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- : Glorious Revolution in England; Wilhelm III. und Maria II. besteigen den Thron.
- : Ausbruch des Neunjährigen Krieges zwischen Frankreich und einer europäischen Koalition.
- : Schlacht von Boyne (Irland) zwischen den Truppen Jakobs II. und Wilhelm III.; Beginn der protestantischen Machtkonsolidierung.
- : Frieden von Rijswijk beendet den Neunjährigen Krieg.
- : Ausbruch des Spanischen Erbfolgekrieges.
- : Schlacht bei Vigo-Bucht; englisch-holländische Flotte greift spanische Schifffahrt an.
- : Schlacht von Blenheim; entscheidender Sieg der Alliierten im Spanischen Erbfolgekrieg.
- : Frieden von Utrecht beendet den Spanischen Erbfolgekrieg und verändert die europäische Machtordnung.
- : Beginn der Rückkehr zum Frieden und Anerkennung des Friedensvertrags nach dem Ende des Krieges der Vierfachen Allianz; Konsolidierung in Europa.
1689: Nach der Glorious Revolution in England wurde im Zuge der Herrschaft von Wilhelm III. und Maria II. das Bill of Rights (1689) verabschiedet. Das Gesetz stellte zentrale Prinzipien der parlamentarischen Kontrolle über die Krone fest: So wurden Eingriffe der Monarchie in die Gesetzgebung und die Besteuerung ohne Zustimmung des Parlaments untersagt, und es wurden Regelungen zu Wahlen sowie zur Unabhängigkeit des Parlaments getroffen. Damit gewann das Parlament dauerhaft an politischer Bedeutung und die englische Verfassung entwickelte sich in Richtung einer konstitutionellen Monarchie.
1697: Der Vertrag von Ryswijk beendete den Neunjährigen Krieg (bzw. dessen europäische Phase). Durch den Friedensschluss wurden zahlreiche Gebiete und Einflusszonen zwischen den beteiligten Mächten neu geordnet. Für viele Staaten bedeutete das Ende der Kampfhandlungen eine Atempause nach jahrelangen militärischen Belastungen, während zugleich die Grundlage für spätere Bündnispolitik gelegt wurde. Der Vertrag gilt als wichtige Weiche in der europäischen Machtbalance am Ende des 17. Jahrhunderts.
1713: Mit dem Utrechter Frieden endete der Spanische Erbfolgekrieg. Der Vertrag regelte die Nachfolgefrage in Spanien und führte zu umfassenden territorialen und kolonialen Neuregelungen. Besonders prägend war dabei, dass die europäischen Großmächte versuchten, ein Gleichgewicht zu sichern und einen zu starken Aufstieg einzelner Herrscherhäuser zu verhindern. Der Frieden prägte dadurch langfristig die politische Landschaft Europas und beeinflusste auch den kolonialen Wettbewerb.
- 1690: Schlacht am Boyne (William III. besiegt Jakob II.)
- 1697: Frieden von Rijswijk beendet den Neunjährigen Krieg
- 1701: Beginn des Spanischen Erbfolgekriegs
- 1704: Schlacht von Blenheim
- 1707: Act of Union: Vereinigung von England und Schottland zum Königreich Großbritannien
- 1713: Vertrag von Utrecht
- 1715: Jakobitenaufstand in Großbritannien beginnt
- 1721: Vertrag von Nystad beendet den Großen Nordischen Krieg
- 1727: Tod von König Georg I.; Thronbesteigung von Georg II. in Großbritannien
Der Friede von Rijswijk (20. September 1697) beendete den Neunjährigen Krieg zwischen Frankreich und der Großen Allianz. Der Vertrag regelte vor allem Fragen der territorialen Neuordnung in Europa: Frankreich musste weite Teile seiner in den letzten Jahren errungenen Positionen zurückgeben, während Großbritannien, die Niederlande und das Heilige Römische Reich ihre Sicherheits- und Einflussinteressen festigten. Für den weiteren europäischen Machtkampf war besonders wichtig, dass Frankreich zwar geschwächt wurde, aber als Großmacht erhalten blieb.
Mit der Eröffnung des Spanischen Erbfolgekriegs (ab 1701) begann ein neuer Großkonflikt um die Nachfolge in Spanien nach dem Tod von König Karl II. Europas Großmächte stellten dabei konkurrierende Ansprüche auf: Eine Koalition um Frankreich unterstützte die Interessen der Bourbonen, während andere Mächte (u. a. unter Beteiligung der Habsburger) eine stärkere Beschränkung französischen Einflusses erreichen wollten. Der Krieg zog sich über mehrere Jahre hin, führte zu tiefgreifenden militärischen und politischen Verschiebungen und prägte die europäische Diplomatie nachhaltig.
Der Frieden von Nystad (30. August 1721) beendete den Großen Nordischen Krieg zwischen dem Russischen Reich und dem schwedischen Reich. In der Folge musste Schweden große Gebiete abtreten, insbesondere im Ostseeraum, und verlor damit weitgehend seine Stellung als dominierende Macht im Norden. Russland gewann dagegen erheblich an Einfluss und Territorium; damit nahm der Aufstieg Russlands zur führenden europäischen Macht im 18. Jahrhundert sichtbar Fahrt auf.
- 1690: Schlacht am Boyne
- 1697: Frieden von Rijswijk (Vertrag von Ryswick)
- 1701: Beginn des Spanischen Erbfolgekrieges
- 1709: Schlacht von Poltawa
- 1713: Frieden von Utrecht (Vertrag von Utrecht)
- 1715: Jakobitischer Aufstand in Schottland (1715er-Risung)
- 1739: Beginn des „War of Jenkins’ Ear“ (Krieg um Jenkins’ Ohr)
- 1748: Frieden von Aachen (Vertrag von Aix-la-Chapelle)
- 1751: Beginn der Veröffentlichung der „Encyclopédie“
- Hexenprozesse von Salem (ab 1692) waren eine der bekanntesten Verfolgungswellen wegen angeblicher Hexerei in der frühen Neuzeit. In der Kolonie Massachusetts Bay kam es nach auffälligen Verhaltensweisen mehrerer Mädchen zu Anschuldigungen, die sich rasch ausbreiteten. Gerichtsverfahren stützten sich dabei stark auf Aussagen, die als „Beweise“ für übernatürliche Handlungen galten, während unabhängige Überprüfungen kaum möglich waren. Die Prozesse führten zu zahlreichen Festnahmen und Hinrichtungen, bevor Zweifel an der Rechtmäßigkeit und Zuverlässigkeit der Anschuldigungen zunahmen und das Geschehen allmählich zum Stillstand kam.
- Frieden von Utrecht (1713) beendete zentrale Teile des Spanischen Erbfolgekriegs. In den unterzeichneten Verträgen wurden Besitz- und Einflussrechte zwischen den europäischen Großmächten neu geordnet. Besonders wichtig war die Entscheidung, wer welche Gebiete kontrollierte, wodurch sich das Kräfteverhältnis langfristig verschob. Für Großbritannien bedeutete der Frieden unter anderem erhebliche wirtschaftliche und strategische Vorteile, während Spanien seine Stellung zwar behaupten konnte, jedoch größere territoriale Verluste hinnehmen musste. Insgesamt gilt der Frieden von Utrecht als ein wichtiger Schritt zur Stabilisierung der europäischen Ordnung nach dem Krieg.
- Vertrag von Aix-la-Chapelle (Vertrag von Aachen) (1748) stellte das Ende des Österreichischen Erbfolgekriegs (bzw. der daran anschließenden Auseinandersetzungen in Europa) her. Der Vertrag brachte zwar einen offiziellen Waffenstillstand und erneuerte diplomatische Rahmenbedingungen, allerdings wurden viele Streitpunkte nicht grundsätzlich „endgültig“ gelöst. Gleichwohl wurde die politische Lage wieder konsolidiert: Gebiets- und Rückführungsfragen wurden zwischen den beteiligten Mächten geregelt und die Kriegsparteien konnten sich neu formieren. Der Vertrag gilt daher als bedeutender Wendepunkt, der die europäischen Bündnispolitiken für die folgenden Jahrzehnte beeinflusste.