz Eugen von Savoyen über das Osmanische Reich war. Am 11. September traf das kaiserliche Heer bei Zenta in der heutigen Vojvodina (Serbien) auf die osmanische Armee, die gerade dabei war, den Fluss Theiß zu überqueren. Der Angriff der Habsburger überraschte die Osmanen, die sich in einer ungünstigen Position befanden und erhebliche Verluste erlitten. Diese Niederlage führte zu einem massiven Rückgang der osmanischen Macht und ebnete den Weg für den Frieden von Karlowitz im Jahr 1699, bei dem das Osmanische Reich bedeutende Gebietsverluste hinnehmen musste. Weitere Informationen finden Sie hier.
Am 13. Februar 1706 wurde der sogenannte Spanische Erbfolgekrieg durch den Vertrag von Utrechts beendet. Dieser Krieg, der von 1701 bis 1714 andauerte, entstand aus der Frage der Thronfolge in Spanien nach dem Tod des kinderlosen spanischen Königs Karl II. Bedeutende europäische Mächte wie Frankreich, Großbritannien, die Niederlande und das Heilige Römische Reich nahmen an diesem Konflikt teil, der weite Teile Europas in Mitleidenschaft zog. Der Vertrag von Utrecht führte zu einer Neuordnung der europäischen Landkarten und beeinflusste die internationale Politik nachhaltig. Zum Beispiel trat Spanien Gebiete wie Gibraltar und Menorca an Großbritannien ab, während Frankreichs Einfluss in Nordamerika eingeschränkt wurde. Weitere Informationen finden Sie hier.
- 1685 (6. Februar): Tod von König Karl II. von England; Jakob II. folgt als König.
- 1685 (Juni): Beginn der Monmouth-Rebellion (Aufstand des Herzogs von Monmouth gegen Jakob II.).
- 1685 (6. Juli): Schlacht von Sedgemoor, Niederlage der Truppen des Herzogs von Monmouth.
- 1685 (August): „Bloody Assizes“—Sondergerichte und harte Urteile gegen Aufständische nach Sedgemoor.
- 1685 (18. Oktober): Edikt von Fontainebleau—Aufhebung des Edikts von Nantes durch Ludwig XIV.
- 1685 (ab Ende 1685): Beginn der massenhaften Vertreibung und Verfolgung von Hugenotten aus Frankreich.
- 1685 (23. Februar): Geburt von Georg Friedrich Händel in Halle.
- 1685 (31. März, julianischer Kalender): Geburt von Johann Sebastian Bach (in Eisenach).
- 1685 (20. Oktober): Einberufung des Parlaments von Jakob II. (Beginn des Parlaments, das bis 1687 bestand).
- Am 6. Februar 1685 bestieg der Katholik Jakob II. nach dem Tod seines Bruders Karl II. den englischen Thron. Seine Regierung begann mit Versuchen, königliche Autorität und religiöse Toleranz politisch neu auszubalancieren – zugleich wuchs bei vielen protestantischen Zeitgenossen die Sorge, Jakob II. wolle den Einfluss des Protestantismus zurückdrängen. Diese religiös-politische Spannung prägte in der Folge das Verhältnis zwischen Krone und Teilen der Bevölkerung sowie des Parlaments erheblich. Jakob II. (England)
- Im Juni 1685 brach in England der Aufstand des Herzogs von Monmouth gegen Jakob II. aus. Der Konflikt kulminierte in der Schlacht von Sedgemoor am 6. Juli 1685, in der königliche Truppen die Rebellen niederschlugen. Danach folgte eine harte Strafverfolgung, die den Aufstand endgültig erstickte, aber auch die politische Atmosphäre weiter verschärfte: Misstrauen, Angst vor erneuten Unruhen und die Zuspitzung religiöser Gegensätze blieben zentrale Themen. Aufstand des Herzogs von Monmouth
- Im Oktober 1685 widerrief Ludwig XIV. mit dem Edikt von Fontainebleau das zuvor geltende Toleranzregelwerk für Hugenotten (französische Protestanten): der Widerruf des Edikts von Nantes führte dazu, dass der protestantische Glaube rechtlich stark eingeschränkt wurde und viele Betroffene mit Verfolgung, Zwangskonversion oder Flucht konfrontiert waren. Damit verschob sich die französische Religionspolitik deutlich in Richtung religiöser Einheit unter katholischer Vorherrschaft, was weitreichende Folgen für Gesellschaft und Wirtschaft sowie für die gesamte europäische Religionslandschaft hatte. Widerruf des Edikts von Nantes
- 1685: Widerruf des Edikts von Nantes durch Ludwig XIV.
- 1685: Edikt von Potsdam (Aufnahme und Privilegien für Hugenotten in Brandenburg-Preußen).
- 1686: Fall der Stadt Buda im Rahmen des Großen Türkenkriegs.
- 1687: Schlacht von Mohács (Habsburgische Truppen besiegen das Osmanische Reich).
- 1688: Landung Wilhelms III. von Oranien in England als Auftakt zur Glorious Revolution.
- 1688: Eroberung/Erstürmung Belgrads durch die Habsburger im Großen Türkenkrieg.
- 1689: Bill of Rights in England.
- 1689: England erklärt Frankreich den Krieg (Beginn des Neunjährigen Krieges).
- 1689: Anerkennung Wilhelms III. und Marias als gemeinsame Herrscher in England nach der Thronumwälzung.
- Im Jahr Jakob II. (England) übernahm nach dem Tod seines Bruders Karls II. die Herrschaft (1685). Jakob II. verfolgte eine Politik, die vor allem wegen seiner katholischen Ausrichtung zunehmend in Konflikt mit Teilen der protestantischen Bevölkerung und dem Parlament geriet. Entscheidungen wie die Förderung von Katholiken in staatlichen Ämtern und die religiös geprägte Auslegung königlicher Rechte verstärkten das Misstrauen gegenüber der Krone. Diese Spannungen bildeten einen wesentlichen Hintergrund dafür, dass die politische Lage sich in den Folgejahren weiter zuspitzte.
- Die Schlacht von Mohács (1687) war ein bedeutender Wendepunkt im Zuge des Großen Türkenkriegs. In der Schlacht trafen habsburgisch-kaiserliche Truppen auf das Osmanische Reich. Für die Habsburger war der Sieg besonders wichtig, weil er die militärische Initiative in Ungarn weiter stärkte und dazu beitrug, die osmanische Kontrolle zurückzudrängen. Damit wurde die Region stärker in Richtung einer habsburgischen Vorherrschaft verschoben – ein Schritt, der die politische und militärische Entwicklung in Mitteleuropa in den Jahren danach nachhaltig prägte.
- Mit dem Bill of Rights (1689) setzte das englische Parlament nach der sogenannten „Glorreichen Revolution“ zentrale Grenzen für die königliche Macht. Das Gesetz legte fest, dass der König nicht über dem Recht steht, sondern an parlamentarische Zustimmung gebunden ist. Dazu zählten unter anderem Regelungen zu freien Wahlen, dem Verbot bestimmter Eingriffe in Rechte von Untertanen sowie die Forderung, dass es ohne Zustimmung des Parlaments keine dauerhafte Armee geben sollte. Insgesamt gilt der Bill of Rights als Meilenstein für die Entwicklung einer konstitutionellen Monarchie und beeinflusste spätere verfassungsrechtliche Traditionen.