1780 Einträge gefunden in der Kategorie Geschichte
- 1688: Glorious Revolution in England (Sturz von König Jakob II.).
- 1689: Verabschiedung der Bill of Rights in England.
- 1701: Beginn des Spanischen Erbfolgekriegs.
- 1707: Verabschiedung der Acts of Union und Entstehung des Königreichs Großbritannien.
- 1715: Tod Ludwigs XIV. und Beginn der Regentschaft in Frankreich.
- 1718: Vertrag von Passarowitz (Beendigung des Österreichisch-Osmanischen Kriegs in Teilen).
- 1721: Vertrag von Nystad beendet den Großen Nordischen Krieg.
- 1740: Beginn des Österreichischen Erbfolgekriegs.
- 1759: Schlacht bei Kunersdorf im Siebenjährigen Krieg.
- 1687: Veröffentlichung von „Philosophiæ Naturalis Principia Mathematica“ durch Isaac Newton Im Jahr 1687 veröffentlichte Newton sein grundlegendes Werk zur klassischen Mechanik. Darin formulierte er die Grundprinzipien der Bewegung und der Gravitation in einer mathematisch präzisen Form. Die „Principia“ prägten fortan die physikalische Forschung nachhaltig und machten das heliozentrische und dynamische Weltbild weithin anschlussfähig, weil Beobachtungen und Berechnungen erstmals in einem einheitlichen theoretischen Rahmen zusammengeführt wurden.
- 1701–1714: Spanischer Erbfolgekrieg Der Spanische Erbfolgekrieg begann 1701, als nach dem Tod des kinderlosen Königs Karl II. von Spanien die Frage der Herrschaft in Spanien zu einem europäischen Konflikt eskalierte. Verschiedene Mächte versuchten, das Kräfteverhältnis in Europa zu ihren Gunsten zu verschieben. Der Krieg war ein vielschichtiger Auseinandersetzungsraum aus Land- und Seeoperationen und führte zu umfangreichen politischen Neuordnungen, die schließlich im Vertrag von Utrecht (1713/1714) ihren Ausdruck fanden.
- 1759: Schlacht bei Kunersdorf im Siebenjährigen Krieg 1759 kam es bei Kunersdorf zu einer entscheidenden Schlacht im Siebenjährigen Krieg: Preußische Truppen unter König Friedrich II. trafen auf verbündete Kräfte aus Russland und Österreich. Die Schlacht gilt als einer der schwersten Rückschläge für Preußen, weil die Koalition Friedrich II. trotz erheblicher vorheriger Unsicherheiten strategisch wirksam aufstellte. Der Sieg der Koalition veränderte die Lage in der Region spürbar und trug wesentlich dazu bei, wie sich der Krieg in den folgenden Jahren entwickelte.
- 1685: Thronbesteigung von König Ludwig XIV. in Frankreich beginnt die lange Herrschaftsphase des „Sonnenkönigs“.
- 1688: Glorious Revolution in England – Wilhelm von Oranien wird König, Jakob II. wird abgesetzt.
- 1689: Verabschiedung der Bill of Rights in England.
- 1689: Beginn des Pfälzischen Erbfolgekriegs.
- 1692: Schlacht von La Hogue (See- und Landoperationen gegen die französisch-jakobitischen Kräfte).
- 1697: Vertrag von Rijswijk beendet den Pfälzischen Erbfolgekrieg.
- 1701: Beginn des Spanischen Erbfolgekriegs.
- 1704: Schlacht von Blenheim (Großer Türkenkrieg im selben Zeitraum, aber Blenheim im Spanischen Erbfolgekrieg).
- 1710: Friedensverhandlungen im Spanischen Erbfolgekrieg führen zu entscheidenden diplomatischen Schritten.
1685 erließ König Ludwig XIV. das Edikt von Fontainebleau. Damit wurde das vorherige Edikt von Nantes weitgehend aufgehoben, das französischen Protestanten (Hugenotten) weitreichende Glaubens- und Rechtsfreiheit gewährt hatte. In der Praxis führte die neue Politik zu erheblichen Einschränkungen des protestantischen Lebens: Gottesdienste wurden erschwert oder verboten, Religionsausübung stärker kontrolliert und viele Hugenotten sahen sich zur Auswanderung gezwungen. Das Ereignis prägte nicht nur die religiöse Landschaft Frankreichs, sondern verstärkte auch wirtschaftliche und soziale Folgen durch den Verlust von Fachkräften und vergrößerte Spannungen innerhalb Europas.
Mit der Thronbesteigung des französischen Prinzen Philipp V. begann 1701 der Spanische Erbfolgekrieg. Der Konflikt entstand aus konkurrierenden Ansprüchen auf das spanische Erbe, aber er entwickelte sich schnell zu einem europaweiten Machtkampf um Einfluss und Besitzstände. Große Teile Europas wurden in unterschiedliche Koalitionen hineingezogen, Heer und Flotten waren über viele Jahre hinweg in den West- und Südstaaten sowie auf See aktiv. Der Krieg führte zu massiven Belastungen für viele beteiligte Länder und zog tiefgreifende Verschiebungen in der politischen Balance nach sich – entscheidend waren dabei auch die späteren Verhandlungen, die das Kräfteverhältnis in Europa nachhaltig veränderten.
Am 27. Juni 1709 kam es zur Schlacht bei Poltawa, einem Wendepunkt im Nordischen Krieg. Auf dem Feld bei Poltawa trafen die Armeen des russischen Zaren Peter I. auf die Truppen des schwedischen Königs Karl XII. Die Schlacht endete mit einer schweren Niederlage Schwedens und stärkte die Position Russlands erheblich. Der Sieg Peters hatte weitreichende Folgen: Er eröffnete Russland größere Möglichkeiten, sich an der Ostsee dauerhaft zu etablieren, und beschleunigte den Aufstieg Russlands zu einer führenden europäischen Macht. Für Schweden bedeutete Poltawa dagegen einen tiefen strategischen Rückschlag, nach dem die schwedische Vormachtstellung im Norden spürbar geschwächt wurde.
- 1688: Glorious Revolution in England
- 1689: Bill of Rights in England
- 1697: Frieden von Rijswijk (Ende des Pfälzischen Erbfolgekriegs)
- 1701: Beginn des Spanischen Erbfolgekriegs
- 1713: Frieden von Utrecht (Ende des Spanischen Erbfolgekriegs)
- 1714: Tod von Ludwig XIV. (Beginn der Regentschaft in Frankreich)
- 1721: Frieden von Stockholm (Ende des Großen Nordischen Krieges)
- 1740: Beginn des Österreichischen Erbfolgekriegs
- 1748: Frieden von Aachen (Ende des Österreichischen Erbfolgekriegs)
- 1756: Beginn des Siebenjährigen Krieges
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Vertrag von Rijswijk (1697) beendete große Teile des sogenannten Neunjährigen Krieges in Europa. Der Vertrag zwischen Frankreich und der sogenannten Großen Allianz brachte eine Reihe von territorialen Rückgaben und Neuordnungen mit sich, vor allem in den spanischen Niederlanden und an den Grenzen Frankreichs. Für viele Staaten bedeutete das Ende des langjährigen Ringens eine Atempause, zugleich wurden die Bedingungen jedoch so gesetzt, dass Konflikte in späteren Jahrzehnten erneut aufflammen konnten.
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Mit dem Ausbruch des Spanischen Erbfolgekriegs (ab 1701) ging es um die Nachfolge auf dem spanischen Thron und damit um das Kräfteverhältnis in Europa. Nach dem Tod des kinderlosen spanischen Königs Karl II. konkurrierten verschiedene Herrscherhäuser um die Macht in Spanien und seinen Kolonien. Der Krieg zog sich über mehrere Kontinente hin und verband europäische Bündnissysteme mit machtpolitischen Interessen in Italien, den Niederlanden und über das Meer. Am Ende führten die Entscheidungen zwar zu einer Neuausrichtung, aber auch zu langfristigen Spannungen zwischen den beteiligten Großmächten.
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Im Jahr 1756 begann der Siebenjährige Krieg und entwickelte sich zu einem der folgenschwersten Konflikte des 18. Jahrhunderts. Der Krieg wurde in Europa vor allem durch das Ringen um Macht und Einfluss in Mitteleuropa geprägt, während gleichzeitig in Übersee (etwa in Nordamerika und Indien) um Kolonialbesitz und Handelswege gekämpft wurde. Besonders bekannt ist die Zuspitzung zwischen den Großmächten sowie das komplexe Bündnisgeflecht, das sich im Verlauf des Krieges mehrfach verschob. Die Ergebnisse veränderten die Stellung mehrerer Staaten und hatten nachhaltige Auswirkungen auf das spätere politische Gleichgewicht in der Welt.
- 1686: Belagerung und Fall der Stadt Buda im Zuge des Großen Türkenkriegs
- 1686: Intensivierung der Verfolgung und Vertreibung der Hugenotten in Frankreich nach dem Edikt von Fontainebleau
- 1686: Veröffentlichung von Leibniz’ Abhandlung De geometria recondita et analysi indivisibilium atque infinitorum
- 1686: Beginn der „Hundegesetze“ (Schutz- und Verbotsverordnungen) unter Tokugawa-Tsunayoshi in Japan
- 1687: Isaac Newton veröffentlicht Philosophiæ Naturalis Principia Mathematica
- 1687: König James II. erlässt die „Declaration of Indulgence“ und gewährt religiöse Duldung
- 1687: Schlacht bei Mohács (zweite Schlacht bei Mohács) im Großen Türkenkrieg
- 1687: Belagerung und Eroberung von Eger (Erlau) durch habsburgische Truppen
- 1687: Tod des Astronomen Johannes Hevelius (Jan Heweliusz)
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1686 fiel Belagerung und Eroberung von Buda (1686) während des Großen Türkenkriegs. Nachdem die habsburgischen Truppen die Festungsstadt über mehrere Monate eingeschlossen hatten, gelang es ihnen, Buda von der osmanischen Herrschaft zu nehmen. Der Verlust einer so wichtigen Festung am Schnittpunkt von Donau und Landwegen schwächte die Position des Osmanischen Reiches in Ungarn erheblich und stärkte zugleich die kaiserliche Kriegsführung.
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Im August 1687 kam es zur Schlacht von Mohács (1687), einer erneuten Auseinandersetzung zwischen habsburgischen und osmanischen Truppen im Rahmen des Großen Türkenkriegs. Die Schlacht gehört zu den Ereignissen, die den Kriegsverlauf in Ungarn kurzfristig stark beeinflussten, weil strategisch wichtige Entscheidungen über Vormarsch und Rückzug getroffen wurden. Besonders für die Region bedeutete dies: Die Fronten blieben in Bewegung, und das Ringen um Kontrolle über Territorium setzte sich fort.
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Am 5. Juli 1687 erschien das Werk Philosophiae Naturalis Principia Mathematica von Isaac Newton. Darin legte Newton die Grundlagen der klassischen Mechanik und formulierte u. a. das Gravitationsgesetz in mathematischer Form. Das Buch gilt als Meilenstein der Wissenschaftsgeschichte, weil es Naturphänomene wie Bewegung von Himmelskörpern und das Verhalten von Objekten auf der Erde mit einem einheitlichen physikalischen Modell erklärte.