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- Sizilianisches Erdbeben 1693 (11. Januar 1693): Ein verheerendes Erdbeben erschütterte die Region um Sizilien und führte zu großen Zerstörungen in mehreren Städten. Schätzungen gehen von sehr vielen Todesopfern aus; zusammen mit nachfolgenden Bränden und Erdrutschen prägten die Ereignisse die Region noch lange. Das Beben gilt als eines der schwersten Erdbeben in der Geschichte Süditaliens.
- Schlacht bei Marsaglia (4. September 1693): Im Rahmen des Pfälzischen Erbfolgekrieges bzw. der damit verbundenen Auseinandersetzungen kam es bei Marsaglia (bei heutigen Savona/Torino-Region) zu einer bedeutenden Schlacht zwischen französischen und verbündeten Truppen sowie dem Gegenlager des Siebenjährigen (?)—hier im Kontext der europäischen Koalitionen. Die Schlacht endete für die französische Seite mit einem Erfolg und hatte Auswirkungen auf den weiteren Verlauf des Krieges in Norditalien.
- Hexenprozesse von Salem (1693): Die in Salem (heutiges Massachusetts) geführten Hexenprozesse traten 1693 deutlich in ihr Ende über. Nachdem mehrere Urteile und Hinrichtungen bereits vorangegangen waren, verschoben sich die gesellschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen so, dass weitere Verfolgungen zurückgingen. Rückblickend gelten die Prozesse als ein eindrückliches Beispiel dafür, wie Massenhysterie, Angst und rechtliche Fehlentwicklungen tragische Folgen haben können.
- 1693 – 11. Januar: Großes Erdbeben in Sizilien (u. a. Zerstörung von Catania und Umgebung)
- 1693 – Januar: Nachbeben und eine schwere Sturmflut/Tsunami treffen die Küsten Siziliens
- 1693 – 29. Juli: Schlacht bei Neerwinden/Landen im Neunjährigen Krieg
- 1693 – 4. November: Schlacht bei Marsaglia (Franzosen gegen Savoyen/Piemont im Neunjährigen Krieg)
- 1693 – Königliche Gründung per Charter: College of William & Mary in Virginia
- 1693 – Zar Peter I. (der Große) in Archangelsk: Beginn intensiverer Schiffbau- und Flottenbemühungen
- 1693 – John Locke veröffentlicht „Some Thoughts Concerning Education“
- 1693 – 24. März: Geburt von John Harrison (Uhrmacher, bedeutend für die Längengradbestimmung)
- 1693 – 13. Oktober: Tod von Johann Kaspar Kerll (Komponist)
9. Januar 1693: In Sizilien ereignete sich das Erdbeben von 1693 in Sizilien, auch als „Val-di-Noto-Erdbeben“ bekannt. Die Erschütterungen trafen vor allem den Südosten der Insel und verwüsteten zahlreiche Städte und Dörfer schwer. Berichtet wird von massiven Gebäudeeinstürzen, lang anhaltenden Nachbeben und sehr hohen Opferzahlen. Die anschließende Wiederaufbauphase prägte die Region nachhaltig und führte unter anderem zur späteren barocken Neugestaltung vieler Orte.
29. Juli 1693: Bei der Schlacht bei Neerwinden kam es im Rahmen des Neunjährigen Kriegs zu einer bedeutenden Auseinandersetzung in den heutigen belgischen Gebieten. Aufeinandertreffen sollten dort Kräfte der französischen Seite mit einer Koalition, zu der unter anderem englische und niederländische Kontingente gehörten. Die Schlacht war Teil eines größeren Feldzugs um die Kontrolle strategisch wichtiger Stellungen und Verkehrswege. Das Ergebnis beeinflusste die militärische Lage in der Region spürbar und bestimmte die weiteren Planungen in diesem Kriegsabschnitt.
4. Oktober 1693: In der Region Piemont kam es zur Schlacht von Marsaglia. Die bewaffnete Auseinandersetzung fand zwischen Truppen Frankreichs und Gegnern aus dem Umfeld des Herzogtums Savoyen statt und war damit ein weiterer Konfliktbaustein im größeren europäischen Kriegsgeschehen. Solche Gefechte entschieden oft darüber, welche Gebiete besetzt werden konnten und wie intensiv um Festungen und Nachschublinien gerungen wurde. Der Ausgang der Schlacht verschob die Kräfteverhältnisse im Feldzug zugunsten der französischen Seite.
- 1697: Friede von Rijswijk beendet den Neunjährigen Krieg zwischen Frankreich und der Großen Allianz.
- 1701: Beginn des Spanischen Erbfolgekriegs mit dem Einsetzen des neuen Konflikts um das spanische Erbe.
- 1702: In der Schlacht bei Blenheim erleiden die Franzosen und ihre Verbündeten eine schwere Niederlage.
- 1707: Schlacht bei Almanza; in Spanien entscheidet sich der Krieg zugunsten der Bourbonen.
- 1713: Friede von Utrecht schließt den Spanischen Erbfolgekrieg und regelt zahlreiche territoriale Fragen.
- 1718: Eroberung von Belgrad durch die Habsburger im Zuge des Österreichisch-Osmanischen Kriegs.
- 1721: Frieden von Stockholm beendet den Großen Nordischen Krieg teilweise zwischen Schweden und dem Russischen Reich.
- 1740: Beginn des Österreichischen Erbfolgekriegs nach dem Tod Kaiser Karls VI.
- 1752: Einführung des Gregorianischen Kalenders in Großbritannien und seinen Territorien (Kalenderreform).
Der Vertrag von Rijswijk wurde 1697 zwischen Frankreich und mehreren europäischen Gegnern geschlossen und beendete im Kern den Neunjährigen Krieg (Großer Allianzkrieg). Der Vertrag regelte unter anderem Gebietsfragen in den spanischen Niederlanden und in Deutschland, bestätigte aber auch, dass Frankreich zwar militärisch nicht vollständig überdeckt war, strategisch jedoch weitere Konflikte nicht grenzenlos ausweiten konnte. Für viele Staaten bedeutete das Abkommen eine erste Stabilisierung nach jahrelangen Kriegszerstörungen.
Im Jahr 1701 ließ sich der brandenburg-preußische Kurfürst Friedrich III. zum König erheben – und damit entstand das K%C3%B6nigreich Preußen. Die Erhebung zum König war mehr als nur ein Titelwechsel: Sie stärkte die außenpolitische Stellung Preußens im Konzert der europäischen Mächte und verlieh dem Herrscherhaus symbolisch und rechtlich mehr Gewicht, besonders gegenüber anderen deutschen Fürstentümern. Zugleich wurden die Strukturen der Verwaltung und des Hofstaats weiter konsolidiert, was langfristig zur zunehmenden Bedeutung Preußens beitrug.
Mit dem Tod Kaiser Karls VI. 1740 begann der Österreichische Erbfolgekrieg, ein Konflikt, der weite Teile Mitteleuropas erfasste. Auslöser war die strittige Nachfolge in den habsburgischen Ländern: Maria Theresia beanspruchte die Erbfolge, während mehrere Nachbarn ihre eigenen Interessen geltend machten. Der Krieg führte zu umfassenden militärischen Auseinandersetzungen und veränderte das Kräfteverhältnis in Europa, wobei zwar Maria Theresias Besitz letztlich weitgehend gesichert wurde, die politische und militärische Neuordnung aber viele Jahre nachwirkte.
- 1694: Einführung der englischen National-Lotterie (Lottery Act).
- 1697: Vertrag von Rijswijk beendet den Pfälzischen Erbfolgekrieg und den Neunjährigen Krieg.
- 1701: Beginn des Spanischen Erbfolgekriegs.
- 1703: Gründung von Sankt Petersburg durch Peter den Großen.
- 1704: Schlacht von Blenheim.
- 1707: Inkrafttreten der Acts of Union (Vereinigung von England und Schottland zum Königreich Großbritannien).
- 1709: Schlacht von Poltawa.
- 1713: Frieden von Utrecht.
- 1715: Beginn des jakobitischen Aufstands in Schottland (Earl of Mar).
Der Frieden von Rijswijk wurde 1697 geschlossen und beendete den Neunjährigen Krieg (u. a. zwischen Frankreich und einer europäischen Koalition). Der Vertrag brachte vor allem im Westen Europas eine vorläufige Stabilisierung: Gebiete und Einflusszonen wurden neu geregelt, was Frankreich zwar nicht dauerhaft schwächte, aber die Kriegsführungskosten und die Konfliktlage deutlich entschärfte. Für viele Staaten bedeutete der Frieden eine Entlastung, auch wenn die größeren machtpolitischen Gegensätze noch nicht vollständig gelöst waren.
Mit den Unionsakten kam es 1707 zur politischen Vereinigung von England und Schottland. Das Ergebnis war die Gründung des Königreichs „Großbritannien“, wodurch beide Länder rechtlich enger zusammengeführt wurden und gemeinsame Institutionen entstanden. Historisch gilt dies als wichtiger Schritt in Richtung eines einheitlicheren britischen Staatswesens, der sich später auch auf Handel, Militär und Außenpolitik auswirkte.
Der Frieden von Utrecht wurde 1713 vereinbart und beendete den Spanischen Erbfolgekrieg. In mehreren Einzelverträgen wurden Nachfolge- und Machtfragen in Europa neu geordnet: Entscheidend war dabei, dass verschiedene Anwärter auf den spanischen Thron durch territoriale Zuweisungen und Rechte auf Einflusspositionen verteilt wurden. Für Frankreich bedeutete der Frieden einerseits einen Machtverlust, andererseits eine lang ersehnte Stabilisierung; zugleich veränderte sich die europäische Balance of Power nachhaltig.